Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Monster Hunter Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Red Devil

Kula-Yu-Ku Killer

  • »Red Devil« ist weiblich
  • »Red Devil« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 142

Wohnort: Wonderland

Beruf: als Alice das Wunderland retten ^^

  • Nachricht senden

1

22.04.2011, 17:53

Ryu, der Drachenherrscher

Kapitel 1: Das Erwachen

Spoiler
Regen peitschte in das Gesicht des Jungen. Das Blut hämmerte in seinem Kopf, der Puls beschleunigte, bis er glaubte es nicht mehr aushalten zu können. Er hatte Angst! Es kam ihm vor wie der blanke Horror, dabei wusste er nicht einmal wovor er fliehen musste, doch egal was es war, er wollte nur eine möglichst große Distanz zwischen sich und diesem Ding haben. Immer schneller lief er, obwohl sein Atem mittlwereile rasselnd hervorkam. Es war kalt in dieser Nacht, der Regen durchweichte seine Kleider. Eine Woche war in das Land gezogen, seit dem das Waisenhaus abgebrannt war, in dem er gelebt hatte, niemand wusste wie es dazu hatte kommen können. Seit dem lief er nur mit kurzen Unterbrechungen. Seine Eltern hatte er nie gekannt, seit dem er denken konnte war er in dem Waisenhaus gewesen. Doch jetzt gab es für ihn keine Heimat mehr. Alle waren gestorben, nur er hatte überlebt. Doch wenn er ehrlich war, wünschte er sich auch tot zu sein. Stattdessen schlug sein Herz. In dieser Nacht erschien ihm aber alles anderes. Die Straßen in der Stadt waren ausgestorben, keine Menschenseele trieb sich hier umher. Die Angst, die er empfand, ließ ihm das Blut in den Adern gefrieren. Etwas Entsetzliches war hinter ihm her. In panischem Entsetzen warf er den Kopf herum, er glaubte eine Gestalt hinter sich auszumachen, doch als er sich umsah war da nur Dunkelheit. Er schlängelte sich durch die engen Straßen, in der Hoffnung seinen Verfolger abzuhängen. Aber langsam kam es ihm vor, als würde er versuchen vor sich selbst zu fliehen, es ging nicht weiter. Irgendwann konnte er nicht mehr, er bleibt stehen und vergrub sein Gesicht in den Händen. Sein Herz schlug heftig in der Brust. Plötzlich glaubte er Schritte zu hören. Sein Kopf zuckte nach oben, doch bevor er etwas sehen konnte, fiel er um und war ohnmächtig. Sein letzer Gedanke war: Es ist zu spät. Dann schlug sein Körper auf dem Boden auf.
Doch ein Mensch stand da in der Nacht. Es war ein Mann, sein langer schwarzer Mantel wehte wild um ihn und er hatte seine Kapuze
tief in das Gesicht gezogen. Er betrachtete den Jungen. "Ich habe dich erwartet. Endlich bist du erwacht", flüsterte er.
zum Lesen den Text mit der Maus markieren

Fortsetzung folgt!


Hier findet ihr meine Story!

The black wind only goes stronger...

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »Red Devil« (21.03.2012, 22:11)


Red Devil

Kula-Yu-Ku Killer

  • »Red Devil« ist weiblich
  • »Red Devil« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 142

Wohnort: Wonderland

Beruf: als Alice das Wunderland retten ^^

  • Nachricht senden

2

22.04.2011, 23:06

2. Kapitel: Der Junge ohne Erinnerung

Spoiler
Er saß in einem abgedunkelten Raum und lauschte auf die Stimmen der Männer. Er hörte was sie sagten, doch es war ihm als wäre er in Watte gepackt. Die Worte erreichten nicht sein Bewusstsein. Der Junge kauerte reglos auf dem Boden, er sagte nichts. Die Angst hatte nachgelassen und war ersetzt worden durch Einsamkeit. Schrecklich allein fühlte er sich. Als jemand sich vor ihn kniete zuckte er zusammen. "Du musst keine Angst haben, aber kannst du uns vielleicht sagen wie dein Name lautet und woher du kommst?" Die Stimme war weich und warm und zog ihn zurück in die Realität. Nachdenklich legte er den Kopf schräg. Ja, wie heiße ich, fragte er sich. Das war doch eine einfache Frage. Der Mann, der vor ihm saß war ungefähr 25 Jahre alt. Dieser runzelte jetzt seine Stirn. Der Junge überlegte was er sagen konnte. Stockend brachte er die nächsten Worte hervor. "Ich... Ich weiß es nicht." Jetzt sah der Mann frustriert aus. Sein warmes Lächeln war verschwunden und der Junge wollte nur, dass es zurückkam. Aber manche Dinge bekam man nicht zurück, egal wie sehr man mit dem Fuß aufstampft. "Du hast es vergessen, oder was meinst du damit?" Er sah in das Gesicht des Mannes, in der Hoffnung eine Antwort zu finden, aber es schien keine zu geben. "Ich erinnere mich an nichts mehr, was vor dieser Nacht passiert ist." Die Männer sahen einander an und nickten in stiller Übereinkunft. "Es könnte Amnesie sein. Vielleicht kommen deine Erinnerungen zurück, wenn wir warten. Aber erstmal... Komm mit, du kannst dich waschen und neue Kleider anziehen. Du brauchst die Alten nicht mehr?" "Nein, sie sind nutzlos. Ich weiß ja sowieso nichts mehr." Der Mann nickte traurig. "Gut, wir werfen sie weg. Dann komm mit." Der Mann führte den Jungen mit sich aus dem Raum und dann einen klangen Flur entlang. "Wir sind hier in einer Ausbildungsstelle für Jäger. Ich weiß nicht, ob du schon einmal davon gehört hast. Jedenfalls du kannst hier bleiben. Wenn die Zeit reif ist, möchtest du vielelicht auch hier anfangen und bis dahin kannst du hier leben." Der Junge war froh aufgenommen zu werden. Aber wie konnte er wissen ob er die Lehre annehmen wollte? Er wusste ja nicht einmal wer er war.
zum Lesen den Text mit der Maus markieren

Fortsetzung folgt!
Hier findet ihr meine Story!

The black wind only goes stronger...

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »Red Devil« (21.03.2012, 22:11)


Red Devil

Kula-Yu-Ku Killer

  • »Red Devil« ist weiblich
  • »Red Devil« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 142

Wohnort: Wonderland

Beruf: als Alice das Wunderland retten ^^

  • Nachricht senden

3

23.04.2011, 19:45

3. Kapitel: rot glühende Augen

Spoiler
10 Jahre sind vergangen seit dem der verlorene Junge, in der Ausbildungstelle für Jäger aufgenommen wurde. Der 16-Jährige hat das Angebot angenommen und hat seine Ausbildung angetreten. Da er sich nicht mehr an seinem Namen erinnern kann, wurde ihm der Name Shou gegeben, da er unter allen Schülern die höchste Sprungkraft besitzt und es beinahe aussieht als würde er fliegen, was ihn zu einem talentierten jungen Mann
gemacht hat.
Shou lief nachdenklich durch den Flur der Schule. Langsam öffnete er seinen Spint und zog ein Buch für die nächste Stunde hervor. Als ihm plötzlich jemand auf die Schulter tippte.
Blitzschnell drehte er sich um und funkelte seinen gegenüber wütend an. Das Mädchen wich entgeistert zurück.
"Oh, Shou. Du musst nicht immer denken, das dich jede Sekunde jemand umbringen will." Er verdrehte spöttisch die Augen und zuckte mit den Schultern. "Ich weiß, ich will nur vorbereit sein." Das Mädchen nickte. "Ich weiß, ich weiß. Und was hast du in der nächsten Stunde?" "Monsterkunde...
Ich schreibe einen Test und ich habe nicht viel gelernt, deshalb arbeite ich noch schnell etwas nach." Shou zeigte demonstrativ auf das Buch für Monsterkunde. "Ach, komm schon Shou. Du kennst dich doch super aus, tu nicht immer so als könnest du nichts." Das Mädchen gab Shou einen Stoß in die Rippen, dieser verzog traurig die Lippen. "Ach, Akane! Wissen fliegt auch nicht vom Himmel." Akane drückte leicht sein Kinn nach oben und starrte in seine Augen. "Wusstest du, das deine Augen merkwürdig glänzen. Sie wirken rot glühend. Ist mir ja noch nie so aufgefallen, liegt vielleicht an dem Licht hier." "Ja, schon möglich, Akane. Ich weiß auch nicht warum sie so sind." Shou senkte bedächtig den Kopf. "Aber auf jeden Fall muss ich jetzt in die nächste Stunde, wir sehen uns später." Er hastete davon. Akane schüttelte den Kopf. "Ist wirklich ein komischer Junge dieser Shou."
zum Lesen den Text mit der Maus markieren

Wird fortgesetzt...
Hier findet ihr meine Story!

The black wind only goes stronger...

Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von »Red Devil« (21.03.2012, 22:13)


Red Devil

Kula-Yu-Ku Killer

  • »Red Devil« ist weiblich
  • »Red Devil« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 142

Wohnort: Wonderland

Beruf: als Alice das Wunderland retten ^^

  • Nachricht senden

4

23.04.2011, 21:42

4. Kapitel: Verzweiflung

Spoiler
Shou hastete so schnell er nur konnte durch den gewunden Flur. Er wollte nur noch weg von Akane. Hektisch stieß er eine Tür auf und trat rasch in den kühlen Apriltag. Er lief zu einem Brunnen und stellte sich schweratmend darüber. Zitternd stützte er sich an dem Rand ab. Dann senkte er zögerlich den Kopf. In dem Wasser spiegelte sich sein Geischt. Akane hatte sich nicht geirrt. Seine Augen waren rot und glühten jetzt wild. Damit stellten sie einen ziemlichen Kontrast zu der blassen Haut dar. Rasch tauchte er seine Hände ein und spritzte sich das kalte Nass in sein Gesicht. Die Kälte errreichte die gewünschte Wirkung. Shou kehrte zurück in die Realität, die aber vielleicht grausamer war, als der Traum, in dem er gelebt hatte. Er hatte sich immer gefragt warum seine Augen, eine derart ungewöhliche Farbe hatten. Eigentlich waren sie immer grün gewesen, wie Smaragde, aber nach dieser Nacht hatten sie sich nach und nach verändert. Jetzt waren sie schmal geworden und rot. Der Junge vergrub seine Nägeln in seiner Haut. Er wollte sich einfach nur vor sich selbst verstecken. Da waren so viele Fragen, auf die er keine Antwort wustte und niemand konnte ihm helfen. Niemand wusste was zu tun war, oder warum er war, wie er war. Am liebsten hätte er sich verkrochen, aber das kam ihm feige vor. Alles was er begehrte war sein altes Leben zurück zu bekommen, aber er wusste mittlerweile das es kein Zurück für ihn gab. Er hatte diesen Weg gewählt und jetzt musste er mit
seiner Entscheidung leben. Er entwickelte einen überirdischen Hass auf sein eigenes Selbst. Der Junge wollte sich nicht mehr sehen müssen.
Wütend schlug er mit der Hand auf die Wasseroberfläche. "Verdammt, warum bist du nur so?" Dann sackte er in sich zusammen und ergab sich in
seinem Schmerz, der ihn langsam aber unweigerlich zerfraß. "Reiß dich zusammen", flüsterte Shou immer und immer wieder mit bebender Stimme.
Langsam richtete er sich auf. Immer noch wankend drehte er sich um und lief vorsichtig zurück. Vor dem Klassenraum stützte er sich noch einmal
an der Wand ab. Bleib ruhig, sagte er sich. Doch es war aussichtslos, schon war er wieder gefangen in seinen trüben Gedanken. Immer wieder suchten sie ihn heim und er musste sich damit rumschlagen. Er zwang sich vorwärts zu gehen. Erleichert ließ er sich auf seinen Platz fallen. Der Klassenraum war nicht besonderes groß und jeder besaß einen Einzeltisch. An der Wand hingen Bilder von unterschiedlichen Monstern. Shou lehnte sich zurück und betrachtete seine Hände, als wären sie plötzlich überaus interessant, dabei wollte er nur nicht auffallen. Der Lehrer teilte derweil den Test aus. Shou konnte sehen wie sich seine Lippen bewegten, doch egal wie sehr er versuchte den Worten zu lauschen es nützte nichts. Am Ende gab er es auf und versuchte nur noch sich auf den Test zu konzentrieren. Allerdings fragte er sich im Stillen, warum er anders war als die anderen.
zum Lesen den Text mit der Maus markieren
Hier findet ihr meine Story!

The black wind only goes stronger...

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »Red Devil« (21.03.2012, 22:13)


Red Devil

Kula-Yu-Ku Killer

  • »Red Devil« ist weiblich
  • »Red Devil« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 142

Wohnort: Wonderland

Beruf: als Alice das Wunderland retten ^^

  • Nachricht senden

5

24.04.2011, 18:02

5. Kapitel: Schachmatt

Jetzt das neue Kapitel. Ich hoffe es gefällt euch.

Spoiler
Shou verließ mit hängenden Schulter den Klassenraum. Es war nicht so, das er sonderlich schlecht gewesen war, das was in müde machte war lediglich er selbst. Er achtete nicht auf den Weg, als er zum Essen ging. Er ließ sich Fleisch und Reis geben und setzte sich an einen Holztisch ,in der hintersten Ecke. Eine Hand hielt er vor seinem Gesicht, da er keine Lust hatte mit jemand zu reden. Weil er schon immer fehl am Platze gewesen war. Er zweilfete daran, das er überhaupt hier hin gehörte. Nur aus Loyalität tat er das, denen gegenüber, die ihn aufgenommen hatten. Manchmal wünschte er sich wegzulaufen, aber er hatte seine Pflicht zu erfüllen. Nachdenklich nahm er einen Bissen, während er aus dem Fenster sah. Es war ein klarer, schöner Tag. Er konnte andere Schüler lachen hören und für einen Augenblick, wenn er auch nur kurz war, sehnte er sich doch danach sich einach dazu gesellen zu können. Doch etwas sagte ihm, das er dieses Handeln lieber nicht ausführen sollte, deshalb blieb er reglos sitzen. Als er fertig war, erhob er sich mit einiger Mühe. Eilig räumte der Einsame seine Sachen weg und ging dann in die Halle, in der seine erste Stunde Schwertkampf stattfinden sollte. Die Theorie beherrschte er, aber er hatte noch nie zuvor ein Schwert selbst geführt. Als er eintrat, waren die meisten schon versammelt. Die Gruppe bestand nur aus 10 Leuten. Da er als letzes kam hatten sich die anderen bereist aufgeteilt. Er senkte den Kopf. Das lief ja mal wieder ganz toll, dachte er sich. Da er übrig blieb bekam er den Lehrer ab. Er schätzte ihn auf die 20. Der 16-Jährige musterte nevös den Lehrer. Eine Narbe zog sich über dessen Wange. Das konnte Shou allerdings nicht einschüchtern. Alle bekamen Schwerter. Der Junge wiegte es in seiner Hand. Nichts besonderes, es war aus Holz, niemand konnte sich damit ernsthaft verletzen. Er sah einen Moment den kämpfenden Paaren zu. Schon bei den Ersten flog das Schwert in hohem Bogen durch die Luft. Überall sah man frustierte Geischter, alle schienen sie überfordert und konnte ihre Waffe nicht einmal halten.
"Du musst Shou sein. Gut, dann werden wir heute zusammen trainieren." Mit einem leichten Unbehangen wandte Shou sich zu dem Mann um, der ihn von oben bis unten musterte. Dieser vollführte soeben einen leichten Schlag gegen Shou. Er duckte sich, seine Augen fixierten das Schwert, das auf
ihn zuschoss. In seinem Kopf war nur ein einziges Wort: Gefahr! Bevor er wusste was geschah, sprang er vom Boden ab und warf sich der Waffe
entgegen. Ruckartig und so schnell das kein Auge folgen konnte zog er sein eigenes in die Höhe und blockte den Angriff ab. Wie einfach, dachte Shou
spöttisch. Hatte dieser Mann etwa nicht mehr auf Lager, da muss ich ihn wohl aus der Reserve locken. Shou bemerkte längst nicht mehr was er tat, sein Körper folgte nur noch sienem Instinkt, er bemerkte auch nicht das seine Augen begannen rot zu glühen, viel intensiver als sonst. Shou startete mit einem raschen Konter. Der Mann fing ihn eilig ab. Vor Enttäuschung verzog Shou die Lippen. Da musste wohl einen besserer Schlag folgen,
dachte er traurig. Der Junge flog durch die Luft, machte einen Salto und landete hinter dem Mann, dieser hatte keine Zeit sich umzudrehen, zu schnell waren seine Bewegungen um ein Handeln zu ermöglichen. Shou nutzte seine Chance und legt ihm das Schwert an den Hals, während er seinen Kopf langsam zurückbewegte und lächelte. "Schachmatt", flüsterte er. Shou verstand die Überraschung nicht, die er auf den Zügen des Mannes fand. Er sah auh nicht, dass mittlerweile niemand mehr kämpfte all nur noch ihn ansahen.
"Warum kannst du das und was ist mit deinem Gesicht", fragte der Lehrer stockend.
Endlich schaltete sich sein Verstand wieder ein. Er zog das Schwert zurück und besah seine Hände. Dann schleuderte er es weg und lief so schnell er nur konnte davon.
Wie sah sein Gesicht aus?
zum Lesen den Text mit der Maus markieren
Hier findet ihr meine Story!

The black wind only goes stronger...

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Red Devil« (21.03.2012, 22:13)


Red Devil

Kula-Yu-Ku Killer

  • »Red Devil« ist weiblich
  • »Red Devil« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 142

Wohnort: Wonderland

Beruf: als Alice das Wunderland retten ^^

  • Nachricht senden

6

25.04.2011, 11:23

6. Kapitel: Erste Jagd

Das nächste Kapitel ist jetzt fertig.Ich hoffe, ihr habt Freude daran es zu lesen.

Spoiler
Shou rannte. Er war noch nie in seinem Leben so schnell gewesen. Die Welt flog nur so an ihm vorbei. Seine Gefühle wirbelten durcheinander, bis er sie nicht mehr einordnen konnte. Woher kam diese Stärke? Wieso sah er plötzlich alles viel schärfer? Nur eines wusste er, er musste erstmal
weg hier. Der Ort war ihm eigentlich völlig gleichgültig, hauptsache niemand würde ihn stören. Als die Sonne auf ihn herabschien, blieb er abrupt stehen. Zur Orientierung benötigte er eine Weile. Er stand wieder vor dem Brunnen. Die Frage hallte wieder durch seinen Kopf: Wie sieht
dein Gesicht aus. Schnell beugte er sich über die Öffnung. Vor Überraschung brach er zusammen. Shou stützte sich an dem Rand ab. Seine Augen waren zu Schlitzen verengt. Seine Wangenknochen traten stärker hervor. Seine blonden Haare waren jetzt schwarz und vorne war eine rote Strähne. Das seine Augen rot glühten war er gewohnt. Wie konnte das sein? Der Junge vergub seine Finger in seinem Haar und taumelte weg. Weg von dom Ort an dem er das gesehen hatte, aber gleichzeitig war es eine Flucht vor sich selbst. Er torkelte zurück und in sein Zimmer. Auf dem Weg dorthin begegnete er niemand, darüber war er einfach nur froh. Als er angekommen war, kauerte er sich auf den Boden. Die Dunkelheit tat ihm gut. Es war ihm, als könnte er sich vor den Blicken der anderen verbergen. Er stützte seinen Kopf auf die Knie, denn er kam ihm viel zu schwer vor. Shou wusste nicht wie lange er in dieser Position verhaarte, aber plötzlich klopfte es an seiner Tür. Sofort sprang er auf. "Ja?" Seine Stimme klang belegt und kam ihm nicht wie seine eigene vor. "Ich bin es, dein Schwertkampflehrer. Ich wollte dich zu deiner ersten Jagd abholen."
Schwertkampf... Es durchfuhr Shou so schnell, dass er zusammen zuckte. Sein Lehrer musste ihn für völlig gestört halten. Das seine erste Jagd so
kurz bevor stand schockierte ihn nicht. Langsam, als könnte er es damit verhindern lief er auf die Tür zu. Vorsichtig, als könnte ihn ein Blitz treffen öffnete er. Der Lehrer stand vor ihm. Shou ließ seinen Blick an ihm entlang wandern. In seiner Hand befand sich ein Dolch. "Kommst du mit, Shou", fragte er sanft. Er sprach die Worte unglaublich weich aus, als hätte er Angst Shou könnte jeden Moment durchdrehen und er konnte es ihm auch nicht verdenken. Der Junge machte einen zögerlichen Schritt mit dem Mann, dieser lief einfach und wartete nicht auf Shou, er musste erwarten das der Junge sich nicht wehrte. Sie verließen gemeinsam die Schule und der Mann lenkte seine Schritte in Richtung Wald. Keiner sagte etwas. Es hätte auch nichts gegeben was jetzt relevant gewesen wäre. Als sich die Bäume vor ihnen auftaten hielt er an. Shou wäre beinahe in ihn hineingelaufen.
"Also, das ist deine erste Jagd. Ich erwarte nichts von dir, aber du solltest versuchen ein Kelbi zu töten, dort drüben ist eine Lichtung. Sie halten sich an dieser Stelle oft auf. Ich habe hier einen Dolch für dich. Gib einfach dein Bestes."Shou spürte, dass der Lehrer nicht gerade glücklich war, mit ihm dieses Unterfangen angehen zu müssen. Shou nahm ihm den Dolch aus der Hand und sah sich dann um. Scheinbar wollte der Lehrer keine weiteren Anweisungen geben. Der Junge hatte kein Problem damit, wenn er daran dachte gleich etwas töten zu müssen. Dieses Mal war er froh, das sein Leben ihn abgestumpft hatte. Geschmeidig bewegte er sich durch das Dickicht, dann duckte er sich rasch. Tatsächlich auf der Lichtung stand ein Kelbi es trank gerade aus einer Quelle. Shou folgte jeder Bewegung mit seinen Augen. "Ich werde es schnell machen. Es wird gar nicht wehtun", flüsterte er. Trotzdem war er traurig, ein Lebewesen würde jetzt seinen Atem aushauchen. Dennoch streckte er seine Muskeln. Sofort pulsierte Leben durch seinen Körper. Das Einzige was er sah, war das Kelbi vor sich. Währenddessen setzte er mit einem Sprung nach, packte das Kelbi und zog den Dolch. So schnell, das es niemand bemerkte legte er die Klinge an den Hals seiner Beute und schnitt ihm dann die Kehle durch. Es war ein glatter Schnitt. Als das
Kelbi sein Schicksal erkannte war es auch schon zu spät. Seine Augen verdrehten sich. Es brachte noch nicht einmal ein Aufbäumen zustande, dann starb es auch schon. Der Junge gab ein Stöhnen von sich und ließ dann von seiner Beute ab. "Du bist einen ehrenvollen Tod gestorben", sagte er leise. Dann setzte er sich gelassen daneben und begann das Monster zu zerteilen. Seine Griffe waren geschickt. Es war ihm, als hätte er das schon immer getan. Die brauchbaren Überreste steckte er in seinen Beutel. Als er damit fertig war, drehte er sich um. Der Lehrer stand ein Stück weit entfernt.
Er sah ihn überrascht an. "Ich habe das alles schon erledigt", sagte Shou. Der Mann nickte geistesabwesend. "Ich schätze, ich kann dich freigeben. Du darfst ab jetzt auf die Jagd gehen." Shou lief zurück. Es stimmte ihn traurig das Monster getötet zu haben und dennoch wusste er, das es richtig gewesen war. Jeder hatte seine Bestimmung.
Was war seine Bestimmung?
zum Lesen den Text mit der Maus markieren
Hier findet ihr meine Story!

The black wind only goes stronger...

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Red Devil« (21.03.2012, 22:14)


Red Devil

Kula-Yu-Ku Killer

  • »Red Devil« ist weiblich
  • »Red Devil« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 142

Wohnort: Wonderland

Beruf: als Alice das Wunderland retten ^^

  • Nachricht senden

7

25.04.2011, 13:44

7. Kapitel: tödliche Angst

Das nächste Kapitel. Ich hoffe, es gefällt euch.

Spoiler
Shou lächelte. Stolz erfüllte ihn. Seine erste Jagd hatte er geschafft. Er genoss die Sonne, die seinen Rücken wärmte, in tiefen Zügen. Tief sog er die klare Luft ein, das weiche Gras konnte er unter seinen Füßen fühlen. Es würde ihm Freude bereiten, wenn er das nächste Mal jagen durfte, vielleicht morgen schon. Er würde zu der Quest-Information gehen und er konnte Akane fragen, ob sie mit ihm gehen wollte. Ein Team zu bilden war wohl doch besser. Bald wäre er wieder in der Schule. Lange Zeit lebte er schon hier und er war dankbar für jede Sekunde, die er hier verbringen durfte. Einen Moment hielt er inne und sah in den Himmel über ihm. Ruhig zogen die Wolken an ihm vorbei und gingen ihren eigenen Weg, wie gerne wäre er mit ihnen gegangen, vielleicht hätte es für ihn dann auch ein Ziel gegeben. Shou hustete. Doch was wenn es für ihn in diesem Leben nichts gab? Was wenn es kein ersuchenswertes Ziel gab? Aber es brachte nichts sich darüber Gedanken zu machen. Es gab viel wichtigere Dinge. Erstmal wollte er hier seinen Dienst erfüllen. Der Junge drehte sich um, er wollte seinem Entschluss nachgehen und sehen ob er arbeiten konnte. Doch so weit sollte er nicht kommen. Er hustete und stützte sich auf seinen Beinen ab. Es überkam ihn zu schnell, als das er damit gerechnet haben könnte. Panik umschloss ihn. Verzweifelt versuchte er sich zu zwingen ruhig zu atmen. Du musst ruhig bleiben, dachte er sich. Nach Erlösung suchend beugte er sich nach vorne. Ihm war warm, viel zu warm. Shou würgte und versuchte wieder klar zu sehen, doch alles verschwamm. Hektisch sah er sich um, doch niemand war hier. Was war nur los? Er machte einen Schritt nach vorne, aber dann ging es nicht mehr. Alles um ihn herum begann sich zu drehen. Mittlerweile hatte er auch keine Ahnung mehr wohin er musste. Blind vor Angst legte er eine Hand an seine Brust. Shou ging in die Knie. Er hustete. Dann versank die Welt um ihn herum in undurchdringlicher Schwärze. Der Junge fiel um. Er war ohnmächtig.
"Es sieht nicht gut aus. Ich weiß nicht mehr weiter. Es muss doch eine Lösung geben. Wir müssen ihm helfen!" "Aber wie? Es gibt keine Erklärung dafür, außerdem geht es viel zu rasant. Aber sein Körper ist viel zu warm, wenn wir nichts tun hat er keine Chance."
Shou drehte sich um. Warum musste er sich überhaupt bewegen? Konnte er nicht einfach in diesem Zustand bleiben. Aber jemand redete über ihn, er musste wissen um was es ging. "Shou!" Ein Mann stürzte auf ihn zu. Geqäult verzog der Junge die Lippen. Jetzt legte der eine die Hand an seine Wange, drehte sich um und nickte. Er konnte die Sorge in den Gesichtern der Anwesenden sehen. Das Geschehene kam wie ein Schlag zurück und er wurde davon überwältigt. Hektisch schnappte er nach Luft. Der Junge lag auf einem Bett, doch er wollte aufstehen. Langsam richtete er sich auf, doch sofort packte ihn eine Hand und drückte ihn zurück. Was sollte das? "Du bleibst, wo du bist." Shou sah den Mann überrascht an. "Nein, ich will nicht." Der Leiter der Schule trat aus der Menge der anderen und reichte ihm ein Glas Wasser. "Doch du willst", sagte der Mann sanft. Shou wollte das nicht mehr. Er wollte aufstehen und gehen. Er wusste selbst, das es schlecht um ihn stand, da wollte er nicht noch die Bestätigung dafür. Schnell trank er das Glas aus, stellte es hin und stand auf. Eingehend betrachte er alle der Reihne nach. "Was ist los?" Die Männer sahen sich an. Einge sahen entschlossen weg. "Gut, da eh niemand etwas weiß, geh ich jetzt." Eilig stieß er die Tür auf und lief in sein Zimmer. Niemand hielt ihn auf. Dort vergrub er sein Gesicht in den Händen. Das sollte nicht so sein. Er sah traurig aus dem Fenster. Tränen liefen über seine Wangen. Als er erkannte, das ihm vielleicht nicht mehr viel Zeit blieb hätte er sich am liebsten aufgelöst. Langsam ging er zu einer Schale mit Wasser. Mit Bedacht tauchte der er sein Gesicht ein. Die Kälte tat ihm gut, war beinahe wie ein Schimmer der Hoffnung. Doch Shou wusste längst das es keine Hoffnung gab. Niemand konnte ihm helfen. Doch er wollte sich einfach nur an eine Möglichkeit klammern, auch wenn es aussichtslos war. Wie würde es sein zu sterben? War es vielleicht leichter als dieses Leben, oder würde es schrecklich sein alles zurück zu lassen. Aber er hatte keine Wahl, er war verurteilt. Langam kam es ihm vor, als wäre er betäubt und das gefiel ihm es linderte den Schmerz. Doch die Angst war trotzdem da, egal was er tat. Er wollte nicht sterben. Er setzte sich auf den Boden und wiegte sich hin und her.
Was war nur los?
zum Lesen den Text mit der Maus markieren
Hier findet ihr meine Story!

The black wind only goes stronger...

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Red Devil« (21.03.2012, 22:15)


Red Devil

Kula-Yu-Ku Killer

  • »Red Devil« ist weiblich
  • »Red Devil« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 142

Wohnort: Wonderland

Beruf: als Alice das Wunderland retten ^^

  • Nachricht senden

8

28.04.2011, 19:45

8. Kapitel: Verhängnis

So, endlich konnte ich weiterschreiben.

Spoiler
Wankend stand er auf, dabei bekam Shou es gut hin, nicht darauf zu achten wie alles um ihn herum schwankte. Ich will nicht sterben. Diese leisen Worte durchfluteten den Raum und füllten ihn bis in jeden Winkel aus, dabei klangen sie nicht nach einem Wunsch viel mehr nach einem Versprechen. Vorsichtig tastete er sich vorwärts, wobei jeder Schritt zögerlich kam. Wie sollte mach sich entscheiden, wenn man wusste das dieses Leben nicht mehr lange duaern würde? Richtig, man tat das, was man immer schon tun wollte. Der Flur lag verlassen da, was vielleicht in diesem Moment auch relativ nützlich war. Egal wie der Junge vesuchte sein Leben unter Kontrolle zu bringen, so war es doch hoffnungslos, es war bereits
entglitten und dabei war es, als würde einem Haus das Fundament genommen werde. Zwangläufig stürzte das ganze Haus ein. Die Zeit schien ihm im
Nacken zu sitzen. Egal wie schnell man rannte es gab kein Entkommen. Als er endlich die Quest-Information erreichte lehnte er sich dagegen. Wie
sich herausstelte war das Einzige, was er als Anfänger annehmen konnte eine Kelbijagd. Er legte eine Hand vor sien Gesicht. Das konnte doch nicht wahr sein. Sollte es so ein Ende nehmen? Ein Schrei riss ihn aus seinen düsteren Gedanken. "Shou!" Akane sprang schreind auf den Jungen
und riss ihn mit sich zu Boden. "Du lebst ja." Shou lächelte traurig und klopfte sich den Schmutz von den Kleidern, während er aufstand. "Sieht
so aus als müsstest du mich noch etwas ertragen." Akane überging diese Antwort einfach. "Ich habe es mitbekommen, wie die davon erzählt haben,
war ja grausam. Ich habe nicht mehr damit gerechnet dich lebend zu sehen." Er hatte jetzt zwei Möglichkeiten. Entweder er würde erzählen,
das es schlimm aussah, doch dann würde er wahrscheinlich keine Jagd machen können, oder er tat so als wäre alles in Ordung. "Akane beruhige
dich. Mir geht es gut. Die haben maßlos übertrieben. Als würde ich mich von so etwas unterkriegen lassen." Eigentlich wäre Shou an dieser Stelle
gerne eingeknickt, doch er durfte sich nichts anmerken lassen. Wie sehr wünschte er sich, das diese Worte der Wahrheit entsprachen. "Ich will
eine Jagd machen. Willst du mitommen?" Das Mädchen fing and glücklich zu lächeln. Das genügte als Antwort. "Also los." Mit einer Hand griff der
Junge nach ihrer und zog sie mit sich nach draußen. Als er in ihr Gesicht sah, wusste er das es nichts mehr zu sagen gab. Sie schien von nun an für immer lächeln zu wollen. Seine Hand wanderte derweil an seinen Gürtel, wo sich der Dolch befand. "Wir müssen in den Wald. Warst du schon oft auf einer Jagd?" Anstatt einer Antwort lächelte Akane nur weiter. Verwirrt wandte er seinen Blick wieder geradeaus. Gut, es schien sinnlos zu sein mit ihr zu reden. Erst als sie die Lichtung erreichten, kam wieder leben in sie. Bevor er auch nur etwas sagen konnte sprang sie schon los und stürzte sich auf ein Kelbi. Shou konnte es ebenso kaum abwarten. Das war sein Element, obwohl Shou nicht wusste warum, aber jede Bewegung kam ihm vor als wäre sie hunderte Male ausgeführt orden. Ein Monster nach dem anderen fand sein Ende durch seine Hand, während das Blut des letzten immer noch seine Hände befleckte. Dabei verlor der Junge jegliche Aufmerksamkeit für seine Umgenung und eben das sollte sein Verhängnis sein. Das Sirren in der Luft bekam er erst mit, als es schon direkt hinter ihm war. Erstarrt blieb er stehen.
Was war hinter ihm?
zum Lesen den Text mit der Maus markieren
Hier findet ihr meine Story!

The black wind only goes stronger...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Red Devil« (21.03.2012, 22:15)


Red Devil

Kula-Yu-Ku Killer

  • »Red Devil« ist weiblich
  • »Red Devil« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 142

Wohnort: Wonderland

Beruf: als Alice das Wunderland retten ^^

  • Nachricht senden

9

14.05.2011, 10:29

9. Kapitel: feuriges Leben

Jetzt ist mein nächstes Kapitel fertig geworden. Ich hoffe, es wird euch gefallen. Über ein Feedback würde ich mich sehr freuen.

Spoiler
Shou verharrte in seiner Position. Unsicher ob er sich umdrehen sollte oder lieber mit der Hoffnung leben, das was auch immer hinter ihm war, wieder verschwand. Dann stieß er ein leises Lachen aus. Verdammt, der Tod war ihm doch sowieso nah, also wovor sollte er sich fürchten? Wenn doch alles verloren war musste man sich nicht mehr anstrengen etwas festzuhalten. Langsam drehte der Junge den Kopf und sah direkt in die Augen einer Rathian. Diese war nur ein paar Zentimeter von ihm entfernt und betrachte ihn eigehend. Vorsichtig stand er auf und machte einen Schritt zurück und dann seitlich, wobei er Akane mit sich zog. Ihr Atem streichelte seinen Nacken. Noch ein Schritt zurück. Entschlossen sah Shou das Monster an. Angst empfand er dabei keine, einzig und allein Entschlossenheit. Akane musste in Sicherheit sein, denn sein Leben war unbedeutend geworden, denn es verblasste bereits jetzt. Der Hauch des Lebens war nicht zurückzuholen, wenn er einmal dabei war zu gehen. Sein Puls beschleunigte, während er seinen Dolch zog. Doch es war lächerlich. Da stand ein riesiges Monster, und er hielt eine Waffe in der Hand, die noch nicht einmal deren Haut durchdringen konnte. Ihre Augen funkelten. Neugier glitzerte darin und noch etwas, was er nicht zu definieren wagte. Schlieren wirbelten darin. Eine Wärme ging von dem Monster aus, die ihm ein wohliges Kribbeln über den Rücken jagte. Doch dann durchfuhr es ihn. Sein Blick blieb an ihren Schuppen hängen, jede schien eine Facette zu sein, die ein Teil der Welt eröffnete. "Ich muss sie töten", flüsterte er. Akane bewegte sich hinter ihm. "Nein, das kannst du nicht. Nicht so." Shou fühlte etwas das unbeschreiblich war. Er zitterte am ganzen Körper. "Ich muss alle Monster töten." Die Worte kamen als Zischen aus seinem Mund. "Warum", fragte Akane sanft. Ja, warum? "Ich weiß es nicht, aber ich muss es tun. Ich will Rache nehmen." Rache, dieses Wort löste Erkennen in seinem Bewusstsein aus. Er schien es vor langer Zeit geschworen zu haben. Die nächsten Worte verstand er selbst nicht. "Ich will, dass sie genauso leiden, wie ich." Warum sagte er das? Es kam ihm richtig vor, als müsste das gesagt werden. "Ich werde dich beschützen." Er sprach es als Versprechen. Nichts auf dieser Welt konnte ihn davon abhalten, deshalb tat der Junge einen Schritt nach vorne. Wo ist die Angst? Der Dolch funkelte, als er in die Höhe gehoben wurde. "Na, los greif schon an", schrie Shou. Dabei klang es wie ein Akt der Verzweilfung. Ich habe doch eh keine Zeit mehr, fügte er in Gedanken hinzu. Wie zur Untermalung, steuerte er einem erneuten Anfall entgegen. Er würgte und ging in die Knie. Akane beugte sich über ihn. "Du hast es versucht zu vertuschen. Ich habe es nicht erkannt." Ihre Stimme brach am Ende des Satzes. Ich muss weitermachen. Ich kann jetzt nicht aufgeben, dachte Shou. Er stütze sich hilflos ab. Akane sah derweil zu dem Monster hoch und sah etwas Unglaubliches. In dem Blick lag Bedauern und Trauigkeit. Währenddessen richtete Shou sich schwankend auf und presste eine Hand auf seinen Mund. "Wenn ich in den Abgrund sehe, werde ich dich mit mir reißen." Shou sah das Monster direkt an. Er sprang vorwärts. Ich will nicht sterben, dachte er flehend und dennoch war er bereit auch das anzunehmen. Wenn jetzt das Ende vor ihm lag so würde er es begrüßen. Doch er hörte einen überraschten Laut hinter sich. Er drehte sich um, obwohl das Monster noch da war. Akane deutete auf seinen Körper. Langsam sah er an sich hinab. Im selben Moment als er an sich entlang sah, schwang sich die Rathian hinter ihm in die Lüfte. Doch der Schock war zu groß, als das ihn das kümmerte. Seine Augen weiteten sich vor Entsetzen. Was er sah erschien ihm unmöglich. Sein Körper stand in Flammen. Sie züngelten sogar über seinen Hals. Entsetzt schlug er auf sein Bein, aber das Feuer zerstörte ihn nicht, es brannte einfach sanft an ihm. Akane ließ sich schockiert fallen. "Ich wusste gar nicht das du so heiß bist", sagte sie. "Haha, guter Scherz, hilf mir doch mal lieber die zu löschen." Hilflos sah er sich nach einem See, oder Ähnlichem um. Nervös fragte er sich woher sie kamen, es musste doch einen Ursprung geben. Akane sah ihn nachdenklich an. "Ich glaube du sorgst für die Flammen." Shou konnte das nicht glauben. Die Flammen umspannen ihn immer mehr und wurden immer höher und er konnte sie nicht aufhalten. Es schillerte und die Welt versank. Der Wind wurde stärker, zerzauste seine Haare und spielte mit seiner Kleidung, die jetzt wild um ihn herum wehte. Sakura no hana, Kirschblüten tanzten um seinen in Flammen stehenden Körper. Die Natur schien sich ihm anzupassen, als würde sie angezogen werden von der Kraft die von ihm ausging. Er schien eins mit der Umgebung zu werden.

Was hatte das zu bedeuten?
zum Lesen den Text mit der Maus markieren
Hier findet ihr meine Story!

The black wind only goes stronger...

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Red Devil« (14.05.2011, 10:29)


Red Devil

Kula-Yu-Ku Killer

  • »Red Devil« ist weiblich
  • »Red Devil« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 142

Wohnort: Wonderland

Beruf: als Alice das Wunderland retten ^^

  • Nachricht senden

10

27.05.2011, 16:40

10. Kapitel: Die Wahrheit

Nach langer Zeit ist mein nächstes Kapitel fertig geworden. Tut mir sehr leid für die Verspätung. Dieses Mal ist es etwas länger. Über ein Feedback oder Verbesserungsvorschläge freue ich mich sehr. Ich hoffe, ihr habt Spaß beim Lesen
^^
Spoiler
Die Nacht legte sich mit ihrer Schwärze über das Land. Plötzlich erstarrte Shou. Er konnte etwas Fühlen was einem sanften Pulsieren gleichkam, nur ein paar Meter hinter ihm. Vorsichtig reckte er seinen Kopf und sog den Geruch auf. Obwohl er sich nicht daran erinnern konnte, das je gekonnt zu haben, so war doch das Gefühl da, das ein Lebwewesen in der Nacht war und allem Anschein nach schien es menschlich zu sein. Rasch drehte er sich um. Aus der Dunkelheit war ein leises Rascheln zuhören. Die Flammen erhellten den Mann der zwischen den Bäumen hervortrat. Ich kenne ihn, dachte Shou, bevor sein Blick überhaupt auf die Person traf. Es war die Atmosphäre, die von diesem Typ ausging. Macht strömte durch die Luft und lud sie nur so auf. Er war hochgewachsen und schlank. Ein Mantel verhüllte ihn. Von seinem Gesicht war noch nichts zu sehen, denn eine Kapuze fiel tief nach vorne. "Wie habe ich mich nach diesem Moment gesehnt." Die Stimme passte vollkomen zu der Macht, die er ausströmte. Shous Herz schlug schneller, als würde es auf den Mann reagieren. Dieser hob eine Hand und zog mit einem Ruck die Kapuze herunter. Shou verschlug es den Atem. Eine klaffende Narbe zog sich über dessen Auge, über den Hals verlief ebenso eine und man konnte nicht sagen wie weit sie reichte. Der Fremde machte einen Schritt auf die beiden zu. Der Junge zog derweil den Dolch um sich verteidigen zu können. Ungerührt von dieser Geste trat der Typ immer weiter vor. "Kommen sie nicht zu nahe", mahnte Shou. Ein leises Lachen erklang, es war offensichtlich das er auf diese Warnung nicht eingehen würde. "Shou... Dieser Name passt nicht zu dir. Schade, du hast wirklich vergessen wer du bist." Woher wusste er meinen Namen, dachte Shou nervös. In der Nacht war nur das Flackern der Flammen zu erkennen, die immer noch da waren. "Das geht sie gar nichts an." Der Mann betrachte ihn jetzt eingehend. "Ich beobachte dich schon so lange, der Ausdruck in deinem Gesicht ist immer noch der gleiche, wie der mit dem ich dich um ersten Mal sah. Du kannst nicht wissen wie glücklich ich bin, dir endlich gegenüber zu stehen. Es war ganz schön schwer, dir immer zu folgen. Manchmal wäre ich so gerne gegangen." Shou machte einen entschlossen Schritt zurück, wobei er mit einem Fuß nach Akane tastete, bis er gegen etwas Weiches stieß, das hier verlief gar nicht so wie es sein sollte. Eines war klar, wer auch immer dieser Mensch war, er konnte nicht mehr ganz normal sein. Eine Hand langte nach Akane. Langsam zog er sie hoch, drehte sich um und lief los. "Shou! Wovor läufst du davon? Vor deinem Schicksal? Du enttäuschst mich und ich dachte du würdest nie weglaufen. Die Furcht mit der du geboren wurdest hat mich schon immer interessiert. Glaubst du entkommen zu können? Wovor hast du Angst, wenn du schon alles verloren hast? Willst du nicht wissen wer deine Eltern waren?" Die letzten Worte durchbrachen die Stille und egal wie sehr der Junge versuchte weiterzugehen es ging nicht, steif blieben sie stehen. Es war nicht zu ignorieren was gerade gesagt worden war. Der Mann wusste mehr als er hätte wissen dürfen. Shou taumelte zur Seite und kippte dann nach hinten. Akane schrie und hielt ihn schnell fest. "Was wissen sie über meine Eltern?" Erst jetzt konnte er den Mann in seiner vollen Erscheinung betrachten, bisher waren nur die Narben durchgedrungen. Seine Augen waren von einem milden grau. Schwarzes Haar fiel ihm ins Gesicht und jetzt war ein unverkennbares Lächeln auf seinen Lippen zu sehen. Markante Wangenknochen waren zu erkennen. Mittlerweile war sein Mantel leicht geöffnet, was ein Teil seiner Brust offenbarte, kräftig und muskulös. Allgemein sah er kräftig aus, aber nicht übermäßig. Auch hier wurde das Bild von unzähligen Narben fortgeführt. Sein ganzer Körper schien bedeckt zu sein, von seinen Taten. In seinen Augen lag eine Ruhe, die man nur durch ein langes Leben erreichen konnte, dennoch blitzte da so etwas wie Neugier und da war auch etwas Wildes. Der Mann bewegte sich so schnell, das er es kaum sehen konnte. Schon kniete er vor ihm. "Du solltest diese Flammen ausmachen." Vorsichtig besah er sich. "Ich habe nicht den blassesten Schimmer woher die kommen, oder wie ich die ausmachen soll." Der Mann stöhnte. Vorsichtig streckte er seine Hand nach dem Jungen aus, zog sie dann aber unsicher wieder zurück, stattdessen verzog sich sein Gesicht. "Du bist schon wieder so hilflos. Aber das liegt vieleicht gar nicht an dir. Ich wünschte, ich wäre damals länger geblieben, hätte ich noch ein paar Minuten gewartet, hätte ich dich vielleicht davor bewahren können. In seinem Blick lag Schmerz. "Was... Was reden sie da?" Der Mann sah ihn an. "Weißt du noch in dieser Nacht als du durch die Straße ranntest. Erinnerst du dich an die Angst, die du fühltest. Weißt du noch wie ich da stand in der Dunkelheit. Ja, ich ging und danach kam jemand, der dir vermutlich deine Erinnerung nahm. Du musst das was in dir herrscht annehmen, ansonsten kannst du die Kraft nicht kontrollieren, du darfst nicht zulassen, das sie dich übernimmt, dafür bist du noch nicht bereit. Deine Kraft ist zu stark, dein Körper würde sie noch nicht aushalten. Versuche sie jetzt zu kontrollieren. Atme und spüre wie die Kraft durch deinen Körper fließt, lass sie kontrolliert strömen." Shou wusste nicht was er davon halten sollte. Er kannte diese Person nicht und dennoch wusste er, dass er ihm vertrauen konnte. Ohne zu Zögern schloss er die Augen und beruhigte sich. Er konnte die Kraft fühlen, die ihm doch so unbekannt war. Sie war wild und floss nicht so wie es sein sollte. Langsam schaffte er es sie zu zügeln, sie in Bahnen zu lenken, die er wollte. Als der Junge wieder hinsah waren die Flammen erloschen. Shou hustete. Er gab sich dem erneuten Anfall hin, der ihn in Besitz nahm. Panik hüllte ihn wieder ein. Langsam lehnte er sich zurück und gab sich dem Schmerz hin, der ihn eroberte. Meine Zeit läuft ab, dachte er traurig. Plötzlich fühlte er eine Hand an seiner Wange. Der Mann kniete sich neben ihn und sah ihn sanft an. "Du hast ihn noch nicht erkannt. Er wird dich zerstören, wenn du ihn nicht akzeptierst." Keuchend sah Shou hoch. "Warum reden sie immer in Rätseln?" Der Mann lachte leise. Sein Gesicht entspannte sich. Er ließ seine Hand von seiner Wange über seinen Hals bis zur Brust gleiten und ließ sie dort liegen. Shou konnte die Macht fühlen, die von ihm ausging, durch die Berührung kehrte etwas Sicherheit zurück. Der Junge beruhigte sich wieder. Derweil saß er immer noch da und sah ihn an. "Ich will meine Erinnerungen zurück", sagte Shou. "Ich weiß. Ich weiß. Wir werden sie zurückholen." Der Junge blinzelte. "Wir?" Der Mann lachte leise. "Natürlich, ich bin dir überall hingefolgt. Du entkommst mir nicht." Obwohl das wohl als Scherz gemeint war, schüchterte es doch ein. "Ich habe immer im Verborgenen auf dich aufgepasst, jetzt kann ich es endlich offensichtlich tun." Die Augen des Mannes glänzten stärker bei diesen Worten. "Warum tun sie das?" Der Wind schien zu zunehmen. "Warum? Weil du gebraucht wirst. Jeder hat eine Aufgabe im Leben. Meine ist es an deiner Seite zu sein und dich am Leben zu halten." Shou senkte den Kopf. "Ich wünschte ich hätte auch eine." "Hey, du ermöglichst doch erst meine. Du weißt wirklich nicht was du bist? Hast du dich noch nie gefragt warum du so schnell bist, warum deine Reaktionen viel weiter entwickelt sind? Warum deine Augen rot glühen? Warum deine Haare sich verändert haben? Warum du in Flammen standest?" Dieser Typ hatte vollkommen Recht. "Ich weiß es nicht. Aber egal was du von mir willst. Ich kann das nicht. Sieh mich doch an, ich bin nicht so stark wie du." Der Mann schnaubte entrüstet. "Reiß dich zusammen. Wo ist dein Mut hin? Versteckst du dich jetzt? Du musst den anderen Teil in dir anerkennen, denn er gehört genauso zu dir wie auch dieser andere. Es liegt in deiner Hand. Aber ich würde sagen du solltet dir Mühe geben. Viele Menschen brauchen dich und viele werden untergehen." Shou war schockiert von diesen Worten. "Was soll das?" Der Mann verlagerte seine Position. Aber es war auch egal was er sagte. Ich weiß das ich sterben werden, dachte Shou. Obwohl ihn dieser Gedanke mit Schmerz erfüllte war er dennoch bereit sich dem zu widmen. "Du weißt wirklich nicht was du bist?" Langsam kam er sich ziemlich blöd vor, dieser Typ dachte wohl er könnte sich alles erlauben. "Ich verstehe es selbst nicht, das ausgerechnet du das sein sollst. Aber es gibt keinen Zweifel, er hat dich schon mit seinem Atem gestreift. Du bist das Kind der Drachen." Shou starrte ihn entsetzt an.
zum Lesen den Text mit der Maus markieren
Hier findet ihr meine Story!

The black wind only goes stronger...

Red Devil

Kula-Yu-Ku Killer

  • »Red Devil« ist weiblich
  • »Red Devil« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 142

Wohnort: Wonderland

Beruf: als Alice das Wunderland retten ^^

  • Nachricht senden

11

20.06.2011, 15:16

11. Kapitel: vollendete Tatsachen

Das nächste Kapitel ist fertig geworden. Ich hoffe ihr habt Spaß beim Lesen. Über ein Feedback und Kritik würde ich mich freuen.

Spoiler
Shou starrte den Mann entsetzt an. Er konnte sich nicht rühren. Dieser sah ihn abschätzig an. Gerade so als würde er ihn bewerten. "Ich kann es selbst kaum glauben, das ausgerechnet du es bist der die Welt vor ihrem Untergang bewahren soll. Du Bohnenstange." Der Junge verzog schmerzlich das Gesicht. Bohnenstange? Was sollte das? "Ich habe auch einen Namen." Der Mann sah ihn jetzt prüfend an. "Wenn du eine Woche überlebst werde ich mir die Mühe machen mir deinen Namen zu merken." Es sah gar nicht gut aus. "Ich sollte wohl von Anfang an beginnen. Die Welt verliert ihre Zeit. Wir wissen noch nicht welche Auswirkungen das haben könnte, aber am Ende wird die Welt nicht mehr existieren. Das müssen wir verhindern und jetzt kommst du ins Spiel. Wir haben nicht die Macht dieses Handeln zu ermöglichen, der Auserwählte aber schon. Bevor du geboren wurdest wussten wir bereits das es so weit kommen würde. Ich sollte nach dem suchen der die Zeit retten würde. Also machte ich mich auf den Weg. Ich war mir unsicher ob du es wirklich bist. Aber der Drache hat dich bereits mit seinem heißen Atem gestreift. Ich habe dich begleitet, überallhin. Jetzt werde ich immer noch an deiner Seite sein und dich beschützen damit du deinen Weg weitergehst." Shou konnte es nicht fassen. Er wurde vor vollendete Tatsachen gestellt und was sollte das mit, die Welt war dem Untergang geweiht? Er wollte einfach zurück. "Ich werde das nicht machen. Ich werde jetzt zurückgehen." Damit drehte er sich um, nahm Akane und wollte gehen. Er konnte nicht der sein. Er hatte nicht die Kraft um das zu tun, was da von ihm verlangt wurde. "Du kannst nicht gehen. Du kannst deinem Schicksal nicht entkommen. Du wirst nicht leben. Spürst du nicht wie du immer schwächer wirst? Wie das Leben aus dir fließt?" Der Junge blieb reglos stehen. Natürlich konnte er das spüren. Es war als würde er Wasser in der hohlen Hand halten, langsam floß es davon umso mehr er versuchte es festzuhalten. Er würde nicht mehr lange durchhalten. "Du weißt aber nicht warum es so ist, nicht wahr? Niemand kann dir helfen. Niemand weiß warum es so ist. Es geht viel zu schnell für eine Krankheit. Wenn es so weitergeht wirst du bald nicht mehr laufen können. Du wirst verzehrt von deiner eigenen Kraft. Dann kannst du dich nicht mehr bewegen. Blut wird aus deinem Körper fließen und dann wird es dein Ende sein." Es so genau zu hören war unerträglich. Es klang nach Schmerzen. Shou wollte nichts mehr wissen. Er vergrub das Gesicht in den Händen. "Langsam wird es vergehen dein Leben. Du wirst es nicht aufhalten können, aber weißt du warum es so ist?" Sein Atem ging hektisch. Er wusste nicht warum es so war. Warum musste es ausgerechnet er sein? Warum wusste niemand weiter? Er fiel um. Seine Brust hob und senkte sich viel zu schnell. Blut floss aus seinen Augen. Er schrie gequält auf. Der Mann nickte. "Es ist also schon so weit. Ich hätte schneller sein müssen." Shou sah zu dem Mann. Es war ein stummer Hilfeschrei. Es tat weh. Blut floss über ein Kinn. "Ich will nicht", flüsterte er leise. "Ich weiß. Niemand will das. Dein ganzer Körper ist bereits zu schwach. Wie hast du solange durchhalten können?" Shou stieß erneut einen Schrei aus. Er lag jetzt auf dem Boden.Er zitterte und konnte es nicht verhindern. "Mach das es aufhört. Ich will das nicht." Er zog den Mann zu sich hinab. Es war als würde er brennen. Seine Adern schienen zu glühen. Der Mann legte eine Hand an seine Wange. Sein Hemd war bereits getränkt. Entkräftet ließ er sich zurücksinken. "Ich hoffe es ist nicht zu spät." Der Mann schien es ernst zu meinen, als würde er bedauern was da vor ihm passierte. Der Strom versiegte nicht. Shou konnte kaum noch etwas sehen. Sein Herz schlug zu schnell. Scheinbar klammerte es sich immer noch an sein Leben, obwohl für Hoffnung keine Zeit mehr blieb. Es war überhaupt nicht sanft. Es war viel zu hart. Ich will nicht sterben, flehte er. Aber was nützte das. Es war bereits entschieden. Shou hatte keine Wahl mehr. Doch er ertrug es nicht mehr. Es war entsetzlich. Was passierte hier nur? Er wollte nicht aufgeben, aber es war wie der Mann gesagt hatte. Blut strömte aus seinem Mund. Immmer schneller bedeckte es die Erde und er wurde immer schwächer. Er krallte die Hände in sein Haar um es erträglicher zu machen. Er spürte wie seine Nägel die Haut aufkratzten. Die Welt vor ihm schien zu versinken. Bald würde es diese nicht mehr für ihn geben. Wie lange würde es noch dauern? Es musste doch bald aufhören. Tränen liefen über seine Wangen. So war sein Ende also, da war nichts an dem er sich hätte festhalten können. Er wollte nicht das sie es sehen musste. Doch er konnte nichts mehr sagen. Die Zeit lief ihm davon. Er konnte die Zeit nicht mehr retten. Die Dunkelheit legte sich über das Land. Mittlerweile lag er in einer Lache. Es verzehrte ihn wirklich. Vorsichtig drehte er den Kopf. Da saß sie, am liebsten hätte er sie getröstet, aber er wusste nicht was er hätte sagen können. Der Junge konnte nichts für sie tun. Würde es noch schlimmer werden? Er hustete. Verzweifelt versuchte er sich aufzusetzen, aber es ging nicht mehr. Erstarrt blieb er liegen. Es war entsetzlich alles hinter sich lassen zu müssen. Sein nächster Schrei durchdrang die Nacht. Blut strömte aus seinem Mund.
zum Lesen den Text mit der Maus markieren
Hier findet ihr meine Story!

The black wind only goes stronger...

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Red Devil« (09.07.2011, 13:18)


Red Devil

Kula-Yu-Ku Killer

  • »Red Devil« ist weiblich
  • »Red Devil« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 142

Wohnort: Wonderland

Beruf: als Alice das Wunderland retten ^^

  • Nachricht senden

12

09.07.2011, 13:23

12. Kapitel: Der Drachenherrscher wird geboren

Das nächste Kapitel ist gerade fertig geworden. Ich wünsche euch viel Spaß.

Spoiler
Shou blinzelte, doch das Blut das aus seinen Augen strömte verschleierte seine Sicht. Seine Brusthob und senkte sich hektisch. Er versuchte seinen Blick auf den Mann zu heften, aber die Welt schien sich um ihn zu drehen. So fühlte es sich also an, wenn das Blut abgestoßen wurde. Er linste an sich hinab. In dem Schein des Mondes war nicht vieles zu erkennen, aber zu erkennen war genügte um zu wissen das die Chancen gleich null waren. Alles war in Rot getaucht und während er nach oben in den Himmel sah und sich wand, wurde das Schwarz ersetzt durch Rot. Alles schien getränkt von dieser Flüssigkeit. Der Junge grub die Nägeln in seine Brust und riss die Haut auf, in dem verzweifelten Versuch es erträglich zu machen. Unkontrolliert zuckte er auf dem Boden. Dann stieß er einen Schrei aus der die Welt auszufüllen schien. Er sah ein paar Blätter die langsam auf seinen Körper fielen. Auch sie akzeptierten ihr Ende. Dann entglitt ihm die Welt. Sein Herz pulsierte schnell, als klammerte es sich immer noch an das Leben. Doch dann tat es seinen qualvollen letzten Schlag. Selbst das Blut in seinen Adern hörte auf zu Rauschen, bis er reglos liegen blieb. Das war das Ende. Doch da war etwas. Etwas was er sehen wollte. Vorsichtig schlug er die Augen auf. Er musste tot sein. Doch er war von Traurigkeit erfüllt. Sollte man nicht eigentlich glücklich sein wenn man Tod war und alles Leid abstreifte? Zitternd setzte er sich auf. An diesem Ort herrschte völlige Dunkelheit. Er legte eine Hand auf seine Brust und hoffte auf gleichmäßiges Schlagen, doch da war nichts. So war das also. Doch wo war er hier gelandet? Der Junge stand auf und lief los. Dieser Ort kam ihm wie eine Art Höhle vor. Hier herrschte eine Kälte und es bekümmerte ihn, obwohl er nicht wusste warum. Hätte jemand gefragt, er hätte keine Antwort gehabt. Dennoch war klar, das dies kein guter Ort war, aber er kam ihm bekannt vor, obwohl er ihn noch nie zuvor gesehen hatte. Plötzlich sah er etwas Glänzendes, was vor ihm in der Luft schwebte. Zögerlich tat er einen Schritt darauf zu. Es wirkte wie... Na ja man konnte es nicht wirklich einordnen. Es wirkte ähnlich einem Kristall, er schien durchsichtig zu sein, aber gleichzeitig auch nicht. Etwas sagte ihm er solle es lieber nicht berühren. Wo war er hier nur? Unsicher lenkte er seine Schritte weiter. Alles hier schien gleich zu sein. Egal wie weit er lief überall hingen diese Kristalle, aber sie kamen ihm leer vor. Da müsste etwas sein. Dieses Wissen begleite hin. Nach einer Weile entschloss er sich dann doch einen zu berühren. Bedächtig trat er an einen heran und streckte seine Hand danach aus. Er traf auf eine glatte Oberfläche. Was hatte er auch erwartet? Doch das war es nicht was ihn schockierte. Er fühlte nur Kälte, etwas war gewaltsam genommen wurden. Der Kristall hing einfach nur da und auch wenn es komisch klang Shou wusste, das er nicht leer sein sollte da müsste etwas sein. Hektisch umschloss er ihn mit seinen Händen und naiv wie er war rüttelte er daran, was die Lage aber auch nicht besser machte. Der Kristall tat immer noch nichts. Was tat er da eigentlich? Shou schlug sich mit einer Hand gegen die Stirn. Dann irrte er weiter durch die Dunkelheit, die ihm nur allzu bekannt vorkam und ihn langsam frustrierte. Er wollte auf die Lösung kommen, aber es war ihm, als hätte jemand eine Tür zugeschlossen, egal wie sehr er daran zog, er bekam sie nicht auf. Abrupt hielt er an. Vor ihm tat sich eine Plattform auf. Flammen umschlossen sie. Dieser Ort war für hin gemacht. Er sollte hingehen. Beinahe wie in Trance ging der Junge darauf zu. Selbst wenn Shou gewollt hätte, er konnte einfach nicht anhalten. Er musste einfach da hin. Er empfand keine Angst mehr, hier war es angenehm. Ja, seine Existenz war hier. Doch als seine Füße die Plattform berührten, die scheinbar aus dem gleichen Material gemacht worden war wie die Kristalle, schien er einen Schlag abzubekommen. Er fiel einfach nach hinten. "Du hast mich so lange warten lassen." Woher kam diese Stimme? Es war nicht seine eigene, aber sie jagte ihm ein wohliges Kribbeln über den Rücken. Eine Kugel schien sich vor ihm zu formen. Die ganze Situation kam ihm absurd vor, aber vielleicht war die ganze Welt merkwürdig geworden. Die Kugel schwebte auf ihn zun und hielt über seiner Brust an. Was als nächstes geschah hätte ihn ansonsten wohl verstört, aber nicht jetzt. Sie verschwand einfach in seiner Brust. Ein Pulsieren ging von ihr aus, dann sah er nichts mehr. "Es wird Zeit das du deine Rolle einnimmst. Noch sind wir nicht eins, aber es dauert nicht mehr lange." Diese Worte waren das letzte was er mitbekam. Seine Lider flatterten und sahen als erstes den Himmel. Der Gleiche den er gesehen hatte bevor er diese Welt verlasssen hatte. Moment, wenn er den gleichen Himmel sah dann musste er auch wieder in dieser Welt sein. Der Junge sah an sich hinab. Das Blut bedeckte nach wie vor den Boden und seinen Körper. Er legte eine Hand auf seine Brust. Etwas Unerwartetes. Er hätte erwartet wieder nichts zu fühlen, aber da war wieder dieses sanfte Pulsieren. Überrascht sah er sich um. An welchem Ort war er da nur gewesen? Der Mann kniete immer noch neben ihm und sah ihn besorgt an. Eindeutig, er lebte auch wenn das merkwürdig klang bei dem Verlust, den er erlitten hatte. Er spürte etwa,s was ihn ablenkte. Sein Blick blieb an seiner Brust hängen. Etwas zeichnete sich dort ab, das aussah wie der Schwanz eines Drachen, der sich um einen Kristall ringelte. Der Mann fing an zu lachen. "Es ist also tatsächlich wahr. Ryu, der Drachenherrscher wurde geboren."
zum Lesen den Text mit der Maus markieren
Hier findet ihr meine Story!

The black wind only goes stronger...

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Red Devil« (09.07.2011, 13:23)


Red Devil

Kula-Yu-Ku Killer

  • »Red Devil« ist weiblich
  • »Red Devil« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 142

Wohnort: Wonderland

Beruf: als Alice das Wunderland retten ^^

  • Nachricht senden

13

10.07.2011, 18:32

13. Kapitel: Der mächtigste Drache

Ich hoffe das nächste Kapitel gefällt euch. Ein Feedback wäre toll.

Spoiler
Shou starrte auf das Tatoo, das unvollständig wirkte. Er hatte keine Ahnung woher das kam. Es prickelte auf seiner Haut. "Wir sollten uns einen Unterschlupf suchen, es sieht nach Regen aus." Tatsächlich sah der Himmel verhangen aus. Der Junge stand auf und fiel sofort wieder um. Erst jetzt bemerkte er wie erschöpft er doch war. Kein Wunder soviel Blut wie er verloren hatte. Ein leises Wimmern hinter ihm machte ihn wieder darauf aufmerksam das noch jemand da war. Akane kauerte auf dem Boden, sie sah ihn entsetzt an. Er wollte zu ihr gehen und sie beruhigen. Doch als er sich bewegte brach er zuammen. "Ist schon ein Wunder das du so lange durchgehalten hast." Er spürte nur noch wie sich ein paar starke Arme um ihn schlossen und ihn hochhoben. Dann akzeptierte er seine Schwäche. Jemand unterhielt sich. Vorsichtig sah er sich um. Ein paar Decken waren über ihm ausgebreitet und es roch nach Essen. Der Mann drehte sich zu ihm um und lächelte, dann hielt er ihm eine Schüssel hin. Es waren Soba-Nudeln. "Woher wissen sie das ich das mag?" Der Mann schenkte ihm ein strahlendes Lächeln, was man bei ihm wohl eher selten sah. "Du vergisst das ich dich beinahe dein gesamtes Leben lang beobachtet habe." Er zwinkerte ihm zu. Shou wollte sich in einer Ecke verstecken. Dieser Typ wusste einfach zuviel über ihn. Er blickte durch die kleine Öffnung der Höhle. Es war dunkel, also musste Nacht sein. Doch die Dunkelheit schien für seine Augen immer noch zu leben. Der Junge konnte Bäume erkennen. Akane saß schweigend da. Sie sah verstört aus und das machte ihn fertig. Er konnte noch nicht einmal auf sie aufpassen. Sie war da in etwas hineingezogen worden was unüberschaubar war. Der Mann sah auch nicht gerade glücklich aus. "Ich habe mich noch nicht vorgestellt. Ich heiße Mukuro." Shou stutzte bei dem Namen. Leiche? Doch er fragte nicht nach. "Ich muss mich ja nicht vorstellen", meinte er nur. Mukuro setzte sich neben ihn. "Das ist nicht dein Name, jedenfalls nicht mehr." Der Junge sah ihn trotzig an. " Das haben sie nicht zu entscheiden." Der Mann verzog die Lippen und sofort schämte Shou sich. "Da hast du vielleicht Recht, aber ich bin es nicht der das sagt. Du bist nicht der, der du zu sein glaubst." Mukuro kniete sich vor ihn und verneigte sich. "Ich bin erstaunt, du siehst wirklich genauso aus wie er. Er wäre stolz auf dich." Shou hatte sich daran gewöhnt ihn nicht zu verstehen, aber es machte ihn trotzdem wütend. "Wen meinen sie?" Mukuro blinzelte, als müsste er das doch wissen. "Vor 300 Jahren stand die Welt schon einmal ihrer Zerstörung gegenüber. Eine Junge schützte sie, er sah genauso aus wie du und war auch Drachenherrscher. Nur sein Charakter war etwas mutiger." Shou lief rot an und wollte schon etwas sagen da unterbrach der Mann ihn. "Jedenfalls wissen wir durch ihn einiges über dich, obwohl ihr euch vermutlich in euren Fähigkeiten unterscheidet. Aber dazu später mehr. Es scheint als wärst du dem Drachen in dir begenet." Er beugte sich vor und berührte sanft das Zeichen. "Was bedeutet dieses Zeichen überhaupt?" Mukuro lächelte wieder. "Wenn es vollkommen ausgefüllt ist hast du deine Aufgabe erfüllt und deine Erinnerungen wieder. Wie wir wissen hast du deine Erinnerungen verloren. Ich schätze es war eine Gruppe, die verhindern will das du die Zeit der Welt bewahren kannst, damit versuchten sie deine Stärke zu hemmen, deshalb sollten wir deine Erinnerungen zurück bekommen. Du weißt ja das du der Drachenherrscher bist, damit bist du der mächstigste Drache. Um ehrlich zu sein ein paar Drachen sind bereits auf dich aufmerksam geworden. Sie spüren das du endlich deine Rolle akzeptiert hast. Ich habe ein paar Nachforschungen angestellt. Die Bruchstücke deiner Erinnerungen wurden in allen mächtigen Monstern dieser Welt zurückgelassen, du musst sie töten um daran zu kommen. In deinen Erinnerungen könnten Erfahrungen sein wie du deine Aufgabe erfüllen kannst." Shou ließ sich zurücksinken. Die Dunkelheit kam ihm jetzt sehr einladend vor. Das war doch absurd. Er war weder ein Drache noch konnte er diese Aufgabe erfüllen. "Ich bin nur ein ganz normaler Junge und ich will endlich zurück. Ich weiß nicht was mit ihnen los ist, aber sie haben offensichtlich ein ernsthaftes Problem." Zu seinem Ensetzen brach der Mann in Gelächter aus. "Der junge Drachenherrscher ist wirklich amüsant. Wir sollten mit deinem Training anfangen. Du bist noch ziemlich schwach." Dann streckte er seine Hand nach ihm aus um ihm hochzuhelfen. "Wie meinen sie das?" Mukuro sah ihn leicht genervt an. "Oh ich habe noch etwas vergessen. Das Schwert gehört natürlich dir. Es müsste perfekt zu dir passen." Mit diesen Worten beugte er sich zu ihm hinab und befestigte eine Scheide an seinem Gürtel. Dann steckte er ein schlankes Schwert hinein. Der Griff erinnerte an den Kopf eines Drachen. "Du musst stärker werden als Drachenherrscher." Shou betrachtete das Schwert. Akane stand auf und umarmte ihn. "Er hat mir alles erzählt. Ich werde mit dir kommen." Er wollte protestieren, doch sie legte ihm einen Figner auf die Lippen um ihn zum Schweigen zu bringen und lächelte. Es sah aus als müsste sie sich dazu überwinden. "Was bedeutet das alles überhaupt?" Mukuro lief bereits aus der Höhle drehte sich aber zu ihm um. "Deine Rolle? Du wurdest geboren um den Menschen zu helfen, wie aber auch den Monstern. In dir lebt ein Drache. Scheinbar habt ihr euch aber noch nicht vollständig verbunden, aber das wird auch noch. Jedenfalls bist du nicht mehr Shou. Du bist Ryu und der warst du schon immer. Du bist der Drachenherrscher und ich bin dein Wächter oder jetzt auch *sensei." Auch wenn er das alles nicht verstand, würde er dennoch mitgehen, es wurde schließlich von ihm erwartet. Der Mann war überzeugt davon was er sagte. Deshalb folgte er ihm auch aus der Höhle. "Dort hinten können wir unser Training beginnen." Es wirkte friedlich und still. Vielleicht konnte er ja eben diese Ruhe nutzen. Doch dann spürte er etwas hinter sich. Es war eindeutig ein Mensch oder besser gesagt mehrere.

*sensei: damit ist nicht das Wort für Schwur gemeint, sondern Lehrer
zum Lesen den Text mit der Maus markieren
Hier findet ihr meine Story!

The black wind only goes stronger...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Red Devil« (10.07.2011, 18:31)


Red Devil

Kula-Yu-Ku Killer

  • »Red Devil« ist weiblich
  • »Red Devil« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 142

Wohnort: Wonderland

Beruf: als Alice das Wunderland retten ^^

  • Nachricht senden

14

23.07.2011, 20:06

14. Kapitel: Der Angriff

Ich habe das nächste Kapitel fertig. Viel Spaß.

Spoiler
Ryu drehte sich rasch herum. Er konnte die Aura der Menschen fühlen. "Also kommst du schon früher dazu zu kämpfen. Dann kannst du ja jetzt beweisen ob du deinem Titel würdig bist." Mit diesen Worten schubste er ihn an. "Sensei!" Der Junge blieb entsetzt stehen. Er konnte ihn doch nicht einfach so in den Kampf stoßen, wo er doch noch nie gekämpft hatte. Scheinbar machte ihm das allerdings nichts aus. Es waren acht Männer, die sich um sie scharrten, damit standen sie praktisch mit dem Rücken an der Wand. Neben ihm zog Mukuro zwei Katanas. "Sollen wir nicht lieber warten was die wollen?" Seine Frage wurde sofort beantwortet. Die Männer stürzten sich auf sie. Ryu schrie überrascht los. Damit hatte er nicht gerechnet. Doch als er den Willen des Kampfes spürte schlugen Gefühle in ihm hoch. Er konnte nicht der Drachenherrscher sein, aber es war jetzt seine Pflicht die anderen zu beschützen. Zorn erfasste ihn. Er würde diese Männer nicht entkommen lassen. Einen kurzen Blick riskierte er. Akane lieferte sich gerade ein Duell mit einem Mann. Kein Erbarmen lag in ihrem Gesicht. Mukuro schien völlig in seinem Element zu sein, beinahe als würde er aufblühen. Seine Katanas flogen nur so durch die Luft. Man konnte ihnen kaum folgen. "Los Bohnenstange, zeig was du kannst." Merkwürdigerweise spornten ihn diese Worte an. Regen prasselte auf die Kämpfenden nieder. Während seine Kleider nach ein paar Sekunden durchweicht waren, konnte er fühlen wie sich etwas in ihm reckte, wie es danach schrie zu kämpfen. Shou wusste das es der Drache war mit dem er noch nicht verbunden war, was aber bald passieren sollte. Er schien beinahe danach zu gieren sich in das Gefecht zu stürzen und da sprang er auch schon los. Die Angreifer waren ihnen zahlenmäßig überlegen, außerdem trugen sie eine Rüstung. Der Junge zog das Schwert und konnte spüren wie es in seiner Hand bebte. Ich werde nicht verlieren, dachte der Drachenherrscher. Dort kämpften auch seine Gefährten, er konnte sie nicht im Stich lassen. Ein Mann stürzte auf ihn zu. Es war deutlich das sie es auf ihn abgesehen hatten. Wenn den anderen etwas zustieß war es seine Schuld. Doch Ryu wusste darum das er noch nie ein Schwert in Händen gehalten hatte. Doch sein Angreifer zeigte natürlich keine Spur von Gnade. Der Stoß kam zu schnell. Die Klinge schnitt ihm in die Schulter. Mit einem Keuchen taumelte er zurück. Der Drache in ihm brüllte voller Zorn auf. "Wisst ihr nicht wer ich bin?" Seine Stimme klang verändert, viel kräftiger und eine Spur dunkler. Tatäschlich hielt der Mann einen Augenblick inne und diese Zeit nutzte er. Ryu machte einen Satz nach vorne und bohrte sein Schwert in den Leib. Er spürte wie die Klinge eindrang. Der Mann fiel um und blieb liegen, doch scheinbar war er nicht tot. Ryu spürte plötzlich wie sich ihm jemand näherte. Er hätte nicht sagen können woher er es wusste, aber er konnte das Pulsieren fühlen. Wärme wie sie nur von Lebewesen ausging. Der Angriff
kam unerwartet, doch es war ihm als wüsste der Drachenherrscher wie er sich bewegen musste. Er schloss die Augen und verließ sich auf seine neu gewonnenen Kraft. Er konnte das Leben fühlen, genau spüren wo es war. Ryu nutzte die Kraft des Angriffes und schlug sie zurück. Der Widerstand gab unter dem Aufprall nach. Der Junge sah sich schnell um, von hinten sprang jemand auf Mukuro, der noch vorne in einen Kampf verwickelt war. Mit einer einzigen, fließenden Bewegung stürzte Ryu sich auf den Mann und schlug mit seinem Schwert zu. Da war auch schon wieder einer hinter ihm. Mittlerweile klebte das Blut an seinen Händen, doch es war keine Zeit dafür, dem Beachtung zu schenken. Es musste weitergehen, obwohl er nicht sehen konnte wo sein Angreifer war so spürte er ihn doch. Durch den Regen konnte er nicht viel sehen. Schnell rieß er sein Schwert herum und schlug es durch seinen Angreifer. Sein Atm ging hektisch, als er zurückfiel. Es schienen alle erledigt zu sein. Seine Hände griffen neben ihm und zogen den Helm des Angrifers herunter. Es war ein Junge, kaum älter als er selbst. Warum hatten diese Männer sie angegriffen? Das es an ihm lag war ihm klar. Sie hatten nach ihm gesucht. Die anderen hatten damit nichts zu tun, sie waren nur im Weg gewesen. "Warum ist das passiert", stieß er hervor. Mukuro drehte sich herum. Er schien zu lächeln. Freute es ihn etwa so sehr kämpfen zu können? "Diese Männer gehörten der Gruppe an, von der ich dir vorher schon erzählt habe. Sie hatten den Auftrag dich aus dem Weg zu räumen, da du die Zeit der Welt bewahren sollst." Mukuro redete wirklich nie um etwas herum. Es war also wirklich seine Schuld. Ryu vergrub das Gesicht in seinen Händen. Es wäre besser wenn die anderen gingen. Sie hatten beide nichts mit dieser Sache zu tun, wenn sie jetzt gingen konnte ihr Leben vielleicht normal verlaufen. "Ihr solltet gehen. Es ist meine Schuld das ihr da mithineingezogen wurdet." Ein Lachen ließ ihn den Kopf heben. "Machst du Scherze? Wir wussten das dieses Unterfangen Gefahr bedeudet, dazu haben wir uns entschlossen. Also stoße deine Verbündeten nicht so einfach weg." Der Junge sah Akane und Mukuro abwechselnd an. Ihnen war die Entschlossenheit ins Gesicht geschrieben. Sie würden nicht einfach gehen, nur weil er das sagte. Langsam stand er auf und betrachtete das Schlachtfeld. Keiner schien tot zu sein. Alle waren nur außer Gefecht gesetzt. Es regnete immer noch in Strömen. Erschöpft sah er sich um. "Wir sollten zurückgehen, die sind nur kurzfristig so." Mukuro hatte Recht. Die würden bestimmt nicht aufgeben. Langsam lief er hinter den anderen her. Soviel zum Thema Training. "Das ist erbärmlich. Du bist der Drachenherrscher also mach nicht so ein Gesicht." Mukuro klang sehr unzufrieden mit ihm. Er musste stärker werden, das war ihm bewusst. Wenn Akane und Mukuro schon an seiner Seite blieben, dann musste er auch dafür sorgen das ihnen nichts passierte. Mukuro schien keine Angst zu haben, doch er wusste nicht wie es um sie stand. Ryu, wünschte, er müsste sie nicht in so eine Situation bringen, aber das war wohl jetzt nicht mehr zu ändern. Er musste seine volle Kraft entfalten.
zum Lesen den Text mit der Maus markieren
Hier findet ihr meine Story!

The black wind only goes stronger...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Red Devil« (23.07.2011, 20:05)


Red Devil

Kula-Yu-Ku Killer

  • »Red Devil« ist weiblich
  • »Red Devil« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 142

Wohnort: Wonderland

Beruf: als Alice das Wunderland retten ^^

  • Nachricht senden

15

24.07.2011, 20:30

15. Kapitel: Die fünf Drachen

Danke für eure Unterstützung. Ich wünsche euch viel Spaß ^^

Spoiler
Ryu kauerte sich auf dem Boden zusammen. Sie hatten einen Kreis um das Feuer gebildet. Die Höhle bot einen guten Schutz vor dem Wetterumschwung. Der Regen klatschte draußen nur so gegen die Wände der Höhle. Das Blut war mit dem Wasser weggewaschen worden. "Warum war mein Körper von Flammen bedeckt und was bedeutet es die Zeit der Welt ist bedroht?" Mukuro sah ihn kurz kurz an. Vielleicht hätte er mit diesen Fragen nicht einfach so herausplatzen sollen, aber sie beschäftigten ihn. "Das ist eine lange Geschichte", meinte der Mann und seufzte. "Ich will sie hören." Ryu ließ sich nicht davon abbringen, auch Mukuro schien das einzusehen, denn er fing stockend an zu erzählen. "Als Erstes solltest du wissen das es fünf mächtige Drachen gibt. Es mag merkwürdig klingen, aber sie beschützen jeweils ein Element, wobei sich ihre Macht nicht nur auf die Elemente beschränkt, sie nutzen vielmehr die Kraft der Elemente um die Welt zu erhalten. Der Drache des Feuers auch hi genannt. Wasser was sowohl für seine Kälte mizu, als auch für die Wärme yu steht, es verändert sich je nachdem was in dem Augenblick benötigt wird, es ist bekannt dafür das es wandelbar ist. Wind, kaze. Erde, tsuchi. Das wären die vier grundlegenden Elemente. Alle kümmern sich seit Jahrtausenden um ihren Bereich allerdings kann man keine davon wirklich trennen, nur durch die Gesamtheit ist das Bestehen der Welt möglich. Doch brauchte es auch ein Zusammenhalt unter den Vieren, deshalb entstand der fünfte Drache, der Geist seishin. Er hält alles zusammen. Alle Drachen der Welt sind besonders mit den Mächtigsten verbunden. Man könnte sagen das die Drachen den Elementen Kraft geben und damit auch den fünf Drachen. Doch in letzter Zeit sterben unerklärlich eine Vielzahl an Drachen und es nimmt kein Ende. Sie fallen einfach brennend vom Himmel. Hört dieser Prozess nicht auf werden die Elemente aus dem Gleichgewicht geraten, was dann zum Tod der fünf Drachen führt. Man könnte den Drachen des Geistes als Seele der Welt beschreiben, sterben die vier anderen wird auch er seinen Tod finden. Die Welt könnte nicht mehr ihre Existenz behaupten." Mukuro hielt kurz inne um die Worte wirken zu lassen. Ryu hätte nicht behaupten können das er alles verstand, aber es war klar um was es ging. "Ich habe dir ja schon einmal gesagt das du die Reinkarnation des Jungen bist der die Welt schon einmal beschützt hat. Leider war die Situation da eine völlig andere. Es starben nicht so viele Drachen und es jagte auch keine Gruppe ihm hinterher, die ihn aufhalten wollte. Aber jetzt zu einer guten Nachricht. Jeder Drache hat auch bestimmte Charakterzüge. Scheinbar hat sich damals ein Drache besonders dem Jungen angenommen und ihm ein Teil seiner Kraft verliehen. Offensichtlich hat auch ein Drache dich als Schützling akzeptiert. Bei dem Jungen war es der Wind, sanftmütig aber auch aufbrausend. Da du von Flammen umgeben bist wird es wohl der Feuer Drache sein, impulsiv und schnell von seinen Gefühlen leiten lassen." Ryu verzog das Gesicht, da war keine positive Eigenschaft dabei gewesen. Mukuro überging das einfach und fuhr fort. "Wir müssen herausfinden warum die Drachen sterben, ansonsten ist es nicht mehr aufzuhalten. Leider hast du dich noch nicht mit deinem Drachen verbunden. Der Drache des Feuers ist erzürnt darüber, du solltest ihn nicht zu lange warten lassen. Er ist nicht gerade für seine Geduld bekannt." Ryu hätte sich gerne versteckt. Das lief ja super, jetzt hatte er auch noch den Zorn eines Drachen auf sich gezogen. "Wir werden mit deinem Training beginnen. Na ja wenn das Wetter besser ist." Mukuro schien nicht gerade glücklich über diese Aufgabe zu sein. "Aber sollten wir nicht lieber herausfinden warum die Drachen sterben?" Der Mann lehnte sich zurück. "Du hast nicht genug Kraft. Selbst wenn wir die Bedrohung ausfindig machen können, hätten wir dem nichts entgegen zu setzen. Du bist noch nicht so weit." Ryu war dabei etwas zu entgegnen, besann sich dann aber eines Besseren. Wenn er jetzt einen Streit anzettelte würde das am Ende doch nichts nützen. "Warum suchen sich die Drachen überhaupt einen Schützling aus?" Er starrte den Mann fragend an. "Sie können nicht ihre ganze Kraft auf einen Menschen lenken. Das würde dieser nicht aushalten. Deshalb entscheiden sie zu wem es passt." Für kurze Zeit schwiegen alle. "Aber warum ich? Warum ausgerechnet ich?" Mukuro antwortete erst nicht. "Ich weiß selbst nicht warum ausgerechnet ein Schwächling wie du ausgewählt wurdest. Es ist einfach so. Du bist halb Mensch halb Drache. Das ist nicht zu ändern." Das er schwach war konnte er sich selbst eingestehen. "Die Drachen sind auf unserer Seite. Wie sieht es mit den anderen Monstern aus?" Er sah durch das schmale Loch der Höhle. "Das ist das Problem. Die Drachen folgen natürlich alle dir, aber ein paar der anderen Monster scheinen sich mit der Gruppe, die uns aufhalten will, verbündet zu haben. Manche hegen einnen Hass gegen die Drachen und haben sich deshalb der Gruppe angeschlossen, oder sie sind einfach die Freunde der Menschen dort. Das könnte für uns zu einigen Schwierigkeiten führen. Sie werden nicht lange Ruhe halten und uns dann stärker angreifen." Das waren keine guten Aussichten. Aber auch wieder ein Grund das Training noch schneller zu beginnen. "Dann sollten wir sofort mit dem Training anfangen." Mukuro sah ihn genervt an. "Das würde jetzt sowieso nichts nützen." Dann sagte er gar nichts mehr und
legte sich auf den Boden. Ryu war entgeistert. Da hatten sie schon nicht mehr viel Zeit und der legte sich einfach hin. Aber er beließ es dabei. Er musste den Drachen helfen, schließlich war er der Drachenherrscher.
zum Lesen den Text mit der Maus markieren
Hier findet ihr meine Story!

The black wind only goes stronger...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Red Devil« (24.07.2011, 20:29)


Red Devil

Kula-Yu-Ku Killer

  • »Red Devil« ist weiblich
  • »Red Devil« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 142

Wohnort: Wonderland

Beruf: als Alice das Wunderland retten ^^

  • Nachricht senden

16

29.07.2011, 01:11

16. Kapitel: Halb Mensch halb Drache

Das nächste Kapitel. Ich würde mich über ein Feedback freuen. Viel Spaß
^^

Spoiler
Sein Traum war merkwürdig. Er stand auf einem Feld und über ihm flogen etwa 100 Drachen. Noch während er sie beobachtete fing der Erste Feuer. Er brüllte und fiel vom Himmel. Ryu konnte nicht eingreifen, er konnte nur zusehen was da passierte. Immer mehr Drachen fielen vom Himmel. Die übrigen Drachen stoben in alle Richtungen. Panisch suchten sie einen Ausweg, doch es gab keinen. Der letzte Drache fiel brennend und er selbst konnte nur entsetzt dem Geschehen folgen. Der Himmel färbte sich rot und dann sah er etwas, was ihn zurück taumeln ließ. Ein paar Augen starrten ihn an. Sie wirkten so unnatürlich als gehörten sie nicht in diese Welt und die Kälte grub sich tief in sein Herz. Er konnte diesem Blick nicht entkommen. Schreiend schreckte er hoch. Kalter Schweiß bedeckte seine Haut. Es war nur ein Traum, sagte er sich. Doch es hatte nicht so gewirkt, es war viel zu real gewesen. Er konnte nicht verstehen was das zu bedeuten hatte. Akane rannte zu ihm. "Was ist los?" Sie schien Angst zu haben. "Nichts. War nur ein Traum." Vielleicht sagte er das auch nur um sich selbst zu beruhigen. Ryu konnte die Kälte immer noch fühlen. Akane sah ihn immer noch besorgt an, aber sie sagte nichts mehr. Mukuro sah ihn mit einem Blick an, der ihn verwirrte. "Wir sollten mit deinem Training beginnen", meinte er. Der Junge stand auf und folgte ihm aus der Höhle. Akane blieb reglos neben dem Feuer sitzen. Sie sah verstört aus. Er wäre gerne bei ihr geblieben, aber dafür war jetzt keine Zeit. Die Luft war klar und er sog sie ein. Mukuro wirkte vertieft und der Drachenherrscher störte ihn nicht dabei. Die Bäume standen hier dicht. Sie schlugen sich durch Sträucher und die Äste zerkratzten seine Haut, doch er ließ sich nichts anmerken. Er hätte nicht genau sagen können wie lange sie gelaufen waren, irgendwann hielt der Mann an. Sie hatten eine Lichtung erreicht. Die Sonne schien durch die Bäume. "Setz dich", befahl Mukuro. Der Junge gehorchte. Die Blätter unter ihm waren weich. "Bevor wir mit dem Training für deinen Körper anfangen, solltest du zuerst deinen Geist üben. Versuche den Drachen in dir zu spüren, das wird dir helfen damit ihr zu einem Wesen werden könnt." Ryu wusste nicht genau was er davon halten sollte. Allerdings war er sich auch nicht sicher wie er das machen musste. Der Junge schloss seine Augen und versuchte es. Er befand sich in ewiger Schwärze, der Boden wirkte durchsichtig, nur dunkler Nebel waberte darüber. Es schien beinahe als würde er schweben. Es war merkwürdig hier. Doch ansonsten passierte nichts, deshalb wollte er es schon sein lassen. Der Nebel stieg höher und schien sich zu verdichten. Er hatte keine Angst, da war nur eine tiefe Ruhe. Als er wieder klar sehen konnte war neben ihm ein Drache. Seine roten Schuppen glänzten. Seine Augen waren von einem kräftigen Rot, wie ein Rubin. Eine gewisse Anmut ging von ihm aus. Er drehte seinen Kopf, als würde er nach etwas suchen. Dann verstand Ryu nach was er suchte. Nach ihm. Es war der Drache, der ein Teil von ihm war. Der Junge konnte die Verbindung fühlen. Doch da war etwas in den Augen des Drachen. Verzweiflung. Er wirkte ohne Hoffnung. "Ryu!" Er konnte den Ruf in seinem Kopf hören. Die Stimme kam ihm bekannt vor. Es war in der Höhle gewesen, dort wobei er beinahe seinen Tod gefunden hätte. "Wir brauchen dich." Ryu wurde nervös. "Wer?" Der Drache sah ihn eingehend an. "Die Drachen. Es sterben immer mehr. Die Mächtigsten sind besorgt, deshalb habe ich den Auftrag bekommen mit dir zu reden." Darum ging es also. Der Traum schien an Bedeutung zu gewinnen. "Was soll ich tun?" Der Drache sah wirklich verzweifelt aus, also war es schlimmer als angenommen. "Es tut mir leid dich darum bitten zu müssen, aber es sieht sehr schlecht aus. Du musst herausfinden warum die Drachen sterben." Das war leichter gesagt als getan. Er hatte keine Ahnung wie er das Problem ausfindig machen konnte. Doch er musste handeln, schließlich bat ihn ein Teil von ihm darum. "Wir haben uns noch nicht verbunden, aber die Zeit läuft uns davon. Du bist der Drachenherrscher." Ryu sehnte sich danach endlich vollständig zu sein. Jetzt musste er sich allerdings um andere Sachen kümmern. "Es wird bald so weit sein." Mit diesen Worten wurde er zurückgezogen in die Realität. Er schnappte nach Luft, als er Mukuro wieder vor sich sah, der ihn erwartungsvoll betrachtete. "Ich habe mit meinem Drachen geredet", brachte er hervor. Der Mann nickte nur. "Er hat gesagt das es schlecht aussieht und mich darum gebeten zu helfen. Es sterben immer mehr Drachen." Mukuro reagierte unerwartet. Anstatt nervös zu werden stand er auf. "Ich habe mir schon so etwas gedacht. Wir müssen schnell mit deinem Training anfangen um für dieses Problem eine Lösung zu finden." Ryu versuche ebenso gelassen zu bleiben, doch es gelang ihm nicht richtig. Er wusste jetzt das der Drache zu ihm gehörte und das es nicht zu ändern war. Benommen stand er auf und zog sein Schwert. Dann stellte er sich Mukuro gegenüber. Ryu war immer noch nicht ganz da und das bereute er sofort. Der Mann zögerte nicht und griff ihn sofort an. Sein Schwert flog ihm aus der Hand. Entsetzt starrte er darauf. So schnell war er also entwaffnet. Schnell hob er es auf. Wieder folgte ein Angriff. Der Junge riss sein Schwert hoch und fing den Schlag ab. Doch ein paar Sekunden später war er erneut entwaffnet. Das wiederholte sich zehn Mal. Dann stützte er sich mit den Händen auf seinen Beinen ab. Sein Atem ging hektisch. "Ich schaffe es nicht", brachte er hervor. Mukuro schlug ihm ins Gesicht. Sein Kopf flog herum. "Wofür war das denn?" Ryu rieb behutsam seine Wange. "Du gibst auf bevor du es versucht hast. Du scheinst mich nicht ernst zu nehmen." Der Junge sah Mukuro überrascht an. "Doch das tue ich." Der Mann winkte ab. "Offensichtlich nicht. Bei dem Kampf gegen die Männer hast du dich auch nicht so angestellt." Der Drachenherrscher überlegte. Er hatte Recht. Dort hatte er es geschafft. "Als Mensch kannst du nicht viel ausrichten. Du bist halb Mensch halb Drache. Du musst auch diesen Teil einsetzen." Ryu wusste das es so war. So hatte er keine Chance. Mukuro ließ ihm keine Zeit und griff ihn sofort an. Er parierte den Schlag und setzte ebenso zu einem Angriff an. Doch der Mann war schneller. Ryu fühlte wie eine Klinge in seine Wange schnitt. Dann schlug er auch schon sein Schwert weg. Mukuro legte die Klinge an seinen Hals. Damit wäre er tot gewesen. Ryu ließ sich auf den Boden sinken. Er fühlte sich so schwach. Er hatte doch seine Kraft eingesetzt. Woran lag es? So konnte er es nicht schaffen.
zum Lesen den Text mit der Maus markieren
Hier findet ihr meine Story!

The black wind only goes stronger...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Red Devil« (29.07.2011, 01:11)


Red Devil

Kula-Yu-Ku Killer

  • »Red Devil« ist weiblich
  • »Red Devil« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 142

Wohnort: Wonderland

Beruf: als Alice das Wunderland retten ^^

  • Nachricht senden

17

11.08.2011, 22:48

17. Kapitel: Aus Überzeugung

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und hoffe es gefällt euch ^^

Spoiler
Mukuro sah ihn genervt an. "Du gibst nicht alles." Er warf es einfach so in den Raum, wobei er wohl Recht hatte. "Ich bin nicht in Gefahr, vielleicht geht es deshalb nicht. Vielleicht sieht der Drache es nicht als notwendig." Ryu senkte den Kopf. "Reiß dich zusammen", sagte Mukuro schroff. "Für was kämpfst du?" Der Junge dachte nach. "Ich muss meine Aufgabe erfüllen." Mukuro lächelte sichtlich erfreut. "Eben. Du tust das nicht für die Welt. Du denkst nicht so kompliziert. Denke viel einfacher. Also nochmal. Für was kämpfst du?" Der Drachenherrscher wusste selbst das er das nicht wirklich für die Welt tat, denn das kam ihm viel zu hoch vor. "Für euch. Ich habe euch da mit hineingezogen. Das was ich will ist euch zu beschützen." Der Mann nickte. "Gehen wir es an." Er stellte sich in die Angriffsposition. Ryu stand auf und hob sein Schwert. Er konnte sie sehen, die Menschen für die er kämpfte. Schnell stürzte Ryu vor und noch während er sich in dem Sprung befand fühlte er dieKraft. Die Energie schlug sich durch seine Adern und füllte ihn vollständig aus. Er stieß ein Brüllen aus, das nicht wirklich menschlich klang. Sein Schwert loderte auf und seine Augen begannen in einem intensiven Rot zu glühen. Die Energie lenkte um, nur in seine Hand, die das Schwert hielt. Er glaubte, die Energie nicht länger aushalten zu können. Sie sammelte sich bis in seinen Fingerspitzen. Es kam ihm vor als würde der Drache ihm selben Augenblick ausholen wie er selbst. Die Klinge sauste auf Mukuro nieder. Der Mann versuchte das Schwert abzuhalten, doch diese Kraft glich einem Sturm, einer Naturgewalt, die nicht aufzuhalten war. Entsetzen nahm seinen Blick ein. Dann traf das Schwert. Die Zeit schien still zu stehen. Die Energie entlud sich mit nur einem Schlag, hätte er verfehlt wäre es vorbei gewesen es gab nur eine Chance. Mukuro wurde zurückgeworfen, er schlug gegen einen Baum und sackte daran herunter. "So muss es sein." Er war kaum zu hören. Ryu sackte ebenso in sich zusammen. "Du musst lernen, die Energie zu zügeln. Wenn du diese Energie in einem Kampf angewendet hättest und nicht getroffen so wäre sie damit verbraucht. Du hast sie vollständig genutzt und damit deine Grenzen überschritten. Du bist dem noch nicht gewachsen, sie so zu entfesseln." Ryu blieb keuchend sitzen. Mukuro stand schwankend auf. Er betrachte seine Hand. Woher war diese Kraft gekommen? Mukuro hatte Recht. In einem Kampf hätte es fatale Folgen gehabt wenn dieser Schlag nicht getroffen hätte. "Nur Stärke wird dir nicht helfen. Präzision ist ebenso wichtig." In diesem Augenblick konnte er nur daran denken was er gerade ausgelöst hatte. "Seid ihr fertig?" Er schreckte hoch. Akane lächelte ihn an. Still betrachte er sie zum ersten Mal richtig und das machte ihn fertig. Da war sie schon so lange an seiner Seite und er hatte sie nie wirklich angesehen. Ihr braunes Haar floss über ihren Rücken. Ihre Augen waren von einem schönen Braun. In ihre Augen zu sehen beruhigte, während seine Augen, die von einem wilden Rot gefüllt waren, vielmehr Intensität ausströmten. In ihren Händen hielt sie ihre Dolche. "Möchtest du meinen Schmerz ausprobieren?" Sie sprach es süß aus, was so gar nicht zu diesen Worten passen wollte. Mukuro schien zufrieden zu sein. "Ryu du kannst zu sehen." Akane warf ihm einen kurzen Blick zu. Er wusste nicht zu deuten was er darin sah. Akane duckte sich, die Hände hielt sie auf ihrem Rücken. Dann lief sie vorwärts. Ihre Bewegungen waren so schnell das es nicht so einfach war ihnen zu folgen. Die Sonne ließ ihre Klingen glänzen. Das Mädchen stieß sich ab und machte eine Schraube in der Luft. Dann überschlug sie sich, während sie den höchsten Punkt erreichte ließ sie einen Dolch niedersausen. Mukuro blockte und wollte zu einen Angriff ansetzen. Aber sie war zu schnell. Sie berührte noch nicht den Boden da zog sie auch schon den nächsten Dolch nach. Bevor Ryu es richtig begreifen konnte sah er wie sie hinter Mukuro stand und ihr Dolch berührte seine Kehle. Der Mann lachte leise. "Wie zu erwarten von dir. Nicht umsonst sollst du ihn begleiten. Gut gemacht." Akane drehte sich nur um und kicherte zurückhaltend. Ryu hatte ja gewusst das sie einige Zeit mit ihrem Training verbracht hatte, aber das sie so gut war hätte er nicht gedacht. Ihre schlanke Gestalt richtete offenbar nicht über ihre Fähigkeiten. "Jetzt sehe ich dir zu." Sie warf ihm einen Blick zu. Er konnte nicht umhing daran zu denken zu flüchten. Sie würde ihm zusehen, wo ihre Fähigkeiten seine über einiges überragten. "Du bist der Drachenherrscher. Du solltest stärker sein als wir." Das war jetzt nicht gerade das was er hatte hören wollen. Aber es stimmte. Bei ihm lag die Verantwortung. Eilig zog er sein Schwert. "Mach es ihr nach." Der Drache in ihm wartete bereits. Er spürte erneut die Energie. Dieses Mal ließ er sie nur zu einem Teil strömen, den Rest sparte er sich auf. Ryu begann mit seinem Angriff. Der Schlag sollte den Kopf treffen. Die Klingen prallten mit einem metallischen Klirren gegeneinander. Sie streiften sich als sie zurückgezogen wurden. Mukuro legte nach, doch erneut konnte Ryu spüren wie ihn eine andere Kraft leitete. Er wusste wohin er gehen musste welcher Schlag am effektivsten war. Ihm wurde bewusst wer er war. Der Drachenherrscher kämpfte ohne darüber nachzudenken, langsam ließ er die Energie fließen. Am Ende stand er hinter Mukuro. Die Klinge an seinem Hals und eine Hand ruhte etwas darunter. "Ihr habt euch eine Pause verdient. Wenn ihr so weitermacht könnt ihr es bald mit unseren Feinden aufnehmen." Das Mädchen trat neben ihn. "Komm mit. Wir gehen zurück." Die Dunkelheit hatte bereits die Welt eingenommen. Mukuro lief ein Stück vor und der Junge lief mit Akane hinterher. Ihre Schultern berührten sich bei jedem Schritt. Ihm wurde erneut bewusst das er ziemlich wenig über sie wusste. "Es muss schwer für dich sein einfach so aus deinem alten Leben gerissen zu werden." Vielleicht hätte ein Mensch es nicht mehr gesehen, aber seine Augen offenbarten ihm alles. Egal was sie sagte er konnte den Schmerz in ihrem Gesicht sehen. "Ja, manchmal wünsche ich mir zurückzukönnen. Aber auch wenn es das nicht ist was ich tun wollte so gibt es jetzt nichts was mir wichtiger wäre." Ryu nickten. Sie schwiegen, jeder vertieft in seinen Erinnerungen und dennoch waren sie verbunden. "Du bist eine gute Kämpferin." Akane errötete bei seinen Worten. Als sie die Höhle erreichten war Mukuro schon da. Er hatte ein wissendes Lächeln aufgelegt. Dann setzte er sich in den hinteren Teil der Höhle. "Es ist kalt", flüsterte Akane leise. Sie setzten sich. Nervös sah er sie an. Das Mädchen war nicht mehr die, die sie einst gewesen war. Ihre Gesichtszüge waren ernster geworden und er war schuld daran. "Ich kann dich festhalten. Du weißt ja das ich immer warm bin." Akane nickte erschöpft. Behutsam rutschte er näher und legte seine Arme um sie. Ihr Kopf sank auf seine Schulter. "Wolltest du dieses Leben?" Sie sagte es sanft, als könnte sie ihn damit verschrecken. "Um ehrlich zu sein, ich wollte es nicht, aber ich glaube nach allem was war ist das nicht mehr möglich. Ich kann nicht glauben das ich der Drachenherrscher sein soll." Der Junge verlagerte seine Position damit sie besser liegen konnte. "Ich glaube an dich." Sie sagte es mit einer tiefen Überzeugung, doch dann stockte sie. "Ich habe Angst. Weißt du, ich wollte stark sein, aber ich weiß nicht was ich tun soll." Ryu ertrug es nicht sie so zu sehen. Er hatte ihr ein Leben verwehrt das sie hätte haben sollen. "Wenn wir das geschafft haben werden wir ein schönes Leben haben." Akane lächelte. Hätte er gewusst wie sehr er sich doch irrte.
zum Lesen den Text mit der Maus markieren
Hier findet ihr meine Story!

The black wind only goes stronger...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Red Devil« (11.08.2011, 22:48)


Red Devil

Kula-Yu-Ku Killer

  • »Red Devil« ist weiblich
  • »Red Devil« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 142

Wohnort: Wonderland

Beruf: als Alice das Wunderland retten ^^

  • Nachricht senden

18

15.03.2012, 14:42

18. Kapitel: Gefangen im Traum

Es tut mir leid, das ich solange nicht geschrieben habe :(

Spoiler
Ihr Lächeln wurde zu seinem Ansporn, als könnte er wieder klar denken, verstand er, was getan werden musste. Der Wind griff mit seinen eiskalten Fingern nach der Welt, als wollte er sich in jeden noch so verstohlenen Winkel vortasten. Ein Windhauch strich fast zärtlich über sein Gesicht, als wollte er ihn liebkosen, der obwohl er wie der Nordwind hätte sein müssen, vielmehr einer warmen Sommerbrise ähnelte. Ryu verharrte in seiner Position, vollkommen reglos stützte sich sein Körper gegen die raue, nicht von Menschenhand geschaffene Höhlenwand. Sein Haar hatte die Farbe von einer Schwärze, die tiefer ging als die gewöhnliche Nacht und die Augen glänzten so hell wie geborstene Edelsteine, durchdrangen jedes noch so dämmrige Licht. Der Junge wirkte wie eine Statue, gehauen aus Marmor. Langsam, als würde er fürchten, das Mädchen neben sich wecken zu können, legte sich sein Kopf ein wenig schräg. Seine Augen drehten sich zur Seite, um Akane besser betrachten zu können. Ein friedliches Lächeln lag wie ein zarter Schleier auf ihrem Gesicht, was sie noch jünger aussehen ließ, als sie eigentlich war. Ein Schmerz, als wäre er von einem Pfeil getroffen worden, bohrte sich in seine Brust. Die Jägerin sollte nicht hier sein, sie gehörte an keinen Ort wie diesen, die scharfen Klauen des Todes schienen seine Haut bereits zu berühren und jetzt wandte sich diese eisige Kälte zu dem Mädchen um, als wollte es sie mitnehmen. Vorsichtig, als könnte sie unter seiner Berührung zerbrechen, streckte er eine Hand aus und strich ihr eine Strähne ihres Haares aus dem Gesicht. "Ich werde dich beschützen..." Die Worte entflohen seinen Lippen, nichts als ein leises Flüstern, das der Wind bereits mit sich vortrug, als wäre es nie dagewesen, doch war es unweigerlich, das es seiner Kehle entschlüpft war. Seine Augen schlossen sich und bevor noch etwas hinzugefügt werden konnte folgte er ihr in den Schlaf.
Undurchdringliche Schwärze umgab ihn, es gab weder Licht noch Schatten, da war nichts außer Finsternis. Ryu fragte sich, ob er wach war, doch konnte er das nur bezweifeln. Die hauchdünnen Gefilde der Traumwelt umgaben ihn, unter seinem Blick sponnen sie sich weiter. Ein leises Klirren erklang, sein Kopf fuhr sofort in die Richtung, aus der es gekommen war. Zuerst glaubte er etwas erkennen zu können, doch seine Augen konnten die Dunkelheit nicht vertreiben, es war ihm, als hätte sich ein schwarzer Schleier über seinen Blick gesenkt. Ein weiteres Klirren ließ ihn zusammenzucken, es klang wie ein Tropfen, der auf eine Wasseroberfläche prallte. Der junge Mann hätte nicht sagen können, ob er in der Luft hing oder seine Füße den Boden berührten. Ein leises Rasseln war zu hören und plötzlich schlangen sich Ketten um seine Brust, wanden sich bis zu seinen Handgelenken und Knöcheln und zogen ihn tiefer, bis er auf festem Grund aufschlug, sie waren aus dem Nichts gekommen und zogen in ins Nichts. Doch sein erster Eindruck täuschte, man hätte nicht wirklich von einem Boden sprechen können, vielmehr fühlte es sich wie verdichteter Nebel an. Er weitete seine Augen vor Angst und sein Kopf durchbrach die schleierhafte Oberfläche, die sich sofort über ihm schloss. Probehalber versuchte er zu atmen und es war normale Luft, die seine Lungen füllte. Erleichterung schlug in Wellen über ihm zusammen. Ein Schrei erklang, klar schien er die Luft zu zerschneiden, wie Dolche. Verzweifelt warf der Junge sich gegen die Fesseln, doch gaben sie keinen Millimeter nach, schlimmer sie rührten sich nicht einmal. Erst jetzt begriff er das seine Lippen geöffnet waren und der Schrei aus seiner Kehle drang. Kraftvoll versuchte er sich zu befreien, allerdings schien es ein aussichtsloses Unterfangen. Die Verzweiflung ließ das Blut in seinen Adern kochen, als hätte man Lava hineingegossen. "Was soll das", brüllte er. Es schien ihm lächerlich, niemand konnte ihn hören, es war niemand da außer ihm und dann spürte er sie noch bevor er sie sah. Der Nebel schien sich zu lichten, als würde er den Nahenden Platz machen. Als wäre es eine Reaktion auf sein Erscheinen loderten seine Augen in einem tiefen Rot, es war dunkel wie geronnenes Blut. Als bestünden seine Augen aus ein paar Rubinen glommen sie in der Schwärze. Ein Brennen zog durch seine Adern was ihn sich vor Qual in seine Fesseln stemmen ließ. Sein Körper wurde von einem heftigen Zittern erfasst. Erneut veränderten sich die Augen, Schlieren durchzuckten sie, die aussahen wie flüssiges Gold. "Was wollt ihr von mir?" Seine Worte mündeten in ein zorniges Fauchen. Ein erbostes Lächeln zwang sich auf seine Lippen. Man hatte ihn gefangen und das fand sein Gefallen nicht im Mindesten. Plötzlich fingen die Ketten an zuglühen, helle Fäden, die durchscheinend wirkten, zogen sich daraus hervor und warfen sich dann nach oben. Ryu konnte nur von Staunen ergriffen zusehen, wie sich ein Firmament über ihm bildete. Aus seiner Brust drangen weiter Schleierfäden, als wäre er mit den Sternen verbunden. Blumen wuchsen um ihn herum, woher sie kamen hätte er nicht sagen können. Selbst der Mond entstand über ihm. Von dieser Schönheit ergriffen, vergaß er, das er gefangen genommen worden war. Doch dann war es als würde ein eisiger Wind darüber hinwegfegen. Der Mond sah nicht länger aus, wie der, den er kannte. Adern schienen seine Oberfläche zu überziehen. Schwärze zog sich über die Sterne und sie fielen hinab, bis sie bersteten, helle Scherben flogen umher. Die Blumen, die gerade noch geblüht hatten, wurden bereits an den Rändern schwarz. Verzweiflung tobte in ihm, er wollte nicht das alles verblasste. Hatte sie sich gerade noch dem Mond entgegengestreckt, so wurde sie jetzt schwarz, wie all die anderen, als hätte man sie mit klebrigem Öl übergossen. Still und belanglos, als wäre es nicht von Bedeutung, fielen ihre Blüttenblätter in die Schatten und verschwanden in dem Nebel. Es war ihm, als würde er mit zerissen werden. Er spürte den Schmerz, dieser Wesen, die in der Dunkelheit warteten. Tränen liefen über seine Wangen, ohne das er sich ihnen erwehren konnte. Alles war verschwunden, zurückgeblieben war eine tote und fühllose Hülle der Welt. Die Geschöpfe schienen zu klangen, als könnten sie nicht ertragen was geschehen war und es jagte ihm einen Schauder über den Rücken. "Wer seid ihr?" Seine Stimme hatte einen melodischen Klang angenommen, was sie wie ein Singsang klingen ließ. Ryu fühlte eine Sehnsucht in sich aufsteigen, die ihm bisher nie vorgekommen war. "Nur ich bin gekommen." Der Junge hätte die Stimme nicht beschreiben können, sie schien von einer Tiefe, die er nicht kannte und gleichzeitg war eine Wärme darin, die einen starken Kontrast abgab. Die Schritte des Geschöpfes vermochte er nicht zu vernehmen. Ein rotes Licht tauchte vor ihm aus, doch konnte er das Wesen dahinter nicht erkennen, als wäre es mit einem undurchsichtigen Schleier bedeckt. Es schien, als würde es aus Flammen bestehen. Erwartung pulsierte durch seinen Körper, als hätte er nur auf dessen Erscheinen gewartet. Die Sehnsucht steigerte sich, bis sie ihm unerträglich vorkam. "Ich bin der Drache des Feuers." Vollkommen entgeistert sah der Junge in das rote Licht.
zum Lesen den Text mit der Maus markieren
Hier findet ihr meine Story!

The black wind only goes stronger...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Red Devil« (15.03.2012, 14:42)


Red Devil

Kula-Yu-Ku Killer

  • »Red Devil« ist weiblich
  • »Red Devil« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 142

Wohnort: Wonderland

Beruf: als Alice das Wunderland retten ^^

  • Nachricht senden

19

23.03.2012, 12:36

19. Kapitel: Licht und Schatten

Dieses Mal folgt das nächste Kapitel etwas schneller :)


Spoiler
Der rote Schimmer war kaum mehr als ein Schemen inmitten der Dunkelheit, die ihn mit ihrer Kälte umgab. Ryu glaubte das Licht müsste ihn überwältigen, sollte er es in seinem vollen Ausmaß wahrnehmen. Seine Gedanken wurden ausgelöscht bis da nichts mehr was außer das Licht aus dem, wie es schien, die Hoffnung geboren wurde. Das Licht war verheißungsvoll und schien ihn mit einer verlockenden Stimme zu rufen. Es war ein unfassbarer Begriff, der ihm durch den Kopf raste, ein Hauch der Welt, in ihren tiefsten Bestandteilen. Vor ihm war einer der fünf Drachen, der impulsivste und strahlenste unter ihnen, der mit seinem ureigenen Feuer jede Dunkelheit durchdringen konnte. Der Junge schnappte nach Luft, die er gierig einsog. Sein Kopf hing ein wenig herunter und ergab sich in dem Nebel unter ihm. "Ich habe dich geprüft, junger Drachenherrscher. Du, der die Zeit der Welt erhalten sollst." Die Stimme durchdrang ihn wie glühende Kohle und gleichzeitig von einer süßlichen Sanftheit, die einer Sommerbrise glich, die behutsam über sein Gesicht strich. Instinktiv stemmte er sich wieder gegen seine Fesseln. Es war in einer weiten Ferne und doch glaubte er das Rauschen des Meeres zu hören, der Duft nach Salzwasser wehte ihm entgegen. Der Drache des Wasser, auch wenn er weit entfernt war, so ging das Gefühl seiner Existenz ihm weit vorraus. Ryu glaubte zu spüren wie Wasser seinen Körper umspielte. Es war nicht kalt, sondern warm. Er wusste das es beides sein konnte, doch schien es ihn jetzt begrüßen zu wollen. Er glaubte feuchte Erde zu riechen. Plötzlich zog sich der Nebel unter ihm zurück und er lag jetzt auf weichem Moos, das sich ausbreite als wollte es seine Ruhestätte sein. Die Beständigkeit der Erde gab ihm Halt in der verworrenen Welt, in der er sich jetzt zurecht finden musste. Gleichzeitig schoss ihm der Drache der Erde durch den Kopf. Ryu glaubte die Weisheit in seinen Augen zu sehen. Seine Stimme, die Erde aufbrechen lassen konnte. Der Wind frischte auf und blies alle anderen Eindrücke davon, seine Macht breitete sich aus. Mit ihm zogen dünne Schwaden auf, die sich wieder zu dem Nebel verdichteten. Er umwirbelte ihn mit einer sanften Wärme, als wollte er ihn beruhigen. Auch wenn die Drachen, dieser Elemente nicht anwesend waren, so schickten sie ihm ihre Anerkennung, in Form ihrer Vorboten. Vor Überraschung weiteten sich seine Augen. Eine Unzahl an Stimmen glaubte er in dem Wind zu hören, der sich legte und mit sich davon trug. Sie klang wie das Flüstern eines einzigen Geschöpfes und doch schienen sie aus viel mehr zu bestehen. Das rote Licht wurde intensiver, als drängte es sich jetzt vor. Der Drache des Feuers hatte sich ihm noch nicht offenbart und schien das jetzt nachholen zu wollen. Plötzlich zogen sich Fäden durch den Boden, aus schimmerndem Licht, wie Adern zogen sie sich durch den Boden, als würden sie einem Fluss entkommen. "Es fällt dir schwer meinem Feuer standzuhalten, deine Adern halten die Hitze noch nicht aus. Doch lastet auf dir die Verantwortung der Welt." Eine unsichtbare Macht schien den Jungen zu umschmeicheln, als würde er im Strom eines Flusses dahintreiben. "Warum bürdet ihr mir diese Last auf?" Seine Stimme war von Zorn erfüllt, der wie brechendes Eis klang und doch zeigte sich seine Furcht, als die Worte bebend über seine Lippen kamen. "Wir sind nicht dafür verantwortlich, wir verlangten nach einem König und er wurde uns gewährt." Er konnte den Worten kaum noch folgen, denn es spannte sich ein wütendes Glimmen durch den Nebel und tastete sich zu ihm vor. Ein Schrei entfuhr ihm, der die Luft zerteilte wie Dolche. Es war das Feuer des Drachen, der ihn scheinbar einer Prüfung unterziehen wollte. "Mein Schüler, wähle das Leben mit deiner Bürde, oder den Tod." Die Stimme bildete einen Kontrast zu den harschen Worten. Sie klang sanft, wie die ersten Tautropfen eines neuen Morgens in denen sich die Sonne brach. Das Feuer kroch weiter auf ihn zu, eine Sphäre aus orange und rot, das sich umwälzte und weiter auf ihn zutrieb. Hektisch zog und zerrte er, doch seine Fesseln hielten ihn erbarmunglos fest, als wollte sie schonunglos ihm seinen Tod bringen. Dann spürte er die Hitze, die mit ihnen kam. Sie würden ihn verbrennen, es war unumstößlich. Es gab kein Entkommen mehr. Panik schnürte ihm die Kehle zu und er setzte erneut zu einem Schrei an. Doch die Furcht machte es ihm unmöglich. Von Grauen gepackt riss er den Kopf herum. Die Flammen leckten über seine Beine, krochen an ihm hoch, wie eine liebevolle Umarmung. Sie umgaben ihn nur ein paar Sekunden später wie eine zweite Haut, als hätten sie Sehnsucht danach empfunden sich mit ihm zu verbinden. Langsam aber unausweichlich zogen sie sich an ihm hoch. Er konnte die Hitze kaum aushalten. Es hätte eine zärtliche Berührung sein können, als sie seinen Hals umspielten, an dem Weg, den sie genommen hatten bildeten sich zart schimmernde Ornamte, die sich wie ein Geflecht über seinen Körper erstreckten. Doch alles ging unter in der Angst, die ihn jetzt ergriff. Als er begriff, war es schon zu spät. Schnell presste er seine Lippen zusammen und überdehnte seinen Hals. Doch die Flammen waren unerbittlich und zwangen ihn seinen Mund zu öffnen. Wie sanft schimmernde Fäden ergossen sie sich in seine Kehle. Endlich gelang ihm ein Schrei und er war erschütternd, als ließe er die Welt beben. Heiße Glut bahnte sich ihren Weg in sein Inneres. Die Flammen zogen sich wie ein Schleier über seine Adern und steckten sie ihn Brand. Seine Haut wurde heller, bis sie durchscheinend wirkte, die Flammen darunter zeigten sich deutlich ab. Wie Schatten krochen sie unter seiner Haut hindurch. "Ich kann es nicht aushalten." Seine Stimme klang heiser, als hätte man sie mit einem Brandeisen ausgelöscht. Flammen tanzten durch seinen Blick. Die Hitze steigerte sich ins Unermessliche. Als würde er seinen Worten folgen bewegte sich der Drache vor. Und dann konnte Ryu seine volle Erscheinung sehen. Die Augen wirkten gespalten. Sie schienen aus Flammen zu bestehen, das sich von hell zu dunkel neigte, wie Feuer, das entweder aufbauen oder zerstören konnte. Obwohl er groß war wirkte er anmutig und zeugte von einer Eleganz, die nur diese Geschöpfe besitzen konnte. Seine Konturen verschwammen, bis er sich mit seiner Umgebung zu verbinden schien. Helle Glut ebnete ihm den Weg, den er beschritt, wie eine Vorankündigung. Seine Flügel lagen an den kräftigen Flanken an, hell schimmernd schienen sie keine feste Form anzunehmen. Mit jedem Atemzug schien sich ein Strom aus Flammen in den Nebel unter ihm zu senken. Seine Klauen zerissen die Nebelfäden unter ihm. Die Sterne des Nachthimmels spiegelten sich in seinem Blick, eben dieser Nachthimmel, der sich vorher noch in dieser Welt gebildet hatte und dann zerstoben war, als hätte es ihn nie gegeben. Dunkelheit durchzog den Blick des Wesens, als wollte es alles Licht und jede Hoffnung unter sich begraben. Eine Welle aus Hitze schlug Ryu entgegen. Ein seltsamer Widerspruch zeigte sich in seinem Blick. Die Hoffnung, die er eben noch darin gesehen hatte war verloren gegangen. Eine traurige Wehmut gepaart mit einem Zorn, der sich in Jahrtausenden gesteigert hatte. Dennoch war da auch eine Ruhe, die man nur erreichen konnte, wenn man lange genug gelebt hatte. "Wenn du meinem Feuer nicht die Stirn bieten kannst wird es deinen Tod bedeuten." Die Stimme umspielte ihn mit einer milden Wärme.
zum Lesen den Text mit der Maus markieren
Hier findet ihr meine Story!

The black wind only goes stronger...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Red Devil« (23.03.2012, 12:36)


Doll_Princess

Kula-Yu-Ku Killer

  • »Doll_Princess« ist weiblich
  • »Doll_Princess« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 142

Wohnort: Wonderland

Beruf: als Alice das Wunderland retten ^^

  • Nachricht senden

20

29.06.2013, 18:00

20. Kapitel: Da ist mehr als das, was du sehen kannst

Es ist lange her seit dem letzten Kapitel *schäm*
Ich hoffe dennoch, dass ihr Ryu auf seiner Reise begleitet :3

Spoiler
Hitze und Kälte umfingen ihnen zeitgleich, bis er beides nicht mehr zu unterscheiden wusste, allerdings hatte er andere Probleme als sich jetzt um seine Sinne zu kümmern, die wie es ihm vorkam, ohnehin nicht die Wahrheit durchdringen konnten, dieser Ort musste jeder Realität abhandengekommen sein, vielleicht war hier etwas das auch ihn selbst, mitsamt seiner Sinne täuschte, allerdings so sehr er es auch wollte konnte er nicht länger leugnen, dass dieses Feuer echt war, es hätte nicht mehr der Wahrheit entsprechen können. Er bog seinen Hals weit nach hinten, was seinen Kopf weit zurückzog, bis er beinahe gegen seinen eigenen Nacken stieß. "B... Beende es..." Wenn er nicht gespürt hätte wie seine Lippen Worte formten, hätte er nicht geglaubt, dass es sich noch um seine Stimme handelte, sie war heiser geworden, gerade so, als hätte man sie mit einem Brandeisen ausgelöscht, sie wurde erstickt und zeitgleich aufgerieben durch die unwirkliche Wärme, die mit dem Sauerstoff in seine Lungen strömten, in seinem Blick schwankte Unverständnis mit Verzweiflung, nichts konnte sich wirklich lange halten, wurde durchkämmt von dem Ausdruck, beide Gefühle rangen in ihm miteinander, während ein Teil von ihm der Hoffnung nachtrauerte, das es sich lediglich um einen Traum handelte, nichts weiter, sodass er jede Sekunde aufwachen konnte, er wünschte sich er könnte seine Augen öffnen um zu entkommen, dem letzten Funken Hoffnung folgend, schloss er seine Augen, seine Lider flatterten leicht, dennoch öffnete er sie nicht, bevor er nicht tief einatmete, es war keine schale, abgestandene Luft, die er aufnahm, doch ließ sie seine Lungen brennen, sein Brustkorb bebte leicht, die Hitze wand sich durch seine Atemwege, kratzte ihn von innen auf, ein leichtes Schaudern durchlief seinen Körper. "Es gibt mehr als eine Wahrheit, verschließe deinen Blick nicht vor ihr." Ryu schlug seine Augen auf, doch änderte es nicht das Bild, das er bereits vorher gesehen hatte, die Szenerie war die Gleiche, Flammen glitten wie Schlangen auf ihn zu, schmiegten sich an seinen Leib und umgaben ihn, lösten sich aber mit einem Mal wieder von ihm, als würden sie einem lautlosen und unsichtbaren Signal folgen. "Willst du mich sterben sehen in diesem Feuer?" Seine Stimme erklang rau, während sich der Boden unter ihm veränderte, die Flammen bildeten ein neues Muster, sodass kurz darauf ein Netz entstand, an das er jetzt gebunden war. "Ist es das für das du mich brauchst? Ein Opfer?" Zumindest kam er sich langsam vor wie eines, bewegungsunfähig gemacht und der Launen dieses Wesens ausgesetzt, das es offenbar nicht besonders gut mit ihm meinte. „Was ist es? Was willst du von mir?“ Sein Körper bäumte sich auf, einem Zittern unterlegen, dessen er sich nicht erwehren konnte, aber es spielte auch keine Rolle, er hatte keine Macht um sich gegen diese Kraft sträuben zu können, er war nur ein ganz normaler Junge, der zufällig in das Spiel dieser Drachen geraten war, er war nicht besonders. „Du irrst dich. Ich kann dich der sein, den du suchst.“ Etwas wie Grauen warf sich in seinen Blick, dunkle Schlieren durchzogen seine Augen, das sie wirkten, als wollten sie die Spiegel zu seiner Seele in Finsternis tauchen, es war die Resignation, die sich zeigte, wenn auf Hoffnung wahre Verzweiflung folgte. „Ich kann nichts für diese Welt tun, ich kann mich nicht einmal selbst retten.“ Seine Muskeln spannten sich an, während seine Brust erschüttert wurde, als er seine Stimme anhob, in dem Sehnen, das er mit seinen Worten endlich dieses Geschöpf erreichen konnte, das immer noch zu glauben schien, das er mit ihm den Richtigen gefunden hatte, aber was auch immer er von ihm wollte, es war unmöglich, das er es geben konnte. „Es ist nicht unmöglich, du gibst nur auf, da sind keine Grenzen, aber du setzt dir immer noch deine eigenen und sperrst dich damit ein.“ Die Stimme umgab ihn, kam nicht von einem Punkt aus, sie schien an einer Saite in ihm zu zupfen, die bisher nicht berührt worden war, ein Lied, das seinen Körper ausfüllte und in vollkommener Harmonie mit den Flammen stand, aber das war nicht das Unwahrscheinlichste. Er hatte sie gelesen, er hatte seine Gedanken erkennen können. Wie Hände schob sich das Feuer über seinen entblößten Hals, seine Adern schienen sich hochzubewegen, drängten sich gegen seine Haut, als wollten sie eben diese durchbrechen, als wäre nicht genug Raum für die neu gewonnene Kraft, weshalb sie versuchte sich Platz zu verschaffen. „Du bist das Gefäß für meine Macht, wenn du deine eigene Grenze aber nicht einreißen kannst, wirst du nicht Herr sein können über diese Stärke, sie wird dich verschlingen, dir bleibt nur zu kämpfen, oder zu sterben.“ Es war keine Drohung und es sollte ihn auch nicht erpressen, die Worte schienen lediglich die Tatsachen hervorzuheben, derer sich bereits in seinem Inneren bewusst gewesen war. „Was wirst du tun, wenn du die Macht besitzt zu retten aber zeitgleich auch zu zerstören?“ Er wusste keine Antwort darauf, weshalb hätte er sich auch je Gedanken um so etwas machen sollen? Es hatte nie eine Rolle für ihn gespielt, jemand, der keine Stärke besaß, musste nicht darüber nachdenken was er tun würde, wenn er etwas retten oder bewahren konnte. „Ist er wirklich der Richtige?“ Es war eine andere Stimme, nicht die des Feuerdrachens, sie wirkte wie eine leichte Sommerbrise, die an einem Tag voller Wärme eine angenehme Kühle mit sich brachte. Nie zuvor hatte er etwas gehört, das er mit dieser hätte vergleichen können, sie war getragen von einer Sanftheit, etwas, das schien, als könnte es nur etwas beschützen. Die Flammen um ihn herum flackerten, duckten sich weg unter dem Wind, der jetzt wogte. „Ich werde prüfen, ob er es sein wird.“ Er musste nichts wissen, um zu verstehen, dass hier gerade über sein Leben entschieden wurde, ein Fakt, der ihn doch beunruhigte, nicht menschliche Wesen sprachen hier und ließen ihn nicht mitentscheiden. „Wer auch immer ihr seid, ihr könnt nicht einfach so tun, als wäre ich nicht hier.“ Zorn warf sich in seinen Blick und war deutlich in seiner Stimme zu vernehmen, die Schatten tanzten in seinen Augen, sie verwirbelten sich ineinander, bis sie nichts mehr zurückließen als Entschlossenheit. Er konnte nicht einfach untätig sein, während man darüber entschied ob er leben oder sterben sollte, es ging schließlich um sein eigenes Leben, man hatte bereits zu viel für ihn entschieden, noch mehr konnte er nicht einfach dulden. „Wenn er die Prüfung nicht schafft wird er sterben…“ Ein seichter Wind spielte mit seinem Haar, das seltsamerweise noch nicht verbrannt war, obwohl Flammen nach ihm griffen, selbst sein Körper war unberührt geblieben, zwar fühlte er die Hitze, aber zeitgleich war er sich dessen bewusst, dass sie ihm nichts anhaben konnte, wobei er nicht sagen konnte, weshalb er über dieses Wissen verfügte. Ein Paar Augen richteten sich auf ihn, es war kein Mitleid zu erkennen, dafür etwas anderes, er wurde offenbar gemustert, allerdings nicht abschätzig, er fühlte sich unter dem Blick, als würde er kein Entkommen davor finden, es versetzte ihn aber nicht in Unsicherheit, der Drache schien stattdessen tiefer zu blicken, als würde er in seinem Herzen etwas finden können, wobei der junge Mann nicht einmal wusste, was er überhaupt suchte. Die Stimme, die ihm den kühlen Wind gebracht hatte war verklungen, doch war es nicht nur das, er spürte, dass sie wieder alleine waren, wer auch immer da gewesen war hatte sich zurückgezogen. „Du brauchst dich nicht zu fürchten, wenn du wirklich mein Schüler bist können dir Flammen nichts anhaben, du würdest nicht sterben.“ Vielleicht hätte es ihn beruhigen sollen, wirklich fähig war es dazu aber nicht, schließlich sagte es noch etwas, wenn er nicht dieser Schüler war würde er verbrennen in dieser Hölle aus Feuer, allerdings hatte dieser Gedanke für ihn nichts Erschreckendes an sich, nicht, das er sterben wollte, aber von dem Geschöpf ging eine Ruhe aus, die sich auf ihn übertrug. „Brenne in diesen Flammen.“ Das Netz löste sich unter ihm auf, das es wirkte, als habe es nie existiert, die Welt geriet aus ihren Fugen, Risse durchzogen das Firmament, sie ähnelten den Adern, die sich unter seiner Haut angehoben hatten, ihre Schwärze stand in einem deutlichen Kontrast zu seiner Haut. Der Boden bröckelte unter ihm, tat sich für ihn auf, als wollte er ihn hindurchlassen. „Nein!“ Ryu schrie und der Laut, der seinem Mund entkam, füllte alles aus, schien von irgendwoher zurückgeworfen zu werden. Sein Rücken wölbte sich nach ihnen, während er eine Hand ausstreckte, seine Finger griffen ins Leere, doch so sehr er auch versuchte Halt zu finden, es gelang ihm nicht. „Du musst Dinge nicht sehen, damit du weißt dass sie existieren. Ein Inferno explodierte vor seinen Augen, er konnte den Drachen nicht mehr sehen, seine Welt bestand aus Feuer und dahinter war nichts.
zum Lesen den Text mit der Maus markieren


Fortsetzung folgt ~
Hier findet ihr meine Story!

The black wind only goes stronger...

Ähnliche Themen