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DarkShiny

Jägerschüler

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09.04.2012, 12:08

Geschichten eines Jägers

Hallo ihr, ich fange einfach mal ohne Umschweife an zu erzählen ^.^





Prolog:


Langsam hob und senkte sich der Bug des Schiffes.
Yathu stand an der Reling und blickte vertäumt auf das schäumende Wasser unter sich.
Ein Fischwarm, welcher knapp unterhalb
der Wasseroberfläche schwamm, erregte seine Aufmerksamkeit. Barsche,
Welse und Makrelen glitten elegant durch das Wasser und zogen eine
feine Strömung hinter sich her. Die funkelnde Sonne zauberte ein
Glitzermeer auf den Ozean und liess es im Licht der untergehende
Sonne wie flüßiges Feuer wirken.
Wehmütigt schloß Yathu die Augen und
träumte vor sich hin. Er träumte von wilden Monstern, unbekannten
Gegenden die er erkunden konnte und von Herausforderungen, die er
bewältigen musste.


Eine Berührung an der Schulter liess
ihn zusammengucken. Müde öffnete er die Augen und sah den Mann an,
der hinter ihm stand. Es war Void, der Kapitän des Schiffes.

"Ein beeindruckendes
Lichterschauspiel, nicht wahr"
Der
Kapitän lächelte ihn an.

"Und ob. Ich habe noch nie
etwas so unglaubliches gesehen."



"Sag mal Junge. Was führt dich
eigentlich auf dieses Schiff?"
Der
Kapitän sah Yathu fragend an.

"Mein Ziel ist es, ein
großartiger Jäger zu werden."
Yathu
ballte die Hand zur Faus bevor er weitersprach. "Mein
Vater war ein Jäger und ich habe vor in seine Fußstapfen zu treten.
Aus dem Dorf wo ich herkomme gibt es nicht viel zu jagen. Ein paar
Jaggis das wars auch schon. Und wenn ich ehrlich bin, ich...."
Er schluckte schwer. "Mein
erster Großjaggi hat mich besiegt"


Lachend schlug der Kapitän ihm auf die Schulter.

"Wir fangen alle mal klein an.
Sag mal, was ist eigentlich dein Ziel?"


"Das nächste Gildenbüro liegt
auf der Insel Moga. Dort werde ich von Bord gehen."


Void kniff die Augen zusammen. "Moga, ja? Pass bloss auf dich auf, wenn du
dort bist. Hast du schonmal etwas vom Fürsten der Meere gehört?"


Yathu runzelte die Stirn und dachte angestrengt nach. Dann verneinte er.

Der Kapitän
lächelte traurig:"Nun gut, wenn du nach Moga gehst wirst du
früh genug von ihm erfahren."







Ein lautes Grollen liess den Jäger aufschrecken. Verschlafen rieb Yathu sich die Augen
und blickte sich in seiner Kajüte um. Habe ich mir das gerade
eingebildet oder war da wirklich ein Geräusch?

Mühsam versuchte er aus seiner Hängematte auszusteigen, verhederte sich jedoch im
Netz und fiel auf den harten Holzboden. Fluchend rappelte er sich
hoch. Plötzlich wurde das Schiff von einem mächtigen Stoß gepackt.
Yathu stürzte erneut und blieb benommen liegen. Sobald die tanzenden
Flecken vor seinen Augen verschwunden waren, zog er sich an dem
Holztisch hoch, der neben ihm stand und machte sich auf den Weg an
Deck.


Oben angekommen bot sich ihm ein schreckliches Bild. Der Hauptmast war zerbrochen,
leuchtende rote Flammen züngelten um die Reste des zerfetzen Segels.
Auf dem ganzen Deck liefen panisch die Matrosen durcheinander und
schrien sich gegenseitig Befehle zu. Void stand an der Reling, zwei
Jäger neben ihm. Der eine hielt eine Armbrust in den Händen, der
andere eine seltsam geformte Waffe, die einer Axt ähnelte. Der
Schütze zielte ins Wasser, der Klingenmeister hielt die Waffe
schützend vor den Körper. Verwirrt trat Yathu näher an sie heran.


Void bemerkte ihn, und kam mit schnellen Schritten auf ihn zu.
"Junger Jäger, zurück unter Deck, hier ist es zu
gefährlich."


Yathu blickte ihn
erstaunt an:"Kapitän, was ist denn los hier?"

"Was hier los ist? Das ist ER.
Der Fürst der Meere."


Ein lautes Brüllen erklang. Panisch hielt Yathu sich die Ohren zu und flüchtete zurück
Richtung Treppe, zum unteren Teil des Schiffes.

Der Kapitän blickte ihm hinterher, seufzte tief und widmete seine Aufmerksamkeit
zurück aufs Meer. Ein leuchtende, blaue Kugel schoss aus dem Wasser
und schlug donnernd auf dem Deck ein. Yathu stand wie angewurzelt auf
dem Treppenansatz und wusste nicht, ob er fasziniert oder verängstigt
sein sollte. Der Fürst der Meere greift uns an. Wird meine
Jägerkarriere enden, bevor sie begonnen hat?
Erneut ein Brüllen,
dann Stille.
Fragend horchte Yathun in die Dunkelheit. Der Mond wurde von dicken, schwarzen Wolken
verdeckt, einzig und allein das lodernde Segel erhellte die
sternenlose Nacht.
Vorsichtig wagte sich der Jäger ans Deck. Einer der Matrosen wurde von dem Mast
zerquetscht, ein weiterer wurde von der seltsamen Kugel zerissen. Die
Stelle, wo das Geschoss eingeschlagen war, blitzte in einem
merkwürdigen Licht. Neugierig näherte er sich der Stelle, streckte
seine Hand dannach aus. Ein mächtiger Stromschlag packte ihn und
schleuderte ihn quer über das Deck, bis die Reling seinen Flug
beendete. Erschöpft blieb er liegen und gab sich dem nicht enden
wollenden Schmerz hin, bis ihm schwarz vor Augen wurde.





Als Yathu aufwachte, brummte ihm der Schädel. Er lag auf dem harten Holzboden,
eine Decke war über ihm
ausgebreitet. Void stand neben ihm, eine Tasse heißen Tee in der
Hand. Wortlos reichte er dem Jäger das Getränk und fuhr sich mit
der Hand über das Gesicht. Er wartete bis Yathu einen Schluck
getrunken hatte, nahm die Tasse wieder an sich und lächelte. "Der
Fürst der Meere benutzt Blitzenergie. Du musstest natürlich dieses
Leuchten berühren, nicht wahr?"


Verlegen blickte
Yathu zu Boden. Der Kapitän stand auf und schüttelte den Kopf.
"Naja, nur durch Erfahrungen kann man lernen. Du solltest
dich übrigens bereit machen, in wenigen Stunden erreichen wir Moga."






Yathu saß im Schneidersitz auf dem Boden und blickte den Mann vor sich an. Er
hockte auf einem Stuhl, trug einen kurzen, weißen Bart und rauchte
unablässig Pfeife. Bei Yathus Ankunft hatte ihn dieser Mann begrüßt
und sich als Häuptling des Dorfes vorgestellt. Die Dorfleute waren
froh, einen angehenden Jäger bei sich zu haben, um sie vor dem
Fürsten der Meere zu schützen. Der Lagiacrus, so der Name des
Meereswyvern- versucht Seebeben, die das Leben in Moga erschweren.
Landwirtschaft und Fischerei, die wichtigsten Einnahmequellen des
Dorfes, wurden unmöglich, so lange der Wyvern im Wasser vor Mogas
Küste wütete. Soweit die Geschichte des Dorfes. Nun war Yathu dran.
Er blickte sich um und sah in die neugierigen Gesichter der
Dorfbewohner. Dann begann er zu sprechen. "Mein Name ist
Yathu und ich komme aus einem weit entfernten Dorf. Mein Vater war
Jäger, ich hoffe eines Tages so gut zu werden wie er. Er verschwand
bei der Erkundung des heiligen Lands, so wie viele andere Jäger
auch. Ich werde ein Elitejäger um meinem Vater nachzueifern."
Er trank einen Schluck Wasser aus einem Glas, das eine
freundliche Dame ihm eben gegeben hatte. "Aber dazu brauch
ich die Hilfe der Jägergilde. Hier auf der Insel gibt es ein
Gildenbüro, und da ich meinen Jagdschein bereits besitze, wollte ich
fragen, ob ich in dem Dorf bleiben darf, und die angrenzenden Gebiete
zur Jagd nutzen kann."
Der Häuptling sah in durch den
Pfeifenqualm an. Dann lehnte er sich auf seinem Stuhl nach hinten.
"Du darfst bleiben, vorrausgesetz, du erledigst den
Lagiacrus, sobald du dazu bereit bist."


Yathu ging ohne zu zögern auf das Angebot ein, unwissend dass er es später bereuen
wird.

DarkShiny

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09.04.2012, 12:18

Langsam schlich sich Yathu an seine Beute heran. Der Großjaggi vor ihm machte seinem Namen alle Ehre, er
überragte seine Artgenossen fast um das doppelte. Der Jäger hockte
sich auf den feuchten Boden, in die Nähe eines Strauches und zählte.
Der Großjaggi war von vier Jaggias und sechs Jaggis umgeben. Er
schluckte schwer und seine Hände schloßen sich um den massiven
Griff der Eisenklinge, die er quer über den Rücken trug. Er blickte
an sich hinab. Diese Jäger Rüstung wird nicht sehr viel bringen,
dachte er. Er sammelte Materialen um sich eine bessere Ausrüstung schmieden zu können.
Sein Ziel war die Jaggirüstung. Von den Berichten erfahrener Jäger
wusste er, dass sie einfach zu bekommen war und einen guten Schutz
gegen Monster bot. Sein erster Versuch, den Großjaggi zu erlegen war
kläglich gescheitert, sodass er sich jetzt vorsichtig an den
zweiten Versuch wagte.

Er griff in seinen Beutel. Ein paar Tränke, Wetzsteine, eine simple Blitzbombe und ein
gebratenes Steak. Farbbälle benötigte er nicht, seine Rüstung
ermöglichte es ihm, jedes Monster zu verfolgen. Ebenso, wie sich in
seinem Kopf ein Bild der Karte eingebrannt hatte.

Er atmete tief durch und griff nach der Blitzbombe und warf sie mit voller Kraft in
Richtung des Rudels.
Ein greller Blitz erschien, gefolgt von dem jämmerlichen Aufschrei der Vogelwyvern.
Sofort schoss Yathu nach vorne, zog seine Klinge und rammte sie einem Jaggi gegen die
Brust. Ein krachen war zu hören, dann sank das Reptil zu Boden. Er
wirbelte herum und schlitze zwei weiteren Jaggis die Brust auf.
Immernoch benommen sprang eines der Jaggias auf den Jäger zu. In
letzer Sekunde riss Yathu seine Waffe hoch und blockte den Bodycheck
des Monsters. Er rutschte nach hinten und schlug unmittelbar dannach
dem Jaggia die flache Seite des Schwertes gegen den Kopf. Es jaulte
kurz auf, bevor es mit einem starken Hieb zu Boden geschleudert
wurde.

Yathu sah auf. Die Wirkung der Blitzbombe war beendet, das Großjaggi, drei Jaggis und
drei Jaggias funkelten ihn aus bösen Augen an. Der Jäger hielt
seine Waffe vor den Körper und starrte seine Feinde an. Einen
Augenblick später heulte das Großjaggi auf und die drei Jaggis
setzten zum Angriff an. Schnell kamen sie auf Yathu zu, die beiden
Reihen spitzer Zähne blitzen gefährlich auf.

Mit einer Drehung wirbelte das Eisenschwert durch die Luft und stiess das erste Jaggi
zurück. Es landete auf dem Boden, schlitterte ein paar Meter und
richtete sich dann wieder auf. Die anderen beiden Monster setzen
zeitgleich zum Sprung an. Mit einer geschickten Rolle zur Seite wich
Yathu dem Angriff aus, nur um daraufhin von dem ersten Jaggi erneut
angegriffen zu werden. Der kurze Schweif erwischte ihn an der Hüfte
und liess ihn nach hinten taumeln. Entschlossen rammte er dem Reptil
die Klinge in den Rücken. Die anderen beiden sprangen erneut auf ihn
zu. Mit einem mächtigen Hieb streckte er die beiden Monster zu
Boden.


Erschöpft blickte er auf. Vor ihm standen immer noch der Großjaggi und die zwei
Jaggias.

Zwei?!?

Fluchend wirbelte er herum, zu spät jedoch. Das dritte Jaggia hatte sich von hinten
genähert und sprang mit ihrem massigen Körper in Richtung des
Jägers. Die Waffe war zu schwer um sie rechtzeitig hochzureissen.
Scherzerfüllt schrie er auf, als das Reptil mit voller Wucht in
seine Seite krachte. In hohem Bogen flog er nach hinten, schlug auf
dem Boden auf und rutschte nach hinten. Benommen blickte er hoch und
hielt sich seine Rippen. Entsetz musste er mit ansehen, wie das
Großjaggi sich zum Angriff bereit machte. Er rollte sich zur Seite,
ignorierte seine schmerzende Brust und schickte dass Jaggia, dass
ihn eben zu Boden geworfen hatte, ins Jenseits.


Das nächste Jaggia sprang auf ihn zu, dass Großjaggi vor ihm nahm Yathu jede
Fluchtmöglichkeit. Abermals riss er seine Waffe hoch und parierte
den Angriff. Die Schuppen des Monsters waren zuviel für die Waffe.
Yathu spürte förmlich, wie die Waffe nach und nach stumpfer wurde.
Er schlug mit dem Griff zu und zertrümmerte den Schädel des
Reptils. Das letze Jaggia suchte jaulend das Weite.

Herausfordernd blickte dass Großjaggi ihn aus funkelnden, gelben Augen an.


Es hob seinen Kopf in den Himmel und jaulte laut auf. Diese Gelegenheit
nutze der Jäger. Blitzschnell fuhr sein Schleifstein ein paar mal
über die Klinge. Zufrieden betrachtete er sein Werk. Schnell benutze
er noch einen Trank und war erleichtert, als der Schmerz in der Rippe
nachliess. Das Jaggi näherte sich vorsichtig und schnappte nach dem
Kopf des Jägers. Schnell wich er nach hinten aus und liess eine
Schlagkombi auf den Wyvern niederprasseln. Verletzt zog das Jaggi
sich ein Stück zurück. Yathu griff erbarmungslos weiter an und
rammte dem Jaggi ein ums andere Mal die Waffe in den Leib. Ein
überraschender Schweifhieb riss ihm den Boden unter den Füssen weg.
Er fiel hin, rollte sich ab und knallte dem Reptil den Griff unters
Kinn. Vor Schmerzen heulte es auf, kurz darauf splitterte die Rüsche
auf dem Kopf des Monsters. Yathu lächelte triumphierend und schlug
erneut zu. Das Jaggi ging mit einem Aufschrei nieder und blieb schwer
atmend liegen.

Yathu stiess seine Klinge in den Boden und stütze sich auf den Griff. Er atmete kurz
tief ein und aus und wischte sich mit der behandschuhten Hand den
Schweiß von der Stirn. Bevor das Jaggi sich wieder erheben konnte,
Yathu Pain erneut seine schwere Klinge auf den Kopf des Monsters
niedersaußen. Der Vogelwyvern schrie auf und versuchte verzweifelt
den Kopf wegzuziehen.

Vergeblich.

Mit einem letzen,
schmetternden Hieb tötete der Jäger das Jaggi, ein gezielter Schlag
aufs Genick brachte das Monster zum Schweigen. Qualvoll hauchte es
sein Leben aus und ging zu Boden.


Yathu tat es ihm gleich. Er warf die Waffe vor sich auf den Boden, unfähig sich nach
so einem Kampf auf den Beinen zu halten und kniete nieder. Keuchend
griff er an seinen Gürtel, zog sein Jägermesser aus der Scheide und
machte sich daran, das erlegte Monster auszunehmen.