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21

18.04.2011, 19:04

Kapitel 20

Es geht weiter , ich hoffe das Kapitel gefällt euch :thumbup:
Feedback wäre echt toll ( :D )

Kapitel 20 : Veränderte Lage

Spoiler


Taubheit , Hilflosigkeit , Traurigkeit , waren die Gefühle die sich durch Seans Körper unaufhaltsam bahnten . Er war unfähig sich zu rühren , doch er selbst wusste nicht wie es weiter gehen sollte . Sean wollte näher heran , an das Geschehen , doch so wehrte sich sein Körper dagegen , wie ein Stein . Warme Hände legten sich auf Seans Schultern , eine helle Stimme erklang , Sean achtete wenig darauf und überhörte es einfach . Es war im egal , sein ganzes Leben schien im egal geworden zu sein . Er war in Sicherheit , die Jäger fort , doch zu welchem Preis . Sean hätte nur einmal seine Neugier ignorieren sollen , dann wäre all das nicht passiert . Sein Bruder lebte , doch so hing alles an einem dünnen Faden des Schicksals . „ Sean“, sagte die Stimme , sie gehörte Mia und klang alles andere als ruhig . Sean erhob sich vom Laub bedeckten Waldboden und starrte in die braunen Augen Miras . Ihr Mund bewegte sich zwar , doch , die Worte waren nicht verständlich für Sean , zu sehr sammelte er seine Kräfte um weiter zu laufen . Mo und Kai waren es , die Tarlon vom Boden aufhoben und vorsichtig auf den Rücken der gerade eben gelandeten Rahtian hievten . Er lebte also noch , Sean lief so schnell er konnte zu der Rahtian . Die Augen seines Bruders waren erschöpft , doch noch immer durchzogen mit der nach seinem Worten beschriebenen ewigen Freiheit .
Miras Stimme war nun klarer , die Taubheit löste sich in Seans Kopf auf „ Er wird wieder“, meinte sie , doch Überzeugung hätte anders geklungen . „ Tarlon“, hauchte Sean nur leicht , doch er wusste er würde ihn hören . „ Das wird schon wieder , kleiner Bruder“, es sollte wie eine Aufmunterung klingen , doch es gelang Tarlon nicht . Sean wusste nicht wer noch alles verletzt , oder gar von dieser Welt gegangen war
, es interessierte ihn nicht . Sein Leben lang , zumindest bis Tarlon gegangen war , hatte Seans Familie nur aus ihm selbst und seinem Bruder bestanden . Sie hatten alles zusammen getan , jede fröhliche Erinnerung , bei jeder war Tarlon dabei gewesen . Er vertraute nicht jedem Menschen , so waren ihm viele auch egal geworden , doch seinem Bruder hatte er immer Glauben Geschenk , und war mehr als nur glücklich darüber gewesen . Wenn es nur einen Menschen ins Seans Leben gegeben hatte dem er Vertrauen konnte , dann war es sein Bruder . Als Tarlon gehen musste , auf Wunsch seines Vaters , hatte er vor seiner Abreise seinem Bruder versprochen ihn wieder zu sehen . Auch wen sich seither alles verändert hatte , erfühllt hatte er es auf jeden Fall .
Die Rahtian startete unglaublich schnell , Sean konnte keine weiteren Worte zu ihm sagen , er flog davon . Auf der Wiese war es nun still . Selbst Mira , mit ihrer sonst so aufmunterten Stimmung , ihrer frohen Lebenseinstellung , blieb stumm und weinte alleine , fernab der Anderen . Seans Schmerzen blieben weiterhin im Hintergrund , ihm war alles egal , vor allem was nun mit ihm geschehen würde . Nichts schien von Bedeutung nicht er selbst , nicht diese Welt , nicht einmal seine Zukunft . Sean wurde in eine innere Leere gehüllt , es war fast unerträglich , doch ein Satz sprang ihn mit einem Male mitten ins Gedächtnis . Tarlon hatte einst zu ihm gesagt , egal was geschehen möge , es gehe immer noch weiter , und die Zeit selbst nehme auf das Geschehene keine Rücksicht . Er solle jede Sekunde genießen , und vor allem keine Reue in sich verspüren . Was sollte Sean nur tun , seinem inneren Ich war alles egal , diese Worte dennoch nicht . Tarlon hatte Recht , dass wusste Sean sehr genau . „ Egal , was geschehen wird . Alles geht weiter , und niemand nimmt Rücksicht darauf . Tue alles was du willst , und bereue nichts davon“ wiederholte Sean flüsternd die Worte die er von Tarlon kannte , der Schmerz war nun heftiger zu spüren und Sean wurde leicht schlecht .
Sean atmete tief ein und aus , während die warme Sonne auf sein Gesicht schien . Der Wind , der um Sean strich , schien alles mit sich zu nehmen , jedes noch so kleines Problem . Tief in sich wusste er , dass es Tarlon bald besser gehen würde , das hoffte er zumindest , und glaubte daran . Etwas tief in seinem inneren , zog Sean zu Mira . Sie weinte noch immer , Sean lief langsam zu ihr . Für eine Weile unterdrücke er das Pochen das durch seinen Körper zog und sagte sanft und mitfühlend „ Er wird wieder , dass weiß ich“, mehr war es nicht . Es waren genug Worte gewesen um Mira dazu zu bringen ihn schluchzend und weinend zu umarmen , Sean war etwas überfordert . Instinktiv und vor allem mitfühlend klopfte er ihr auf die Schultern , ob das genügen würde , wusste selbst sein inneres nicht , doch das interessierte ihn recht wenig . Mira beruhigte sich schon etwas , sie schien sogar fröhlich , Sean nahm sie aus der Umarmung und legte seine Arme auf ihre Schultern , sodass er direkt in ihre Augen sehen konnte . „ Vertrau mir , schon bald fliegt er hier wieder herum“, versuchte Sean scherzend aufzumuntern , es hatte funktioniert . Die Tränen Miras , wurden immer weniger und ihre fröhliche , sorglose Miene verschwand . Kai rempelte Sean von hinten an und lachte laut . Sean war etwas verlegen , doch nach allem was geschehen war , war auch so etwas längst nicht mehr von Bedeutung für ihn .
Kai warf Sean einen Arm um die Schultern , sodass er Sean etwas von Mira wegschieben konnte . „ Ist noch jemand verletzt?“, fragte Sean vorsichtig , doch sah sogleich etwas in Kais Augen das er selbst nie hätte beschreiben können . „ Sean . Verletzt ist nur Tarlon , Jaren , hatte weniger Glück . Er wird nicht wiederkommen“, sagte er langsam , damit er wahrscheinlich nicht anfing zu weinen . Sean schloss kurz die Augen , sogleich fühlte er wieder die Folgen des Sturzes , kurz fiel er zu Boden . Kai reichte ihm eine Hand , währenddessen starrte er ihn besorgt an . „Alles in Ordnung?“, fragte Kai und half Sean auf
die Beine . „ Bin nur von einem Rahtalos gefallen“, versuchte er scherzhaft seine Schmerzen zu verharmlosen . „ Wir sollten dich nach Hause ins Dorf bringen , dann können wir gleich schauen ob Tarlon gut angekommen ist“ , bestimmte Kai und starrte in den wolkenfreien Himmel . „ Ja genau , auf nach Hause“, meinte Sean fröhlich und noch immer voller Sorge , dass Wort hatte er lange Zeit nicht benutzt . Er war glücklich und traurig zu gleich , ein innerer Krieg .
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22

20.04.2011, 19:42

Kapitel 21

Kapitel 21 sitz , wackelt und hat Luft :thumbsup:
Hoffe es gefällt euch auch weiterhin :love:

Kapitel 21 : Wenn Zeiten sich ändern

Spoiler

Das Gefühl der Fröhlichkeit wich schnell aus Seans Körper , er wusste , für Fröhlichkeit war in diesem Moment kein Platz frei . Sean merkte erst jetzt so richtig , wieviel in sein Bruder bedeutet hatte und auch nun noch für ihn wichtig war . Sean hatte viele Geschichten in seiner Kindheit gehört , und viele Lehren daraus gezogen . Ein alter Mann hatte ihm einst gesagt , Dinge die einem selbstverständlich erscheinen würden, werden meist erst nach dessen Verlust betrauert , und erst dann würde es einem klar werden , wie gut man es mit den Dingen hätte , die man bereits besäße . Diesen Satz hatte er sich in seiner Kindheit eingeprägt , doch dessen Sinn blieb ihm damals noch verborgen , nun wusste er Bescheid .
Kai , Mo , Mira und noch ein Paar Andere setzten sich zügig in Bewegung , alle schienen traurig über das Geschehene zu sein . Sean verstand die Situation sehr genau , doch war er selbst nur wegen seinem Bruder traurig . Jaren hatte er erst ein Paar Stunden gekannt , und nicht sonderlich gut leiden können . Das kam Sean ziemlich kaltherzig vor , doch es war nun einmal die Wahrheit tief in ihm . Keiner der Anwesenden flog mit den Monster in die Lüfte , alle liefen , ihre Häupter geneigt . War es ein Zeichen der Ehre , Sean wusste darauf keine Antwort . Die Sitten und Gebräuche , waren ihm noch nicht bekannt , und ähnelten sicherlich keineswegs deren der Jäger . Also stand ihm ein langer Fußmarsch bevor , zurück zum Dorf . Sean konnte sich keine genaue Distanz ausmalen , weil er selbst nicht einmal wusste in welcher Richtung das Dorf lag . Kein Monster ließ sich in dem düsteren Wald blicken , sie blieben Fern . Keiner Sprach , keiner gab irgendeinen Laut von sich , Sean fühlte sich wie in einem Stummfilm . Die Sonne stach nur schwach durch die dicken Blätterdächer , und hüllte somit einen Stück des Waldes in vollkommene Dunkelheit ein . Das zwitschern der Vögel , war das Einzige was diese unangenehme Stille durchbrach . Sie sangen wunderschöne Lieder , immer wenn eines verstummte , begann ein Neues . Die Stille , brachte Sean dazu sich vollkommen in seinen Gedanken zu vergraben . Seine ganzen Sinne , erfüllten jede noch so kleine Kleinigkeit im inneren des Waldes . Es roch nach Rinde , Moos und Harz in der Luft . Der mit Laub bedeckte Boden unter Seans Füßen knisterte bei jedem Schritt , auch das
durchbrach die Gedanken der Anderen nicht , still liefen sie einfach weiter . Sean mochte die Stille sogar nun ein wenig , die Natur war so berauschend für ihn . Ein Paar Fliegen flogen um Sean herum , er
versuchte sie weg zuscheuchen . Der Wald , war genauso Lebhaft für Sean , wie der Rest der Welt , bloß war hier alles versteckt . In weiter Ferne , zog ein Rudel Genpreys vorbei , still und vorsichtig .
Seans Gedanken kreisten um seinen großen Bruder , diese Stille verschlimmerte das Gefühl umso mehr . Selbst die Natur konnte dabei wenig ablenken , und so war Sean seinen Gedanken völlig hilflos ausgeliefert . Schritt für Schritt ging er alles noch einmal durch , von seinem Erwachen in der Rahtalos Höhle , bis zu diesem Moment . Sean fühlte sich immer noch schuldig , für all das Leiden seines Bruders , und das Innere Leid seiner Mitmenschen , und der Tod Jarens .
Innerlich zerfraß ihn dieses Schuldgefühl , Sean hätte am liebsten laut geschrien , in der Hoffnung dieses Gefühl für immer aus seinem Kopf zu vertreiben . Doch nichts auf der Welt hätte in davon befreien können , er ganz allein war Schuld daran , dass dachte er zumindest tief in sich . Nicht die Monster , nicht die Natur , nicht das Farbenspiel der Sonne hätte ihn aus seinen Gedanken reißen können . Das Gefühl , schlich sich bis zu seiner Magengrube , und vergrub sich dort , sodass Sean schlecht wurde . Sein Gewissen plagte ihn , dennoch war er sich einer Sache bewusst . Er bereute es zwar , für all das hier
verantwortlich zu sein , aber nicht seine Entscheidung was sein neues Leben betraf . Sean schloss mit sich selbst einen Packt , er wollte sich nie mehr nach seinem Gefühl leiten lassen , auch wenn dieses ihn
schon oft in bessere Situationen geleitet hat . Sean glaubte nicht an Schicksal , er vertraute seinem Willen , seinem eigenen Willen alles zu tun , was er für richtig hielt . Sean wollte erst denken , dann anschließend handeln , in der Hoffnung nie mehr seine Mitmenschen zu verletzten .
Nun fühlte er sich etwas besser , aber noch nicht wohl in seiner eigenen Haut . „ Sean , komm“, rief eine ernste Stimme , die benommen und abwesend klang . Sean schaute geradeaus , er war weit zurückgefallen , Kai hatte ihn aus seinen Gedanken befreit . Die Folgen seines Sturzes waren also auch noch nicht überwunden , seine Beine schmerzten und hatten ihn langsamer werden lassen . Er versuchte Schritt zu halten , war dazu aber nicht in der Lage , Kai hatte seinen Blick wieder abgewendet und lief stur mit den Anderen , weiter durch den dichten Wald . Der Wald , erinnerte Sean an seinen Bruder ,glückliche Erinnerungen waren es . Beide , hatten früher in den Wälder gespielt und gegenseitig mit Holzschwerter gekämpft , wie es fast alle Jungen in ihrem Alter getan hatten . Schon damals verlor Sean jedes mal , und fing an die Abneigung gegen das Kämpfen zu entwickeln . Tarlon hatte zu dieser Zeit das Kämpfen und Jagen sehr genossen , er hatte sich sehr verändert , genau wie es Seans Großvater einst erwähnt hatte . Tarlon hatte Sean viele Geschichten über das Jagen erzählt , fast noch mehr als sein Vater , denn Tarlon damals schon verhasst hatte, genau wie Sean . Sean wunderte sich , was mit Tarlon bei seinem Aufenthalt in Kyoken wohl geschehen war , es türmte sich ein Rätsel in ihm auf , eines das er nicht lösen konnte . Kyoken , war ein rätselhafter Ort , alles hatte dort begonnen , Seans fröhliches ,neues Leben , Tarlons neuer Weg . Sean fiel immer weiter zurück , sein Körper tat nicht ganz das , was Sean erreichen wollte . Mira , war die Einzige die besorgt und ohne Tränen zu ihm zurück starrte . Unsicher , lief sie über den mit Wurzeln durchzogenen Boden . „ Alles in Ordnung ?“, fragte ihre leise , helle Stimme , Sean wurde mulmig zumute . „ Hab nur etwas abbekommen , aber sonst ist wirklich alles in Ordnung mit mir“, lachte Sean , auch in ihm bahnte sich Unsicherheit . Mira lachte Seans all zu oft gehörtes Lachen , nun war er völlig verwirrt . Beide starrten sich an , sie blieben stehen . Die Gruppe lief ihrer Wege weiter , nur die Beiden folgten ihnen nicht weiter . Von Mira ging ein Blick aus , denn Sean niemals hätte deuten können . Mira küsste ihn leicht auf seine Wange , dann rannte sie wie ein kleines Mädchen hinter den Anderen her und kicherte unentwegt weiter . Sean war erstaunt und fast schon schockiert . Mira mochte ihn , nein , liebte ihn sogar .
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Hannata« (20.04.2011, 19:42)


23

23.04.2011, 18:39

Kapitel 22

Kapitel 22 ist lese fertig^^ Ich wünsche euch wieder viel Spaß! :D
Feedback wäre echt schön :thumbsup:

Kapitel 22 : Heimreise ins Ungewisse

Spoiler


Seine Füße brannten , sein Atmen ging keuchend . Er hatte es geschafft , vor ihm erstreckte sich das endlose Meer . Unter ihm zogen die brachialen Wellen dahin und schlugen mit der Gewalt eines speienden Vulkanes gleich in die meterhohen Felsen des Berges ein . Die Reise war keine einfache für Sean gewesen , seine Verletzungen hatten ihm alle Kräfte geraubt , und das Geschehene mit Mira machte ihn innerlich ganz wirr im Kopf . Sean konnte das Gefühl der Liebe keineswegs erwidern , doch konnte er es Mira nicht mitten ins Gesicht sagen , sie würde innerlich zerbersten und zersplittern . Die Anderen hatten während der Ganzen Reise keinen einzigen weiteren Ton verloren , und blieben auch bei der Himmels gleichenden Landschaft stumm wie ein Stein . Sean konnte nicht mehr , seine Knie gaben nach und sanken auf den rauen Steinboden , tief atmete er ein und aus . Kai und Mo starrten ihn erschrocken und abwesend zu gleich an . „ Es ist nicht weit , Sean . Du musst dich echt heftig verletzt haben , also komm nur noch durch die Höhlen und ab nach Hause!“, jubelte Kai , doch Heiterkeit lag nicht in seiner vom Schicksal gekränkten Stimme . „ Wieso nehmen wir nicht den Weg , der auf der Obstwiese war?“, fragte Sean , doch seine Stimme die eigentlich sonst glücklich und entschlossen war , war nur ein verzerrtes Flüstern im Rauschen der Wellen . „ Der Weg ist lockere 10 Meilen weiter weg , wenn du lieber trocken bleiben möchtest bitte , tu dir keinen Zwang an“, erzählte Mo , seine Stimme hatte etwas Frohsinn , die er zu Gunsten der Trauernden aber verstecken wollte . Noch weiter laufen kam Sean nicht in den Sinn , sein Körper war so gut wie von Kopf bis Fuß betäubt , vielleicht hätte er dieses eine mal sogar keine Angst zu springen , wenn sein Körper so anderweitig beschäftigt war .
Drei entschlossene Männer gingen als Erste an die Spitze des Vorsprungs , langsam schlossen sie die Augen . Die Sonne hatte ihren Zenitstand erreicht und stand nun genau über dem Meer . Es war eine atemberaubende Ansicht , die jeder , trotz der Vergangenheit zu würdigen wusste . Sie sprangen , gaben keinen Ton von sich und tauchten in die Wellen ein , wie ein hungriger Wolf verschlang das Meer die Personen und zog sie Unterwasser . Seans betäubter Körper wurde etwas nervös . Sean hatte sich etwas erholt , und war bereit erneut verschlungen zu werden . Mo und Kai waren die Nächsten die sprangen , ihre schmächtigen Körper tauchten in das Meer , wie Streichhölzer in ein Wasserglas . Mira , hielt sich zurück , mit einem unbeschreiblichen Blick verfolgte sie jede Bewegung von Sean, und er selbst erhob sich von dem felsigen Boden mit schneller Geschwindigkeit . Mira musterte ihn noch immer , ihren Blick spürte Sean in seinem Rücken . Ein unangenehmes Gefühl breitete sich in seiner Magengrube aus , und Sean hatte es noch nie so eilig gehabt eine Meterhohe Felswand hinunter zu springen . Seine Kräfte reichten aus um allen Mut erneut zu sammeln und die Felswand hinunter zu springen , die salzige Luft reinigte seine von den Reisen strapazierte Haut vollständig .
Während er fiel , hatte Sean noch ein anderes Gefühl , noch immer schien nichts von belangen , außer das Leben seines großen Bruders . Sean tauchte kerzengerade ihn die endlosen Tiefen des Wassers ein . Dieses mal berührte er sogar den sandigen Boden . Die Unterwasserfeld schien verändert , sie war nicht so bunt wie bei Seans letztem Besuch , viel mehr wirkte sie finster . Ob es die Realität war , oder ob Sean einfach nur wegen seiner Stimmung die Umwelt so empfand , war im vollkommen egal . Er wollte nur seinen Bruder sehen , seine Stimme hören und wissen das es ihm schon besser ging . Es war Seans größter Wunsch und so gleich ein Traum für ihn , doch etwas schlimmes konnte nicht passiert sein . Tarlon war viel zu Dickköpfig um sich von Jägern ermorden zu lassen , dass wusste Sean genau und so schöpfte er Hoffnung aus den vergangenen Worten seines großen Bruders . Mo , Kai , Mira und all die Anderen waren schneller als Sean , sie hatten schon den Unterwassertunnel erreicht und tauchten durch das grelle einfallende Licht hindurch . Seans Körper war ausgelaugt , seine Kräfte schwanden langsam aber sicher vollständig . Träge und langsam schwamm er durch das für ihn leblose Wasser , keine Fische ließen sich blicken , es wirkte fast so , als ob die Natur sich mit ihm um seinen Bruder sorgen und um Jaren trauern würde . Immer hin hatten die Monster hier in der Nähe des Dorfes eine starke Bindung zu diesen Menschen , Sean schien es zumindest glaubhaft zu sein . Seine Bewegungen , erinnerten an ein verletztes Kelbi , nicht wie sonst einen lebensfrohen Velociprey . Sean hatte schwimmen noch nie so
anstrengend empfunden wie dieses mal , er war wahrlich am Ende seiner Kräfte angelangt . Eine halbe Ewigkeit verstrich , bis Sean vor dem Unterwassertunnel schwebte . Geheimnisvoll sprudelten auch dieses mal wieder Luftblasen aus dem inneren der Höhle hinaus . Als Sean hindurch schwamm , musste er zwangsweise die Augen schließen , die Sonne blendete ihn .
Nachdem er sich mit aller Kraft aus dem Wasserloch gehievt hatte , bemerkte er die Menschenmengen , die zwar wie gewohnt durch die Gassen liefen aber ihn anstarrten , wie einen Außerirdischen . Sean hörte leises Gemurmel , er verstand nicht alles aber vieles . Er hörte Sätze wie , schaut nur da ist er , dass wird ihm noch Leid tun oder gar Warnungen wie wehe wen Tarlon etwas geschieht . Keiner der vorbeiziehenden Gestalten wagte es , es Sean persönlich und ohne Furcht mitten ins Gesicht zu sagen . Sean fühlte sich unwohl , also war er doch an allem Schuld wie er vermutet hatte . Die Blicke der Menschen waren alle gleich , in ihre Augen blitzte Verachtung und Zorn . Ihre Gesichter waren versteinerte und zu gleich von Wut zerfressen . Leises Gelächter machte sich breit , die Massen blieben stehen und machten Platz , einer rief sogar lauthals , jetzt bekommst du das was du verdienst du Verräter . Sean verstand den Sinn nicht , warum Verräter , er war verwirrt . Durch die Menschenmassen hatte sich Silvio und seine Wächter einen Weg gebahnt , zornig funkelten sie Sean an . „ Da ist er , packt ihn euch!“, schrie Silvio zu seinen Wächtern und lachte höhnisch vor sich her . Sean spürte nur noch einen heftigen Hieb in der Magengrube , der Schlag war von ungeheurer Kraft .
Sein Körper konnte sich keines Weges der näherten Dunkelheit mehr wehren , die Kraftreserven waren restlos verbraucht . Seans Körper begrüßte die Schwärze gar wie einen alten Freund , er fühlte nun nichts mehr , nur noch wie er Selbst auf den steinernen Boden knallte und ihm vor Schmerz ein Keuchen entfuhr .
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Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »Hannata« (23.04.2011, 18:39)


24

27.04.2011, 18:42

Ich verkünde feierlich , dass ich es toll finde ! Über 1400 Aufrufe 8o ! Dankeeeee
Ich wünsche euch Viel Spaßßßßßß Spaßßßßßßß :thumbsup: Spaßßßßßß

Kapitel 23 : Verurteilt

Spoiler

Sean wollte erst gar nicht aufwachen , die Schwärze , kam ihm dieses mal ganz recht . Wenn er aufwachen würde , wären alle Probleme mit einem Schlag wieder in seinen Gedanken . Doch auch wen diese Dunkelheit undurchdringlich schien , ein Gedanke , ließ Sean aufmerken . Die Sicherheit seines Bruders war es , an die er denken musste . Er wollte Gewissheit , über den Zustand von Tarlon , und wäre es das Letzte . Am liebsten hätte Sean lauthals geschrien , doch hätte es die Lage kein wenig verbessert . Harter Steinboden befand sich unter Sean , als er seine Augen aufschlug . Die Dunkelheit , hinterließ ihre Spuren . Sean wusste nicht wo er war , oder was mit ihm geschehen war . Ihm war schlecht , alles , jeder einzelne Knochen , so schien es für ihn , polterte und pochte in seinem verletzten Körper . Ihm war schlecht und seine Augen sahen die Hälfte seines Umfeldes verschwommen . Alles kam ihm wie ein schrecklicher Albtraum vor , aus dem man nicht aufwachen konnte . Sean war zwar wieder bei Bewusstsein , aber seine Lage war nicht besser geworden .
Er schaute sich genauer um , ein kalter Schauer überlief seinen Rücken , als er bemerkte das er ihn einer Zelle saß . Eine winzige Zelle , mit Steinboden und engen Gitterstäben . Eine kleine Kerze war das
Einzige , dass Licht in diese Dunkelheit brachte . Fenster , gab es keine , alles schien still . Die Wände , waren aus massiven Gestein , umgeformt und scharfkantig . Die Luft , war stickig und dünn , und erinnerte an die Luft in einem Bergwerk. Sean machte sich gar nicht erst die Mühe , einen Ausweg zu finden , es gab keinen , dem war er sich bestens bewusst . Seans Stirn legte sich in Falten , seine Gedanken konnte er nicht ordnen . Er hatte keinen blassen Schimmer was die Leute gegen ihn hatten , ein Verräter , war er keines Wegs . Er hatte nichts und niemanden verraten , keinen Fehler begannen , oder doch . Sean hatte das Leben unzähliger Menschen in Gefahr gebracht , war das vielleicht der Grund . Die Gefühle die sich durch Seans Körper zogen , waren ein Gemisch aus Angst und Selbstverleugnung . „ Eigentlich , geschieht mir das ganz Recht . Ich habe durch meine eigene Neugier Jaren getötet und Tarlon beinahe auch . Ich gehöre wirklich an diesen Ort“ , flüsterte Sean in der Stille vor sich her , und dachte an eine frische Brise , wie bei den Meeresklippen und an vorbeiziehende Wolken . Auch wen er selbst davon überzeugt war , all das hier verdient zu haben , er hatte Angst und wollte nur noch davonlaufen , einfach so weit weg wie es einem Menschen möglich war .
Ein Scharren und Quietschen , dass einem durch Mark und Bein ging , entriss Sean aus seinen Gedanken . Schritte , waren es die , die angst einflößende Stille durchbrach und vertrieb . Es mussten zwei Menschen gewesen sein , ihre Schritte waren laut und stampfend und lautes Gerede klang an Seans Ohr . Darunter , war eine düstere , verrauchte Stimme und eine ängstliche . „ Ich schau nur mal nach , Silvio möchte mit ihm Reden bevor das Urteil gefällt wird“, sagte die tiefe , raue Stimme , die sich lachend näherte . Sean richtete sich auf , einzelne Schweißperlen tropfend von seiner verschwitzten Stirn , seine Angst war kaum aus zu halten . Wenn es möglich wäre sich in Luft aufzulösen , hätte es Sean längst getan . Seine Augen konnten wieder klare Dinge erfassen . Ein Junge , der vielleicht genauso groß war wie Sean , zitterte am ganzen Leib und sah sehr unsicher aus . Seine langen braunen Haare waren zurück gekämmt und sahen ungepflegt aus . Der große , starke von beiden machte da schon einen anderen Eindruck . Er hatte eine entschlossene Miene und kurzes schwarzes Haar , dass sich an manchen Stellen unwillkürlich kräuselte , seine Augen zeugten von schlaflosen Nächten . „ Gut zu wissen“, lachte der Große und ihm entfuhr ein spöttischer Laut , der Seans Angst noch ärger aufblühen ließ . „ Vater , was machen wir jetzt“, stotterte der Kleine und biss sich auf die Lippen , Sean kam sich wie ein Schwerverbrecher vor . „ Na was schon . Wir sagens demjenigen der es Wissen will“, meinte er und lachte lauthals über seine eigenen Worte . Der Jüngere zitterte wie ein Bettler der vor einem Akantor stand. „ Bist du ein Waschweib oder mein Sohn?“, fragte der Große und klopfte seinem Sohn auf die Schulter . Der Junge schüttelte verneinend den Kopf und lief schon einmal in Richtung Ausgang .
Der Mann funkelte Sean böse an , dieser starrte schnell wieder weg und versuchte die Angst zu verscheuchen . Doch eine Frage konnte er nicht unterdrücken , egal wie die Antwort war . „ Was habe ich den bitte gemacht?“ , schrie er den Mann schon fast an und zuckte die Schultern . Wie als ob Sean einen guten Witz erzählt hätte , lachte der Mann los , man hätte meinen können er erstickt gleich daran . „ Haste was auf den Kopf bekommen du Verräter?“, gab er kurz als Antwort . Sean verstand kaum noch den Sinn , er war total verwirrt . Als Sean den Mann verdutzt anstarrte , stoppte sein Lachen schlagartig . „ Das ist dein Ernst? Ich helfe dir mal auf die Sprünge du Wicht . Du hast Verrat an Silvio begannen , bist Schuld am Tod Jarens und am nahen Tod von Tarlon . Viel Spaß beim Verhör“, meinte er und lachte jetzt nun lauter als vorher , mit schnellen Schritten lief er davon . Eine Eisentür wurde heftig zugeschlagen , der Windstoß löschte die Kerze und lies Sean im Dunkeln zurück . In dieser Finsternis konnte Sean seine eigene Hand vor Augen nicht erkennen und war nun in völliger Einsamkeit . Verrat , stand in der Jägergilde unter schweren Strafen , sein Herz schlug schneller . Er hatte keinen Verrat begangen , dessen war es sich sicher . Tief in sich hoffte er darauf , dass es eine Verwechslung war , doch seine Vorstellung verschwand schnell , genauso wie ein Stern bei Tag . Sean wollte schreiend weglaufen , er hielt es in dieser Zelle keine Sekunde länger mehr aus . Quietschend und knarrend öffnete sich die schwere Eisentür , die ganz in der Nähe sein musste . Sean Herz raste , in seinen Gedanken erschien ein Name , Silvio . Mit jedem Schritt wo er von den Gestalten hören konnte , schlug sein Herz ein wenig schneller bis letztendlich drei Gestalten vor seiner Zelle standen . Sean konnte niemanden erkennen , die Kerze war erloschen , und kein anderes Licht drang in den Raum . Seine Angst stieg ins unermessliche .

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Hannata« (27.04.2011, 18:42)


25

01.05.2011, 16:40

Kapitel 24

Jetzt wirds langsam spannend :D Ich wünsche ( wie immer) viel spaß beim lesen :thumbup:
Feedback wird immer gern gesehen :D
Es gibt auch was zum feiern : Die Geschichte hat mittlerweile die 30.000 Wörter Grenze überschritten 8| Richtig toll xD

Kapitel 24 : Zuversicht

Spoiler

„ Holt ihn da raus Jungs“, flüsterte die glockenhelle , frohe Stimme von Mira . Die zwei größeren Schatten schlossen die Türe von Seans Zelle auf , dieser war nun sichtlich erleichtert . „ Mira? Bist du es?“, fragte er verdutzt und wollte sicherstellen das es keine Wahnvorstellung in seiner Einsamkeit war . „ Mo und Kai sind auch mit dabei“, antwortete sie und musste dabei sogar lachen . „ Beweg deinen Hintern , Sean . Wir müssen dich erst einmal hier wegbringen!“, meinte Mo und räusperte sich , seine schattige Gestalt erinnerte an einen kahlen Baum , genauso dünn . Sean erhob sich von dem steinernen Boden und lief aus seiner Zelle hinaus , wo die Anderen standen . Eine frische Brise wehte durch den ebenfalls dunklen Gang , tief atmete er die Luft ein und fühlte sich schon erholter . „ Könnt ihr mir auch sagen , was ich bitte angestellt habe? Ich verstehe überhaupt kein Wort mehr“, flüsterte Sean und lehnte sich an die Wand , die genauso kalt und unförmig war wie der Rest . „ Nicht hier , wir müssen dich hier wegbringen , dann erzähle ich es dir!“, meinte Mira und tapste sich vorsichtig und aufmerksam den finsteren Gang entlang. Die Tür , wo wahrscheinlich der Ausgang war , war nur einen kleinen Spalt geöffnet und grelles Sonnenlicht fiel auf den Boden . Vorsichtig spähte Mira hinter der Tür hervor „ Die Luft ist rein , die Wachen sagen bestimmt gerade Silvio Bescheid . Auf , solange wir noch können“. Die ganze Gruppe schlich einer nach dem Anderen durch die Tür .
Sean wurde geblendet , die Sonne war so hell , dass seine Augen sich schließen mussten und er wie ein Blinder versuchte den Anderen hinterher zu laufen . Als sich seine Augen endlich wieder an das Tageslicht gewöhnt hatten , bemerkte Sean , dass kein Mensch in diesem Teil der Stadt herum lief , keine Wachen , kein Bürger und vor allem keine Monster . Kai blieb stehen und sprach sanft zu Sean „ Die sind alle in der großen Halle , wo das Urteil gegen dich gesprochen wird , doch bis sie dich holen , sind wir weg . Halt dich ran und lauf so schnell du kannst“. Sean vergeudete keine Sekunde länger , seine Beine trugen ihn in Richtung des großen Tores , seine Einsamkeit war besiegt worden , nun wich dieser dem Gefühl des Vertrauens . Egal , was Sean angestellt hatte , seine Freunde , und auch wenn er sie noch nicht lange kannte , hielten fest zu ihm . Er wusste , dass er ihnen vertrauen konnte . Als sie das unbewachte Tor erreichten , blieb Sean ruckartig stehen wie eine Statue verharrte er auf seiner Stelle . „ Sean! Komm! Die werden bald merken das du weg bist“ , rief Mira unsicher und auch etwas ängstlich . Seans Gesicht verwandelte sich in eine steinerne Miene , Tarlon war ihm in den Sinn gekommen . „ Ich muss zu Tarlon“, versuchte er Mira entschlossen klar zu machen . Mira entfuhr ein Seufzer , sie suchte vergeblich nach den richtigen Worten . Das Tor wurde knarrend geöffnet , dahinter kam ein von Fackeln erleuchteter Tunnel hervor . „ Nun komm“, rief Mira und versuchte verzweifelt Sean zum Gehen zu überreden . Plötzlich traf Sean etwas hartes am Kopf , sodass er einen ungewollter Fluch aussprach , ein Apfel rollte neben seine Füße . „ Mioau , höre auf deine Freundin , die Wachen sind schon auf dem Weg ! Ich werde dich begleiten , Tarlon bat mich darum!Mioau“ , teilte eine schneeweiße Katze allen mit . Ein schneeweißer Felyne , Sean kannte ihn , er erinnerte sich „ Makkaroni?“, fragte Sean vorsichtig und sogleich löste sich seine krampfhafte Haltung und er blickte die Katze fraglich an . Der kleine Felyne nickte und starrte Sean mit seinen blauen Augen an . Makkaroni trug einen kleinen Hammer in der Hand , ein kleiner Tatzenabdruck war darauf und auf seinem Rücken war ein Rucksack , der vollgepackt aussah . Mira packte Sean am Arm und zerrte ihn widerwillig in Richtung des Tunnels . „ Du kannst jetzt nicht zu Tarlon , aber er hätte sicherlich nicht gewollt das du wegen ihm dein Leben riskierst , also komm jetzt“, fauchte Mira , und hatte damit gar nicht mal so unrecht . Tarlon , würde wollen das er in Sicherheit ist , Sean wurde entschlossener und lief freiwillig in den Tunnel . Mo und Kai waren schon weit in der Höhle vorgedrungen , sodass man nur noch kleine Schatten von ihnen in der Ferne sah . Makkaroni war auf allen Vieren nach vorne gesprintet und gab ein drängendes miauen von sich . Sean versuchte
der weilst drei Dinge gleichseitig zu tun . Ersten , seine Verletzungen restlos ausblenden , dass er geradeaus laufen konnte . Zweitens , seine wirren Gedanken zu ordnen und drittens , ein Ziel vor Augen fassen . Er hatte kein Ziel vor Augen , deswegen suchte er nach einem , wie Krieger sagen würden , nach einem Ziel für das es sich zu kämpfen lohnt .
Zwei von Drei dingen hatte geklappt , doch selbst als Sean den Tunnel verlassen hatte und auf der Wiese stand , hatte er noch kein Ziel gefunden . Hilflos irrte er nun auf der Welt umher , sein Wille war das Einzige was Sean überhaupt dazu bewegt hatte sich durch den Tunnel zu schleppen . Die Anderen waren anderweitig beschäftigt , sie selbst wussten nicht wie es weiter gehen sollte . Laut den Worten des Dorfes war er ein Verräter , und die Anderen hatten ihn befreit , alle saßen in einem Boot , Sean wurde schlecht . Er wollte nicht , dass seinen Freunden noch etwas geschieht , wegen ihm , er musste handeln . „Verräter“, dachte Sean , und eines wurde ihm klar . Mia aus Kyoken , sie war bei den Jägern gewesen , aber auch im Dorf Pepton . Sean brauchte Antworten , von Mia selbst . Langsam und vorsichtig schlich er in Richtung Wald , ohne das die Anderen ihn sahen .


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26

07.05.2011, 09:46

Kapitel 25

Und wieder ist ein neues Kapitel fertig geschrieben und lese bereit .
Ich hoffe es gefällt euch auch weiterhin .
Ich wünsche euch viel Spaß :D

Kapitel 25 : Wie ein Schaf unter Wölfen

Spoiler

Brennende Sonne und unüberschaubare Ebenen , hatten Sean durch die Wäldern begleitet , dass er überhaupt den Weg gefunden hatte , war für ihn selbst schon eine Art Wunder gewesen . Er war nun in einem Wald angekommen , an dem vertraute Kräuter wuchsen und bekannte Geräusche von Fischern zu hören waren , Sean war auf dem Weg nach Kyoken . Seans Füße taten schrecklich weh , er hatte das Gefühl drei Tage ganz durchschlafen zu können . Seine Gedanken handelten die ganze Zeit von Mia , aber auch von seinen Freunden , die ihn bestimmt den ganzen Tag gesucht hatten , doch er war weit weg gegangen . Wenn es einen Verräter gab , so konnte es nur eine Person sein , dass dachte Sean zumindest . Er wollte seinen Namen reinwaschen , um friedlich zurückzukehren zu können , und um seinen Bruder pflegen und wieder sehen zu können. Schließlich , war es der Einzige Ort , wo er wirklich zu Hause war . Momentan sah es anders aus für ihn , gejagt von Jägern und verstoßen von seines Gleichen , er war allein , zumindest bis er eine Sache bewiesen hatte, seine Unschuld für etwas , was er selbst erst herausfinden musste . Sean hatte nicht den leisesten Schimmer , was er angeblich überhaupt angestellt hatte , warum er als Verräter galt .Er hoffte , dass Mia ihm alles erzählen würde , doch diese Hoffnung war in keiner großen Wahrscheinlichkeit hervorgebracht , eher war es nur ein Traum . Er selbst hatte keinen genauen Plan , er würde es einfach dem Zufall überlassen und mit Mia sprechen . Zwei Dinge hatte Sean aber , dennoch immer im Hinterkopf gehabt . Erstens , jeglichen Kontakt mit Jägern und alten Feinden , darunter auch sein Vater , vermeiden . Und zweitens , dass Dorf unerkannt betreten und wieder ohne Hetzerei verlassen , wie eine Art Spion . Er wollte auf jeden Fall unerkannt bleiben , außer natürlich bei Mia . Sean war sich bewusst , dass wen er die Antworten bekommen würde die er brauchte , Mia früher oder später ihre Jäger Freunde alarmieren würde , darunter sicherlich auch Geserol , Seans Vater . Seine Füße mussten ihn sehr weit getragen haben , bevor Mia um sich rief , um rechtzeitig sich in Sicherheit zu wiegen , er wollte zu dem Rahtalos Nest zurück . Zumindest so lange , bis er eine Gelegenheit bekommen würde , seine Meinung zu äußern , ohne gleich mit Mistgabeln und Monstern verfolgt zu werden .
Träge kaute Sean auf ein Paar Beeren herum , die er an einem Gebüsch gepflückt und nun gegessen hatte . Seine Kräfte waren größtenteils wieder regeneriert und war bereit , dass unmögliche möglich zu machen , und um alles wieder perfekt zu machen . Manchmal dachte sich Sean , ob sein Glück und seine Zufriedenheit niemals von Dauer sein würden , nun wollte er es ein für alle mal ändern und sein Schicksal selbst in die Hand nehmen . Noch etwas erschöpft , aber angetrieben von seinem eigenen Ehrgeiz und Willen , rappelte er sich hastig auf und blickte noch einmal kurz um sich . Der Wald war ruhig , dass was vor ihm lag weniger . Doch er lief los , in Richtung der vertrauten Laute und seinem alten Weg . Vorsichtig spähte Sean vom Waldrand hinunter , der Pfand führte wie er es noch in Erinnerung hatte
direkt zum schäbigen Dorfeingang , wo noch alle arbeiteten und schufteten . Die Sonne ging schob leicht unter , bald würden sie ihre Arbeit beendet haben und Sean konnte wie die Nacht selbst in das Dorf eindringen, um so seinen Vorsatz zu erfüllen . Im fahlen Abendrot wehte etwas am Dorftor , eine Art Banner , vom Wald aus sehr klein , für Sean dennoch mehr als nur deutlich zu erkennen . Eine blutrote Fahne wehte dort , auf ihr ein Jäger in goldener Rüstung mit einem mächtigen Großschwert , Zeichen der blutroten Bruderschaftsversammlung seines Vaters . Sie nennen sich die blutroten Jäger und finden zusammen , wenn ein Mitglied den Rat herbeiruft , oder anders gesagt ein ungutes Zeichen für alle Gegenspieler dieser Gemeinschaft . Daneben flatterte noch eine andere Flagge , tiefes himmelsblau mit vielen Schnörkeln und Zeichen , ein Banner den Sean nicht kannte . Der Jäger auf der großen Fahne stellte den großen Sergio dar , denn ersten Jäger überhaupt , Geserols Vorbild . Sean wusste , dass sein Vater diesen Banner nur wehen ließ , wenn er etwas großes und gleichseitig fürchterliches plante , Sean wurde mulmig zu mute . Nein , er wollte sich nicht mehr von Angst leiten lassen , er versuchte es so gut es ging zu ignorieren , mit Erfolg . Nur langsam versank die Sonne hinter den Bergen und nahm ihre Wärme und Geborgenheit mit sich , der Mond war noch nicht in Sicht . Die letzten Sonnenstrahlen tänzelten grazil über die Wiese , bis sie endgültig verschwanden und nur Dunkelheit zurückließen .
Als die letzten Rufe verklangen sah Sean seine Chance , es war Nacht geworden . Vorsichtig schlich er über den Pfad und hielt sich geduckt . Kein Jäger , kein normaler Mensch oder sonst irgendeine Gestalt lief noch umher , leise öffnete er das sonst so krachende Tor des Dorfes . Sean redete sich Mut und Zuversicht zu , er mochte dieses Dorf nicht . Dieser Platz war der Inbegriff seines neuen Lebens , dass Ende seiner Gefangenschaft und seines Leidens . Das Ende , für seine Lügen und Zwänge . Sean war nur ein Schatten im Dorf, er hätte genauso gut der Wind sein können . Sein Atem ging nur langsam , seine Gedanken hatten sich beruhigt . In der Luft lag ein Geruch , ein Gemisch aus Kräutern und Alkohol , einfach nur widerlich . Aus dem Zelt des Dorfchefs , kamen laute Rufe , fröhliches Lachen und das klirren zusammentreffender Gläser . Der Stimmenwirrwarr der im Zelt entstand , überdeckte jedes andere Geräusch , sodass Sean bis vor zum Gildenschalter seelenruhig laufen konnte , ohne befürchten zu müssen gefasst zu werden . Sean hatte nur einen Anhaltspunkt wo sich Mia aufhalten konnte , und das war ihr Arbeitsplatz , doch es war keine Spur von ihr . Plötzlich hörte Sean Schritte , jemand war noch im Gildengebäude , Sean schritt schnell zur Seite . „ Also bis Morgen und viel Glück mit deiner Mission Ulkma“, rief die helle zwitschernde Stimme von Mia hinterher , als eine finstere Gestalt die Tür laut öffnete und mit einem fröhlichen Pfeifen seiner Wege ging . Mia tänzelte hinaus und verschloss die Tür mit sichtlicher Müdigkeit , langsam trottete sie in Richtung Sean .
Als Mia müde und träge in die Gasse einbiegen wollte , damit sie vermutlich zu ihrem Haus gehen konnte , legte Sean ihr eine Hand auf den Mund um einen Aufschrei zu verhindern . Nur ein dumpfer Ruf drang durch die Hand au ihrem Mund , die sich schnell löste . „ Wer bist du?“, fragte sie und ihre Augen waren schreckgeweitet . Im düsteren Mondlicht konnte Sean selbst nur einzelne Umrisse erkennen und so sprach er „ Ich bin es , Sean!“, und ging einen Schritt näher auf Mia zu . Mia schüttelte ungläubig den Kopf , gerade als sie schreien wollte , erstickte der Laut wieder unter Seans kalter Hand . „ Ich weiß , was du bist und wo du warst . Du wirst mir alles erzählen , dass bist du mir schuldig . Ich stehe nicht für das Gerade was du diesem Volk angetan hast . Sprich“, fauchte Sean mit feuriger Entschlossenheit und blickt Mia mit einem verabscheuungswürdigen Blick an , bevor er seine Hand wieder von ihrem Mund nahm .
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27

13.05.2011, 18:48

Kapitel 26

Ich sage es heute kurz und knapp : Ich hoffe es gefällt euch weiterhin! :D

Kapitel 26 : Warheit und Weisheit

Spoiler

Mias Blick war eine Mischung aus Selbstzweifel und Schuldgefühl . Sie wusste genau , was sie getan hatte , und wusste das Sean es erfahren musste . Jeder Muskel in Seans Körper war angespannt , er selbst wusste nicht was nun geschehen würde , er hoffte nur das sie das sprach was er hören wollte , nämlich die Wahrheit . Auch als Mias Blick sich senkte und sie einen Seufzer von sich gab , blieb Sean in Alarmbereitschaft und hochkonzentriert . Er wusste , wenn sie schreien würde , musste er rennen , schneller als jeder der ihm folgen und ihn fangen würde . „ Nun gut , wenn ich es dir sage , verlässt du dann dieses Dorf für immer?“, fragte sie sanft, vorsichtig , aber mit einer eisigen Kälte . Die Frage traf Sean wie ein Schlag mitten in das Gesicht , war es den so schlimm was sie sprechen würde , dass niemand wissen durfte das sie es ihm erzählt hatte? Ein kurzen Nicken von Sean aus , genügte um Mia weiter sprechen zu lassen . „ Seit du in Kyoken angekommen bist , sollte ich aufpassen was geschehen würde . Ich bin eine der Wenigen , wo über euch Bescheid weiß , über eure Lebensweise . Ich wusste ebenfalls , was mit Tarlon geschehen war , so mogelte ich bin schließlich unter das Volk . Ich hatte noch nie ein Monster getötet , also war ich willkommen . Meine Absichten galten nur dazu , die Wahrheit heraus zu finden . Ich täuschte sie alle , letztendlich eure ganze Existenz . Es war ein Befehl , Geserol kontaktierte mich schon Wochen vor deiner Ankunft . Er wusste , dass ich die Einzige war , die für diese Aufgabe gewachsen war . Ich verriet Geserol alles , was Tarlon nun war , was du nun geworden bist“, Mia stockte der Atem , sie fühlte sich nicht wohl in ihrer Haut . Sean konzentrierte sich nicht nur auf Mia , er behielt alles im Blick , er war an tausend Stellen zu gleich .
Mia schüttelte kurz den Kopf und sie sprach weiter „ Als ich ihm überbracht habe das du auch nun einer von ihnen geworden bist , ist er außer sich gewesen . Er zwang mich zu sagen , was ich mir selbst geschworen habe nie zu veraten , wo das Dorf war . Ich konnte nicht anders , ich verriet es ihm“, Mia erschrak als Sean mit seiner Faust gegen die Hütte schlug und fluchte , Mia war verängstigt . „ Wieso hast du das getan? Mia? Dort sind so viele Menschen , sie könnten alle sterben nur wegen dir!“, schrie er , so laut , dass für kurze Zeit das rufen und lachen aus dem Haus des Dorfältesten verstummte . Doch
Sean hatte sich umsonst Sorgen gemacht , es wurde sogleich erneut angeschossen und gefeiert . Einzelne Tränen liefen über Mias verzweifeltes Gesicht , er wusste , dass sie keine Wahl gehabt hatte . Der Einzige der Schuld trug war Seans Vater , er würde es noch büßen . „ Nachdem ich Geserol gesagt hatte , wo der Standpunkt war , hatte er sofort drei Jäger losgeschickt , die sowieso an dieser Stelle eine Mission auszuführen hatten . Darunter war ein Freund deines Vaters , er vertraute ihm alles an . Ich hörte im Dorf , dass immer mehr Jäger in der Gegend waren und sogar einer versucht hatte Silvio umzubringen . Sie schrien Verräter durch die Gassen , und beschuldigten dich denjenigen , wo mit Jägern verwandt war und dazu sogar recht neu im Dorf war . Sie meinten du hättest es verraten , eine andere Erklärung fanden sie nicht . Silvio hegt einen Hass auf dich , aus irgendwelchen Gründen die ich selbst nicht ganz verstehe , aber er bestätigte diesen Vorfall und rief eine Festnahme gegen dich aus . Er kann Tarlon auch nicht sonderlich gut leiden , nur weil sein Vater ein Jäger ist . Wäre Tarlon nicht schwer verletzt gewesen , wäre er beschuldigt worden“, erzählte Mia mit Trübsal weiter , Sean konnte langsam verstehen . Das Ende vom Lied war , dass sein Vater mit dem Rat der blutroten Jäger , die Lage besprechen würde .
Das sein Vater einen Krieg gegen diese Menschen führen würde , musste Mia nicht bestätigen , er wusste Bescheid . „ Die Menschen , wo über die Geheimnisse Bescheid wissen , werden entweder einer der blutroten Jäger oder sie werden für immer zum schweigen gebracht . Er wird angreifen Sean , und für ihn bist du nur ein Ziel“, flüsterte sie nur noch in die stille Nacht , sie wusste , dass sie nun ihre Schuld beglichen hatte , ihre Worte würden genug gewesen sein . Sean hatte seine Antworten , doch auch dieses mal , war seine Lage kein bisschen besser geworden . Ein Ziel , genau das war er , für alle . Er war allein , ganz allein , er hatte keinen mehr dem er folgen konnte , was sollte er nun tun? Sein Plan , in die Berge zu dem Wyfern Nest zu gehen , waren weggeweht worden , wie Blätter bei einem Sturm . Er wurde zwar verhasst und gejagt von seines gleichen , aber er konnte sie keineswegs ins offene Messer laufen lassen . Eine Warnung , er musste es ihnen sagen auch , wenn es seine letzten Worte auf dieser Welt sein würden , es wäre das Richtige . Schließlich bestand das Dorf aus Menschen , Menschen die ihre Freiheit gesucht und letztendlich gefunden hatten . Sein Bruder , ihn konnte er nicht sterben lassen ,
nicht wegen Mias Verrat . Er musste es in Ordnung bringen , ganz egal , welche Opfer es abverlangen würde , er kannte seine Bestimmung die er für sich selbst nun gewählt hatte . Frauen , Kinder , Babys ,
nicht sie sollten für die Fehler eines anderen büßen , und keiner dieser Menschen würden nach diesem Angriff noch am Leben sein . Sean suchte langsam die Schuld bei sich . Er fing an zu glauben , dass es ihm nie vergönnt sein werde glücklich bis ans Ende seiner Tage zu werden . Er hätte seine Lüge und seine Gefangenschaft ertragen müssen , sich dem Willen seines Vaters beugen sollen , doch er hatte zu sehr an sich gedacht . Konsequenzen , damit hatte er nicht gerechnet . Sean hätte gerne die Zeit zurückgedreht , doch so war die Vergangenheit nicht mehr zu ändern und für immer besiegelt . Das Einzige was ihm übrig blieb , war das zu tun was er für Richtig hielt , doch wie? Als Mia ihn leicht nach hinten stoß wurde er aus seinen Gedanken gerissen , ihre Tränen hatten ihren ganzen Augen befeuchtet , sie schien verängstigt und entschlossen zu gleich . „ Geh Sean“ Verschwinde ! Lauf , damit dir wenigstens nicht geschieht“, rief sie und ein lautes verzweifeltes schluchzen beendete ihren Wunsch , sie sank zu Boden . Sean hatte was er wollte , er rannte los , er war geschockt .
Nach all dem kämpfen , nach all den harten Zeiten , sollte er sich opfern , es schien für alle richtig , nur für ihn falsch . Nein , es musste noch eine andere Möglichkeit geben auch , wenn sie noch unmöglicher zu erfühllen war wie die Erste . Selbst , wenn er zu den Menschen Peptons sprechen würde , würde nur ein Pfeil genügen , seine Worte im Keim zu ersticken , gestorben ohne seinen letzten Wunsch zu äußern . Sean war verzweifelt , er rannte , er bewegte sich laut . In der Dunkelheit flogen Kisten um , Felyne entfuhren Schreie und er rannte in Richtung des Ausgangs . Von seinen geisterähnliches Bewegungen , war nicht einmal mehr das geringste zu erblicken , jedes Kind hätte sich leiser verhalten können . Als Sean das Tor mit aller Kraft aufriss , bremste ihn etwas . Etwas , war gegen seinen Kopf geflogen ,was ihm kurz die Sicht nahm und ihn zurück taumeln ließ . Kaum war das benommene verschwunden , spürte Sean etwas anderes . Eine Art Dolch wurde ihm mit eiserner Entschlossenheit an die Kehle von hinten gehoben , erstarrt blieb Sean stehen . Auf einen verzweifelten , niemals erfühlenden Hilferuf , folgte von seinem Bedroher ein spöttisches , gemeines Lachen .
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28

17.05.2011, 21:40

Kapitel 27

Ich hoffe ich habe euch nicht zu lange warten lassen ;)

Kapitel 27 : Flucht vor Wut und Rache

Spoiler

Das Lachen hallte noch lange durch Seans Kopf , es löste Hass und Verleugnung aus . Sean versuchte sich aus dem Griff der Person zu befreien , doch hatte das nur noch mehr Lachen zur Folge . Dieses gemeine , rücksichtslose Lachen , es kam von Seans Vater . „ Du gehst nirgendwo hin , Monsterabschaum“, sagte Seans Vater zynisch und mit eiserner Entschlossenheit . Das Messer lag nun direkt auf Seans Kehle auf , würde sein Vater zögern? Sean war sich nicht sicher . Sein Vater zeigte nie Gnade , doch schließlich war Sean sein Sohn . „ Vater , ich bin es!“, schrie Sean in seiner Verzweiflung , vielleicht wusste er nicht das er seinen Sohn bedrohte . „ Ich habe keine Söhne mehr“, er sprach es aus wie eine Beleidigung aus , diese Worte kamen aus den tiefsten Abgründen , seiner boshaften Seele . Es war wie ein Schlag in Seans Magen , sein Vater , leugnete ihn . „ Was hast du vor? Dein Angriff ! Bist du den wahnsinnig geworden?“ , rief Sean und seine Miene verzog sich zu einer versteinerten Maske der Verbitterung . „ Ich habe genug von diesen Monstermenschen! Sie trügen die Menschen , hausen wie Wilde . Hassen und töten uns! Sie verdiene ihre Existenz nicht . Doch ich kann nicht erwarten das du das verstehst ,
schließlich bist du einer von ihnen . Verrätst deine Herkunft , deine ganze Bestimmung!“, brüllte er zurück , doch Sean brachte das nicht aus seiner beherrschten Konzentration . „ Bestimmung? An so etwas glaube ich nicht! Ich bestimme meinen Weg selbst , wie jeder Andere auch . Es sind Menschen wie du und ich , sie haben vielleicht Jäger getötet , aber nur zur ihrem eigenen Schutz . Ihr seit es doch , die sie angreifen“, schrie Sean dazwischen um seiner Wut Ausdruck zu verleihen . Geserol rümpfte die Nase , er schien gelangweilt . „ Das ist mir herzlich egal . Wenn ein Mitglied der blutroten Bruderschaft stirbt wird er Gerächt , egal was geschieht . Sie werden morgen nicht mehr existieren und das weißt du genauso gut wie ich!“. Hass , Wut , Rache und der drang die Menschen aus Pepton zu warnen trieb Sean zu einer fast törichten Handlung . Seine Hand ballte sich zu einer Faust , fuhr nach hinten , und traf Seans Vater in den Magen . Er hatte seine Rüstung nicht angelegt , dass hatte Sean gewusst , wenn er feierte , hatte er immer die Befürchtung gehabt seine wunderbare Rüstung mit Alkohol zu überschütten , bei seinen albernen Trinkspielen . Geserol hatte viel Getrunken , als er den Mund öffnete und ihm ein Schmerzschrei entfuhr , war es deutlich zu riechen . Sean hatte seinen Vater schon immer davor gewarnt gehabt zu viel zu trinken , er war zerbrechlich und nicht mehr zu respektieren . Sean würde das Volk warnen , nun egal was mit ihm danach passieren würde .
Das Messer fiel im aus der Hand , Sean nutze seine Gelegenheit schnappte sich das Messer und türmte aus dem Dorf . Ich habe keinen Söhne mehr . Dieser Satz ließ Sean nicht ganz unberührt , trotz des Hasses auf denjenigen der diese Worte gesprochen hatte . „ Angriff! Angriff! Jäger , schnappt ihn!“, schrie es hinter Sean . Eine Horde Jäger rannte aus dem Zelt , gezogene Waffen und gespannte Sehnen waren auf ihn gerichtet . Die Dunkelheit und die Bäume des Waldes schützten ihn zunehmend , doch alles konnten die Bäume nicht verbergen . Seine Füße zertraten Äste , seine Laute scheuchten Monster auf die wie wild um sich schlugen als die Jäger Horde an ihnen vorbei rannte . Tausende Gedanken schossen Sean durch den Kopf , er war verletzt , hatte kein Zuhause und wurde gesucht . Nur das Ziel die Menschen zu warnen trieb ihn noch an , und sein Wille . Was würde Sean nun für eine Rettung tun . Seine Freunde , wo waren sie . Er hatte sie verlassen und sich diese ruhelose Situation selbst eingebrockt , er musste weiterlaufen . Keiner aus Pepton wusste , dass die Jäger einen Krieg planten , er war der Einzige . „Tarlon“, flüsterte Sean , während er durch den Wald rannte und um sein Leben lief . Sean würde alles dafür geben , dass sein Bruder nun auftauchen und alles wieder in Ordnung bringen würde , doch diese Zeiten waren ohne Ausnahmen nun vorbei , er konnte selbst handeln und das bewahren was ihm am heiligsten war , seine Ehre . Es flogen keine Pfeile als Sean durch den Wald raste , die Jäger waren träge in ihren Rüstungen und stolperten fast über jeden Baumstamm , und Seans Vater torkelte irgendwo als Letzter durch die Reihen . Zwischen zwei Baumgruppen in der Ferne , erspähte Sean einen Fackelschein , hell leuchtend und es weißte ihm den Weg . Schatten , begleiteten den Schein , und dahinter zogen sich immer mehr Fackeln . Der Mond war von Wolken bedeckt , sodass Sean nichts sehen konnte . Seine Füße trugen ihn durch die Ebene , wo ein Rudel Velocipreys aufgebracht aufsprang und hinter Sean starrte . Als Sean weiter voran geschritten war , erstarrte er , sein Blick hefte sich an die bewaffneten Gestalten die ihn bedrohlich anstarrten . Silvio . Sie hatten ihn verfolgt , dennoch war Sean glücklich . Er würde es noch schaffen seine Schuld zu begleichen ,er würde es allen sagen können .
Er lief weiter , auf den Fackelschein zu , wo ihn schon zwei Männer ergriffen und ihn auf den Boden warfen . „ Silvio , ich muss etwas sagen!“, rief er drängend Silvio mitten ins Gesicht . Die beiden Männer bewegten sich wie Kolosse in der Dunkelheit und hinter Silvio waren noch viele weitere bewaffnete Menschen , nur um ihn zu fangen? Sie verdrehte Seans Arme auf dem Rücken und banden sie fest . „Ich möchte deine Worte nicht hören . Schweig!“, zischte Silvio und spuckte vor ihm auf den Boden . Sean wehrte sich nicht , er hatte keinen Grund . Er musste es ihnen sagen , egal was geschehen würde , dass hatte er sich geschworen . „Silvio , bitte hört mich an . Die Jäger..“, ein Schlag in Gesicht von einem der Kolosse brachte ihn zum schweigen . Doch es war zu spät , hinter Sean erklang das Kampfgebrüll der auf sie zu rennenden Jäger . Ihre klirrenden Schwerter gegen sie erhoben .
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Hannata« (17.05.2011, 21:40)


29

19.05.2011, 18:26

Kapitel 28

Hat doch nicht so lange gebraucht :D Viel Spaß ;)

Kapitel 28 : Kampf der zwei Welten

Spoiler

Der Kampf begann . Die Jäger zögerten nicht , die Monstermenschen warteten nicht . Auch wen der Kampf für alle beiden Seiten eine Überraschung war , so wurde ein solcher Kampf von beiden Seiten herbeigesehnt , schon lange zuvor . Sie hassten sich , bekriegten sich . Sean landete auf dem Boden , die Wächter von Silvio hatten in einfach fallen gelassen und zogen ihre Schwerter , die bedrohlich und vor allem tödlich im Mond glänzten . Sean zerrte an seinen Händen , doch die Fesseln lockerten sich nicht . Er hatte es ihnen nicht sagen können , doch umso mehr wollte er nun helfen . Er hätte all das verhindern können , doch er war zu langsam gewesen . Die Menschen mussten kämpfen , auch wen sie mit ihrem eigenen Tod rechnen mussten . Mit einem Satz sprang er vom Boden auf und schüttelte den Kopf . Alle seine Feinde waren nun hier , alle kämpften sie , doch Sean hatte keine Verbündeten . Wären die Bewohner von Pepton nicht mit den Jäger beschäftigt , würden sie ihn auf der Stelle erledigen . Sean stolperte zwischen die Bäume , der Kampf machte ihn traurig . Hilflos stand er am Rand , er rief sich immer wieder in sein Gedächtnis , dass es seine Schuld sei . Er fürchtete den Tod nicht , er wollte kämpfen , für sein Volk das ihn als Verräter hält . Seine Loyalität beweisen , genau das wollte Sean in seinem geistesabwesendem Zustand erreichen . Kampfgebrüll , klirrende Schwerter , dass dumpfe eindringen der Pfeile , alles war ein Schauspiel des Todes . Sie hieben um sich , schossen gnadenlos auf ihre Feinde ein , und dieses mal war keiner in der Überzahl .
Sean hastete zurück , als eine Gestalt auf ihn zu lief , ein beidhändiges Schwert fest umschlungen , zum Schlag bereit . Ein Freund seines Vater? Sean zog umso mehr an seinen Fesseln , doch sie wollten einfach nicht abgehen , sie waren fest um seine Handgelenke gebunden . „ Für die blutroten Jäger“, rief die Gestalt und stieß einen Wutschrei aus während er die Waffe schwang . Ein dumpfer Schlag . Ein Seufzen . Der Mann sackte leblos in sich zusammen und seine Augen weit aufgerissen vor entsetzten bis er auf dem Bauch landete und keinen Laut mehr von sich gab . Das Schwert , fiel auf den Boden , ohne Besitzer . In dem Rücken des Mannes steckte ein Pfeilschaft , aus grazilem weißen Holz und roten Federn . Sean schaute in die Richtung aus der , der Pfeil gekommen war , ein Mädchen mit spitzem Lächeln rannte auf ihn zu und zerschnitt seine Fesseln . Mia . „ Was tust du?“, Sean war erstaunt , entsetzt und den Göttern seit Dank für seine Rettung . Mia schüttelte den Kopf und sprach es sanft aus „ Du hast deinen Weg gewählt , nun habe ich es auch getan“, kaum hatte sie das gesagt , wendete sie sich von ihm ab und rannte Hals über Kopf zurück in das Getümmel . Sean zögerte nicht , seine Angst und seine Furcht die ihn die ganze Zeit gequält hatten perlten von ihm ab . Mut und Selbstvertrauen bahnten sich ihre Wege , sein Ziel einer gerechten Zukunft setzte sich in seinen Kopf . „ Für alle Menschen , die wegen euch nicht frei sein können“, es war nur ein flüstern im nächtlichen Wind , doch genug um ihn dazu zu bringen das Schwert in beide Hände zunehmen und sich ebenfalls mitten in das Massaker zu gesellen . Seine Hiebe waren langsam , sein Ziel war meistens schon außer Reichweite oder war bereits von einem anderen niedergestreckt worden . Das Schwert war zu schwer und lag unbequem in den Händen , sodass Sean es zu Boden fallen ließ . Keiner griff ihn an , nicht die Jäger , aber auch nicht die Monstermenschen , haben sie seine Loyalität etwa erkannt ? Ein heftiger Tritt in Seans Magen ließ in herum taumeln und er fiel hin . Verängstigt kroch er auf allen Vieren heraus aus dem Kampf , doch eine Person folgte ihm , mit einem entschlossenen Gesichtsausdruck . Sean ist schlecht , sein Magen fühlt sich an wie als ob er Steine gegessen hätte , es tat weh , zu sehr weh um auszustehen . Er lag keuchend und zitternd abseits des Kampfes , ein Mann , mit einem riesigen Langschwert und einer schimmerten Rüstung . Der Hass und all die Wut waren auch durch die Schmerzen zu spüren , vor ihm stand sein Vater , mit Rüstung und einem mächtigen Schwert .
Keiner seiner Mitjäger würde es wagen nun dazwischen zu funken , und die Monstermenschen waren genug mit sich selbst beschäftigt . „ Steh auf“, zischte die dunkle Stimme im Helm , sie war nun angstauslösender und furchtloser als die Stimme die Sean kannte , wenn er getrunken hatte . Eine Mission hatte er zu erfüllen , seine Konzentration war nur auf Sean gerichtet . „ Vater..“, keuchte Sean als der Schmerz langsam nachließ und er nach Luft schnappte , er hatte keine Waffe in der Hand , doch kein Vorteil dieser Welt würde Sean retten . Zögernd erhob sich Sean , seine Angst war verstörend , seine Wut unvergleichlich . „Ihr werdet untergehen , alle samt! Siehst du nicht wer im Kampf gewinnt? Ihr wohl kaum . Habt keine guten Waffen , keine Rüstungen . Nicht einmal eure widerlichen Viecher helfen euch zu überleben , na bereut ihr es?“, Geserol redete wie zu einem Fremden , wie als ob er seinen Sohn nicht vor sich hatte . Sean spuckte auf den Boden um das Gefühl der Übelkeit restlos zu verdrängen . Die Worte stimmten , die Monster halfen ihnen wirklich nicht , doch selbst mit ihrer Hilfe würde es zahlreiche Opfer geben , die dieser Kampf einfach nicht wert war . „ Dachte ich mir“, da war es wieder . Sein überhebliches,verwirrendes , selbstsicheres Lachen . Alle die Wut , all der Hass , all die Flüche trieben Sean zu einem Wutschrei , er hallte über das Schlachtfeld , durch die Wälder und war gefolgt von
anderen Rufen , nicht menschlichen Lauten . Diese Gefühle trieben ihn an , dass Messer , dass an seinem Gürtel baumelte , dass eigentlich seinem Vater gehörte wurde zu seiner Waffe . Sie war leicht , wendig und trotzdem tödlich . Sean konnte Dolche bewegen wie einen verlängerten Arm , oder eine Klaue die an seine Hand angewachsen war . Die Rufe wurden lauter , die Monster kamen um die eine Schlacht zu schlagen die zu lange überfällig war .
War es Seans verdienst? Er wusste es nicht , er wusste nur das er und sein Volk noch eine Chance hatten , die Natur war auf der Seite der Freiheit und Gerechtigkeit . Geserol merkte das auch , schon hob er das Schwert , doch auch Sean reagierte . Niemals hätte er sich das getraut . Sein Vater war groß , mächtig und stark und Sean nur ein Streichholz im Schatten dieses Mannes . Dieser ewig werdende Hass
trieb ihn an , seine einzige Klinge gegen seinen Vater zu erheben . Die Freiheit zu ergreifen und endlich Friede in seiner Seele zu spüren . Sein Vater zögerte nicht , er betrachtete Sean nur als Beute , als ein Ziel nichts weiter . Das Schwert seines Vaters verfehlte ihn nur um Haaresbreite , Sean zischte mit seinem Dolch nach hinten und rammte es mit all seinen Gefühlen in den Oberschenkel des Mannes , der ihn solange unterdrückt hatte . Seine Kräfte reichten nicht aus um den Dolch wieder herauszuziehen um erneut zu stechen zu können . Ein Wutschrei und ein harter Schwertknauf trafen ihn gegen seinen Kopf , er stolperte zu Boden und sah nichts als die dunkelste Nacht seines Lebens . Die Geräusche verklangen . Sein Vater beugte sich über ihn , lachte lautlos und wollte Sean den Todesstoß verpassen , da griff ihn etwas von der Seite an , ein Velocidrome bohrte seine Klauen in seinen Schwertarm . Auch wenn Sean nichts hörte durch den Schlag , sein Vater musste schreien . Geserol taumelte , Sean war es egal was nun mit ihm selbst geschah , er hatte alles getan um Friede in sich und sein Volk zu bringen . Sterben ist friedlich , Leben ist schwerer . Kaum war das Monster zu Boden gegangen trat Geserol wieder vor ihn , trat ihn gegen sein Bein , sodass Sean noch mehr Schmerz verspürte , ihm war alles egal . Doch jemand rannte mit erhobenem Schwert auf seinen Vater zu . Mo! Mo attackierte ihn und brachte ihn aus dem
Gleichgewicht , der Alkohol machte sich also doch bemerkbar wie Sean es immer gesagt hatte . Ein letzter unvorhergesehener Hieb . Und so wich all der Hass aus Sean , sein Peiniger lag tot neben ihm. Letztendlich gestorben durch seine albernen Feste und dem vielen Alkohol , der seine Sinne immer benebelt hatte . Sean hörte nichts , er sah nur wie ein Pfeil im hohen Bogen flog , Mo sprintete zu Seite um sich zu retten , Sean konnte er nicht helfen . Der Pfeil traf Sean .
Ein Pfeilschaft . Ein Schmerz .
Dunkelheit ...
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Hannata« (19.05.2011, 18:26)


30

25.05.2011, 18:36

Kapitel 29

:D

Kapitel 29 : Die ewige Freiheit

Spoiler

Dort war Nichts . Kein Gefühl , vor allem kein Schmerz . Sean öffnete die Augen immer mal wieder , und blickte durch einen Nebelschleier . Noch immer lag auf er auf der Wiese , alleine und ohne Zeitgefühl . Er pendelte ständig hin und her , zwischen der Trance wo keine Gefühle herrschten und der echten Realität , die ihn immer wieder in die Knie zwang . Nein , er kämpfte nicht dagegen an , wieder schloss er die Augen , blendete alles aus und ließ sich in die Dunkelheit ziehen , ohne Gegenwehr . Alles , war egal , niemand würde ihm helfen , wirklich niemand . Eine hölzerne Decke , war über ihm als er erneut einen Blick wagte . Der Schleier vernebelte noch immer seine Sicht , doch der Schmerz war weniger erdrückend . Stimmen , die auf ihn einredeten , waren dort , doch er verstand sie nicht . Eine Stimme klang durch den Raum , eine wo er in der aller schwärzesten Dunkelheit erkennen würde . Ein Funke entflammte sich in seinem Kopf , sein Wille , diese Person , war sein Bruder . Der Schleier war dicht , aber nicht undurchschaubar . Sean schlug die Augen wieder auf , seine Sinne beisammen . „ Sean“, sprach Tarlon sanft , doch mit Sorge in jedem einzelnen Buchstaben . Sein Körper war wie betäubt , er nahm zwar die Hände war , die ihm einen frischen Verband anlegten , aber er fühlte sich dennoch ausgelaugt und ohne Sinn . „ Dir geht es also gut , Bruder . Ich habe mir Sorgen gemacht“, meinte Sean , diese Worte sollten ihn versichern das es seinem Bruder gut ging . „ Mir geht es Bestens , aber nicht dir“, seine Stimme wurde immer leiser . Sean hatte nun vollste Gewissheit , wie es seinem Bruder ging , also warum kämpfen , wenn da draußen nichts als Verrat und Einsamkeit auf ihn warten .
Keine Heimat , nichts . „ Wir kriegen dich wieder hin“, hörte Sean noch jemanden sagen und dann sank er wieder in die Weite des Nichts . War es falsch so zu denken ? Die Menschen von Pepton wollten ihn Tod sehen , und die Jäger hatten es sogar schon so gut wie geschafft . Es gab nichts was es zu beschützen brauchte . Er hatte keine Freunde , oder doch . Mia , schoss ihm in die Gedanken . Sie hatte eine Seite gewählt und sich für die Freiheit entschieden . Makkaroni , der kleine Felyne , trotz seiner Statur dazu bereit gewesen ihm zu helfen . Kai , der ihn unter anderem aus dem Verließ geholt hatte . Doch
einem gab es ganz besonders zu Danken . Mo . Mo hatte Sean gerettet , vor seinem eigenen Vater . Also gab es doch Menschen die ihn unterstützten , und für die es sich zu kämpfen lohnte . In gewisser weiße stand Sean sogar in ihrer Schuld , die er niemals egal was er tun würde begleichen konnte . Doch sein Bruder , dass war der entscheidende Punkt . Wäre Tarlon gestorben , wäre für Sean eine Welt zusammen gebrochen . All die Sorge und der Schmerz , litt Tarlon nun auch darunter , weil Sean so schwer verletzt war . Doch wer war Tarlon , nicht nur sein Bruder . Er hat ihn aus den Lügen und dem verpflichteten Leben ohne Freiheit herausgeholt und gerettet . Er war es der Sean die Freiheit schenkte , da draußen gab es noch sehr viele mehr , die unterdrückt wurden . Alleine für diese unbekannten Menschen lohnte es sich zu Leben , sie zu retten , wie es sein Bruder mit ihm getan hatte . Das würde über alles hinweg helfen , er würde anderen die Freiheit schenken , die keine haben . Er hätte ein Zuhause und die Gewissheit das es allen gut ging die er so sehr liebte . Wenn er diesen Menschen nicht helfen würde , gab es dann überhaupt jemanden der das konnte? Durch einen verräterische Packt , wurde Sean sein Zuhause genommen , würde er bei seinem Bruder bleiben , würden Silvio doch auch ihn gefangen nehmen . Seans Chance ging daneben , doch Andere hatten diese Chance auf Freiheit nie , also beschloss Sean aufzuwachen und zu kämpfen .
Fahles Licht fiel in den Raum . Sean fror etwas , trotz der vielen Wolldecken über ihm . Sein Bruder saß auf einem Stuhl nah am Bett , die Augen geschlossen , er schlief . Wie viel Zeit war vergangen?Sean rieb sich die Augen , seine Gedanken in der Dunkelheit waren das Einzige was er noch genau wusste . Egal was geschehen würde , Silvio würde ihn gefangen nehmen und wen er bliebe auch seinen unschuldigen großen Bruder . Sean durchzuckte ein Schmerz als er versuchte sich zu erheben , beinahe wäre er liebend gerne wieder in der anderen Welt verschwunden . Blitzschnell schlug Tarlon die Augen auf und umarmte Sean . „ Ich wusste du gibst nicht auf“, flüsterte Tarlon , so das nur Sean es hören konnte . „ Ich muss weg , wegen Silvio“, sprach er , doch sogleich kam ihm der Kampf in den Sinn . Wie war er ausgegangen , offensichtlich zu Gunsten der Monstermenschen , sonst wäre er nicht hier . „ Ich weiß . Mo hat mir alles erzählt . Ich werde mit dir gehen , egal was du sagst ich werde mitgehen . Kuriere dich aus , hier sind wir alle für eine Weile sicher“, flüsterte Tarlon wieder und löste sich aus der Umarmung , wo er sogleich Sean einen prall gefühlten Wasserbeutel hinhielt . Sean trankt . Das kalte Wasser war wohltuend und lief ihm eiskalt im Hals herunter . „ Der Kampf“, diese Worte genügten von Seans Seite damit Tarlon erzählte „ Wir haben gewonnen . Die Monster kamen uns zur Hilfe nachdem du Ohnmächtig
geworden warst . Mia und Mo waren es die dich hierher gebracht haben . Wir sind in der Nähe von Pepton , Silvio sucht dich noch immer . Du musst gehen , er will immer noch deine Hinrichtung , auch wenn du deine Loyalität bewiesen hast . Viele der Menschen wissen gar nicht was geschehen ist , doch sie werden niemanden näher kommen lassen ohne das du tot bist . Wir werden gehen , kleiner Bruder . In ferne
Lande , irgendwo hin“. Sean musste das erst einmal verdauen , also waren seine schlimmsten Befürchtungen war geworden , er musste Verschwinden , und durfte nie mehr zurück .
„ Ich gehe , du bleibst . Es gibt noch immer Jäger aus Vaters Bruderschaft . Lass mich alleine das Weite suchen“, sprach Sean sanft und musterte seinen Bruder . Die Entschlossenheit wich nicht aus seinem Gesicht . „ Wir reden morgen weiter , es wir bald Nacht . Sammle deine Kräfte , dann reden wir noch einmal“, teilte Tarlon ihm mit . Nein , dass war nicht richtig das wusste Sean . Sein Bruder gehörte hierher , zu Pepton , zu denjenigen wo nun den blutroten Jägern nachjagen mussten . Es durfte kein morgiges Gespräch geben , doch zunächst versuchte Sean sich schwach darzustellen . Tarlon wankte nach draußen , war er sich doch nicht so sicher?
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31

27.05.2011, 20:13

Epilog

Das letzte Kapitel , ich hoffe es gefällt euch ;)

Epilog

Spoiler

Es war kurz vor Beginn der Nacht , doch viele waren schon in einen tiefen Schlaf gefallen . Sean schlich aus der Hütte und trat auf die Wiese , die salzige Luft erfühlte ihn mit Leben . Ein paar einfache Zelte waren um die Hütte platziert worden , aus einfachen Tierhäuten zusammen gestickt . Als Sean gerade ein Zelt betreten wollte , fühlte er ein heißes Schnauben auf seinem Rücken , ein Rahtalos . Sean fielen sofort die Narben an seinem Flügel auf , es war der Rahtalos , wo ihm einst das Leben gerettet hatte und der Rahtalos dessen Kinder Sean gerettet hatte . „ Wir werden bald eine Reise vor uns haben . Wirst du mich begleiten?“, es war eine Frage die Sean einem Monster schon lange stellen wollte . Tarlon hatte schließlich auch ein Begleittier , seine Rahtian . Die Seele der Rahtian war frei , doch ihr Herz war gebunden an Tarlon selbst , ohne diesen Rahtalos würde Sean nicht weit kommen . Seine Hand legte sich auf die Schnauze des Tieres , es brüllte lautlos und ihn Seans tiefsten inneren , spürte er eine Zustimmung . „ Ich
danke dir“. Das Zelt öffnete sich lautlos , zusammengerollt lag Mia , ihren Bogen fest umschlungen , auf den Boden . Sean musste gehen , keine Frage , vor allem alleine , doch vorher musste er jedem Danken ohne ihm zu begegnen . Ein alter Rucksack lag in der Ecke , Sean durchsuchte diesen und fand ein dünnes Stück Pergament darin und ein Stück zurechtgeschnittene Kohle . Er legte es sanft auf den Boden und schrieb seine letzten Worte an seine Freunde .


"Ich muss alleine auf diese Reise gehen , jeder von euch weiß es in seinem inneren . Ich werde nicht zurückkommen , nie mehr . Doch ihr wisst , dass ich überleben werde . Ihr seit Monstermenschen und ich kann euch nicht vorn eures gleichen fernhalten , dass kann ich einfach nicht . Lebt euer Leben wie bisher , tut so wie als ob ich niemals bei euch gewesen wäre . Ich danke dir Mia und auch dir Mo , dass ihr mich gerettet habt . Tarlon , du weißt das da draußen noch mehr von Vaters Lakaien sind , und ich weiß das du nicht ruhen wirst ehe sie tot sind . Ich werde mich aufmachen und all die traurigen Seelen finden und ihnen von euch erzählen , dass sie eines Tages kommen und für immer glücklich sein werden . Ich muss das alleine tun , sucht nicht nach mir".


In ewiger Freiheit , Sean .


Diese Worte kamen aus Seans inneren , er war sich sicher zu gehen . Er legte den Brief neben Mia und verließ das Zelt , genauso lautlos wie er es betreten hatte . Sean stieg auf den Rücken des Rahtaloses , der auf ihn gewartet hatte , sein Anmut erfühlte Sean mit Trost . „ ich kann dich nicht aufhalten , nicht war?“, erst jetzt bemerkte Sean Tarlon , der lässig neben dem Rahtalos stand . „ Du kennst mich gut genug
. Ich muss alleine gehen und jene finden die solch einen Ort suchen“, Sean sprach es aus reinem Herzen und sein Bruder leugnete das nicht . „ Du bist alt genug dich aufzumachen . Schwöre mir nur , dass du
egal was du tust , dass tust was du für richtig hältst und dich niemals nach anderen richtest?“, es war eine Frage auf die Sean nur eine Antwort wusste „ Das werde ich“, und er sprang von seinem Rahtalos . Ein letztes Mal umarmten sich die Geschwister , bis Tarlon Sean freigab und dieser sich geschickt zurück auf den Rücken schwang . „ Lebe wohl“, flüsterte Tarlon und zum ersten Mal sah Sean eine Träne aus Tarlons Augen . Niemand konnte ihn jetzt aufhalten , hatte Tarlon mit dieser Aktion gerechnet? Tarlon würde keine Ruhe haben , ehe diese Jäger verschwunden waren und Sean würde niemals in Frieden leben können , wenn er die Aufgabe die er sich ersehnte nicht erfüllen würde . Sean gab dem Rahtalos einen kleinen Stoß , er erhob sich in die Lüfte , in Richtung des Ozeans . Tarlon , und seine Freunden ging es nun gut , es gab keinen Grund zurückzublicken . Der Himmel färbte sich rosa und Sean fühlte sich sicher . Er starrte nicht zurück , es würde ihm zu schwer fallen . Vor ihm erstreckte sich die Weite des Meeres , und er war glücklich , weil er wusste das er nicht der Einzige war . Und so flog Sean in Ferne Lande , fort von seiner Welt in eine unbekannte . In seinem Herzen trug er die Worte der Wahrheit und der Freiheit und wurde von
jenem Tag an nie mehr auf dem Festland gesehen .







The End

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Und das wurde erreicht :


- 1962 Aufrufe ( Zu zeit am 27.05.2011)
- 37439 Wörter und 203735 Zeichen

- 57 Dina 4 Seiten Geschichte
- 3 Monate Arbeit


Ich danke allen die mit ihrem Feedback mich motiviert haben!!! Ich danke auch allen Lesern!!!



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