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Irrer Suchti

Fortgeschrittener Jäger

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06.05.2014, 23:48

Kapitel 13: Drachenreiter und Gruppenpäkte!

Als die drei Jäger die Gilde betreten sehen sie geschockte Gesichter um den Gildenmeister versammelt. "Aber kein Grund zur Sorge, wir werden Verstärkung schicken um sicherzugehen, dass so etwas nicht noch einmal passiert!". Der kleine, alte Mann geht von einer Kiste runter. "Gildenmeister, was ist passiert?" - "Die Lage verschlimmert sich...", flüstert er ihm zu. "Kommt mal mit, ich muss mit euch reden.", sagt er kurz und führt das Trio in einen Nebenraum. "...und achtet darauf, dass niemand sonst zuhört, bitte." - "Keine Sorge, Meister!", vebeugt sich ein Gildenliebchen und positioniert sich vor die Tür. "Setzt euch, das hier kann ein wenig dauern.". Die Jäger nehmen Platz, sowie der Meister der sich eine Pfeife anzündet. Ein paar schwere Atemzüge bevor er beginnt zu reden. "Das Kokoto-Dorf wurde angegriffen!", sagt er mit eiserner Miene. Alle drei reißen die Augen auf. "Angegriffen?! Von wem denn?" - "Nicht von einem, sondern von etwas..." - "Also ein Monster? Aber in Kokoto sind doch fähige Jäger, wie kommen da Monster durch?", fragt Kima. "Es war kein reguläres Monster. Niemand konnte genau sagen was es war, da sich plötzlich der Himmel verfinstert hatte und eine schwarze, wandelnde Wolke mit Klauen und Feuerbällen anfing zu wüten..." - "Finsterer Himmel... dunkle Wolke...", Seisu hörte das schon einmal. Dann fällt es ihm wieder ein: "Oh Gott nein, es war doch nicht etwa..." - "Nach diesen Berichten müssen wir leider davon ausgehen. Es war dieser infizierte Fatalis!". Die Stimmung ändert sich schlagartig. Stratos ergreift das Wort: "Aber wieso greift er denn plötzlich die Dörfer an?!" - "Dieser war nicht alleine. Jemand war bei ihm oder besser gesagt, auf ihm." - "Wie sollen wir dass denn verstehen? Hat ihn zum Schutz des Dorfs jemand geritten?", fragt Stratos verwundert. "Es war keiner aus dem Dorf, man sah nur den Kopf und den halben Oberkörper aus der Wolke ragen. Seine Augen waren Blauweißlich gefärbt und er schien dem Fatalis Befehle zu geben..." - "Mo-moment mal, er hat ihn geritten, so als sein Herrscher?!". Der Gildenmeister sieht sie streng an: "Was wisst ihr über die Drachenreiter?...".


"Vor einigen Jahrhunderten soll es ein Stamm gegeben haben, der mit den Wyvern im Einklang lebte. Es war nicht selten, dass ein Jüngling als Ritual um ein Mann zu werden einen Kut-Ku zähmen musste damit er ihn bereiten kann.", ruft Seisu seine Erinnerungen ab. "Das Ritual war nicht so schwer wie man es heute vermuten würde, da die Auren der Menschen und Wyvern sich nicht abstoßten.", fügt Kima hinzu. Stratos denkt kurz nach: "Aber eines Tages, als der Stamm der Drachenreiter einem bislang unbekannten Gegner gegenüberstanden, sollen die Wyvern plötzlich ausgerastet sein und ihre Reiter angegriffen haben. Laut den Berichten der damaligen Zeit handelte es sich um eine Bestie, wie sie nie zuvor einer sah. Schwarz, groß und...", Stratos pausiert kurz, "... von einem unbekannten Menschen beritten...". Seisu und Kima geht nun auch ein Licht auf. "A-Aber wie kann dieser Mensch noch leben? Das ist schon Jahrhunderte her! Und wieso greift er überhaupt Dörfer an?!", Seisu fällt geradezu in einen Fragenrausch. "Das wissen wir leider noch nicht. Durch diese Erkenntnis ist zwar etwas klarer, wie der Fatalis dazu kommt ein Dorf anzugreifen, aber leider wirft es auch wieder viele Fragen auf. Dazu kommt, dass in den Berichten von früher nichts steht, was auf den heutigen Zustand der Beiden hinweist. Wir gehen davon aus, dass sie damals nicht von einem solchen Infekt befallen waren, doch sicher ist es nicht...". Die Jäger seufzen. "Und was können wir dagegen machen?", erkundigt sich Stratos. "Ihr, meine lieben Jäger, könnt da erstmal nichts machen. Wir haben bereits einigen Elitejägern Bescheid gegeben, dass sie verstärkt auf die Dorfgegenden achten sollen und sofort Alarm zu schlagen wenn er wieder auftaucht." - "Na gut...", sagt er enttäuscht, "Oh, aber ich wollte noch etwas anderes wissen, Gildenmeister!". Er sieht zu seinen beiden Mitjägern die ihm zunicken. "Was wisst ihr über einen Gruppenpakt?". Der Gildenmeister klappt das Buch zu und knallt es auf den Tisch. "Was sagst du da? Gruppenpakt?!". Er ist sichtlich verärgert. "J-ja, ich habe erfahren, dass zwei Jäger mit ihren Katzen ihre Auren verbunden haben sollen und es sich dann auch wieder lösen ließ. Darum habe ich mich gefragt, ob Ihr vielleicht..." - "Lasst bloß die Finger davon, hört ihr!?! So ein Gruppenpakt wie du ihn nennst ist nicht annähernd so toll wie es sich anhören mag!!!". Das Trio ist verwundert, wie emotional der Meister plötzlich reagiert. Seine Augen scheinen wässrig zu werden. "Ohne diese verdammte Aktion hätte sie vielleicht überlebt...". Sie sehen sich fragend an. "Es tut mir leid, Gildenmeister, ich wollte nicht..." - "Ist schon gut, meine lieben Schützlinge...". Der Gildenmeister fängt sich schnell wieder und hebt die Pfeife vom Boden auf. "Da ihr nun Bescheid wisst, kann ich euch auch die ganze Geschichte erzählen..."

Erzählung aus der Sicht des Gildenmeisters

Ich und mein mein Partner keuchten schon vor Erschöpfung. Ich sah zu meiner Frau rüber und fragte, ob es ihr gut ginge. In der Luft vibrierte nur das Grollen des Monsters. Sie sagte sie bräuchte noch ein Gegengift, da sie wieder getroffen war. Vorsichtig aber schnell lief ich zu ihr rüber und gab ihr mein letztes Gegengift. ich rief meinem Partner zu, ob er noch eine Schallbombe hätte. Er hielt sie in die Luft und sagte, es wären die letzten Zwei. Cura, die Partnerin meiner Frau, war auch schon schlimm zugerichtet. Wir erkannten, dass es keinen anderen Ausweg mehr gab. Mit unserer normalen Aura waren wir trotz allem zu schwach für dieses unsichtbare Ungetüm. "Tun wir es!", sah mich meine Frau entschlossen an. Ich und die beiden Lynian nickten und wir kreuzten unsere Waffen. Das Grollen wurde wieder lauter und ich befahl Craig, eine der Schallbomben zu werfen. Ein hochfrequenter Ton erfüllte die kleine Ebene am Turm und unser Gegner wurde durch den Schock sichtbar. Es war der Mondlicht-Nargacuga in all seiner Pracht. Wir schlossen unsere Augen und fingen an unsere Auren zu verschmelzen. Nach wenigen Sekunden waren wir Vier wie eine Einheit, umhüllt von unserer gemeinsamen Aura. Inzwischen ist der Nargacuga aber auch auf ein höheres Level gestiegen, da er durch die Schallbombe erst recht wütend wurde. Er schwang seinen Schweif ein paar mal hin und her bis schließlich seine Schweifstacheln abstanden. Wir wussten, jetzt geht es um Alles oder Nichts. Ohne zu zögern sprinteten wir ihm entgegen und für ein paar Minuten lieferten wir uns ein erbittertes Gefecht mit Hieben und Ausweichsprüngen. Es schien, als hätten wir doch noch die Chance, ihn zu erlegen. Doch dann holte das Monster zu einem Rückwärtssprung auf und ließ seinen Schweif auf den Boden prallen, wodurch einige Stacheln uns entgegenflogen. Eine davon flog direkt auf mich zu, doch meine Frau wehrte sie ab... Mit ihrem Körper... Sie knickte kurz ein und zum Schutz warf ich eine Blitzbombe. Ich sagte zu ihr, dass wir aufgeben sollten. Wir hatten kaum noch Heilungen, geschweige denn Gegengifte. Doch sie rappelte sich auf und sagte, dass wir niemals aufgegeben haben, und sie jetzt nicht damit anfangen will. Sie machte mir Mut und gab mir Kraft... Ich willigte ein zu bleiben und schlug ihr einen Kombo-Angriff vor. Ich zog meine Gewehrlanze und sie machte sich mit ihrem Hammer bereit zum Sprung. Ich stellte meine Waffe fast senkrecht in den Boden und legte ein Metallschild auf die Öffnung. Ich ging in Stellung und aktivierte das Wyvernfeuer. Sie sprang auf den Deckel und nach einem Knall flog sie hoch in die Luft. Der Nargacuga schein wieder zu sich zu kommen. Meine Frau nahm ihren Hammer und fixierte sich darauf, den Rücken zu treffen. Doch kurz bevor sie ihn traf sah er rauf und traf sie mit einem gezielten Schweifhieb. Sie flog quer durch das Feld und ich sah nur noch Rot vor Wut. Ohne einen Treffer zu landen schlug es auch mich weg, in die Nähe von ihr. Das Biest stolzierte siegessicher zu uns. Ich dachte, das wäre unser Ende, als er zu einem weiteren Schweifhieb ausholte. Doch bevor er mich traf rannte meine Frau dazwischen und ich sah, wie die Schweifstacheln in ihr stecken blieben. Fauchend schüttelte er sie ab... Sie röchelte nur noch und versuchte, sich aufzurappeln. Nun kam er auf mich zu. Erneut holte er aus, doch er zuckte zusammen. Meine Frau kletterte ihm am Schweif entlang den Rücken rauf und zog einen Stachel aus ihrem Körper. Sie stach auf ihn ein und der Nargacuga windete sich vor Schmerzen. Sie schrie zu mir, ich solle den Pakt mit ihr lösen, sofort! Ich wusste nicht was sie vorhat, doch ich tat wie mir gesagt und Cura sprang dem Monster ebenfalls auf den Rücken. Sie sagten, wir sollen uns in Sicherheit bringen, doch ich weigerte mich zu gehen. Sie grinste nur auf dem umherzappelnden Monster zu mir und sagte, es würde alles gut werden. Cura streckte ihre Pfote nach dem Stachel in der Hand meiner Frau. Sie ließen ihre Aura fließen und brachten den Nargacuga mit einem gemeinsamen Stich zu Fall. Ich sah erneut Hoffnung, dieses Biest zu erlegen und rannte zu ihnen. Meine Frau zeigte mir aber, ich solle noch auf Abstand bleiben und sie ließen eine Fassbombe mit extremen Dimensionen erscheinen. Neben dem Monster platziert rannten sie zu uns und ich packte eine Abprallbombe aus, die ich von einer vorherigen Mission noch mit hatte. Der Nargacuga stand wieder auf und wurde erneut wütend. In einer unglaublichen Geschwindigkeit holte das Monster wieder aus. Er hatte sie wieder erwischt und zu sich gezogen. Sie schrie, ich soll die Bombe aktivieren. Ich schüttelte nur den Kopf. Cura rannte so gut es ging wieder zu dem abgelenkten Monster und krallte sich an seinem Gesicht fest. Er heulte auf und wütete um sich. Meine Frau grinste wieder wie zuvor und ließ Tränen fließen. Mit ihrem Mund formte sie nur ein "Ich liebe dich" und der Nargacuga traf schlussendlich die Bombe...

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Irrer Suchti

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04.06.2014, 00:26

Kapitel 14: Blind heißt nicht gleich blind

Was.. wo... wo bin ich?... Ich kann meine Augen nicht öffnen... Was ist hier los?... Ich höre Stimmen... Was ist mit meinen Augen los? Ich kann meinen Mund zwar öffnen aber bringe keinen Laut heraus... Ich fühle mich immer schwächer... helft... mir...


Vor dem Krankenhaus hält eine kleine Karawane mit ein paar Jägern. Eine der Jägerinnen springt noch vor dem Halt raus und rennt in das Gebäude. "Wo liegt die Jägerin Grace?!", fragt sie panisch an der Rezeption. "Zimmer 180, erster Stock.", antwortet die Dame nach kurzem Getippsel. Ohne sich zu bedanken rast sie weiter zum Zimmer. "Schwesterchen... Es tut mir so leid...". Vor der Zimmertür angekommen bleibt sie ruckartig stehen. Mit der Hand fast am Türknauf beginnt sie zu zittern. Die anderen Jägerinnen und Jäger haben sie inzwischen eingeholt und stellen sich neben sie. "Bist du sicher, dass du das schaffst?", fragt einer von ihnen. Die Jägerin schluckt schwer und nickt leicht. Mit leisem Knarren öffnet sie die Tür und tritt ein. "Wer ist da?". Als sie die Stimme von Grace hört rennt sie sofort zum Bett, umarmt die Patientin und beginnt zu heulen: "Schwesterchen, es tut mir so leid. Es ist alles meine Schuld." - "Violet...", flüstert Grace und umarmt sie ebenfalls, "du konntest nicht wissen, dass dieses Chameleos infiziert ist..." - "Aber du kannst nichts mehr sehen! Nur weil ich so stur war und das Vieh beobachten wollte und... und....", Violet bringt ihren Satz nicht mehr zu Ende und heult ihrer jüngeren Schwester in den Schoß. Grace streichelt ihr über den Kopf. "Ich hätte aber auch einfach gehen können, also ist es hauptsächlich meine eigene Schuld...", Grace legt ihren Kopf af den von Violet. "Also bitte hör auf zu weinen, wer ist denn hier die ältere von uns beiden, haha.".


Eine Woche zuvor...


"Es muss irgendwo hier in diesem Gebiet sein, das spüre ich..." - "Sicher, dass du nicht einfach nur wieder Blähungen hast?", kichert Grace ihrer Schwester entgegen. "Ach sei still du Doofnuss!", antwortet sie streng. Die anderen zwei Jäger lachen mit doch der Blick von Violet stoppt deren Freude. Mit weit aufgerissenen Augen sieht sie an das Ende des kurzen Waldtunnels. Mit einem Handzeichen winkt sie die anderen zu einem Busch in der Nähe. "Es ist hier, direkt dort bei der kleinen Wasserstelle...". Violet ist eine hoch angesehene Jägerin. Sie hat schon einen Rang von über 150 erreicht, weswegen sie auch diese Quest erst annehmen durfte. Grace hat vor kurzem Rang 50 geknackt und sich daher für die Teilnahme an der Quest qualifiziert. Bill und Chad, die beiden anderen Jäger, sind ebenfalls auf Rang 50 gestiegen. Als Doppelschwertkämpferin ist Violet eine von den ganz Vorderen. Mit ihrem Waffenpaar "Himmel und Erde" kämpft sie schon seit Ewigkeiten und hat so manches Monster erlegt. Grace ist auf das Langschwert spezialisiert, mit dem sie schon jetzt wie ein Meister umgehen kann. Ihr K.O.-Drachenschwert hat sie in dieser Quest das erste Mal im Einsatz. Bill ist ein gekonnter Jagdhornnutzer, während Chad den verwandten Hammer mit hoher Präzision schwingt. Von der Wasserstelle aus hören sie das knurrend-gurrende Geräusch des Chameleos. Violet nimmt eine Schallbombe in die Hand und macht sich bereit. "Können wir?" - "Alles klar soweit, wir können loslegen, Schwesterchen!" - "Na dann mal los!". Sie stürmen raus, Violet wirft bei der ersten Gelegenheit die Schallbombe und der Chameleos wird sichtbar. "Die Gilde hat also leider recht mit ihren Beobachtungen..." - "Sch-scheint so...", sagt Grace ängstlich. Der Chameleos ist infiziert! "Aber wir wären ja nicht hier, wenn wir nicht sowieso damit gerechnet hätten! Also dann meine lieben, los geht's!!", kündigt Violet den Kampf an und rennt zu dem blau-schwarz schimmernden Drachenältesten....


... Nach einiger Zeit des Kampfes mit Treffern auf beiden Seiten scheint der Chameleos davonhumpeln zu wollen. Sein Horn ist gebrochen, der Schweif abgetrennt und die Flügel zerschnitten. Die Jägergruppe ist aber nicht viel fitter als ihr Ziel. "Verdammt, das ist ein zäher Brocken! Aber so fertig wie er ist haben wir ihn fast, also gebt nochmal alles!", ruft Violet nochmal und wirft eine Blitzbombe vor das Monster. "Ausdauer, Kraft, Windschutz!", ruft Bill und stärkt die Truppe erneut. Violet rennt mit Grace zu dem schon angeschlagenen Vorderbein des Monsters. Mit einer Kombo von beiden knickt ihr Ziel schlussendlich ein. Chad hat inzwischen seine Aure in den Hammer geladen und schwingt ihn mit voller Kraft auf den nun erreichbaren Kopf des Chameleos. "Das... sollte reichen...", schnauft er während er den Hammer wieder wegzieht. Schwer atmend kommen sie alle zum Kopf und wundern sich: "Schon seltsam, dass der Kopf fast unberührt aussieht...", geht Grace in die Hocke und stupst den leblosen Körper an. Violet greift sich nur auf die Stirn. "Geh weg da, Doofnuss! Du weißt, dass er sich genau so gut nur tot stellen könnte!". Mit einem traurigen Gesicht geht sie wieder weg. "Aber irgendwas stimmt hier doch ganz und gar nicht...". Plötzlich wird es in dem Wald still. Der Wind ändert sich und vom Körper des Drachenältesten kommt ein seltsames vibrieren. "Was zum...", flucht Chad. Violet sieht den Körper des Chameleos nur streng an. Das Vibrieren wird stärker und das sichtbare Auge wird immer heller. "Wollt ihr mich verarschen?!?", rastet Bill aus. "Schwesterchen... was geht da vor sich...", versteckt sich Grace hinter ihr. "Scheint, als ob der Kampf vorhin erst der Anfang war... Schnell, geht in Deckung!" - "Und was ist mit dir?". Der ganze Körper des Chameleos beginnt zu pulsieren und hell aufzuleuchten. "Schon okay, ich will mir das Monster nur mal ansehen, ich will es nur mal beobachten, um die Gilde dann informieren zu können.", winkt sie die drei Jäger weg. Der Chameleos stößt eine Druckwelle aus und richtet sich auf. Mit den Doppelschwertern auf dem Rücken bewegt sie nur ihren Kopf nach oben und sieht das Monster direkt an. Alle paar Sekunden kommt ihr eine weitere Druckwelle entgegen. Ein Kampf beginnt bei dem nur der Chameleos angreift. Violet weicht aus und prägt sich alle möglichen wichtigen Informationen ein. Doch plötzlich kommt eine starke Druckwelle und wirft sie um. "Mist...", denkt sie sich als der Chameleos zum schlag ausholt, doch Grace zieht sie gerade noch weg. "Du Doofnuss, du sollst doch in Deckung bleiben!" - "Und dir zusehen wie du stirbst, nee danke." - "Naja, jetzt kannst du mir eigentlich auch gleich helfen, gesehen hat er dich nun schon.". Grace nickt ihr grinsend zu. Der Chameleos stößt plötzlich einen hochfrequenten Schrei aus, wodurch die beiden Jägerinnen auf die Knie gezwungen werden. Durch eine weitere Druckwelle wirft er sie beide um und geht auf sie zu. "Man, das Vieh ist ja mal nervig...", sagt Grace trocken. Seine Flügel beginnen stärker zu schimmern und als es bei ihnen ankommt springt es in die Luft. "Schwesterchen!!!", schreit Grace und rollt sich mit gezogener Klinge zu Violet. Das sonst lilane Giftpuder ist zu einem hell schimmernden Pulver geworden und fliegt auf die beiden zu. Violet dreht sich auf den Boden und kauert sich zusammen, damit das Pulver nicht in den Körper gelangen kann, doch Grace ist starr vor Schreck. Aus den Büschen weiter hinten rufen die anderen Jäger, sie solle sich schützen, doch mit der einen freien Hand kann sie nur Mund und Nase verdecken. Sie zieht ihr Schwert vor die Augen doch vergebens. Das ätzende Pulver gelangt in die Augen und mit Schmerzensschreien windet sie sich auf dem Boden. "Meine Augen! Was zum Teufel ist das!! AAAAH!!!".


Zurück in der Gegenwart...


Violet reibt ihre Tränen aus den Augen und sieht die grinsende Schwester. "Du Doofnuss, wie kannst du nach all dem Grinsen?", schnieft sie. "Weil ich froh bin, noch am Leben zu sein. Es hätte genausogut noch schlimmer ausgehen können.", sagt sie ruhig und weiter grinsend. "Und außerdem...", sie legt die Decke zur Seite, steht auf und geht ein wenig im Zimmer herum, "Kann man nicht nur durch die Augen sehen!". Grace geht in eine Abwehrstellung. "Wirf mir mal ein Kissen zu, Schwesterchen!" - "Öh... na gut...". Violet packt das Kissen vom Bett und wirft es zu Grace, die das Kissen nur streift. Stille im Raum. "Ehm... ja...", reibt sie sich am Kopf, "Es ist doch nicht ganz so einfach wie ich dachte, aber man kann auch durch die Aura sehen, das hat mit der Onkel beigebracht!" - "Welcher Onkel?...", wundert sich Violet. In dem Moment geht die Zimmertür auf und die drei Jägerbesucher erschrecken. "Der gefallene Engel?!?".

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Irrer Suchti

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12.06.2014, 21:56

Kapitel 15: Der Seelenfresser!

Einige Zeit nach der Erzählung des Gildenmeisters ist es noch still im Raum. "Das ist nun fast 13 Jahre her...", sagt er bedrückt. "Es tut uns wirklich leid das zu hören, Meister... Aber..." - "Ich verstehe schon, meine jungen Jäger. Ihr wollt ja nicht nur aus Spaß an der Freude solch einen riesigen Schritt wagen. Es geht um zwei geliebte Menschen, die ihr beschützen wollt.", erkennt der Gildenmeister. Plötzlich geht die Tür ein Spalt weit auf. "Meister, hier stehen ein paar Leute die unbedingt mit euch sprechen wollen. Sie sagen, es wäre sehr dringend." - "Na gut, schick sie herein.". Er klingt wieder bestimmt wie eh und je. Ein recht großer Mann tritt in das Zimmer und sieht dem Meister direkt ins Gesicht. "Es ist ein Weilchen her, Meister..." - "Na, wenn das mal nicht mein langjähriger Schüler Hanto ist. Du siehst gut aus!" - "Haha danke, ich trinke auch immer täglich deinen Spezial-Tee um frisch zu bleiben.", grinst der Mann zurück und beide beginnen zu lachen. "Was führt dich denn hierher und... wo sind die anderen die mit dir hier sein sollen?" - "Sie warten in der Taverne auf mich." - "Verstehe, verstehe... Und was führt dich genau hierher?" - "Mir ist zu Ohren gekommen, dass hier ein Mädchen mit ihrer Lynian einen Pakt geschlossen hat. Einen etwas... anderen.". Seisu steht auf und verbeugt sich. "Es tut mir leid euch zu unterbrechen, doch das dürfte unsere Freundin Jessica mit ihrer Partnerin Amy sein. Was wollt ihr von ihr?". Der Mann mustert die Drei Jäger genau und stimmt sich in Gedanken zu. Wir wollten sie und ihre Gruppe fragen, ob sie uns begleiten und unter uns trainieren wollen!". Sie sehen ihn sichtlich verwirrt an. Der Gildenmeister steht auf und läuft ihm entgegen. Er geht ihm grade mal bis zur Hüfte. Er zieht einen kleinen Stock hervor und piekst ihn in die Seite. "Du hast ja vielleicht einen Nerv, mir meine Jäger klauen zu wollen! Aber es überrascht mich nicht, dass du kommst um sie anzuwerben. In letzter Zeit gab's ja viel Trubel um die Kleinen, haha!", der Gildenmeister dreht sich zu den Dreien und zeigt mit dem Stock auf Hanto. "Ihr müsst wissen, dieser kleine Frechdachs hier ist einer der vier Generäle des Paktbundes!". Mit weit aufgerissenen Augen sehen sie ihn an. "E-ein Paktbund-General?!?", stottert Stratos. Hanto reibt sich am Kopf und grinst verlegen: "Ja, es stimmt. Ich bin Teil der Führungsgruppe des Paktbundes. Ich bin Hanto, freut mich euch kennen zu lernen.". Er streckt ihnen die Hand entgegen und nacheinander schütteln sie sie. "Aber wieso wollt ihr, dass wir mit euch trainieren?" - "Ihr habt über das Thema Gruppenpakt gesprochen, richtig?" - "Stimmt, aber woher..." - "Wir hatten vor kurzem eine Beobachterin auf euch angesetzt, um euer Potenzial und Vorhaben genauer in Erfahrung zu bringen. Verzeiht die Heimlichtuerei...". Seisu sieht ihn verdutzt an: "Aber doch nicht Jessy, oder?" - "Neeeinneinnein, jemand anderes doch das ist jetzt nicht mehr wichtig. Als man mir von eurem Vorhaben berichtet hatte, bin ich mit einigen Männern losgezogen um euch aufzusuchen und zu bitten, unserem Viertel des Paktbundes beizutreten!".


Die drei Jäger kommen aus dem Staunen kaum noch heraus. "Das geht gerade alles ziemlich schnell...", setzt sich Seisu wieder hin. "Ich weiß, aber die Zeit drängt! Es gibt immer mehr Berichte über Monster, die den mutierten Virus in sich tragen! Und wir haben eine vertrauliche Information erhalten, dass es eine Waffe gibt, die schon mal einen Ausbruch des Virus verhindern konnte!" - "Diese Mutation gibt es schon länger?" - "Ja, aber dazu mehr wenn sich die Zeit ergibt. Wichtig ist im Moment, dass ihr mit uns mitkommt!". Hanto wirkt langsam aufdringlicher. Der Gildenmeister holt mit seinem Stock aus und rammt ihn ihm über den Kopf: "Langsam, Jüngling! Das ist einzig und allein ihre Entscheidung, ob sie mit dir mitwollen oder nicht!" - "Es... tut mir leid...", entschuldigt sich der große Mann. Kima steht auf und stellt sich ihm gegenüber. "Zuallererst, danken wir vielmals für das Angebot. Doch zum einen will so eine Entscheidung gut überlegt sein und zum anderen sitzen hier nur Drei von insgesamt Acht Leuten, die da mit entscheiden dürfen!". Seisu und Stratos sehen sich verwundert an. "Wenn also überhaupt eine Entscheidung fallen sollte, dann müssen alle von uns damit einverstanden sein!". Kima ist plötzlich voll bei der Sache. "Wenn ihr also eine Entscheidung wollt, müsst ihr wohl oder übel abwarten, bis wir darüber gesprochen haben! Doch bis dahin sagen wir weder zu noch ab!" - "Dann lasst mich wenigstens euch auf etwas zu trinken einladen, damit ich euch ein wenig mehr von uns erzählen kann.". Kima steht stramm vor ihm und sieht ihn ernst an. "Und was ist mit essen?". Seisu und Stratos sehen sich wieder gegenseitig an, doch diesmal enttäuschend. "Zu essen könnt ihr euch natürlich au...". Kima rauscht ohne ein Wort an Hanto und dem Gildenmeister vorbei. Als er draußen ist hört man nur jemanden laut "Khezubällchen!" rufen und ein Gelächter beginnen. Stratos klatscht sich auf die Stirn und Seisu steht auf: "Er ist ein wenig ungestüm aber er hat recht. Wir können das nicht einfach so über die Köpfe der anderen entscheiden." - "Ich verstehe. Wir werden noch Drei Tage hier bleiben und eure Antwort abwarten, sofern es in Ordnung ist.". Er sieht hinunter zum Gildenmeister der nur nickt. "Einverstanden, doch jetzt erzähl uns erstmal mehr von allem, was uns erwartet und warum gerade wir euch beitreten sollen.". Stratos steht auch auf, geht zu Seisu rüber und zusammen gehen sie in die Halle, wo Kima bereits mit den anderen von Hantos Truppe ein Bier schlürft und bekannte Jägerlieder schmettert.


"Hanto setzt sich mit Seisu und Stratos an einen Tisch weiter weg von dem Gegröhle der Anderen. "Ich fange wohl am Besten von vorne an. Habt ihr schon einmal von den Drachenreitern gehört?" - "Ja, wir haben vorhin erst darüber gesprochen. Der Meister erzählte uns auch von einem unbekannten Reiter, bei dem niemand wusste woher er kam und was sein Vorhaben war.". Hanto nimmt einen Schluck von seinem Tee. "Sehr gut, das erspart mir ein Stück Atem. Nachdem der unbekannte Reiter damals die Wyvern gegen die Menschen aufhetzte, erschien auch ein unbekannter Jäger auf der Bildfläche. Niemand kennt seinen wahren Namen, doch damals nannte man ihn immer den Seelenfresser!". Stratos sieht ihn groß an. "Der Grund für diesen Namen war einfach. Als die Wyvern damals Aggressiv den Reitern gegenüber wurden, fühlten die Reiter auch etwas an ihnen. Sie schienen besessen zu sein!" - "Besessen?" - "Ja, wir vermuten, dass damit der Virus gemeint war. In den Schriften steht etwas von einem bläulichem Schimmer und verzerrten Brüllen.". Hanto nimmt nochmal einen Schluck. "Das scheint mir ziemlich dem Virus zu entsprechen...", fügt Seisu hinzu. "Die Reiter spürten den Schmerz ihrer Wyvern, doch sie konnten nichts tun, als zu fliehen. Der Virus schien ihren Verstand übernommen zu haben. Nach einer langen Verfolgungsjagd kamen die Reiter in ihrem Dorf an, wo ein Jäger auf sie wartete. Doch dieser Jäger war nicht normal. Er war komplett eingehüllt in mit Metall bestückten Laken und umgeben von einer seltsamen Aura, die ihre Farbe stets änderte. Als sie Reiter ihn um Hilfe baten stand er auf und ging der Herde von Wyvern entgegen. Sie stoppten die Verfolgung und visierten alle den Jäger an. Dieser zog ein Langschwert hervor, das bei bloßem Anblick eine Gänsehaut über die Reiter brachte. Ein Goldener Griff, gefolgt von einer pechschwarzen Klinge, die überall in altertümlicher Schrift das Wort "Seele" geschrieben hatte. Die Wyvern schienen angst zu haben. Doch aus dieser Angst griffen sie ihn an. Vergebens. Ohne einen Kratzer Lief der Seelenfresser ihnen entgegen und schwang sein Langschwert durch einen Rathalos. Obwohl er eindeutig getroffen hatte, war kein Kratzer auf dem Rathalos zu sehen. Das Schwert ging einfach durch ihn durch und er fiel bewusstlos zu Boden. Der Jäger murmelte ein paar Worte und die pechschwarze Klinge begann sich in Energie umzuwandeln. Es schien, als ob es schwarze Flammen absonderte. Die Flammen nahmen die Form eines kleinen Rathalos an, der anschließend von den Flammen verzehrt wurde. Nur kurz darauf öffnete der Rathalos seine Augen. Sie waren wieder normal.". Hanto setzt eine kurze Pause ein. Von den Anderen Jägern einschließlich Kima hört man immer wieder Gelächter und Geschichten. Die Drei nehmen nochmal jeweils einen Schluck von ihren Getränken und Hanto erzählt weiter. "Nachdem der Seelenfresser alle Wyvern von dem Virus befreit hatte, zog er sich zurück. Seitdem hat ihn niemand mehr gesehen. Inzwischen ist er Tot, das wissen wir, doch sein Schwert wurde nie gefunden. Bis vor ein paar Monaten. Eine Gruppe von Erkundern haben in einem versteckten Winkel des Turmes eine Kammer gefunden, die wie ein Zimmer eingerichtet war. Nach längerem Untersuchen des Zimmers betätigte einer von ihnen einen versteckten Schalter. Eine Kammer öffnete sich und inmitten des Raumes war sie. Die Seelenfresser-Klinge! Überwältigt von ihrem Fund ging einer von ihnen hin und versuchte das Schwert in die Hand zu nehmen, doch bevor die Hand den Griff berühren könnte flog er ihn Ohnmacht. Er war mehrere Tage bewusstlos. Viele weitere, sowohl Jäger als auch Andere, haben versucht es an sich zu nehmen doch ohne Erfolg.". Hanto unterbricht kurz und sieht Seisu an. "Und genau hier kommst du ins Spiel!". Seisu zeigt mit dem Finger auf sich und sieht ihn verwundert an: "Ich? Wieso denn grade ich?" - "Unsere Forschungen haben ergeben, dass der Seelenfresser nur noch einen lebenden Nachkommen hat. Und dieser Nachkomme bist DU!".

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23.09.2014, 16:07

Kapitel 16: Der tödliche Schmetterling

"Konzentration!!!", sagte der gefallene Engel streng. Grace richtet sich auf und stöhnt: "Ich streng mich ja an!" - "Du schaffst das schon, nya!", feuert ihr Partner Trapper sie von der Seite an. "Ich bin nicht hier um rumzublödeln sondern um dich zu trainieren!". Grace begibt sich wieder in Kampfstellung. "Deine Aura ist nun für dein Sehen zuständig! Doch damit dies funktioniert musst du auch die Auren in deiner Umgebung wahrnehmen können!". Die junge Jägerin plustert ihre Backen auf und lässt ein genervtes "Ja, ich weiß..." los. Sie atmet tief ein und konzentriert wieder ihre Aura. Ein leichter Sog entsteht, den man an den umliegenden Gräsern und Blättern erkennen kann. "Sehr gut, weiter so.", sagt er leise, "Und nun stoße kleine Wellen deiner Aura in die Umgebung.". Die Luft beginnt zu vibrieren und kurz darauf stoßt Grace die erste Druckwelle ab, gefolgt von weiteren die immer stärker werden. Vor ihrem inneren Auge erkennt sie langsam die Umrisse: Ein stück Rechts hört der Boden auf, Links vor ihr steht ein einzelner Baum, hinter ihr ist es Eben. Sie stößt eine weitere Welle ab und erkennt schließlich das 8-förmige Gebiet. "Wir sind im Wald- & Hügelgebiet... Einsatzfeld #3...". Ihr Mentor zieht eine Augenbraue hoch. "Beeindruckend, das Training scheint doch besser anzuschlagen als ich dachte! Doch wie sieht es mit beweglichen Zielen aus?". Der gefallene Engel gibt dem Kater ein Handzeichen, woraufhin er los sprintet. Grace gibt wieder leichte Druckwellen ab. "Er spurtet geradewegs zum Übergang zwischen Feld #2 und #3.", sagt sie ohne zu zögern. "So weit so gut! Doch nun...", der Jäger zieht seinen Bambusstock hoch und zischt auf Grace los. Sie grinst nur frech und weicht mit einem gekonnten Seitenschritt aus: "...geht der Schlag daneben!".


Überrascht und beeindruckt zugleich richtet sich der Engel wieder auf. Trapper springt jubelnd zu ihnen "Nyawoll Grace, du bist die Beste!". Die Jägerin kichert kurz und dreht sich zu ihrem Mentor. "Ich muss schon sagen, von all meinen Schülerinnen und Schülern lernst du am Schnellsten!". Grace verbeugt sich leicht, während Trapper ihr auf die Schulter springt. Plötzlich hallt ein Gebrüll aus der Ferne zu ihnen. "Ach, nett. Wenn das mal kein..." - "... Rathalos ist. Überlass ihn bitte mir, Sensei!". Die Stimme von Grace ist schlagartig ernst und bestimmt. "Aber lass was von ihm übrig, wir brauchen sowieso noch Materialien von ihm.", antwortet der Engel grinsend. Grace zieht ihr Heulendes Hackbeil "Shin" und baut ihre Aura weiter auf. Der König des Himmels fliegt zu ihnen hin und landet einige Meter entfernt. "Bereit?" - "Nyahaha, schon immer gewesen!". Langsam baut sich eine schwarze Aura um die Beiden auf, aus der sich ein schwarz flammender Schmetterlingsflügel entfaltet. Die Wyvern scharrt knurrend auf dem Boden rum. Grace atmet nochmal tief ein und konzentriert sich. Die Luft um die Beiden herum wird förmlich angesogen. Ohne Vorwarnung öffnet sie ihre schwarz eingefärbten Augen und entfesselt eine gewaltige Druckwelle. Der Rathalos macht überrascht einen Schritt zurück, während der gefallene Engel sich kaum auf den Beinen halten kann. "Was für eine Wucht...". Mit ernster Miene schickt sie nur 4 Befehle an Trapper. "Rauch, Blitz, Schock, Lähmung...".


Ohne ein Wort zu verlieren macht Trapper einen Satz nach oben und wirft eine Rauchbombe zwischen seine Partnerin und ihr Ziel. Durch eine weitere Druckwelle verteilt sich der Raus bei und um den Rathalos herum. Instinktiv schlägt der Luftkönig mit seinen Flügeln und hebt rauchvertreibend ab. Kaum war der Rauch weg, fliegt eine Blitzbombe der Wyvern direkt vor das Gesicht. Verwirrt schlägt er nun ungleichmäßig mit den Flügeln und schlägt auf dem Boden auf. Seitlich mit einem ausgestreckten Flügel versucht der Rathalos Fuß zu fassen, als plötzlich Blitze durch seinen Körper schießen. Das Monster versucht dagegen anzukämpfen, vergeblich. Er windet sich brüllend, als etwas in sein Maul gelegt wird. Nun macht auch Grace ihren Zug und streicht mit der flachen Hand an ihrem "Shin" entlang, wodurch die Waffe von einer Tiefschwarzen flammenden Aura eingehüllt wird. Trapper hat inzwischen einige Lähm-Wurfmesser vorbereitet und schießt diese in die Brust, Beine und Flügel des Monsters. Schließlich lässt die Wirkung der Schockfalle nach, wodurch der Rathalos hoffnungsvoll versucht zu brüllen, doch er schluckt zuerst das Lähmfleisch. Mit dieser Fleischdosis gelangt nun genug Gift in seinen Körper, dass er sich erneut nicht bewegen kann. Nur noch die Augen bewegen sich, gefolgt von einem verkrampften Röcheln. Grace steht nun direkt vor ihrer Beute. Mit ihren schwarzen Augen sieht sie ihm direkt in seine, wodurch sich blanke Panik in dem Monster breitmacht. "Ende!". flüstert die Jägerin. Trapper springt ihr wieder auf die Schulter und mithilfe einer Druckwelle schießt der Kater diesmal mit gezogenem Lähm-Hammer noch weiter in die Höhe. Grace geht zum Brustkorb der Wyvern und zielt auf dessen Herz. Salti schlagend für mehr Wucht rauscht Trapper vom Himmel herunter. Dann, im selben Moment als Trapper den Kopf ihres Ziels erwischt durchbohrt Grace mit ihrer flammenden Teufelsklinge das Wyvernherz. Ohne zu zucken haucht der Rathalos sein letzten Funken Leben hinaus und das Duo versteckt ihre Aura.

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23.09.2014, 17:48

Sonderkapitel 5: Versteckte Bestie (Teil 1)

Etwa 8 Jahre zuvor...


Ein paar Kilometer entfernt des kleinen Dorfes Kokoto hat sich eine kleine 5-köpfige Familie ein Haus nahe eines Sees gebaut. Die Mutter ist eine sehr hoch angesehene Elitejägerin, der Vater ein berühmter Mediziner. Kennen gelernt haben sie sich als Rookies in der Jägerschule, jedoch stritten sie damals noch die meiste Zeit. Da sie aber im selben Dorf wohnten, wurden sie immer wieder gemeinsam zu Quests geschickt, bei denen sie sich immer wieder aus der Patsche geholfen haben, sowohl durch Schutz der Jägerin als auch durch die Heilkräfte des Mediziniers. Mit den Jahren schließlich fingen sie an sich einander näher zu kommen und sind nun schon 20 Jahre verheiratet. Gemeinsam haben sie inzwischen auch zwei Töchter und einen Sohn, den Ältesten der Kinder, bekommen. Die Jägerin hat aufgrund der Familie die Jagd an den Nägel gehängt und wird nur noch bei Notfällen kontaktiert. Der Vater hingegen zieht immer mal wieder umher, damit sein Fachwissen immer auf dem neuesten Stand bleibt. Es gab in der Familie immer wieder mal kleinere Zwiste aber auch genauso schöne Zeiten, eine normale Familie. Ein Monat nachdem in das Haus am See gezogen sind, raschelt bei Sonnenuntergang plötzlich ein Busch in der Nähe der Kinder. "Nanu?". Es raschelt noch ein paar Mal. "Brüdercheeen, komm mal her!", ruft die Jüngste. "Was ist denn du kleine Nervensäge?", grummelt er von oben herab. Die Kleine zeigt nur wortlos zu dem raschelnden Busch. Zögerlich läuft er hin um nachzusehen, was da ist. Der Bruder nimmt einen nahe liegenden Stock auf und piekst ein paar Mal in den Busch. Ein kurzes jaulen, dass die Neugier der beiden Kinder geweckt hat. die Jüngste läuft hin und versteckt sich hinter dem Rücken des Bruders. Dieser stichelt weiter in den Busch, als plötzlich ein kükenartiges Tier herausspringt.


"AAAH! Nimm es weg, nimm es weg!!", kreischt der Älteste als es ihn umwirft und wild herumtanzt. "Mami, Mami, da ist ein Küken auf Brüderchen!!", schreit die kleine Schwester mit erhobenen Armen, während sie zum Haus rennt. "Ach Kinder, was macht ihr wieder für nen Krach?", kichert die Mutter leise. Sie trocknet ihre Hände vom Abwasch an ihrer Schürze und hängt sie auf. Sie geht zum Fenster und sieht nach ihren Kleinen. Als sie sieht was los ist erschreckt und holt ein Hackbeil aus ihrem Waffenregal. Die Mutter stürmt nach draußen, doch bremst ihren Ansturm als sie ihren Sohn lachen hört. "Hahaha hör auf, ich bin kitzlig!!". Ein Kut-Ku-Küken sitzt auf ihm und piekst den Jungen leicht in den Bauch. Das Küken bemerkt die Frau mit dem Hackebeil und rennt erschreckt zurück in den Busch, aus dem es heraussprang. der Sohn richtet sich auf und grinst seine Mutter an. "Keine Angst, Mom. Der Kleine tut keinem weh.". Mit diesen Worten schleicht er sich vorsichtig in den Busch und lockt die Babywyvern mit ein paar Beeren die er zuvor gefunden hatte wieder heraus. Gurrend pickt er eine nach der anderen aus seiner Hand. Wortlos geht die Mutter im Schnellschritt ins Haus um ihren Mann von seinem Nickerchen zu wecken. "Schatz, komm mal mit raus, das musst du dir ansehen!" - "Was ist denn?", grummelt er sie an. "Das musst du selbst sehen, sonst glaubst du es mir ja eh wieder nicht.", stichelt sie ihn an.
Stöhnend rappelt er sich von dem Sofa auf, streckt und gähnt eine Runde und geht schließlich schlurfend mit nach draußen. Was er dann sieht kann er kaum glauben. "Ist das... ein Kut-Ku-Küken?", seine Frau nickt nur stumm. "Aber... Wieso ist es denn komplett schwarz?!" - "Ich habe gehofft, das könntest du mir sagen... Kann es vielleicht an irgendwelchem Futter liegen?" - "Also ich kenne weder Tiere noch Pflanzen hier in der Umgebung, die das verursachen könnten... Wo ist seine Mutter?" - "Jetzt da du fragst, das wüsste ich auch gerne. Ich werd mal ein paar Sachen holen und die Umgebung durchforsten, vielleicht ist es ja einfach nur ausgebüxt.". Der Vater läuft zu seinem Sohn und dem Küken hin. "Na du kleiner Racker, auf Entdeckungstour?", streichelt er das Wyvernbaby.


Mit leichter Rüstung und einem handelsüblichen Eisen-Langschwert ausgestattet macht sie sich auf in den Wald um das Nest zu suchen. "Keine Sorge, ich bin bald wieder zurück. Seid brav und hört auf euren Vater, wir sehen uns morgen zum Frühstück wieder.", umarmt und küsst sie ihre Kinder. Dem Vater legt sie die Stirn an seine und flüstert: "Und schön konsequent bleiben.". Ein letzter Kuss bevor sie dann winkend in den nächtlichen Wald geht. "Also dann, wenn eure Mutter sich darum kümmert finden wir sicher bald das Nest unseres kleinen Rackers... Wo ist er eigentlich hin?". Der Mann sieht auf die leere Stelle neben seinem Sohn. "Und wo ist deine kleine Schwester wieder hin?" - "Vermutlich versteckt sie sich grade wieder irgendwo...", sagt die ältere Tochter gelangweilt. Plötzlich kracht es in ihrer Hütte. "Ich ahne schlimmes...", sagt der Vater leise und stürmt in die Küche. "Oh Gott, geh von dem Küken runter Grace!". Auf dem Rücken des kleinen und um den Hals schlingend jubeln sowohl Grace als auch das Küken randalierend umher. "Violet, Kazu, helft mir schnell die Beiden einzufangen!". Seufzend setzt sich Violet in Bewegung während Kazu sich in den Türrahmen lehnt und die Show genießt. Mit einem gezielten Kissenwurf bringt sie das Küken zum straucheln und sie rutschen in das Kinderzimmer. Mit einem weiteren Krach ist die kurze Jagd schließlich beendet und die Randalierer liegen lachend und gurrend in einem Berg aus Wäsche. "Ihr macht mich fertig Kinder, haha!", lacht der Vater herzhaft.


Mit mehreren Matten, Kissen und Decken liegen schließlich alle bis auf den Mann schlafend vor dem Kaminfeuer, als nach vielen Stunden seine Frau endlich wieder heimkommt. Er steht vorsichtig auf um die Kleinen nicht zu wecken und geht mit ihr in die Küche. "Und, hattest du Glück?", erkundigt er sich gleich. "Wenn du damit meinst, das Nest gefunden zu haben, dann ja...", sagt sie bedrückt. "Waren die Eltern nicht mehr beim Nest?" - "Doch, allerdings...". Ohne weitere Worte zu verlieren weiß er bereits, was sie sagen will. Der Ehemann nimmt sie in den Arm und tröstet die mitfühlende Frau. "Und was machen wir jetzt mit KK (englisch gesprochen, KayKay)?" - "KK?" - "Ja, Grace hat ihm diesen Namen gegeben. Aber ich hab ihr gesagt, dass sie ihn nicht zu sehr ins Herz schließen soll weil wir ihn bei seinen Eltern abgeben wollten..." - "Er ist definitiv noch zu Jung um alleine zu überleben. Seine Eltern hatten übrigens dieselbe schwarze Färbung wie er. Meine Vermutung ist, dass sie von anderen ihrer Art getötet wurden weil sie zu anders waren...". Aus der Küche sehen sie, wie Grace sich näher zu KK rüberkuschelt. "Ich schätze, dann hat unsere Familie eben einen weiteren Zuwachs bekommen.". Flüstert der Vater leise.


Die Tage und Wochen vergingen, der kleine KK kam gut mit den Menschen um ihn herum zurecht. Da die Kinder allesamt noch zu Jung sind haben sie keine abstoßende Aura entwickelt gegeneinander. Eines heißen Tages als alle im See spielen, geht der kleine KK in den Wald ohnedass es jemand bemerkt. die Sonnenstunden vergehen und er ist noch immer im Wald unterwegs. Neugierig betrachtet er aus den Büschen heraus Verschiedenste Lebewesen, von Hornetauren bis Aptonoth, Melynx bis zu rivalisierenden Velocipreys. Als es dunkel wird ruft die Mutter ihre Kleinen ins Haus um zu Abend zu essen, doch einer fehlt. "Wo ist denn KK hin?" - "Gute Frage, ich dachte er ruht sich bei euch im Haus aus.", antwortet Violet. "Schatz, hast du KK gesehn?" - "Ist er nicht bei den Kindern?". Plötzlich jault in der Ferne etwas auf. "Oh nein!!", Sie wirft die Schürze weg und rennt in den Wald. "Bitte hat er nicht das Nest entdeckt..." - "Mami, wo rennst du hin?", ruft Grace ihr nach. "Geht ins Haus Kinder, ich bringe eurer Mutter schnell ihre Ausrüstung!" - "Aber..." - "KEIN Aber Grace! Geht rein und wartet, wir sind bald wieder da!". Kazu geht mit den Beiden hinein, während der Mann seiner Frau hinterherrennt. Völlig außer Atem sieht er von hinten seine wimmernde Frau. "Schatz, jag mir doch nicht so einen Schrecken...", sie dreht sich zu ihm und vergrabt ihr Gesicht in seiner Brust. Dann sieht er es. Der kleine KK hat das Nest mit seinen halb verwesten Eltern gefunden und will sich wimmernd unter einem Flügel der Eltern vergraben. Er lässt die Ausrüstung fallen und nimmt seine Frau in den Arm. Minuten die sich wie Wochen anfühlten vergingen und der Familienvater geht langsam zu KK hin. "Es tut mir so leid, Kleiner...", sagt er traurig und zieht ihn von den Leichen weg. Dann ist ein Gebrüll von oben zu hören. Keine Sekunde später eine Klinge. "Bring KK nach Hause, ich kümmere mich darum.". Er nickt ihr zu und will gerade losrennen, als er Grace erblickt. "Grace, was machst du hier? Sieh zu, dass du wegkommst!" - "Aber was ist mit KK los?" - "Was meinst du... Argh!". Das Küken berfreit sich von der Umklammerung und läuft nach oben blickend zu den Leichen seiner Eltern. Dann stürzt von oben ein azurener Rathalos hinab, mit Ziel auf KK! "Nein, tu KK nicht weh du Monster!", schreit Grace. KK knurrt nach oben und erwartet die Wyvern. "LASS IHN IN RUHE!", brüllt sie nochmal und KK öffnet sein Maul. Was dann geschieht kann das Ehepaar kaum glauben. KK spuckt einen pechschwarzen Feuerball direkt nach oben, in die der Rathalos direkt hinenstürzt. Schmerzverzerrtes Gejaule erfüllt die Umgebung und das Feuer hüllt die komplette Wyvern ein. Windend versucht er die Flammen abzuschütteln doch nichts hilft. Nach nicht mal einer Minute verliert der Rathalos den Überlebenskampf und geht rüchelnd zu Boden. Zeitgleich hören auch die Flammen auf zu brennen. Sie können ihren Augen kaum trauen, denn der Körper ist dennoch unversehrt, keine Brandspuren oder ähnliches zu sehen. Grace rennt zu KK rüber und umarmt ihn. "Was in aller Welt war das...", fragt sich der Vater leise. Sie packen ihre beiden Kleinen und gehen wieder zurück zu ihrer Hütte.

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23.09.2014, 19:01

Sonderkapitel 5: Versteckte Bestie (Teil 2)

Weitere Monate und Jahre vergingen, Kazu eiferte seinem Vater nach und ließ sich von ihm alles über Medizin, Tränke, Pillen und dergleichen erzählen, was er wusste. Im letzten Jahr ging Kazu dann von der Hütte weg um herumzuziehen und mehr zu lernen. Violet wurde dank ihrer überragenden Reflexe, Beobachtungsgabe und kühlen Kopf schnell bei den Elitejägern angenommen. Nur Grace und der inzwischen ausgewachsene KK waren noch beim Elternhaus, doch auch Grace spürte langsam die Lust zu jagen. "Aber Mamiii, warum darf ich denn KK nicht mit zur Jagd nehmen?" - "Weil wir noch immer nicht genau wissen, was es mit den Flammen von KK auf sich hat!! - "Aber wir wissen, dass die Flammen nicht brennen wie das übliche Feuer sondern nur die Aura verzehren! Den Wald kann er also nicht abbrennen!" - "Es ist dennoch zu gefährlich!". Schmollend dreht sich Grace weg und geht raus zu KK. "So ne doofe Mami, aber es ist ja nicht so, dass uns das aufhalten würde, richtig Brüderchen?", grinst sie ihn an. KK ist inzwischen ausgewachsen und daher viel zu groß um in das Haus zu passen. Grace lehnt sich zu ihm und flüstert: "Heute Nacht drehen wir wieder eine kleine Runde, was meinst du?". Die Wyvern krächzt fröhlich und drückt seinen Kopf an den seiner Schwester. "Aber bis dahin, lass und den Sonnenuntergang genießen!". Grace verschränkt ihre Arme hinter dem Kopf und geht an den Rand des Sees. Sie setzt sich hin, KK direkt neben ihr.


Die Dunkelheit bricht herein und nach ein paar Stunden hört man nur noch das flackern des Kaminfeuers. Grace schleicht sich raus zu KK der zuerst erschreckt aufwacht. "Shh, Brüderchen. Ich bin es nur.", mit trotzendem Gegrummle streckt er sich und gähnt. "Hier, das hab ich aus dem Lager stibitzt. Lass es dir schmecken.". Grace wirft ihm ein Stück Daimyo-Fleisch zu, welches sofort gefressen wird. "Also dann, können wir?", grinst sie und bindet ihr Langschwert fest. Leise gurrend geht KK in die Hocke und lässt Grace aufsteigen. "Also dann, leise und vorsichtig, wie wir es geübt haben.". Er nickt ihr zu und beginnt mit den Flügeln zu schlagen. "So weit so gut, und jetzt auf in den Himmel!", ruft sie enthusiastisch, total vergessend, dass ihre Eltern schlafen. KK wird von dem Enthusiasmus mitgezogen und brüllt laut mit. "Grace, wo willst du hin?!?" - "Oh mist, sie ist aufgewacht!" - "KK, komm sofort wieder runter auf den Boden!!" - "Schnell! Abheben, abheben!!!". In der Panik hebt er schließlich ab und sie fliegen über den See davon. "GRACE!!! Na warte Fräulein, komm du mir nur heim..." - "Wieso die Aufregung, das machen sie öfter mal...", grummeld ihr Mann. "Ach ja, du wusstest also davon?", sagt sie sichtlich gestresst. Jetzt erst erkennt er seinen Fehler. "Äh ja, ich meine nein, ich meine ja... A-also normalerweise gehen sie hinter das Haus oder ein Stück weg bevor sie auf Jagd ge...". Die Augen der Mutter haben einen nahezu brennenden Blick. "Ich habe wohl zu viel gesagt, haha...", kratzt er sich lachend am Kopf. "Na warte Freundchen, jetzt regnet es Kopfnüsse!!" - "Schatz, ich bitte dich, wir sind doch erwachs... Aua!".


"Lass uns wieder zum Wald- & Hügelgebiet fliegen, ich möchte Trapper wieder mal besuchen!". Krächzend schneidet KK den Flugweg und landet vor dem Zugang zu den Lynian an einem Mini-See. Grace steigt ab und füllt ihre Flasche an dem kleinen See. "Ich bin gleich wieder da KK, schön die Augen offen halten!". Sie läuft gemütlich den matschigen Weg entlang, doch bevor sie am Lager ankommt fliegt Trapper ihr schon entgegen. "Hab dich!" - "Und komm nyacht so schnell wieder!!", kommt es noch aus dem Lager gefaucht. "Na, wieder an deinen Fallen rumgebastelt?" - "Nyahaha ja, aber das ist nicht das Problem." - "Was dann?". Ein verärgerter älterer Kater kommt raus: "Das Problem ist, dass er die Fallen an uns testet!" - "Wenn ich es an den Monstern versuche lernen sie daraus, dann müsste ich ja keine neuen Fallen herstellen, nya!" - "Das mag ja sein, aber bei deinem eigenen Stamm ist es noch schlimmer! Darum komm erst wieder, wenn du das auch begriffen hast!". Grace unterdrückt ein Kichern: "Mich will man nicht von Zuhause gehen lassen und dich schmeißt man direkt raus, das ist ja mal Ironie." - "Ach was solls, ich komme schon zurecht, ist ja nicht mein erster Rauswurf, nyahaha! Ist KK auch da?" - "Ja, vorne am Mini-See. Ich wollte dich sowieso grade auf eine Runde einladen!", sagt sie fröhlich. Trapper liest seine Sachen vom Boden auf, schnürt alles zusammen und macht sich bereit. "Nya dann, auf gehts!".


Verträumt scheut Trapper in den wolkenlosen Sternenhimmel. "Ich frage mich, ob mich mal ein Jäger als Partner nehmen wird..." - "Wie kommst du nun darauf?" - "Naja, zum einen weil mein Stamm auch immer aufmerksamer wird was die Fallen angeht. Und im Grunde will ich sie nya nicht in Gefahr bringen. Mit einem Jäger an meiner Seite könnte ich die Fallen überall testen, so würden die Monster auch nicht zu schnell lernen wie sie ihnen ausweichen. Aber auch weil..." - "... es einfach langsam von innen heraus schreit, mal auf Jagd zu gehen und die Welt zu erleben!", beendet Grace den Satz. "Nyahaha, du hast es erfasst!". Kurzes Gelächter das verstummt gefolgt von sehnsüchtigen Blicken in den Himmel. "Sag mal, Trapper..." - "Nya?" - "Würdest du gerne mein Partner werden?". Trapper traut seinen Ohren nicht. "Ich dachte, dass deine Eltern..." - "Sie können es mir nicht ewig verbieten! Und die Zustimmung von Papi habe ich schon. Ich bin zwar tollpatschig und ein wenig chaotisch, aber wenn es um die Jagd geht bin ich ruhig und konzentriert! Das weiß er und er hat auch gesagt, dass Mami in meinem Alter nicht anders war. Also, was sagst du?" - "Das kommt jetzt zwar plötzlich aber... Wenn ich jemandem mein Leben anvertrauen kann, dann euch Beiden!". Trapper reicht ihr die Pfote und sie schlägt ein. KK lässt ein stolzes Krächzen los und sie fliegen weiter dem Mond entgegen.


Als die Drei im Morgengrauen bei der Waldhütte ankommen steht die Mutter bereits draußen. KK landet sanft ein paar Meter vor ihr, Grace steigt mit Trapper auf ihrer Schulter ab und stellt sich auf einen Vortrag der Extraklasse ein. "Es tut mir ja leid, Mami, aber...". Sie stürmt auf Grace zu und umarmt sie heulend. "Du kannst mir doch nicht so einen Schrecken einjagen!" - "Was das angeht, das war nicht das erste Mal..." - "Schon OK, dein Vater hat mir alles erzählt.". Die Mutter sieht auf den heruntergesprungenen Kater neben Grace. "Dann muss das Trapper sein, richtig?" - "Nya, es ist eine Ehre, eine so gute Jägerin und begabte Mutter kennen zu lernen.", verbeugt er sich ehrfürchtig. "Ganz meinerseits! Dein Vater hat mir früher sehr oft geholfen mit seinen Spezialfallen! Ich bin stolz, seinen ebenso Einfallsreichen Sohn endlich treffen zu dürfen!". Grace, KK und Trapper sehen sie verblüfft an. "Ja ihr habt richtig gehört, Trappers Vater war mein Katzenpartner.", grinst die Mutter. "Und ich weiß auch, dass ich dich nicht ewig hier halten kann, deshalb...", sie dreht sich kurz um und holt eine längliche Holztruhe, "... möchte ich dir das hier überlassen.". Grace öffnet die Truhe und ist sprachlos. "Das, liebe Grace, ist mein meist benutztes Schwert und es hat mich schon viele Male aus schlimmen Situationen gebracht. Ich werde nicht mehr jagen gehen, darum will ich es dir vermachen." - "Aber das ist..." - "Das Heulende Hackebeil "Shin".". Grace nimmt es langsam heraus und betrachtet es mit nassen Augen. Dann fällt die ihrer Mutter um den Hals: "Danke Mami, vielen, vielen Dank!" - "Und nun kommt rein, es gibt bald was zu frühstücken. Und bis ihr soweit seid aufzubrechen mit dem Jägerdasein bist du natürlich herzlich willkommen Trapper!" - "Nya, ich schätze ihre Gastfreundschaft sehr, vielen Dank!".

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23.09.2014, 20:23

Sonderkapitel 5: Versteckte Bestie (Teil 3)

"Und ihr seid euch sicher, dass ihr das machen wollt?" - "Auf jeden Fall! Wir kennen uns nun schon eine Zeit lang und vertrauen uns gegenseitig unser Leben an! Und KK ist auch immer in unserer Nähe für Notfälle.", erzählt Grace begeistert. "Normalerweise bin ich ja nicht so schnell für einen Pakt, aber da ich Trapper schon kenne und eure Fortschritte gesehen habe über die letzten Monate, wüsste ich nicht was dagegen spricht!", stimmt die Mutter zu. "Nur gut, dass KK durch sein Leben bei uns auch eine Aura entwickelt hat, die unserer ähnlich ist. Die Flammen hätten sonst eine größere Gefahr für uns darstellen können als für die anderen Monster.", fügt der Vater hinzu. "Dann ist es beschlossen, morgen werden wir uns aufmachen, um einen Pakt zu schließen!". Grace bietet Trapper ein High-Five an. Auch KK krächzt fröhlich vor sich hin. "Ich schlafe mit Trapper heute bei KK draußen.", sagt sie noch abschließend und holt ein paar Sachen aus dem Zimmer. "Ist dir schon mal aufgefallen, dass sie immer bei Vollmond draußen schlafen will?" - "Ja, aber das hat auch einen Grund. Weißt du noch, der Abend an dem KK seine toten Eltern fand und den Rathalos verbrannt hat? Da war auch Vollmond. Und seitdem will sie immer dann bei ihm draußen schlafen, damit er sich möglichst sicher fühlt und nicht erinnert.", antwortet ihr Mann.


Am nächsten Morgen ist das Trio schon früh fit. nach einem morgendlichen Bad im See und einem deftigen Frühstück steigen Grace und Trapper bei KK auf und machen sich startklar. "Aber dass ihr mir zum Abendessen wieder da sein, heute gibt es einen saftigen Aptonoth-Braten á lá Mami!" - "Dann zwingst du uns ja schon fast rechtzeitig da zu sein, das will doch keiner verpassen, haha.", lacht Grace winkend. Mit Anlauf hebt KK schließlich ab und sie fliegen in Richtung Wüste. "Nya, ich habe eine ganz verrückte Idee. Ich denke aber nicht, dass es klappen würde." - "Was meinst du?" - "Nya, ganz einfach, ein Pakt zwischen Jäger und Lynian ist ja nur tragbar, weil wir ja zumindest eine neutrale Aura haben, richtig?". Grace nickt stumm. "Aber KK hier ist ja schon als Küken zu euch gekommen und hat ja anscheinend eine menschenähnliche Aura entwickelt, verstehst du, auf was ich hinaus will?" - "Ooh, ja jetzt weiß ich, was du meinst! Aber ich weiß nicht so recht, ob das wirklich eine gute Idee ist. Was, wenn etwas schief geht?" - "Also rein Auratechnisch müsste es ja klappen, nya. Aber vielleicht fragen wir einfach dort dann den Paktmeister." - "Aber davor noch eine Frage: Wärst du überhaupt einverstanden damit KK? Du weißt ja, was so ein Pakt mit sich bringt.". Ein stolzes und bestimmtes Krächzgebrüll erfüllt den Luftraum. "Ich denke mal, das ist ein ja, hihi!", kichert Grace.


In dem Katzendorf der Wüste angekommen wird KK sofort erkannt und mit Früchten begrüßt. "Grace! Es ist schön dich zu sehen! Wie geht es euch denn so?", kommt ihnen der Paktmeister gleich entgegen. "Sehr gut, und heute sogar besonders! Wir haben beschlossen, einen Pakt abzuschließen!" - "Nur du und Trapper oder darf KK sich auch einmischen?", fragt er nur trocken. "Aber klar darf er auch... Moment mal, was? Geht das denn so einfach?" - "Nyahaha aber klar doch. Die schriften der alten Drachenreiter beschreiben einen ähnlichen Prozess wie der des Paktes bevor sie wirklich mit ihren berittenen Wyvern im Einklang kamen. Daher wird besonders mit KK das ein einfaches Vorgehen sein, vertrau mir!". Na dann, worauf warten wir noch?" - "Eine Sache noch, KK muss ein kurzes Tunnelsystem durchfliegen, das an der Klippe recht weit unten ist. für den normalen Durchgang ist er leider zu groß... Aber es ist nicht zu verfehlen, es ist der einzige Eingang von der Seite.". Grace sieht zu ihm rüber. "Du hast es gehört oder? wir sehen uns dann unten! Und pass auf dich auf!", winkt sie ihm zu während er abhebt. "Dann würde ich mal sagen, auf geht's!", läuft der Paktmeister voran. "Wie geht es eigentlich Amy? ich habe sie länger nicht mehr gesehen.", erkundigt sich Grace. Breit grinsend antwortet er: "Sie ist vor kurzem an eine Jägerin namens Jessica vermittelt worden. Ziemlich aufgeschlossene Person und genauso zerstreut wie meine kleine Amy, haha!". Als sie unten ankommen hören sie auch schon den Flügelschlag von KK, der langsam von einer Öffnung an der Decke runtersteigt. "Ein geradezu magischer Ort...", haucht Trapper mit glänzenden Augen. "Dann wollen wir mal mit dem Paktprozess beginnen!".


"Wir sind nun beinahe fertig. Schließt eure Augen und berührt euch, während ihr versucht die Aura aufzubauen.". KK hält seinen Schweif hin, Grace und Trapper legen ihre Hände dran und sie beginnen, eine gemeinsame Aura aufzubauen. "Sehr schön, man kann allmählich was sehen. Schön weiter fließen lassen.". Der Raum wird dunkler, als ob etwas das Licht aufsaugt. "Ihr habt da eine beeindruckende Aura, das muss ich zugeben... Ihr könnt nun die direkte Verbindung lösen und KKs Schweif loslassen. Dann seht ihr, ob es funktioniert hat!". Gesagt, getan, bleibt die Aura spürbar aufrecht und sie öffnen alle ihre Augen. Wie ein schwarzer Vorhang sind sie von ihrer Aura umgeben, der ein Schmetterlingsflügel entsteigt. "Doch dies ist nicht alles. KK, ich brauche Zwei Schuppen von dir.". Die schwarze Vogelwyvern schüttelt sich ein paar mal, sodass Schuppen sich lösen. Der Paktmeister hebt Zwei hoch und gibt sie Grace und Trapper. "Ich bin nicht ganz sicher ob es funktioniert, doch versucht mal eure Auren während des Paktes in die Schuppen hineinfließen zu lassen. Wenn es so funktioniert wie ich es vermute, wird eure Aura...", bevor er seinen Satz beenden kann beginnen die Schuppen zu entflammen und mit ihnen die Paktaura. "Wirklich außergewöhnlich...". Eine schwarz flammende Schmetterlingsaura ist das Endprodukt, welche alles Licht um sie herum abzusaugen scheint. Die Schuppen sind beide verschwunden. "Und nun versucht eure Paktaura für andere unsichtbar zu machen, also passiv. Wacklig aber doch schaffen die Drei es nach ein paar Versuchen und der Paktmeister kann kaum noch die Aura erkennen. "Sehr schön, das geht ja ratzfatz bei euch, nyaha. In diesem Fall habe ich euch alles beigebracht, was es über den Pakt zu wissen gibt!" - "Ich hätte da aber noch eine Frage, nya!", meldet dich Trapper, "Wie sieht das aus, wenn wir die Aura nun ohne KK machen müssten?". Der Paktmeister nimmt noch ein paar der herumliegenden Schuppen auf und gibt sie den Beiden. "Im Grunde reicht es, wenn beide von euch mindestens eine Schuppe von KK dabeihat, denn seine Aura ist auch in den Schuppen. Er muss sich aber dennoch zumindest in der Nähe aufhalten, damit es auch wirklich funktioniert!" - "Dann... Wars das schon?", fragt Grace ungläubig. Der Paktmeister grinst nur und sagt: "Ja, das war der ganze Zauber!".


"Und grüß Amy von mir wenn du sie siehst!", ruft sie von KK herab als sie losfliegen. "Wir waren doch länger dort unten zugange als ich dachte, nya. Die Sonne geht ja schon unter!" - "KK, du weißt, was das heißt?". Gurrend und krächzend bereitet KK einen Sturzflug vor. "Trapper, halt dich jetzt gut fest, es kann ziemlich eindig werden!". KK Fliegt in steilem Winkel höher hinauf, richtet sich in Richtung der Waldhütte und stürzt mit enormer Geschwindigkeit hinunter. "Yeahuhuhu, schneller KK, schneller!" - "Nyahaha ich wusste nicht, dass du so schnell fliegen kannst!". Mit stolzem Krächzen kommt nach ein paar Minuten die Waldhütte immer näher. "KK, du bist noch zu schnell! BREMSEEE...", zu spät, mit voller Geschwindigkeit sausen sie geradewegs in den See vor der Hütte. Als sie nacheinander wieder auftauchen steht Violet am Rand des Sees und schüttelt mit der Hand im Gesicht den Kopf. Also echt, wenn je einer mit dir den Pakt machen sollte würden eh nur diese beiden Chaoten zu dir passen, Doofnuss!" - "Schwestercheeen!!!", fängt Grace an zu jubeln und schwimmt zu ihr an den Rand. Völlig durchnässt steigen sie aus dem See. Ihre Eltern rennen auch aus dem Haus um nachzusehen, was da in den See gefallen ist. "Ach du bist es nur Grace, lief alles wie geplant bei euch?", fragt der Vater gleich neugierig. Trapper und KK schütteln das Wasser von sich ab und machen sich bereit. "Lass es mich so sagen...", Grace und Trapper ziehen je eine Schuppe hervor und starten den Pakt. Wie aus dem Nichts entfaltet sich ihre schwarz flammende Aura mit dem Schmetterlingsflügel, "... wir sind bereit für die Jagd!!!".

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14.01.2015, 01:38

Kapitel 17: Die Ruhe vor dem Sturm

"Und ihr seid euch da ganz sicher?", fragt Seisu nochmal nach. Hanto nickt nur still, leicht grinsend. "Deshalb möchte ich dich auch mit dem nächsten Tag bitten, mich zu diesem Ort zu begleiten. Nur um wirklich GANZ sicher zu gehen. Die bisherigen Versuche ergeben, dass man schon beim betreten des Raumes einen Sog verspürt. Wir vermuten, dass es damit schon beginnt, die Aura von unwürdigen und Feinden abzusaugen, was durch Annäherung an das Schwert immer stärker wird. Wenn du wirklich ein Nachfahre bist, dann wird es dich verschonen.", fügt der General hinzu. Seisu senkt den Kopf nachdenklich. Von der Seite kommt eine leicht lallende aber bekannte Stimme näher: "Eehehe Seesuu warum schaust'n so fies?". Kimako hat mit den Leuten des Paktgenerals bereits einiges getrunken. Er legt seinen Arm um Seisuga und stellt ihm einen Krug hin. "Nimm wat von dem guten Zeuch, dann gehts dir sicher gleich besser, hahaha.. Hoppla!". Kima beugt sich beim Lachen zu weit nach hinten und kippt um. Stratos klatscht seine Hand gegen die Stirn und schüttelt nur stumm den Kopf: "Bitte entschuldigt ihn, er ist zwar ein Chaot der Extraklasse, doch wenn es drauf ankommt kann man auf ihn zählen!". Hanto lacht laut und deutet auf seine Truppe hinter ihm. "Da macht euch mal keine Sorgen, ich bin schon lange von solchen Leuten umgeben, hahaha!". Die beiden Jäger sehen an ihm vorbei und erkennen, wie die Partykumpanen von Kima ebenfalls rumtorkeln. Sie sehen einander an und lachen mit dem General mit.


"Also was sagst du, darf ich dich morgen dorthin bringen? Bedenke, ich will dich zu nichts zwingen, wenn du ablehnst akzeptiere ich das.". Seisu schüttelt den Kopf: "Nein, ich würde mich freuen, wenn ich euch bei dem Kampf gegen diesen Virus helfen könnte! Auch wenn es nicht sicher ist, ob ich denn wirklich ein Nachfahre bin!" - "Darüber hinaus...", dreht sich Stratos zu seinem Freund, "...würde der Kleine hier keine Gelegenheit verpassen wollen, mehr über solche Dinge zu erfahren!". Der Lulatsch streckt seinen Arm aus und streichelt ihm den Kopf. Seisu steht verärgert auf. "La-lass das! Ich bin zwar klein aber ich habe immernoch mehr im Kopf als du und Kima zusammen!", pöbelt er zurück. "Immer wieder ein Genuss zu sehen, wie leicht man dich ärgern kann, hahaha!". Hanto sieht beide abwechselnd an und lacht mit. Jetzt erst realisiert er, was Stratos eigentlich beabsichtigt hatte, kratzt sich am Hinterkopf und lacht ebenfalls mit.


Der Abend geht noch eine Zeit lang weiter bis sie schließlich in das Haus gehen um zu schlafen. Inzwischen ist Kimako so betrunken, dass Stratos ihn nachschleifen muss und Seisu ist ebenfalls angetrunken. "Ich muss schon sagen, ich dachte immer, dass Leute auf solchen Positionen mürrisch und herablassend sind... Aber Hanto wirkt auf mich sehr cool!" - Stratos nickt zustimmend. "Ich hätte nur auch gerne die Klinge gesehen... seinen Erzählungen nach muss es extrem edel aussehen!", wimmert der Lange leise. "Aber du hast ja gehört was er gesagt hat. Es ist zu gefährlich, als das jemand einfach so mitkommen kann. Scopio darf auch nur, weil er durch das Zusammenleben mit mir eine ähnliche Aura entwickelt hat.". Stratos seufzt nochmal und gemeinsam kommen sie an dem Haus an.


Noch bevor sie wirklich in ihrem Heim ankommen kommt ihnen Jessica schon entgegen: "Leise sein war auch noch nie eure Stärke als Gruppe, nicht wahr?" - "Waren wir wirklich so laut?" - "Ich konnte euch schon hören als ihr aus der Gilde raus seid, schließlich ist mein Zimmer ja das Naheste...". Strator verbeugt sich entschuldigend ohne nachzudenken und Kimako fällt seitlich auf den Boden. "Hoppla, tut mir leid, Kumpel...". Doch ohne ein Zucken schläft Kimako einfach ein. Jessy sieht nur verwundert nach unten und schüttelt den Kopf. "Also wenn jemals die Schlaffähigkeit in der Form in einem Wettbewerb gefragt ist habe nwir einen Gewinner...". Sie streckt sich noch einmal kräftig und geht zum Kühlschrank. "Wollt ihr den ganzen Tag da rumstehen? Ich hab hier noch ein paar Snacks von Amys Heimatdorf mitgebracht.". Keine 5 Sekunden später stolpert besagte Katze durch den Gang und man hört nur ein zombiegleiches "Kurimufire*...", woraufhin Seisu und Stratos erschrecken. "Jetzt weiß ich auch, warum du gleich für 4 geholt hast...", sagt Seisuga.


"Dann erzählt mal, was gab es denn zu feiern? Normalerweise ist ja um diese Jahreszeit nicht so viel los hier.", erkundigt sich Jessy nachdem alle fertig gesnackt haben. "Ach, wir wollten den Gildenmeister eigentlich nur fragen, ob er neue Informationen bezüglich dem Fatalis hat. Doch dann kam ein ehemaliger Schüler und jetziger Paktgeneral vorbei der von uns, beziehungsweise von dir uns Amy gehört hat. Sein Name ist..." - "...Hanto?", beendet sie den Satz und hinterlässt in Stratos Gesicht nur Verwunderung. "Es war auf dem Weg von Saekos Dorf hierher, als ich mich beobachtet gefühlt habe. Ich habe eine recht junge Frau erwischt und augequetscht. Sie hat recht schnell angefangen zu reden, nicht gerade die professionellste Beobachterin, hihi.", kichert die Jägerin. Seisu lehnt sich zu Stratos und flüster: "Du weißt schon, was sie so harmlos als 'ausgequetscht' bezeichnet, oder?" - "Was gibt es da zu flüstern?...", lehnt sie sich über den Tisch direkt zu Seisuga. Dieser winkt ab und sagt: "N-nichts, wirklich... Was genau hat sie dir alles erzählt?" - "Mal sehen... Sie meinte, dass ihr Befehlshaber, Hanto, auf dem Weg zu unserem Dorf sei. Grund sei eine junge Jägerin und ihre Lynian, die den mutierten Virus in sich trägt, also ich. Sie wollte aber obwohl ihr Mission abgeschlossen war, mich weiter im Auge behalten. Zum einen weil sie fasziniert sei und zum anderen wegen Angst, dass etwas geschehen konnte. Sie beschrieb sich selbst als 'Schutzengel der tollpatschigen'...", erzählt sie nachdenklich. Die beiden Jäger gegenüber unterdrücken sichtlich ihr Gelächter doch sie reißen sich zusammen. "Hmpf, naja aber das war noch nicht alles. Neben dem Virus-Pakt, wie sie es nannte, gab es anscheinend noch eine Sache die dieser Hanto erforschen wollte. Viel weiß ich nicht davon, nur das Wort 'Seelenfresser' blieb bei mir hängen. Wisst ihr etwas darüber?". Der Lulatsch nimmt seinen Sitznachbar in die Mangel und verkündet stolz, dass Seisu der Gesuchte ist. Jessy schreckt kurz zurück. "E-er ist der Seelenfresser?!" - "Nein nein, das kam eben falsch rüber, haha, der Seelenfresser ist eine Klinge, die anscheinend von einem Vorfahren von ihm verwendet wurde. Aber ich fange am besten von vorne an. Du kennst ja die Geschichte der Drachenreiter, richtig?...".


Bedrückt und bewundernd sieht Jessica Seisuga an. "Aber fall mir bloß nicht in Ohnmacht, wer weiß was mit dir passiert, wenn dein Körper hier wehrlos rumliegt... hrhrhr...", grinst sie ihn nur verführerisch an. "Da-da-das ist nicht dein ernst?!!", erschreckt er und geht ein paar Schritte weg. "Wieso denn nicht? Was in diesem Haus passiert, bleibt in diesem Haus, habt ihr das vergessen?" - "S-s-stratos, sag doch auch etwas!" - "Was soll ich machen, Kleiner? Ich würde mich ja als Wachmann anbieten aber wie du weißt wird Saeko mich nicht das Training versäumen lassen. Scopio würde irgendwie durch Amy abgelenkt werden und mal ehrlich...", er deutet auf Kimako, der noch immer am auf dem Boden schläft, "...der Schnarchsack da drüben wird mit seinem Ebenbild in Katzenform keine Hilfe sein. Ich befürchte, da sind wir machtlos, hahaha!". Seisu greift sich mit beiden Händen an den Kopf. "Womit habe ich solche Chaoten nur verdient...? Aber Spaß beiseite, ich gehe nicht davon aus, dass dies geschieht." - "Woher diese Sicherheit?" - "Ganz ehrlich? Ich weiß es nicht. Ich habe einfach irgendwie das Gefühl, dass irgendwas oder irgendwer über mich wacht. Das ist nicht das erste Mal, dass ich so fühle.". Jessy und Stratos grinen ihn nur an. "Und außerdem habe ich ja auch euch um mich rum, sollte es also doch nicht klappen, dann weiß ich mich in guten Händen!". Jessica richtet sich auf und geht erneut zum Kühlschrank. "Dann lass uns darauf anstoßen!". Sie stellt Drei Gläser auf den Tisch und füllt sie mit kühlem Malzbier. Seisu kommt wieder zu Tisch, Jessy nimmt ebenfalls wieder platz neben der inzwischen wieder eingeschlafenen Amy und zu dritt stoßen sie an. "Auf mich, euch und ganz besonders UNS! Kanpai!", verkündet Seisu, sie trinken alle Drei aus und Seisu fällt fast synchron mit Strator um und in den Schlaf. "Tihihi, diese Irren machen mich noch irgendwann fertig...", kichert Jessy leist deckt das schlafende Trio zu und geht mit Amy zurück in deren Schlafzimmer.


*Kurimufire ist hier ein mit Creme und Kräutern verfeinertes Fischfilet.

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28.01.2015, 11:56

Kapitel 18: Interessierter General

Am nächsten Tag spät vormittags wird Seisuga durch den Geruch von Essen geweckt. Jessica steht mit Amy und Scopio in der Küche und bereitet das Mittagessen vor. Kimako schläft inzwischen auf der Couch mit Neko auf seinem Bauch und Sabber am Mund und von Stratos hört man Schmerzensschreie durch die Straftreffer von Saeko. Scopio sieht seinen Partner im Augenwinkel sich aufrichten und springt zu ihm hin: "Nya! Guten Morgen, Schlafmütze! Du hast deinem Geschnarche nach ja ganz gut geschlafen, nyaha!". Seisu streckt sich beim Aufstehen und drückt ein leises "mhm" heraus. Er öffnet die Augen und hält gleich die Hand vor das Gesicht. "Bäh... Die Sonne blendet zu stark...", raunzt der Jäger kurz. Jessy dreht sich zu ihm und grinst mit süßer Stimme: "Gu-ten Mor-gen Schatz, hast du gut geschlafen?" - "Ja, so weit ganz gut, hab wohl zu viel getrunken letzte Nacht... Nicht, dass ich viel vertragen würde, haha...". Jessica sieht ihn nur verwundert an. Normalerweise reagiert er gleich abweisend bei solchen Aussagen. Die Frau des Hauses versucht es nochmal. "Sollen wir dann vielleicht ein heißes Bad nehmen? Das Essen braucht jetzt nur noch gewendet zu werden... Das kann Amy auch ohne mich...", schmunzelt sie Seisu verführerisch an. Dieser sieht zu ihr rüber. Jessy macht eine schüchterne Geste, woraufhin Seisu mit einem laschen "Von mir aus..." antwortet. Die Jägerin sowie die Zwei Lynian sehen ihn verblüfft an während er in sein Zimmer geht. Durch diese ungewohnte Reaktion steht Jessy noch immer starr in der Küche und will gerade ins Richtung Bad loslaufen, als es in Seisugas Zimmer rumpelt. Er stürmt panisch durch die Tür in die Küche: "Warte mal, WAS?!".


Als alle Jäger und Lynian zum essen am Tisch sitzen erzählt Jessy das jüngste Erlebnis. "Und das Beste...", sie muss durch den Lachanfall erst tief Luft holen, "...als er dann realisiert hat bei was er zugesagt hatte, stürmte er aus dem Zimmer wieder hier rein und war nackig!". Das Gekichere zuvor wird nun zu einem Gelächter. Auch Seisu muss mitlachen. "Ihr scheint ja wirklich sehr gut miteinander auszukommen!", hört man plötzlich von außen am Fenster. Die Drei Jäger drehen sich hin und grüßen fröhlich Hanto. "Na, wie ist euch der Alkohol bekommen? Wurde gegen Ende ja doch mehr als gewollt, was? Hahaha!". Kimako will gerade zu der Geschichte des Morgens ansetzen doch Stratos bremst ihn mit einer Kopfnuss. Seisu dankt ihm still und bittet Hanto herein. "Ich möchte euch nicht beim Essen stören. Außerdem wollte ich zuerst noch zum Schmied um mit ihm was zu besprechen. Thema Schmied... Wie sehen eigentlich eure Ausrüstungen aus?". Die Truppe sieht sich einander an. Jessica ergreift das Wort: "Wir haben bisher nicht wirklich darauf geachtet sondern mehr einfach das gerade Bestmögliche zusammengewürfelt. Aber bevor wir hier weiter schwatzen, wer bist du?" - "Ach stimmt ja, du hast mich noch gar nicht getroffen! Gestatten, mein Name ist Hanto! Ich bin ein ehemaliger Schüler des hiesigen Gildenmeisters und inzwischen ein Paktgeneral!". Mit einem Lächeln und angebotenem Handschlag lehnt er sich zum Fenster rein. Jessy steht auf und läuft ihm entgegen. "Mein Name ist Jessica, das junge Ding da ist meine Partnerin, Amy. Freut mich, dich kennen zu...", in dem Moment als sie einschlagen will entlädt sich zwischen ihren Händen eine Druckwelle.


"Was zum...", wundert sie sich. "Wie ich es mir dachte, du bist die mutige Jägerin die den Pakt mit einer Katze geschlossen hat, die den mutierten Virus in sich trägt.". Die Gruppe sieht ihn verwundert an. "Diese Druckwelle eben hat lediglich bestätigt, dass du den Virus bereits in dir trägst aber keine Sorge. Wenn er dich schon richtig angefallen hätte, wäre es nicht bei so einer kleinen Druckwelle geblieben, haha!". Jessica ist sichtlich verwirrt. "Nur Geduld, es wird sich noch aller erklären. Ich kann dir aber schon mal so viel sagen: Diese Reaktion eben war das Resultat des Aufeinandertreffens des mutierten Paktes auf eine reine Paktaura. Das ist im Grunde ein ähnliches Prinzip wie bei einem Magnet, nur dass sich hier die Gegensätze abstoßen statt anziehen." - "Verstehe..." - "Aber wie gesagt mach dir da keine Sorgen! Nur weil er da ist heißt das nicht, dass er dich schon befallen hat!". Hanto hat eine sehr beruhigende Art zu sprechen. "Also dann, was schwebt euch denn so vor? Habt ihr irgendwelche bestimmten Ziele was Rüstungen und Waffen angeht?" - "Schon, aber bei dem Tumult momentan ist kaum an eine ruhige Jagd zu denken...", senkt Seisu bedrückt den Kopf, "Aber mich würde die Rüstung des azurenen Rathalos sehr ansprechen! Die Fähigkeiten sind sehr nützlich und auch das Design gefällt mir recht gut.", fügt Seisu hinzu. "Mich würde ja eine Rüstung interessieren, die mich beim Bewegen nicht stark einschränkt! Ich bin sehr interessiert am Insektenstab daher brauche ich Bewegungsfreiheit. Und für den Anfang wenn ich es denn schaffe noch die Fähigkeit des göttlichen Schutzes einzubringen, da diese Waffe dennoch recht neu ist und ich noch üben muss.", meldet sich Stratos. Auch Kima hat schon eine grobe Vorstellung. "Ich würde ja gerne eine richtig massive Rüstung tragen, die mich aber gleichzeitig auch agiler macht! Vielleicht von schwarzen Gravios mit eingebautem Schnellader, dann kann ich noch schneller zuschlagen!". Hanto hört nur aufmerksam zu, während eine hinter ihm versteckte Felyne alles niederschreibt. Jessica überlegt kurz. "Da ich im Fernkampf mein Zuhause gefunden habe und auch gerne mit schweren Geschossen auf die Jagd gehe, wäre eine ausweichverstärkende Rüstung sehr hilfreich! Im besten Fall auch mit Schussverstärkenden Fähigkeiten, bevorzugt aber Pierce! Im Idealfall wäre ich ja für die Nargacuga-Rüstung...", sie dreht sich mit gespieltem schüchternen Blick zu Seisu, "...dann hättest du auch was fürs Auge, Schatz!". Im selben Moment nahm Seisu einen Schluck seiner Cola die mit dieser Aussage wieder durch die Nase schießt. Die Jagdkollegen lachen los und Hanto wundert sich nur.


"Ich sehe schon ihr habt euch gut überlegt womit ihr eure Stärken herausheben oder eure Schwächen ausbessern könnt. Das sieht man recht selten bei so jungen Jägern. Und welche Waffen benutzt ihr so?". Kima stößt gleich vor: "Ich benutze hauptsächlich meine 'Sieglinde'! Sie besitzt recht gute Schärfe und das Gift hilft auch wenn man mal kurz defensiv kämpfen muss!" - "Ich benutze meine Fernkampfwaffen abwechselnd aber in letzter Zeit am Liebsten meinen Dios-Bogen. Er ist sehr zuverlässig und der Schleim bombardiert auch dicke Panzer weg!", folgt ihm Jessy. "Mein bevorzugter Stab besteht noch aus recht einfachen Materialien aber ich möchte noch einen aus Neruscylla-Material zusammenbauen können, da das einschläfern ungemein hilfreich ist!" - "Verstehe, verstehe... und du, Seisu?" - "Ich benutze eine antike Waffe. Ihr Name ist Zephir und sie hat eine Blaue Güteklasse, wenn auch nur mit kurzer Verweildauer." - "Moment mal, bist du nicht momentan noch auf Gildenstufe 3? Solche Waffen bekommt man normal nur in den hochklassigen Gebieten...". Seisu weicht kurz zurück und kratzt sich am Kopf. "Ähähä ja... Ich vermute, dass man mir doch draufgekommen ist. Und ich denke, euch kann ich es ja problemlos erzählen. Der Gildenmeister hat mich ab und an zu solchen hochklassigen Sammelmissionen mitgenommen und ich hab mich dann eben ab und zu abgezweigt und selbst rumgesucht...". Jessica kichert in ihre Hand: "Hihi, du bist also doch ein böser Junge...", zwinkert sie ihm zu. "Eine recht gute Wahl, besonders für den Anfang! Diese Waffe hat meines Wissens nach auch die Möglichkeit, ein 3-Slot-Juwel zu beherbergen. Das hilft oft bei Fähigkeiten um sie zu aktivieren!". Seisu nickt still. "Ich würde allerdings gerne auf ein lähmendes Langschwert umsatteln sobald es möglich ist. Der gildenmeister hat mir das Gobul-Langschwert 'Seelenbinder' empfohlen, doch da brauche ich noch einiges an Zeit.". Auch hier hat die Felyne hinter dem Besucher mitgeschrieben und zupft an seinem Hosenbein, ohne dass es die Jägergruppe merkt. "Gut, ich muss dann auch schon wieder weiter. Seisuga, ich komme dann im Laufe des Nachmittags wieder um euch abzuholen... euch alle!" - "Moment mal, jetzt dürfen wir doch alle mit?", freut sich Stratos. Hanto nickt ihm grinsend zu. "Also macht euch bereit, wir werden locker 2 Tage weg sein! Bis später dann!", verabschiedet er sich mit einer leichten Winkgeste und geht seines Weges.

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28.01.2015, 16:51

Kapitel 19: Warnung oder Hilferuf?

Die Truppe ist inzwischen reisefertig und verabschiedet sich vom Gildenmeister. "Und wehe du bringst sie mir nicht wieder heil nach Hause! Dann setzt es was mit meinem Stock!". Hanto schreckt kurz zurück. "Nur keine Sorge, Meister. Ich werde jeden Einzelnen von ihnen mit meinem Leben beschützen!". Er verbeugt sich vor dem kleinen Mann, bedankt sich für die Freundlichkeit und geht aus dem Hinterzimmer. "Meister, ich werde mein Bestes geben um sicherzugehen, ob ich nun der Nachkomme des Seelenfressers bin oder nicht.", leitet Seisu den Abschied ein. "Das weiß ich, junger Jäger. Doch auch wenn es nicht der Fall sein sollte und du ohnmächtig wirst, werden wir einen Weg finden diesen Krieg zu beenden bevor er beginnt.", der Gildenmeister dreht sich zu den anderen Jägern und Begleitern, "Kima, Stratos, ihr beiden seid zwar selbst ziemliche Chaoten aber wenn es um die Jagd geht kann man auf euch zählen. Auch euren Begleitern ist ein Lob auszusprechen, ohne euch kleinen Helfern wären die Jäger auch ein Stück weniger effektiv. Bleibt dabei!" - "Jawohl, Meister.", grinsen sie stolz. "Und ihr beiden, Jessica und Amy...", er geht näher auf sie zu, "...Was auch passiert, achtet stets auf eure Gesundheit und darauf, wie der Virus sich auf euch auswirkt! Geht keine unnötigen Risiken ein!" - "Keine Sorge Meister, wir passen gut aufeinander auf!", lächelt sie mit Amy auf der Schulter. Nochmal mit wenigen Schritten zurück und allen im Blickfeld kramt er in seiner Tasche rum. "Und nehmt dies noch mit aber macht es erst auf, wenn ihr vor Ort des Schwertes sein, versprecht mir das!". Seisu nimmt das verschlossene Päckchen an sich und nickt. "Versprochen!".


Der Marsch zum alten Turm beginnt. An der Front läuft Hanto mit den Jägern und Katzen, gefolgt von der Truppe die der General mitbrachte. Zuerst gehen sie am Fuß des Schneegebirges entlang. Es ist ein mittellanger Marsch bei dem das Ende des Gebirges bei der Abenddämmerung erreicht wird. Sie schlagen ein Lager mit einem Feuer und Zelten auf. Hanto lotst die Jäger samt Begleitung auf einen hohen Schneehügel und zeigt ihnen den Sonnenuntergang. "Wundervoll...", flüstert Jessica leise. auch die Anderen sind begeistert von diesem Bild der Natur. Die Dunkelheit bricht langsam herein und die Gruppe geht wieder zurück zu ihrem Lager, in dem sie auch die Begleitung von Hanto besser kennen lernen. Ein lustiger Abend gefolgt von einer ruhigen Nacht geht vorbei. Am nächsten Morgen packen sie ihre Sachen wieder zusammen und gehen weiter. Während dem Marsch erzählen sich die Truppenmitglieder gegenseitig von Erlebnissen im Leben und im Kampf, von guten und schlechten Zeiten. Hanto gibt sich während der Lauferei ungewöhnlich distanziert, "weil ich mich konzentrieren muss um keine Gefahren zu übersehen", wie er sagt. Die wenigen Dinge die er sagt sind meist Tipps und Orte, zu denen er selbst Erzählungen macht. Nach dem Schneegebirge kam der Dschungel am Meer. In der Ferne konnte man einen Plesioth beim Jagen beobachten, der die Beute danach zu ein paar kleineren Fischwyvern zieht. Vermutlich der Nachwuchs. Der Weg am Sand entlang ging zu der altbekannten kleinen Insel mit einer Ruine, an der ein Schiff auf die Truppe wartet. Auf dem Schiff angekommen richten sie alles für ein deftiges Mittagessen her. Unterwegs kamen mehrere große Fische nahe zum Schiff, vermutlich wegen der Neugier. Unter den ganzen Fischen war auch ein grünlicher junger Plesioth, der Hanto anscheinend kannte. Der kleine Fisch schwamm neben dem Schiff her, Hanto zog die schwere Rüstung aus und sprang ihm auf den Rücken. "Na, wer will noch einen Rundgang unter Wasser?", ladet er seine Leute ein. "Ich würde sehr gerne!" - "Klar, wenn man schon mal die Gelegenheit bekommt auf einem Plesioth zu schwimmen...", nehmen Jessica und Stratos das Angebot an. Wie Hanto befreien sie sich von schwerer Last. "Ich bleibe hier und lese noch ein wenig in den Berichten über den Seelenfresser. Kima schläft eh auch schon da drüben, also müsst ihr auch nicht auf ihn warten.", lehnt Seisu dankend ab. Die beiden Jäger springen mit einem Satz rüber zum Plesioth und halten sich an ihm fest. "Na dann, Plesi... Auf zu einer Runde unter Wasser!".


Der vergleichsweise kleine Plesioth stößt sich blitzschnell nach unten um Schwung zu holen. Innerhalb von Sekunden schießt er wieder hoch nach oben in die Luft, macht seinen typischen Ruf und rast Kopf voraus in das Meer. Das Wasser ist in diesem Gebiet unglaublich rein. Unter dem Wasserspiegel ist es mit hellblauen Sonnenstrahlen verziert, gefolgt von einer kilometerweiten Sicht am Meer entlang. Die Fischwyvern scheint bereits ein Ziel zu haben und tatsächlich, etwa eine Minute später kommen sie vor einer recht großen Höhle an. Von innen hört man Plesiothe schreien, die sofort auch rausgeschwommen kommen. Das müssen die Eltern sein. Denkt sich Jessica. Nach einem kurzen Freudentanz im Wasser des Kleinen schwimmen sie wieder los, diesmal in Begleitung der Zwei ausgewachsenen Eltern. Hanto klopft hin und wieder an der Rückenflosse um ihm Richtungsangaben zu machen. Sie kommen während der Unterwasserfahrt an Wracks und tiefen Spalten vorbei, Korallenfeldern und seltenen Fischen, die man sonst nahe der Jagdgebiete nicht zu Gesicht bekommt. Nach etwa einer Stunde geht die Luftversorgung der Jäger zur Neige und Hanto fährt die Wassergruppe zurück zum Schiff. Ungestüm rast der Kleine Plesioth zum Schiff, springt elegant darüber und landet auf der anderen Seite im Wasser. "Das war ja der Wahnsinn!!", freut sich Stratos. Sie springen von der Wyvern ab und schwimmen zum Schiff hin, wo Seisuga schon mit Tüchern auf sie wartet. "Dann erzählt mal, wie war es denn so?" - "Also zuerst einmal ist der Rücken von so einem Plesioth viel griffiger als man denkt! Auch bei extremer Geschwindigkeit konnte man sich sehr gut festhalten!", berichtet der Lulatsch aufgedreht. "Außerdem haben wir viele versteckte und schöne Plätze gefunden, ganz zu schweigen von den farbenfrohen Fischen!", fügt Jessica hinzu. Hanto lächelt sie an und geht sich wieder umziehen. "Und dann war da noch dieses Wrack, bei dem ich glaube etwas glänzendes gesehen zu haben...".


Die Schiffsfahrt ging noch einige Stunden weiter. Kurz vor der Dämmerung kamen sie dann schließlich beim Lager des Vulkans an, an dem sich bereits Drei Jäger befanden, auf der Jagd nach einem Iodrome. Im vorbeigehen grüßten sich der Trupp und die Jäger doch sie zogen gleich weiter. "Normalerweise dauert es von hier an noch mindestens einen Tag bis zum Turm doch ich kenne eine Abkürzung.", informiert der General und deutet auf einen Abhang hin. "Und da soll es sicher sein?", fragt ein Neuling in Hantos Truppe. "Finde es doch heraus, Frischfleisch.", sagt ein anderer und gibt ihm einen leichten Stoß nach vorne woraufhin dieser runterrutscht. "Aaaah, du Irrer!", schreit er immer leiser werdender. Ein herzhaftes Gelächter beginnt gefolgt von einer großen Rutschpartie. "Das war ja wirklich nicht so schlimm wie ich dachte...", rappelt sich der Neuling auf. Vor ihnen ist ein stark zugewucherter Pfad mit Ranken und Ruinenteilen. "Wenn wir nun hier entlanggehen kommen wir direkt zum Fuße des Turms an der gegenüberliegenden Seite des Basislagers. Wir werden dann zu diesem Lager gehen und noch eine Nacht ausruhen, damit morgen alle wirklich fit sind.", weist Hanto an. Der Pfad ist gerade noch so breit wie eine Person. Eine lange Schlange von Metallgeräuschen und Marschliedern für Jäger wandert so durch die Ranken und Ruinen klettert und springt zwischendurch bis sie dann schließlich am Turm ankommen. "Hier wird es für Neulinge ein wenig knifflig, da man sich beim Klettern sicher sein muss, wo man hingreift. Keine Sorge, wenn ihr runterrutscht landet ihr weich auf den Pflanzen und Ranken.", warnt Hanto sie routiniert und beginnt zu klettern. Einer nach dem Anderen macht es ihm gleich, bis hin zu der Nachhut. "Ich muss schon sagen Frischfleisch, was du beim Rutschen verkehrt gemacht hast, machst du mit Kletterfertigkeiten wieder wett, haha!", zieht ihn ein Truppenmitglied auf. Hanto schleicht sich von hinten an und schubst diesmal den Truppenkollegen den Rand hinunter. Dieser landet kurz vor dem Boden in einem Rankengewächs und verheddert sich. Er versucht sich zu befreien, doch die Ranken lassen das nicht zu. "Du machst aber auch nicht die beste Figur da unten, haha!", lacht der General ihm hinterher. Alle Anwesenden beginnen zu lachen. "Da-Das ist nicht witzig, General. Holt mich bitte hier runter!" - "Ach, das schaffst du schon wenn du wirklich das Training so toll abgeschnitten hast wie du immer behauptest. Und sonst...", Hanto dreht sich um und geht langsam weg, "...holen wir dich morgen wieder ab. Gute Nacht, hahaha!".


Am Basislager angekommen stellen alle ihr Gepäck ab und bereiten das Abendessen vor. Inzwischen ist es dunkel, nur die wenigen Fackeln auf dem Weg vom Lager zum Turm geben ein wenig Licht ab. "Und, seid ihr schon aufgeregt?" - "Schon etwas, mich interessieren solche Geschichten schon immer und jetzt, da ich im Mittelpunkt einer solchen sein soll finde ich es noch spannender!", antwortet Seisu. "Es freut mich zu sehen, wie leidenschaftlich du dabei bist. Doch vergiss niemals deine Freunde, denn ohne Freunde hast du kein Team und ein Einzelgänger hat in unserer Welt verloren.". Seisu blickt ihn bewundernd an und nickt. Stratos und Kima sitzen mit den Truppen am Lagerfeuer und warten ungeduldig auf das Essen, während Jessica mitsamt allen Katzenbegleitern ein Stück weiter unten in einem kleinen See schwimmt. Plötzlich schreckt Seisuga auf. "Was ist denn los?", fragt Hanto. "Hörst du das auch? Es kommt vom Turm..." - "Nein, ich höre nur den Wasserfall und Gejaule von unseren Mitläufern hier." - "Ich habe irgendwie das Gefühl, als ob... ETWAS mit mir sprechen will..." - "Und was versucht 'ES' dir denn zu sagen?". Seisu hält kurz inne um sich zu konzentrieren. Wie durch den Wind getragen vernimmt er die Worte "Der Urdrache...".

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11.08.2015, 16:36

Kapitel 20: Virus trifft auf Seelenfresser!

Nach einer kühlen Nacht bei der Basis am Turmfuße machen sich die Jäger wieder bereit, denselben zu erklimmen. Auf dem Weg zum Eingang hilft Hanto dem am Vorabend in die Ranken geschubste und inzwischen eingeschlafenen Mitstreiter rauf und der Marsch geht in den Turm weiter. Seisuga hat außer Hanto noch keinem von der Stimme letzte Nacht erzählt um etwaige Angst zu vermeiden. "Selbst die Luft hier wirkt antik...", bemerkt mit einem tiefen Atemzug. Die Truppe geht an einem kleinflächigen aber hohen Gebiet die Treppe runter. Der Boden selbst ist mit knöchelhohem Wasser gefüllt aus dem Pflanzen wachsen, die von Käfern wohl sehr begehrt wird. Gefolgt wird dieses Gebiet von einem flachen, das am Turmrand weitergeht und schlussendlich ins Turminnere führt. Der Weg geht hier recht schnell und im Schneckenweg hoch. "Wir sind wohl schon ziemlich nahe...", spricht Seisu durch das Geschnaufe und Gestöhne der Anderen, "Ich kann spüren, wie mich irgendetwas anzieht.". Kurz vor der Turmspitze weist Hanto dann auf einen versteckten Weg in der Wand. Nach einem gezielten Druck mit der Handfläche auf die Wand beginnt sie sich zu bewegen und öffnet den Weg zu weiteren Durchgängen. "Bleibt beisammen, der Weg hier ist schmal und es gibt viele Abzweigungen.". Nach einigen Wendungen nach links und rechts kommen sie in einen vergleichsweise großen leeren Raum, ihnen Gegenüber ein großes Tor welches mit alten Symbolen verziert ist. Aufgrund von Erfahrungen vorheriger Besuche geht nut Hanto in Richtung des Tors, während seine Truppe sich an den Wänden verteilt. "Jetzt ist nur noch dieses Tor zwischen uns und dem Seelenfresser... Bist du bereit?", dreht er sich zu Seisu um. Mit starkem Schlucken nickt dieser Stumm und geht Seite an Seite mit Scopio und Hanto direkt zum Tor. Der Paktgeneral drückt bewusst bestimmte Symbole in bestimmter Reihenfolge, welche die Umrisse derselben zum Leuchten bringt und schlussendlich auch das Tor. Schwer knirschend und mit leichten Beben setzt sich das Tor nach oben in Bewegung und vom Raum dahinter fließt eine mystische Aura ihnen entgegen.


Seisu's Herz beginnt immer schneller zu schlagen. Auch Hanto scheint den Druck zu spüren. "Weiter als hier kann ich leider nicht. Wir werden aber alle bereitstehen, falls du umkippen solltest. Also sei unbesorgt, wir sind auf alles vorbereitet.". Der junge Jäger nickt stumm und betritt den von Druck überquellenden Raum. "Denkt ihr, es wird ihm gut gehen...?" - "Also wenn es um mentale Kraft geht, dass wird besonders er am ehesten standhalten von uns allen.", diskutieren Kima und Stratos. Jessy steht still und gebannt dem Eingang gegenüber und kann das Schwer sehen. "Alleine der Anblick scheint mir schon Kraft zu rauben...". Scoppio dreht sich zu deren Begleitern, grinst kurz und geht Seisu nach. "Dieses Gefühl... Es ist eine Mischung aus Druck, der mich wegzuschieben scheint doch gleichzeitig zieht es mich zu sich hin...", schildert Seisu seinen Zustand. Je näher er dem Schwert kommt, desto anstrengender wird das Vorankommen. Schließlich ist das Schwert in Griffweite. Der Schweiß rinnt Seisu von der Stirn und auch Scopio kriecht auf allen Vieren, um dem Druck standzuhalten. Der Jäger schluckt wieder stark und streckt seine rechte Hand aus, als sich etwas ziwschen dem Griff und Klinge zu tun scheint. Doch Seisu schreckt nicht zurück. "Irgendwas tut sich am Zwischenstück...", stöhnt er leise. Hanto nickt seinen Truppen entgegen und sie stellen sich nache dem Tor und am Eingang des Vorraums mit Netzen und Seilen hin, um ihm bei Ohnmacht oder Druckschleudern abfangen zu können. Seisu streckt seine Hand noch weiter dem Schwert entgegen und versucht es zu greifen, als das knistern lauter wird und sich ein dunkler Kreis über dem Zwischenstück bildet. Dieser wird mit einem Goldschimmer ausgefüllt, in dessen Mitte sich etwas wie eine Katzenpupille formt. "Unglaublich...", flüstert Hanto, "Bisher hat es noch keiner so weit geschafft...". Der Sog-Druck wird immer stärker und plötzlich hört man eine Stimme. "Wer wagt es, die Seelenfresser-Klinge bei ihrem Schlaf zu stören?". Die Stimme ist sehr tief und hallt stark in den Räumen. Das Auge sieht direkt zu Seisuga. "Du da, junger Jäger. Bisher hat es noch niemand außer meinem Meister geschafft, sich meiner Aura zu widersetzen...". Immer weiter steigt die Intensität in der Luft. Nun sieht das Auge auch zu Scopio runter. "Beeindruckend... selbst eine Lynian vermag es, meine Anwesenheit auszuhalten... Doch ihr seid nicht alleine, richtig?". Seisu versucht zu antworten, doch irgendwas raubt ihm die Stimme. Die Pupille verändert sich und formt mehrere Kreise bis zur Augenmitte. "Ihr da hinten am Eingang, die 2 Jäger und die Jägerin mit euren Partnern... kommt her...".


Seisu hat seine Hand inzwischen wieder zurückgezogen und mit äußerster Vorsicht gehen die Freunde von Seisu und Scopio dem Raum mit der Klinge entgegen. "Keine Sorge, junge Jäger, ihr werdet würdig sein, wenn ihr es denn wirklich sein wollt...". Der Sog-Druck wird nicht stärker aber auch nicht schwächer. Mit Mühe und letzter Kraft kommen auch sie am altar an, auf dem das Schwert thront. "hmhm, wie ich es mir dachte...", scheint sich der Seelenfresser zu freuen, "Doch für das, was nun folgt, brauchen wir absolute Konzentration.". Plötzlich fängt es hinter der Gruppe an zu knirschen. Das Tor bewegt sich wie von selbst wieder runter und Hanto verteilt Befehle. Seisu und die Anderen jedoch bleiben ruhig und spüren nicht den Ansatz von Bedrohung. Schließlich ist das Tor unten und geht auch nichtmehr rauf. "Nun denn, sprecht eure Namen!", befiehlt die Klinge. "Mein Name ist Kimako, das hier ist mein Partner Neko." - "Stratos, und dies hier ist Saeko." - "Ich spüre eine sehr starke Bindung zwischen euch und euren Partnern...", unterbricht das Schwert die Vorstellungsrunde. Das Auge sieht rüber zu Jessica. "Junge Jägerin, ich spüre eine extreme Macht von dir und deiner Partnerin, kann sie aber nicht als gut oder böse einstufen... Bitte, kommt näher..." - "U-und unsere Namen?", fragt Jessy sichtlich nervös, wissend, was die Klinge früher mit dem mutierten Virus scheint gemacht zu haben. "Das können wir auch danach klären, doch für jetzt komm' bitte näher...". Schluckend geht Jess näher an den Altar als plötzlich es dumpfes Gebrüll von der Klinge aus geht und eine blitzende Aura in Handform vom Auge aus auf Jessica und Amy losschießt. Die beiden weichen zurück und bevor die Hände sie erreichen springen Seisu und Scopio dazwischen und schlagen sie mit ihrer Faust und Pfote weg. "Was zum...", versucht das Schwert zu fluchen. Sowohl Seisu als auch Scopio stehen dem Auge scharf entgegen. "Mein Partner hier heißt Scopio und mein Name ist Seisuga...". Beide reißen die Augen auf und sehen das Auge direkt an. "Ich bin ein direkter Nachfahre deines Meisters und befehle dir hiermit, meine Freunde in Ruhe zu lassen!".

IrrerSuchti

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30.11.2015, 15:11

Kapitel 21: Seisuga gegen Seelenfresser!

"Interessant...", reagiert das Auge auf die Beiden und zieht die Hände zurück, "Wie es scheint wisst ihr alle schon recht gut Bescheid, was eure beiden 'Freunde' da mit sich tragen... Und doch bringt ihr sie direkt zu mir, der diese Seuche einfach nur ausrotten will? Ihr seid entweder mutig oder einfach nur dumm...". Jess nimmt Amy auf den Arm und sie sehen dem Auge entgegen mit einer Mischung aus Angst und Entschlossenheit. "Gerade WEIL sie den Virus in sich tragen wollten wir hierher und um Rat bitten, wie wir-" - "Der einzige Weg, diese Seuche wieder loszuwerden ist, wenn ich den Wirt zur Strecke bringe...". Das Auge wirkt leicht gereizt. "Es muss einen anderen Weg geben!" - "Und wieso sucht ihr dann nicht nach eurem 'anderen Weg' und kommt stattdessen zu mir? Wenn du wirklich ein Nachfahre meines Meisters sein willst müsstest du wissen, was wir früher mit dem Virus getan haben...", sagt es und wird langsam wieder aktiv, "Schlimm genug, dass es inzwischen schon Menschen und den Stamm der Lynian infizieren kann...". Allmählich formen sich wieder Hände an den Seiten des Auges. "Ich muss diese Bedrohung im Keim ersticken solange es noch möglich ist!", Wird es lauter, verstärkt den Sog-Druck und lässt die Hände um Seisu und Scopio herum zischen und erneut den infizierten entgegen.


"Ich sagte lass sie IN RUHE!", brüllt Seisu und kappt beide Verbindungen zu den Händen. "Du kleine Göre willst es wohl einfach nicht verstehen?!", wird die Klinge sauer und rast mit einer Dolchförmigen Aura auf Seisu zu. Alle außer Seisu und Scopio schrecken auf und wollen ihn von dort wegzerren, doch der Dolch ist blitzschnell. Der Jäger schließt die Augen. Bevor er jedoch direkt an Seisu rankommt, prallt er an einer Art Barriere ab. "Was zum..." - "Und ich glaube DU willst es einfach nicht verstehen...", spricht Seisu plötzlich mit einer weitaus tieferen Stimme. Er öffnet die Augen wieder, die mit einem kristallblauen Farbe gefüllt sind. Das auge zieht den Aura-Dolch zurück, ohne Worte. Scopio springt Seisu auf die Schulter und öffnet ebenfalls seine gefärbten Augen. Langsam baut sich eine gleichfarbige Aura um sie herum aus der sich ein einzelner kristallener Flügel entfaltet. "Stratos und Kima weichen zurück. "Was geht denn hier ab?!", fragt Stratos. Die anderen sind sprachlos. Sowie der erste Flügel vollkommen entfaltet ist, sprießt ein zweiter auf der anderen Seite. Die Aura um sie herum scheint mit den Körperteilen zu wachsen und der Druck im Raum wird allmählich neutralisiert. Nun formt sich auch ein langer Schweif von ihnen weg bis hin zum Tor. Seisu setzt sich in Bewegung, dem Seelenfresser entgegen. Noch immer keine Worte oder Reaktion ihrerseits. Das kristalline Duo kommt am Altar an. "Die Personen und Katzen in diesem Raum stehen unter meinem persönlichen Schutz...", ertönt wieder die tiefe Stimme. Nun formt sich schließlich auch ein Wyvernschädel um den von Seisuga. Und solange ICH lebe wirst du keinem von ihnen auch nur ein Haar krümmen, VERSTANDEN?" - "Diese Farbe und Form der Aura... So ist das also, hmhm...", scheint das Auge sich fast schon zu freuen. Die Beiden sehen der Klinge direkt in das Auge, ohne auch nur zu zucken. "Ich habe verstanden und werde deinen Befehlen folge leisten.", zieht es sich langsam zurück, "Ich hoffe nur, ihr wisst was ihr da tut, Meister...". Sagt es noch zum Abschluss und verschwindet vollkommen. Seisu greift nach der Klinge und nimmt sie vom Altar. keine Sekunde später verschwindet die kristalline Aura und Seisu fällt mitsamt Scopio zu Boden. "Seisu, Scopio!!", ruft die Gruppe während sie zu ihnen rennen. Zeitgleich geht auch das Eingangstor wieder auf, wodurch Hanto und seine Truppe die beiden Partner auf dem Boden sehen, Seisu mit der Klinge in der Hand.


Ohne große Umschweife befehligt Hanto die Leute und sie bewegen sich wieder zurück zum Basislager am Fuße des Turms. "... Dann hat sich plötzlich seine Stimme geändert und um ihn forte sich eine mächtige erdrückende Aura, ich habe sowas nie zuvor gespürt!", erklärt Stratos. "Und dann wuchsen ihm nach und nach die beiden Flügel, der Schweif und sogar noch ein Wyvernschädel!", ergänzt Kima. Jessy und ihre Partnerin laufen nur stumm neben den auf einer Trage liegenden erschöpften Duo. Hanto bemerkt das und lehnt sich zu Stratos und Kima nach hinten. "Sie macht sich wohl ziemlich Sorgen." - "Sie meint, es wäre ihre Schuld weil ohne den mutierten Virus wären sie gar nicht erst hergekommen und Seisu würde nicht so leblos daliegen..." - "Verstehe... ich versuche sie mal aufzumuntern.", sagt Hanto und geht zu ihr nach vorne. "Es ist nicht deine Schuld.", entgegnet er ihr trocken. Sie dreht sich mit wässrigen Augen zu ihm, sagt jedoch nichts. "Der mutierte Virus hatte bereits angefangen zu wüten BEVOR ihr damit in Kontakt kamt. Früher oder später wären wir so oder so zu Seisu gegangen und hätten ihn hierher beordert.", erklärt der General der jungen Jägerin, "Wenn ihr ehrlich sein soll ist es vielleicht sogar von Vorteil gewesen, dass ihr davon betroffen seid, das gab Seisu wohl eine extreme Ladung an Willenskraft, die schlussendlich dazu führte, den Seelenfresser auf unsere Seite zu bringen.. Hanto legt seine Hand auf Jessies Kopf, wodurch sie kurz zusammenzuckt und ihn verwundert ansieht. Der Truppenführer grinst sie breit an und sagt: "Und von dem wie ich Seisu bisher kennengelernt und von euch gehört habe, wird er sich von sowas nicht unterkriegen lassen. Also mach' dir keine zu großen Sorgen um den Sturkopf.". Die Art wie der General diese Worte sagte lässt die Jägerin lächeln und eine Träne rollt ihr die Wange runter.


An der Basis angekommen, inzwischen ist es schon wieder dunkel, die Sonne ist untergegangen aber der Mond och hinter dem Turm versteckt, bereiten die Männer und Frauen ein Lagerfeuer sowie das Essen vor. Seisu wird in ein Versorgungszelt gebracht wo die Mediziner ihn noch einmal checken. Ohne bedrohliche Zeichen wird Seisu dann schließlich in eine Art Schlafsack gehievt und Scopio neben ihm auf einem Wollteppich aus Pepe-Wolle. Hanto setzt sich zu den besorgen Gemütern der Jägergruppe am Lagerfeuer und beruhigt sie mit den guten Nachrichten. Alle atmen auf. "Es wird auch bald was zu essen geben, vielleicht bringt ihn der Geruch des Fleisches ja wieder auf die Beine, haha." - "Da verwechselt ihr wohl was mit der Schnarchsack da.", antwortet Stratos und deutet auf Kimako, der ihm nur einen giftigen Blick zuwirft. Von Jess kommt keine wirkliche Reaktion. Sie sieht nur ins prasselnde Feuer und wirkt generell recht abwesend. Die wachen Lynian sind inzwischen von ihrem Bad am Wasserfall zurück. "Na hat es gut getan?", sieht Hanto zu ihnen rüber. "Nya, es gibt nichts schöneres als das Gefühl von sauberem Fell.", lächelt Saeko ihm entgegen und die Drei schütteln das Restwasser weg. Neko und Amy ziehen mit Mühe einen Stein zum Feuer der groß genug ist, dass alle Drei darauf platz haben. "Schon irgendwas neues von den Zwei verrückten?", fragt Saeko als sie sich alle am Feuer wärmen. "Im Grunde unverändert, was aber wenn man die Situation bedenkt schon wieder gut ist.", antwortet Kima. "General, das Essen ist servierfertig!", stellt sich einer der Köche vor die Gruppe. "Na dann, auf zum frohen Kräfte tanken!", steht Hanto auf und die anderen tun es ihm gleich.


Nach dem Essen folgt der Alkohol und je später es wird, umso mehr steigt der Lärmpegel. Kima ist auch mit von der Partie und blödelt mit den Truppenmitgliedern rum. Jessica, die das ganze Essen über kein Wort gesagt hat, lehnt sich zu Hanto rüber: "Ist es in Ordnung, wenn ich im Versorgungszelt bei Seisu schlafe? Ich würde sonst keine Ruhe haben die Nacht.". Ohne überlegen zu müssen antwortet er mit einem Nicken. Gerade als sich Jessy zum Zelt aufmacht stoßen Stratos und die 3 Lynian zu ihr und nach kurzem Wortwechsel gehen sie mit ihr mit. Kima sieht im Augenwinkel noch wie Neko als letzter das Zelt betritt und erkundigt sich bei Hanto. Kurz erklärt verabschiedet sich Kima von der Truppe und schlurft auch zu seinen Leuten. "Rutsch mal rüber, Lulatsch.", schubst Kima ihn und setzt sich zu den anderen. Mit flacher Atmung schläft Seisu tief und fest, neben ihm auf der Wolldecke sein gekringelt liegender Partner. Amy und die anderen Katzen haben sich inzwischen um ihren bewusstlosen Freund gelegt und wärmen sich nun gegenseitig. Ganz leise kann man ein Schnurren von Scopio wahrnehmen. Am Kopf von Seisu sitzen ein wenig weiter die 3 Jäger, stumm sorgend. "Jetzt hör doch mal auf die ganze Zeit so ein besorgtes Gesicht zu machen...", stupst Kimako die Jägerin an. "Wenn sie Gesichter machen könnte, hätte ich schon lange ein neues für dich bestellt...", kommentiert Stratos dazwischen. Ein Kichern, wenn auch nur sehr leise. Die Beiden sehen Jess an, die wiederum verwundert Seisu ansieht. Sie drehen ihre Köpfe auch zu ihm und sehen den erschöpften Freund grinsen. Kurz darauf sehen sich die wachen Jäger gegenseitig an und grinsen ebenfalls, Jessica mit eingeschlossen. "Hanto hat uns gesagt ihr wollt die Nacht lieber hier bleiben, darum bringen wir euch auch Schlafsäcke." - "Vielen Dank!" - "Keine Ursache, wenn ihr was braucht meldet euch einfach. Gute Nacht.". Jessica zögert kurz, ihren Schlafsack zu öffnen, bis Stratos sie schlussendlich anstupst. "Na, leg dich schon neben ihn hin.". Stumm nickend breitet sie dann ihren Schlafplatz aus, direkt neben Seisu und nach ein paar Minuten ist das Zelt erfüllt von Schnurren, säuseln und schnarchen...

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18.04.2016, 11:19

Kapitel 22: Der Schmetterling entfaltet sich

"Als wärst du schon eine Veteranin...", sagt der gefallene Engel stolz, nachdem er die Hinrichtung des Rathalos beobachtete. Grace schließt ihre Augen wieder, dreht sich zu ihrem Tutor und lächelt breit. "Und als ob du mehr als eine Seite hättest...", denkt er sich danach. Hinter einer Felswand hört man ein Gegackere. "Keine Angst KK, wir wissen schon, dass du auch einen Teil dazu beigetragen hast.". Die schwarze Vogelwyvern schaut hervor und läuft zu der Kleingruppe. "Und was kommt nun als nächstes?", fragt Grace erwartungsvoll. Der gefallene Engel überlegt kurz. "Hm... die letzten Tage durfte ich sehen, wie du zwar tollpatschig aber sehr begabt das Jägerdasein ausübst. Dein Pakt beinhaltet nicht nur 2 sondern sogar 3 Lebewesen. Dazu kommt noch, dass das dritte Wesen eine Wyvern ist, die zum Einen mit dir aufgewachsen ist und darüber hinaus eine einmalige Fähigkeit besitzt...". Die junge Jägerin steht stumm da und hört sich die Aufzählung an. Er mustert sie noch einmal und stimmt sich in Gedanken zu. "Ich würde dir gerne ein Angebot machen.". Grace zieht ein neugieriges Gesicht. "Doch bevor ich das mache musst du wissen, dass ich dich bisher nur leicht angepackt habe. Solltest du dem Vorschlag zustimmen, dann wird die nächste Zeit für euch kein Zuckerschlecken. Außerdem fordere ich strikten Gehorsam!". Ihre Augen fangen an zu glitzern, ahnend, was das Angebot sein wird. "Ich wäre bereit, dich als mein Lehrling aufzunehmen und zu trainieren. Ihr müsst aber alle 3 damit einverstanden sein, sonst macht das Ganze keinen Sinn.". Die Gefragten sehen einaner and und verbeugen sich gleichzeitig. "Wir würden uns geehrt fühlen, wenn Ihr uns trainieren würdet, Seinsei!" - "Sehr schön...", grinst der gefallene Engel sie an, "Da wäre aber noch eine Sache zu klären. Trotz all dem möchte ich, dass du nicht immer Sensei zu mir sagst. Und da ich dich von nun an trainiere, kannst du mich bei dem Namen geben den ich bekam als ich dem Paktbund beigetreten bin.". Grace richtet sich schlagartig wieder auf. "I-ihr seid Teil des Paktbundes?". Er nickt nur leicht. "Kann man so sagen. Gestatten, Paktbundmeister Berith."


Grace sieht ihn ungläubig an. "Und das soll ich Ihnen glauben? Niemand außer den Generälen hat den Paktbundmeister je gesehen!" - "Naja, niemand hat mich je WISSENTLICH gesehen. Ich... wir, ziehen immer durch das Land und halten Ausschau nach zu großen Gefahren und die, die es noch werden können.", erklärt er. "Nya, deiner Erklärung nach hat sie wohl schon zugestimmt?", zieht eine Azurblaue Melynx einen Karren mit Proviant hinter sich her. "Ah Angel, gutes Timing. Ja, sie hat zugestimmt.", antwortet Berith knapp, "Ich erzähle dir alles genauer während wir essen.". Die Proviantbringerin sieht an der kleinen Gruppe vorbei und den hingerichteten Rathalos an. "Den haben wir ohne Hilfe und in Rekordzeit geschafft!", erzählt Grace voller Stolz. Angel sieht Grace an und grinst kurz. "Soll ich beim ausbreiten helfen?", bietet Trapper an. Ein stummes Nicken und er spurtet los. "Wartet noch kurz, können wir ein Gebiet weiter zu dem Teich? dann hätte KK auch was zu trinken.", wirft Grace ein. Sie legen Proviant und Decke wieder auf den Karren und ziehen diesen nun zu zweit in das schattige Gebiet nebenan.


Nach einem kurzen Marsch durch einen länglichen, tunnelgleichen Gang kommen sie schließlich an besagtem Teich an. "Ist es denn auch wirklich in Ordnung? in die andere Richtung gäbe es mehr Platz und mehr Wasser für KK. Außerdem geschah hier dein Unfall...", schaut Trapper besorgt zu seiner Partnerin hoch. "Gerade WEIL es hier passiert ist möchte ich auch eher hierher. Ich glaube, wenn man den Ort des Geschehens besucht kommt man schneller damit klar." - "Ihr solltet euch aber dennoch nicht zu oft hohem Stress aussetzen. Durch KK hast du zwar das Glück, dass der Virusbefall durch dieses seltsame Pulver eingedämmt wurde, jedoch ist er immer noch vorhanden. Es gibt einen ähnlichen Fall im Pokké-Dorf, allerdings gibt es Unterschiede. Zum einen schlossen sie den Pakt erst nachdem eine von ihnen befallen wurde und zweitens hat es zuerst die Felyne befallen, danach das Mädchen.", warnt der Engel. Grace ist sichtlich enttäuscht. "Also dürfen wir unsere supercoolen moves gar nicht machen, ist ja voll doof..." - "Naja ich sage nicht, dass ihr überhaupt nicht kämpfen dürft, sondern dass ihr aufpassen und auf eure Auren und Körper hören müsst. Bei dem geringsten Anzeichen des Virus verlange ich, dass ihr euch zurückzieht." - "Aber selbst wenn er sich bemerkbar machen sollte und wir uns zurückziehen, was sollen wir dann machen?", fragt die junge Jägerin. Berith denkt nach. "Wenn wir von den Fakten ausgehen und der einfachsten Logik folgen,müsste KK in der Lage sein, vielleicht nicht jetzt aber irgendwann, dem mutierten Virus Einhalt zu gebieten. Euren Erzählungen nach habt ihr ja bereits gegen 'normale' infizierte Monster gekämpft.". Grace nickt und fährt fort: "Korrekt, allerdings hatten wir da mehr als nur ein oder Zwei Treffer zu landen. Zuerst galt es, dem Monster den Virus auszutreiben. Erst dann konnten wir es zur Stecke bringen." - "Wie habt ihr es denn ausgetrieben?", wird Berith hellhörig. "Wissen wir leider nicht genau, wir vermuten aber es hat mit KK's Fähigkeit zu tun.", wirft Trapper in die Runde. Inzwischen ist schon alles platziert und das Picknick startet.


Nach einigen schmatzerfüllten Minuten des Genusses sieht Grace zu Berith rüber. "Worauf wolltet Ihr denn eigentlich hinaus vorhin?", harkt sie nach. "Ich habe da so eine Idee... Bisher gab es noch keine Meldungen über Jäger, die einem infizierten Monster den Virus austreiben konnten. Ich vermute daher, dass es wieder mit KK und seiner Aura verbunden ist.". Grace sieht ihn aufmerksam an und knabbert an einem Kokoto-Keks. "Da er mit euch aufgewachsen ist, hat er ja eine Jägerfreundliche Aura entwickelt. Darum kann er ja auch problemlos in der Nähe anderer jäger sein, ohne dass Probleme entstehen... Wenn man also diese Aura in irgendwas füllen könnte, was wiederum andere Jäger verwenden können, dann müsste es eine Möglichkeit geben, dass ALLE sich das zunutze machen können.", erklärt er seinen Gedankengang. "Wie wäre es mit einem Stein?", beteiligt sich Angel. Berith sieht sie nur fragend an: "Warum denn gerade ein Stein?". Stellt euch einfach das Prinzip eines Wetzsteins vor. Im Grunde flößt man ja die eigene Aura in seine Waffe wieder hinein, sodass die Aura 'schärfer' wird, richtig?" - "Ah, ich verstehe worauf du hinaus willst. Ja, das müsste sogar klappen. Ich schreibe mir das gleich mal auf.", sagt der Paktbundmeister und zieht einen Zettel raus. Völlig vertieft in diese Überlegung bemerkt Berith nicht, dass Grace, Trapper und KK kampfbereit in die Ferne zu starren scheinen. "Bekommen wir wieder Besuch? Ich kann diesmal überne..." - "Nein, das ist meine Schlacht... Ich habe schon geahnt, dass es dazu kommen wird...". Ihre Stimme wirkt zwar bestimmt aber auch zittrig. Auch ihr Körper ist am zittern. Berith ahnt schon was, besser gesagt, wer kommt. Ein leicht verzerrtes, knurrend-gurrendes Geräusch am anderen Ende des engen Ganges. Der Gesichtsausdruck von Grace wirkt wie eine Mischung aus Wut und Angst. Sie fängt an zu schwitzen. "Nya, ich kann fühlen, wie du dich nach dem Tod von diesem Ungeheuer sehnst, wir müssen das aber jetzt nicht tun... noch nicht.", sagt Trapper zu seiner Partnerin. Auch KK schüttelt sich und knurrt wild. Die Emotionen von Grace wirken sich auf ihre Partner aus. Berith bleibt mit Angel in der Nähe aber sie greifen nicht ein. "Ich kann es einfach nicht glauben, dass dieses Mistvieh den Nerv hat wieder hierher zu kommen...", flüstert Grace wütend in sich hinein. Ein recht starker Druck breitet sich pulsierend von ihr aus in alle Richtungen. Jeder darauffolgende Druck kommt schneller und wird stärker. Ihre Wut nimmt immer mehr zu und greift auch auf den Rest des Teams über. Trapper beginnt die Haare aufzustellen und leicht zu fauchen. Auch der Blick von KK wirkt, als könnte er sofort töten. Schlussendlich, ein letzter starker Puls der alle 3 in eine riesige schwarz flammende Aura hüllt. "Soso ist das also... Scheint, als würden sich ihre Emotionen auf ihre Aura ebenfalls auswirken...", flüstert Berith zu Angel rüber und zusammen sehen sie zu, wie ein zweiter Schmetterlingsflügel sich aus der Aura entfaltet.

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18.04.2016, 14:44

Kapitel 23: Schwester in Gefahr!

"Und hat sich schon jemand gemeldet für die Eskorte?", erkundigt sich Kazu am Questschalter. "Leider noch nicht, aber im Laufe des Nachmittags kommen ein paar Jägergruppen wieder zurück, vielleicht habt Ihr da mehr Glück.", gibt das Liebchen einen Tipp. Kazu seufzt einmal tief. "Ich werde nach dem Mittagessen wieder um Hilfe Anfragen.". Leicht genervt geht Kazu wieder zurück ins Zentrum von Dundorma. "Hier ist generell nicht viel los wie es scheint...". Der inzwischen recht gut bekannte Kräuterkundler spaziert den Weg entlang zum Fort, setzt sich an die Plattformkante an der unter ihm die Dragonator-Speere herausragen und lässt die Füße baumeln. "Was wohl meine Schwestern so treiben...", redet er vor sich hin und versucht sich zurückzulehnen als er mit dem Kopf an etwas anschlägt. Im Schreck erkennt er eine Person. "Oh tut mir Leid, ich war nur gerade ein wenig gedankenvertieft." - "Als ob das etwas Neues wäre.", antwortet die Person, gelangweilt von der Ausrede. Doch genau diese Art von Reaktion, gepaart mit der Stimmlage, lässt ihn sofort erkennen: "Violet? Bist du es wirklich?!".


"Scheinst ja gut über die Runden zu kommen wenn du hier faulenzen kannst.", setzt sich Violet neben ihn. "Haha ich komme zwar an sich gut zurecht aber eigentlich warte ich nur darauf, dass sich jemand als Begleiter findet. Ich habe da eine sehr interessante und zuverlässige Info erhalten über 'Irgendein Grünzeugs', dass anscheinend an der Wand des Vulkans gedeiht." - "Irgendein Grünzeugs?" - "Ja, die Beschreibung ist zwar recht vage aber dieser Jäger hat mir schon so einige Orte gezeigt, bei denen es entweder sehr seltene oder sehr Wirkungsvolle Kräuter gab. Darum vertraue ich ihm auch hier Blind.". Violet senkt kurz ihren Kopf bei dem Wort Blind. Kazu bemerkt das. "Nanu? Ist etwas vorgefallen?". Violet schüttelt ihren gesenkten Kopf. Ihr Bruder stochert nicht weiter nach. "Hmm, willst wohl jetzt nicht darüber reden... Ändern wir das Thema, hast du Grace in letzter Zeit mal gesehen? Von der Gurke hört man ja genauso wenig wie von dir, haha.". Ein Glitzern fällt von Violets Gesicht und wird durch den Wind verteilt. "Sis?...".


"Und sie ist jetzt in der Obhut des gefallenen Engels?", fragt Kazu nochmal nach. "Genau. Er hat vor, sie persönlich zu trainieren. Wir wissen nicht genau warum gerade sie aber meinem Gefühl nach ist sie sicher bei ihm.". Kazu atmet auf: "Du kannst mir doch nicht erst so einen Schrecken einjagen und dann sagen, es wäre alles in Ordnung..." - "In Ordnung? Sie ist meinetwegen Blind, nur weil ich auf eigene Faust gehandelt habe und mich nicht vor dem Chameleos versteckt habe. Wenn das nicht gewesen wäre, dann...", fängt Violet an sich vorzuwerfen. "Damit kannst du gleich aufhören! Es ist vielleicht ein Unfall gewesen aber zum Einen konnte niemand ahnen, was genau da auf euch zukommt und zum Anderen solltest du Grace kennen. So frech wie sie ist hätte sie dir ins Gesicht gesagt, wenn sie einen Groll deswegen hätte. Außerdem sagtest du auch, dass sie durch ihre Aura sehen kann, richtig?", fährt er ihr sofort dazwischen. Seine Schwester sieht ihn mit wässrigen Augen an. "Somit ist sie meiner Meinung nach nicht mehr direkt als Blind einzustufen. Darüber hinaus hat sie nicht nur das kleine Fellknäuel als Hilfe sondern auch noch KK. Dazu kommt noch, wenn sie jetzt wirklich lernt mit ihrer Aura zu sehen, sollte sie in der Lage sein mehr zu 'sehen' als wir beide zusammen. Und auch wenn sie noch so ein Tollpatsch ist, in Thema Jagd ist sie ein echtes Ass. Du solltest dir viel eher Sorgen machen, dass sie dir nicht den Rang abläuft, haha.". Kurzes Schweigen. "Genauso sorglos wie Grace und das unter solchen Umständen... Ihr seid echt die Kinder von unserem Vater..." - "Apropos, wissen es die Beiden denn überhaupt?" - "Kann ich ehrlich gesagt nicht beantworten. Ich weiß nicht, wo der gefallene Engel sie trainiert und wie." - "Hmm, leuchtet ein...". Kazu lehnt sich ein wenig zurück und schaut in den Wolken bildenden Himmel hinauf. "Es fängt heute noch an zu regnen...", sagt er zufrieden. "Dann bist du also immer noch mehr für schlechtes Wetter, was?". Er schüttelt den Kopf und hält den Zeigefinger hoch. "Für die Natur an sich gibt es kein schlechtes Wetter. Es kommt und geht wie sie es braucht.", belehrt er sie. "Als würde ich mit Dad reden...". Kazu lächelt breit und sieht weiter in den Himmel.


"Aber genug davon.", dreht er sich wieder zu seiner Schwester, "Was führt dich eigentlich hierher? Dich sieht man sonst ja eher an Orten an denen was los ist.". Violet reißt kurz ihre Augen auf und fühlt sich erinnert: "Oh stimmt! Wie der Zufall so will muss ich auch in ein Vulkangebiet wegen einer Sichtung die ich überprüfen soll. Ich wollte hier eigentlich nur kurz meine Vorräte aufstocken und Erinnerungshalber hier zum Fort, als ich dann plötzlich dich gesehen habe." - "Oh, wollen wir dann gemeinsam hin? Du kannst ja dann alles überprüfen während ich erstmal ein paar andere Sachen sammeln gehe. Danach können wir uns am Fuße des Vulkans treffen und dort hilfst du mir dann, dieses 'Grünzeugs' anzusehen." - "Ich weiß nicht... Ich möchte nicht auch noch meinen Bruder in unnötige Gefahr bringen..." - "Ach Papperlapapp, ich wäre sonst spätestens am Nachmittag so oder so mit irgendwelchen anderen hingegangen die ich nicht mal kenne, die Gefahr wäre also so oder so der gleiche Faktor. Außerdem...", er öffnet einen Beutel den er an seinem Gürtel trägt, "Habe ich hier mehr als genug Sachen um auch mit schlimmsten Verletzungen fertig zu werden, seien sie bei mir oder jemand anderem. Und wenn ich dann schon hingehe bevorzuge ich doch eine Reise mit jemandem, dem ich Blind vertrauen kann.". Violet seufzt und greift sich an die Stirn: 2und da haben wir den Dickschädel von Mum. Also gut, du hast mich überzeugt.". Sie steht auf und läuft langsam wieder Richtung Stadt. "Wir treffen uns in einer Stunde am Haupteingang, sei nicht zu spät!", weist sie an und geht sich vorbereiten. Kazu grinst ihr nach und lässt nochmal seine Gedanken schweifen, bevor auch er sich aufmacht.


Auf dem Weg zum Vulkan erzählt Kazu von Erlebnissen, die er mit Jägern und Monstern hatte, gute und schlechte, und davon, dass er mit vielen Gemüseältesten Informationen ausgetauscht hat. Violet hingegen berichtete über interessante Begegnungen mit seltenen Formen von Monstern wie zum Beispiel einem silbernen Rathalos oder einem fast komplett vergoldeten Rajang. Erst als sie am Fuß des Vulkans ankommen, bemerken sie, dass keiner von ihnen einen felligen Partner hat. "Es ist schon schwer eine Lynian zu finden, die sich auf Kräuter und ähnliches spezialisiert. Aber gleichzeitig herumwandern wie ich nochmal seltener", erklärt Kazu. Bei Violet hingegen gilt "Ich kann mich besser konzentrieren, wenn ich nur auf mich achten muss". Zuerst kundschaften sie die im Vergleich kühleren Gebiete unten ab, bevor sie sich allmählich in die wirklichen Vulkanabschnitte begeben. "Wenn man hoch genug oben ist und der Vulkan nicht zu viel Rauch macht, kann man sogar den Hafen Tanzia in der Ferne erkennen.", informiert Kazu. Mehr oder weniger alles durchsucht kommen die Beiden endlich oben am Vulkanrand an. "Meine Güte ist es hier oben Heiß..." - "Hör auf zu jammern und hilf mir lieber das Seil festzumachen. Ich glaube nämlich, ich habe die Pflanze schon gefunden.". Kazu ist voll bei der Sache. "Wo denn? Ich sehe sie nicht." - "Falsche Seite.", tippt er ihr auf die Schulter und zeigt auf die Innenwand des Vulkans. Violet bückt sich nach vorne und sieht sie auf einem kleinen Vorsprung. "Und da willst du runter?! Du bist ja völlig meschugge!". Noch während sie das sagt hat er das Seil bereit um sich selbst gebunden. Die Jägerin seufzt einmal tief und macht das andere Ende an sich und einem herausragenden Stein fest. "Aber pass' mir bloß auf!", ermahnt sie ihn. "Keine Sorge, ist nicht er erste Vulkan den ich kitzeln gehe, haha.".


Beinahe angekommen wirft Kazu nochmal einen prüfenden Blick zu dem Vorsprung. "Hey, hier unten gibt es sogar eine Einhöhlung! Könnte mit Glück in einem Tunnelsystem enden!", rut er enthusiastisch nach oben." - "Freut mich ja für dich aber mach mal schneller, ich kann diese Hitze hier nicht ab...", ruft sie genervt zurück. der kräuterkenner seilt sich immer weiter ab und landet sicher auf dem stabilen Vorsprung. Die Hitze und Nähe zur Lava scheint ihn kein bisschen zu kümmern und er beginnt sie kurz zu untersuchen. "Du kannst derweil weg vom Rand und dich ein wenig abkühlen, ich rufe dich wenn ich wieder nach oben will!". Violet macht eine dankende Geste und geht ein paar Schritte weg vom Rand. "Oh, göttlich...", stöhnt sie und wischt sich den Schweiß weg. Völlig fasziniert von dem Grünzeugs, das sich mittlererweile als sehr seltene und starke Pflanze für den Gebrauch von verstärkten Heilmitteln entpuppt hat, vergisst er vollkommen die Einhöhlung. "So, noch ein paar Samen wegzupfen und einsacken, dann kann ich wieder...", streckt er den Arm aus und schreckt plötzlich durch ein dumpfes Knurren zurück. Er dreht den Kopf zu der Öffnung, in die höchstens ein Ioprey durchpassen würde, oder notfalls er selbst. Violet nimmt das Knurren auch wahr aber kann es nur schwer einordnen, als sie realisiert von wo es kommt. "Kazu, komm sofort wieder hoch!" - "Warte, hier knurrt etwas!" - "Genau deswegen ja! Beweg deinen Arsch hier hoch!". Violet wird fast schon panisch vor Angst um ihren Bruder. "Das ist kein bedrohliches Knurren, es wirkt eher jammernd.". Violet ruft weiter nach unten doch Kazu überhört sie gekonnt und schickt ein paar wenige Donnerkäfer hinein um alles auszuleuchten. Was er dann sieht, verschlägt ihm die Sprache. Ein recht junger Teostra faucht Kazu entgegen, während hinter ihm eine schwach wirkende Lunastra wimmert und hustet. Er sieht genauer hin. "Violet, ich glaube ich habe gefunden, wonach du suchst!". Die Lunastra würgt und spuckt schlussendlich eine kleine Pfütze Blut... Eine Mischung aus Rot, Weiß und Blauem Blut.

IrrerSuchti

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18.04.2016, 16:27

Kapitel 24: Rettet Luna!

Während Violet fluchend das Seil hinunterklettert spricht Kazu in einer ruhigen und entspannenden Stimme und streckt immer mal kurz seinen Arm in die Öffnung. "Was machst du denn da unten?", fragt sie über ihm hängend. "Sieh es dir an, sonst glaubst du mir eh nicht.", gibt er fast schon fröhlich zurück. Endlich angekommen wischt sie sich nochmal den Schweiß von der Stirn und sieht der für ihren Geschmack viel zu nahen Lava unter ihnen entgegen bevor sie sich zu der Öffnung dreht. "Ein Teostra!?", erschreckt sie sich stark. Der noch eher jung wirkende Drachenälteste erschrickt ebenfalls durch den Aufschrei und weicht ein wenig zurück. "Keine Sorge, sie tut dir nichts.", beruhigt er Bruder die Wyvern, steckt nochmal die Hand in eine Tasche und dann dem Teostra entgegen. "Anscheinend schmeckt ihm mein Präparat, haha.". Violet ist baff. Wie ist dieser Teostra hierhergekommen? Und warum schickt man sie überhaupt auf die Suche nach einem doch sehr jungen und friedlich wirkenden Drachenältesten los? "Aber das, was du dir eigentlich ansehen solltest ist hinter dem kleinen Racker." - "Der 'kleine racker' ist trotz allem größer als du wenn du stehst...", kommentiert sie zurück und kommt näher an das Loch. "... Verstehe...". Violet zieht ein Messer aus der Halterung. Der Teostra bemerkt das sofort und lässt ein doch eindrucksvolles Brüllen los. Die Lunastra schreckt auf, versucht sich zittrig auf allen vieren zu halten doch bricht Blutwürgend wieder zusammen. wie ein Stimmungswechsel dreht sich der Teostra um und stupst sie an. "Scheinen wohl auch Geschwister zu sein...", sagt Kazu bedrückt. "Mist, verdammter...", flucht Violet in sich rein. Plötzlich kommen von dem vermuteten Tunnelsystem Schreie nach oben gehallt: "Nyain, Lasst sie in Ruhe!". Kurz darauf rasen Zwei Lynian schnaufend zu den Drachenältesten und nehmen eine Angriffshaltung gegenüber Violet und Kazu ein.


Sie mustern sich gegenseitig. Eine Hellrote und eine Dunkelblaue Felyne stehen ihnen nun entgegen. Violet steckt ihr Messer wieder ein. Die Dunkelblaue Katze geht zu der Lunastra hin. "Wie geht es ihr?", fragt die Rote nach hinten. "Es wird immer schlimmer... das heraufgewürgte Blut hat immer mehr bläuliche Farbe darin...", untersucht sie ihre Patientin. Der Rote kater sieht das Jägerduo wieder an. "Und nun haben wir auch noch mit denen zu kämpfen... Lasst mich raten, ihr wollt Luna töten, richtig? Aber habt ihr schon mal daran gedacht, dass sie vielleicht gar nichts dafür kann? Würdet ihr etwa auch jemanden von euch töten, nur weil dieser Mensch eine schwere Krankheit hat?!". Der Kater ist merklich wütend. "Habt keine Angst, wir tun hier keinem was. Stimmts, Violet?". Sie seufzt einmal kurz: "Na gut, ich werde friedlich sein, ich verspreche es...". Der rötliche Kater neigt seinen Kopf fragend zu der bläulichen Katze, die nur stumm nickt. Die Lage entspannt sich ein wenig und Violet ergreift das Wort. "Wenn ich eure Erlaubnis habe würde ich gerne dieses Loch ein wenig weiten um meinen Bruder durchschleusen zu können. Er ist ein ziemlich begabter Kräuterkundler und kann vielleicht helfen." - "Uns bleibt wohl kaum eine Wahl... Na gut, aber passt auf, dass ihr nicht zu viel beschädigt!".


Nach einigen gezielten Schlägen mit der Spitzhacke ist der Durchgang breit genug damit sich Kazu durchzwängen kann. Sowie er drin ist lässt er noch ein paar Donnerkäfer frei um mehr licht zu haben. Violet gibt ihm seine Ausrüstung durch. "Aber du musst noch draußen bleiben!", faucht der kater Violet entgegen als sie auch durchschlüpfen will. Die weibliche Lynian öffnet ihr mitgebrachtes Bündel und gibt Der Jägerin eine kleine Mixtur nach draußen. "Du scheinst die Hitze nicht gut zu vertragen, nya. Trink' das, dann geht es dir gleich besser.". Ohne zu zögern nimmt sie die Mixtur an sich in der Hoffnung, der Hitze endlich entfliehen zu können. Kazu lässt sich nicht beirren und breitet schon einige Utensilien vor sich aus. "Wie lange geht das denn schon so mit ihr?", wendet er sich der Katze zu. "Vor Drei Tagen etwa hat es begonnen, als ein Mensch hier war. Er wirkte verloren und sah recht kaputt aus, also haben ich und mein Bruder Vulcanus ihm unser Tunnelsystem gezeigt...". Der Kater reckt kurz eine Pfote nach oben um zu zeigen, dass er gemeint war. "Und dein Name ist?" - "Ocean. Wir werden hier bei uns nach unseren stärksten Eigenschaften benannt oder etwas, das damit zu tun hat." - "Gut, wir können später weiter darauf eingehen. Mein Name ist Kazu und die Aggressive da draußen ist Violet.". Sichtlich zufriedener was die Hitze angeht aber genervt von diesem Kommentar dreht sie nur den Kopf zur Seite. "Jedenfalls, dieser Mensch entpuppte sich dann schließlich als doch nicht so hilflos und wurde auf einmal wie von einem dunklen Rauch eingehüllt, als er hier bei Luna und Teo ankam...". Ocean macht eine kurze Pause und Vulcanus übernimmt, "Er zog eine Art Spritze aus dem Nichts und jagte den Inhalt in Luna hinein. Der Inhalt hatte dieselbe Farbe wie dieses unnatürliche Blut...". Er schließt die Augen vorwurfsvoll. "Wo hat er ihr den Virus injiziert?", fragt Kazu trocken. Er ist extrem konzentriert auf die Fakten und ignoriert den Rest. "Er hat zwar auf das Herz gezielt aber durch einen Biss in sein Bein konnte Vulcanus das abfälschen. Die Brust hat es dennoch erwischt.", erklärt Ocean und weißt Kazu auf den Einstich hin. Der Kater sieht zu dem Teostra rüber und redet in einer den Jägern unbekannten Sprache. Dieser zeiht sich dann wimmernd von seiner Schwester zurück und nimmt neben Vulcanus Platz. Kazu bemerkt das und ohne Fragen zu stellen, bittet er den Kater, dass er Teo sagen soll sich nicht zu erschrecken wenn Luna aufheult. Die Mitteilung überbracht legt sich besagter Drachenältester hin, den Blick der Patientin entgegen.


"Bevor ich hier etwas mache will ich aber noch eine Sache klären. Ich habe noch nie mit dieser Form des Virus gearbeitet. Dazu kommt noch, dass er bei Kontakt schneller übergreift als einem Lieb sein kann. Aber ich brauche euer vollstes Vertrauen, besonders von dir, Ocean. Du wirst mir assistieren.", erklärt der Heilkundler. Ohne zu zögern willigt Ocean ein und sie machen sich bereit ihr bestes zu geben. Einen Schlafbeutel ausgepackt schüttet er einen Teil des pulverartigen Inhalts über den Kopf der Lunastra, woraufhin sie immer schläfriger wird. Den Rest benutzt er für ein Fläschchen, in dem er das Pulver mit anderen Sachen mischt um ein Narkose- und Betäubungsmittel herzustellen. Die Mischung Einsatzbereit füllt er es in eine Spritze. Teo sieht das Werkzeug und beginnt wie verrückt zu knurren. "Keine Sorge, diesmal ist es zu ihrem Besten.", sagt Violet von draußen zu ihm. Kazu injiziert die Mischung schlussendlich Nahe dem recht stark geschwollenen Einstich den sie durch die Virusspritze bekam und wimmernd schläft die Lunastra schließlich ein. "Ich brauche das Karbalit-Skalpell und ein Gefäß, um das Blut auffangen zu können.", weist Kazu an. "Ich hole schnell eines, wir haben ein kleines Lager ein Stück weiter unten.", bietet sich Vulcanus an und rennt los. Einige musternde Sekunden später kommt der Kater schließlich wieder. "Sehr schön, das dürfte reichen... Ich werde jetzt den Eingriff beginnen und brauche völlige Ruhe damit ich mich konzentrieren kann. Ocean, das Skalpell bitte.".


Sie reicht es ihm und ohne Umschweife lässt er seine Aura hineinfließen, gefolgt von einem gezielten Schnitt. "Gefäß.". Seine Hilfskraft reagiert sofort und fängt den ersten Schwall des Blutes auf. Es ist schon fast komplett bläulich eingefärbt. Extrem vorsichtig, um nicht mit dem Blut in Berührung zu kommen Bearbeitet er die Wunde und holt so viel infiziertes Blut heraus wie er kann. Doch all die Mühen scheinen vergeblich, sowie er Blut entfernt bildet sich neues. "Wie ich befürchtet hatte... Der Virus hat sie schon so stark zerfressen, dass weniger Blut als Infekt in ihr ist, es regeneriert sich zu schnell...". Vulcanus brennt fast schon vor Wut. "Nur weil wir so dumm waren und dem Menschen vertraut hatten..." - "Ruhe bitte! Es sieht wirklich sehr schlimm aus, allerdings gäbe es eine einfache Lösung des Problems. Ich habe zwar keine Ahnung ob es funktioniert, da es keine Berichte in Verwendung an Wyvern oder Drachenältesten gibt, aber es wäre unsere einzige Chance. Violet?", ruft er ihre Schwester ohne sich umzudrehen, "Schütte bitte mal einen Teil des Gefäßes in die Lava, wir brauchen noch ein bisschen mehr Platz darin. Danach bring mir den Rest und komm mit hinein.". Ocean reicht das Gefäß durch die Öffnung und Violet tut was ihr gesagt. Bei ihrem Bruder angekommen deutet er auf ihre Gürteltasche. "Wenn ich mich nicht irre, hast du eine Schuppe von KK da drinnen. Gib sie bitte Ocean. Dann brecht ein Stück ab und pulverisiert es um es dann in das Gefäß mit dem Restblut zu mischen.". Gesagt, getan, beginnt die Mischung zu reagieren. Einige Sekunden vergehen und schlussendlich bleibt ein kleiner Rest reines Blut übrig.

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18.04.2016, 17:23

Kapitel 25: Vertrauen unter Geschwistern

Kazu wirkt froh und bedenklich zugleich. "Also gut, in diesem Fall ist der Virus noch nicht stark genug um sich KK's Fähigkeit zu entziehen, allerdings hat schon so viel von ihrem Blut sich damit infiziert, dass wenn ich ihr eine Mischung einflöße sie zu wenig Blut in sich hätte um zu überleben. Auch wenn wir es schon vermuten, ist dieser Teostra der Bruder von ihr?", fragt er Vulcanus. Dieser nickt und spricht erneut mit Teo. Noch bevor er fertig erklärt hat macht sich der jugendliche Drachenälteste auf den Weg zu seiner Schwester. "Ich weiß nicht wie es ausgehen wird, aber wenn alles so funktioniert wie ich es mir denke, dann werdet ihr beiden erstmal sehr lange Zeit brauchen um euch regenerieren zu können, ganz besonders Luna.", erklärt er während er eine Blutkonserve aus Khezu-Haut bereit macht. "Und wir müssen uns beeilen, sie wirkt immer schwächer.". Seine Griffe werden schneller aber verlieren nicht an Präzision. Ocean mixt inzwischen nach Anweisung den großen Rest der Schuppe zu einer Lösung und gibt sie in eine weitere Spritze. "Spritze ist bereit, nya." - "Sehr gut, kümmere du dich um die Blutabnahme von Teo, ich werde Luna im Auge behalten.


Wenige Minuten später liegt ein sichtlich geschwächter Teostra neben der noch schwächeren Lunastra. "Das sollte reichen. Ich werde ihr jetzt das hoffentliche Gegenmittel verabreichen.". Ocean verbeugt sich einmal dankend und legt sich hin und beginnt etwas zu flüstern: "Dein Leid sei mein Leid, geteilt zu zweit...". Diese Worte wiederholt sie immer wieder. Vulcanus steht auf und geht wacklig zu Kazu hin. "Ihr müsst wissen, wir haben jeweils Päkte mit den andersfarbigen Drachenältesten geschlossen... Wir vertrauen euch hier weit mehr als nur ein Leben an...". Kazu sieht dem Kater zu wie er kurz vor einem Zusammenbruch steht. Er legt sich neben Ocean und hält ihre Pfote, dieselben Worte sprechend. "Violet, dann musst du mir hier helfen. Bring' mir bitte die Konserve rüber. Weißt du noch wie man so eine verabreicht?" - "Ja, von der Schule noch." - "Gut, dann Hänge sie bitte dran sobald die Wirkung der Spritze nachlässt aber lass noch nichts fließen. Wir dürfen nichts riskieren hier. Ocean, Vulcanus, es tut mir leid, dass ich das gleich durchmachen müsst aber es ist der einzige Weg.". Beide Lynian verstummen sofort. "wir sind bereit!", sagen sie gleichzeitig. Einmal tief eingeatmet gibt Kazu die Warnung raus: "Ich verabreiche ihr jetzt die Spritze. Macht euch auf das Schlimmste gefasst.". Als nur die Hälfte des Spritzeninhaltes verabreicht wurde beginnt es bereits zu wirken. Kazu stoppt die Injektion und keine Sekunde später beginnen sich Luna und Vulcanus schreiend zu winden.


Nach einigen Sekunden des schrecklichen Anblicks nimmt Kazu die Blutkonserve von Violet ab und fängt an, sie Luna zu verabreichen. "Und nun warten wir...". Ocean legt sich zitternd vor Angst zu Vulcanus sowie Teo zu Luna. Ihre Atmung wird stabil, wenn auch nur sehr langsam und schwach. "Scheint als hätte alles so funktioniert wie ich es mir erhofft habe. Glück gehabt.", wischt er sich diesmal den Schweiß von der Stirn. Er sieht zu Violet hin. Sie hat sich etwas zurückgezogen, die Arme um die angewinkelten Knie gelegt und den Kopf darin vergraben. "Es tut mir leid, dir so einen Anblick zumuten zu müssen aber es gab keinen anderen Weg mehr." - "Das an sich war ja vorauszusehen...", sagt sie wimmernd, "Aber es hat mich sofort in den Moment zurückversetzt als Grace...". Sie hört auf zu reden als sie etwas auf ihrem Kopf spürt. Kazu lief zu ihr und drückt nun seinen Kopf gegen den seiner Schwester. Ohne weiter Worte auszutauschen vergehen Minuten. Vulcanus schläft tief, genau wie seine Paktpartnerin. Teo ist bisher nicht einen Millimeter von Luna gewichen doch Ocean hat es geschafft, sich aufzurappeln. "W-wenn ihr wollt, kann ich euch den Weg nach draußen erklären...". Sie ist fertig mit ihren Nerven. Kazu schüttelt den Kopf. "Kommt nicht in Frage, wir warten hier bis ihr euch wieder soweit erholt habt um alleine zurecht zu kommen. Außerdem habe ich Präparate zusammengemixt die zwar klein scheinen aber regelrechte Vitaminbomben sind.". Ocean bedankt sich nochmal mit einer Verbeugung und legt sich zurück zu ihrem erschöpften Bruder.


Im Laufe der nächsten Tage kann man bereits sehen, wie die Lunastra immer mehr an Gesundheit zurückgewinnt und mit ihr auch Vulcanus. Sie fingen an einander ihre Lebensgeschichten zu erzählen, wo und wie sie aufwuchsen, mehr Infos über KK, wie es zu dem Pakt zwischen Drachenältesten und Lynian kam und noch vieles mehr. Es wurde ein tiefes Vertrauen aufgebaut und auch andere aus dem Stamm der Vulkanlynian kamen vorbei um neue Freundschaften zu schließen. Kazu tauschte auch Informationen mit Ocean aus, wodurch sie beide neues lernten. Als der Teostra auch wieder kräftig genug war um zu fliegen boten sie an, einen kleinen Rundflug zu machen, erst ging Violet und danach Kazu. Von oben sah alles noch majestätischer aus.


Schließlich und wie erhofft erholten sich Luna und Vulcanus vollständig. Einmal kräftig gestreckt gingen beide dem Jägerteam entgegen. "Wo ist Ocean?", fragt der Kater nach. "Sie ist mit Teo los um auf Kräutersuche zu gehen." - "Ja, darin sind die Beiden gut, nyaha.". Violet sieht Vulcanus überrascht an. Dieser antwortet mit einem verwirrten Blick. "Habe ich was falsches gesagt?" - "Nein nein, es ist nur, isch sehe dich jetzt zum ersten Mal fröhlich." - "Ja... Es tut mir leid, wie wir uns am Anfang euch gegenüber verhalten haben...". Violet schüttelt ihren Kopf: "Das braucht keine Erklärung, wir hätten in eurer Situation mindestens genauso gehandelt.". Kazu sieht sie grinsend an. "Außerdem geht es euch allen jetzt wieder gut, richtig? Und darauf kommt es an!", fügt er noch hinzu. "Aber genau aus diesem Grund wird das hier wohl der Abschied sein. Es geht euch wieder so gut, dass ihr uns hier nicht mehr braucht. Wir warten eigentlich nur noch darauf, dass die Zwei von ihrer Suche zurückkommen." - "Nya, verstehe... Aber bevor ihr abreist würden wir euch gerne noch etwas vorschlagen. Das wird aber auch erst der Fall sein, wenn sie zurück sind.". Wie auf Stichwort hört man auch schon Ocean rufen: "Wieder daaa!". Sie springt munter von ihrem Partner und zeigt Kazu die Ausbeute, der sichtlich beeindruckt ist. "Bevor ihr euch aber in euer Kräuterkundengefasel vertieft...", springt Vulcanus ein und winkt Ocean, Luna und Teo zu sich. Zeitgleich verbeugen sich die Lynian und hinter ihnen knicksen dankend die Drachenältesten: "Wir danken euch zutiefst und stehen in eurer Schuld!". Bescheiden lächelt Kazu mit Violet zurück. Wieder aufgerichtet reichen sie ihnen die Pfoten. "Und wenn ihr nun gestattet...", beginnt Vulcanus ,"... würden wir euch gerne noch etwas zeigen.".


Sie nehmen die Einladung an und folgen den Lynian durch das sehr lange Tunnelsystem, bis sie schließlich vor einer Art Tor stehen. Durch die Auren der Katze und des Katers geöffnet blicken sie in einen vergleichsweise gigantischen unterirdischen Saal. Überall an den Wänden fließt Lava den Ritzen entlang die wiederum lesbare Worte ergeben. 'Wut', 'Achtsamkeit', 'Vertrauen', 'Ruhe', 'Sorgsam', sind nur einige Worte die in alter Schrift überall verteilt sind. "Der Brauch besagt, dass wenn einem Mitglied unseres Stammes das Leben durch jemand außenstehendes gerettet wird, ist es unsere Pflicht sie oder ihn hierherzuführen und ein sehr spezielles Angebot zu machen. Ungeachtet des Retters steht dies jedem zu, sei es Mensch oder Monster.", erklärt Vulcanus, läuft hinter den Schrein in der Mitte, umgeben von seltsamer Lava, die aber keine Hitze abgibt. Er kramt unter dem Schrein herum. Inzwischen sind auch Luna und Teo durch ein System an der Seite des Saals angekommen und positionieren sich hinter ihren jeweiligen Partnern. "Deshalb fragen wir euch hiermit...", führt Ocean weiter, die ihm beim Heben hilft. Zusammen hieven sie einen riesigen Hammerkopf und -Stiel auf den Schrein. "Würdet ihr uns die Ehre erweisen, unsere Leben mit den euren zu verknüpfen?".

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IrrerSuchti

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28.04.2016, 10:00

Sonderkapitel 6: Ein legendäres Bündnis (Skizze zu Symbolen/Altar in Arbeit)

"Vulciii! Komm schon!", ruft Ocean quietschfidel nach hinten. "Nerv mich nicht, ich bin ja unterwegs!" - "Sei nett zu deiner Schwester, Vulcanus." - "Aber Muuum, sie neeervt!" - "Keine Wiederrede, junger Katzerich! Und jetzt geht mal schön spielen, ich habe noch einen Jäger der einen Pakt eingehen will der unten auf mich wartet.". Der Kater seufzt tief: "Na gut..." - "Vulciii!!" - "ICH KOMM JA SCHON!", brüllt er zurück. Ocean kichert nur hämisch, froh über ihr erreichtes Ziel: Ihren Bruder nerven. "Diese Racker machen mich fertig...", denkt sich die Lynianmutter grinsend und macht sich auf den Weg zu deren Altar, um einen wichtigen Klienten zu betreuen.


"Tut mir sehr leid aber ich musste noch meine Kinder kurz beschäftigen. Zum Glück ist Ocean so ein Energiebündel und zieht ihren Bruder immer mit zum Spielen.", lächelt sie ihr Gegenüber an. "Keine Sorge, ich habe mehr als genug Zeit, außerdem weiß ich, wie... fordernd Kinder sein können, haha.", lacht der Jäger zurück. Sie sehen einander an. "Also dann", leitet die Katze das Event ein, "sollen wir loslegen?" - "Nun ja, ich weiß zwar inzwischen über euren Brauch Bescheid, aber ich möchte, dass meine Begleitung auch einen Pakt mit mir schließen WILL. Und nicht nur, weil der Stamm es so vorhersieht.". Sie schüttelt den Kopf. "Nyachdem ich gesehen habe, wie formidabel du mit deinem Großschwert umgehst, bin ich mehr als nur gewillt dich zu unterstützen.". Der Jäger grinst geschmeichelt. "Dieser Agnaktor hatte aber auch einiges auf dem Kasten, dauerte doch länger als ich dachte." - "Und genyau da kann ich sehr gut aushelfen!". Die Katze packt ein Horn aus ihrer mitgebrachten Umhängetasche. "Ich bin einer der wenigen Lynian dieser Welt, die die Kunst der Hörner gemeistert hat. Auch ohne Pakt können wir als Rudel, sollten wir einmal in Gefahr sein, extremes leisten!", erzählt sie stolz, "Allerdings hat mich dieser Vulkanfisch ziemlich überrascht, nya...". Sie hält ihre Pfote an eine Art Pflaster über dem rechten Auge. "Tut mir leid. Wenn ich ein bisschen früher gekommen wäre, würdest du vermutlich keine Narbe davontragen..." - "Nyaha, aber solche Narben zeigen erst, dass man auch schon was erlebt hat! Sie sind wie eine unausgesprochene Einleitung für eine Geschichte! Aber wir schweifen vom eigentlichen Thema ab.", wirkt sie wieder ernst. Der Jäger mustert nochmal den beeindruckenden Raum. "Wirklich erstaunlich was sich so unter unseren Füßen so abspielt...". Der Blick wandert herum und endet schließlich bei der Katzenmutter. "Nun gut. Wenn es auch wirklich dein persönlicher Wunsch ist, dann wäre es mir eine Ehre und ein Vergnügen, dich auf meiner, unserer Seite zu wissen!". Nickend geht die Lynian hinter den Altar und hievt mit leichter Mühe einen Hammerkopf und einen Stiel hinauf. "Dann legen wir mal los!".


Der Jäger geht zum Altar vor und begutachtet die beiden Einzelteile. "Nimm nun bitte den Hammerkopf in die Hand.", leitet die Katze ihn an. Er tut, was ihm gesagt und die Lynian macht dasselbe mit dem Stiel. Sie läuft zu ihm vor den Altar. "Wie es Brauch ist, muss ich dich noch einmal auf folgendes Hinweisen: Ein Pakt ist keine Launensache. Einmal vollzogen, ist er absolut. Unsicherheiten während des Vorgangs kann zu Komplikationen führen. Wenn unsere Auren einmal verknüpft sind, gilt das auch für unsere Gefühle, unsere Emotionen und unseren Schmerz!". Sie sind fest entschlossen. Es wirkt, als würden sich die beiden schon ewig kennen. "Ich bin mir 100% sicher, dich als meine Partnerin haben zu wollen. Auch bin ich mir bewusst über die Folgen eines Paktes und bereit, sie auf mich zu nehmen.", antwortet der Jäger. "Dann lass nun bitte deine Aura in den Hammerkopf fließen.". Langsam aber sicher fängt seine Aura an, in die feinen Löchern des Teiles zu fließen. Nach einigen Sekunden pulsiert er schließlich leicht. Auch die Katze beginnt, den Stiel zu füllen bis er dann pulsiert. Sie sehen einander an. "Nun, wenn du wirklich bereit dafür bist, werden sich die beiden Stücke anziehen sobald wir uns einander nähern.". Sie gehen auf einander zu und der Jäger merkt bereits, wie der Hammerkopf sich dem Stiel zuwendet. Ohne weiter entgegen zu halten lassen die Beiden sie verbinden. "Nun ist es wichtig, den Hammer unter keinen Umständen los zu lassen!". Plötzlich beginnt der Altar zu glühen. "Nun kommt der Teil, an dem wir unsere gemeinsame Aura schmieden werden.".


Die Katze geht mit ihm auf den Altar zu. "Nun verstärke deinen Aurafluss, ich werde dasselbe tun.". Der Raum füllt sich mit einem leichten Druck. Der Hammer beginnt immer mehr zu leuchten. "Und jetzt werden wir die einzelnen Symbole gemeinsam mit dem Hammer schlagen, so werden die Werte in die Aura 'eingebrannt' und die Bindung verstärkt.", erklärt sie weiter. die Katze deutet auf ein Symbol von zwei Kreisen. Ringe, wenn man so will. "Dieses Symbol steht für die Verbundenheit, die zwischen den Paktanwärtern entsteht. Von diesem Punkt an werden unsere Leben miteinander verknüpft sein, verbunden.". Sie zieht den Hammer nach hinten um Schwung zu holen. Der Jäger bemerkt das sofort und macht trotz Größenunterschied so gut es geht mit. Ohne ein Wort zu wechseln holen dann beide gleichzeitig aus und schlagen mit Wucht auf das Symbol. Ein Funke entsteht, der sich dann langsam in die Luft erhebt und vom Hammer absorbiert wird. Das nächste Symbol wird anvisiert. Diesmal ist es ein recht "skurriles" Bild, denkt sich der Jäger. "Dies hier steht für den Respekt gegenüber allem. Sei es Mensch, Monster oder einfach die Natur und natürlich für die Achtung dem Partner gegenüber. So ein Pakt beruht auf Gegenseitigkeit, wenn man nicht gemeinsam an einem Strang zieht, können große Probleme entstehen.". Auch hier wird wieder ausgeholt, zugeschlagen und absorbiert. Das Duo wandert nun auf die rechte Seite des Altars. das dritte Symbol wirkt wie ein Auge mit mehreren Verzierungen. "Hier folgt nun die Verantwortung. So ein Vorhaben ist natürlich auch mit Verantwortung verbunden, sowohl sich selbst als auch dem Partner gegenüber.". Erneut ein Hammerschlag. Ein Funke entfleucht dem Aufprall und wird wieder absorbiert. "Nun das vorletzte Symbol.", zieht die Katze ein wenig weiter nach unten. Erneut Zwei Kreise, diesmal ist jedoch einer in dem anderen. Der innere Kreis ist oben und unten offen, der äußere links und rechts. "Hier stehen wir vor dem 'Angriff'. Um Bedrohungen zu bekämpfen, muss man selbstverständlich auch mal seine Waffe ziehen. Hiermit festigen wir unsere Angriffe und Techniken miteinander.", wieder wortlos lässt der Jäger sich lenken und zusammen schlagen sie wieder zu. Dasselbe Spiel wie bei den Dreien davor.


"Für das letzte Symbol müssen wir unsere freie Hand und Pfote ineinander legen, um einen Kreisfluss zu bilden.". Gesagt, getan. "Nun verstärke noch einmal deinen Aurafluss in den Hammer.". Der Jäger scheint allmählich erschöpft. Nach kurzer Zeit sehen sie dann das letzte Symbol an. Es wirkt wie ein Blatt. "Nun ist es von höchster Wichtigkeit, dass wir unserer Sache auch wirklich sicher sind. Sollte auch nur einer von uns nicht 100% dahinter stehen, wird es zu Komplikationen kommen wenn wir den Hammer auf das Symbol des Lebens aufschlagen lassen!" - "Ich bin mir vollkommen sicher und bereit, einen Pakt mit dir zu schließen." - "Nun denn...", verstärkt sie nun auch ihren Aurafluss. Mit diesem Zusatz wird der Hammer immer leichter, reißt sich los und schwebt über das Symbol. "Sprich mir nun nach: Ich, Angel..." - "Ich, Berith..." - "...gelobe hiermit meinem Partner Treue, Respekt und Ehre entgegenzubringen.". Berith wiederholt die Worte. "Mit diesem Schlag wird mein Leid auch dein Leid, geteilt zu zweit. Mein Leben ist dein Leben, mein Schicksal auch deines.". Die farblose Aura, die den Hammer umgibt färbt sich mit dem Aufschlag auf das Symbol hellblau. Ein grelles Licht erfüllt den Raum und in Sekundenschnelle fließt alles zu den Beiden zurück. "Na dann...", dreht sich Berith zu Angel, "... auf dass wir noch vieles erleben!". Angel sieht ihn zufrieden an und gemeinsam betrachten sie den Engelsflügel, der die umschließt.

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01.09.2016, 12:14

Kapitel 26: Des Gildenmeisters Paket

Am nächsten Morgen, noch bevor die Sonne selbst zu sehen ist, wird Jess von Kampfgeräuschen geweckt. Sie sieht sich verschlafen im Zelt um und bemerkt, dass Stratos, Amy und Saeko nicht mehr hier sind. "Selbst hier zieht Saeko ihr Trainingsprogramm strikt mit dem Lulatsch durch...", denkt sie sich während sie sich aufrichtet, die Augen reibt und anschließend gähnend streckt. Neko hat sich über die Nacht wieder zu seinem Partner begeben und auch Scopio hat sich scheinbar durch Schlafbewegungen Seisu genähert. "Ah, zu stark gestreckt...", flüstert die Jägerin in sich hinein während sie schwindlig aus dem Zelt torkelt. Direkt am Fuße des Wasserfalls sieht sie dann Stratos und Saeko trainieren, während Amy grinsend in Wasser herumtreibt. "Guten Morgen, Lulatsch!", ruft sie runter. Er dreht sich zu ihr und hebt den Arm hoch um sie zu grüßen. "Konzentration!", faucht Saeko ihn an und holt zu einem Hieb aus, den der Jäger ohne hinzusehen pariert. "Keine Panik, inzwischen bin ich doch recht geschul-... Wah!" - "Wenn das so ist, werde ich die Intensität mal erhöhen, nyaha!", nutzt sie den Schwung des parierten Hiebs und schlägt ihm in die Kniekehle, wodurch der Jäger einknickt. Leicht lächelnd läuft Jessy die Stiegen hinab zum Wasser und wäscht ihr Gesicht. "Guten Morgen, Süße! Gut geschlafen?". Die Jägerin blickt hoch und sieht Amy langsam zu sich her treiben. Kurz genickt sieht sie Amy zu, wie diese aus dem Wasser steigt und sich das Wasser aus dem Fell schüttelt. "Schon irgendwas Neues von den Verrückten?" - "Ich habe zumindest nichts bemerkt." - "Verstehe...", wirkt die Lynian leicht geknickt. "Aber keine Sorge, so wie wir die Beiden kennen sind sie sogar noch vor Kima wach.", versucht Jessy sie wieder aufzumuntern. "Ja, als ob DAS so schwer wäre.", antwortet diese lachend.


"Ah, wie ich sehe sind schon ein paar Frühaufsteher außer mir da!", sagt Hanto laut und läuft dem Quartett mit erhobener Grußhand entgegen. Die Gruppe grüßt zurück. Über die jüngsten Geschehnisse sprechend erhebt sich die Sonne immer mehr am Horizont bis sie schließlich allmählich das Basislager mit Helligkeit und Wärme einhüllt. Inzwischen ist der Großteil des gesamten Trupps wach und die Vorbereitungen für das Frühstück laufen an. Schwach, aber doch vorhanden, erfüllt ein leckerer Geruch die Luft. Nach kurzer Zeit torkelt der halb verschlafene Kima mit dem noch immer schlafenden Neko auf dem Arm aus dem Zelt, die Augen noch geschlossen und dem Duft blind folgend. Wenige Minuten verstreichen, als einer der Köche schließlich lauthals "Essen ist fertig!" ruft. Die Meute setzt sich hin als Amy im Augenwinkel eine Bewegung vom Zelt wahrnimmt. Schnell ihr Essen hingestellt spurtet die Lynian los doch bevor sie ankommt geht bereits der Vorhang auf und ein wegen der Helligkeit fluchender Scopio verlässt das Zelt. "Scopio!!", ruft sie überglücklich als sie immer schneller auf ihn zurennt. Die anderen der Gruppe hören diesen Aufschrei der Freude und lassen ebenfalls alles stehen und liegen um den Kater zu begrüßen. "Nya... was ist passiert?...", kratzt sich der neu Auferstandene am Kopf. Amy erzählt was vorgefallen ist, doch Scopio scheint sich an rein gar nichts davon erinnern zu können. "Wenn das so ist erklärt das wenigstens auch, warum Seisu als Letzter noch schläft.", stellt Scopio fest. Kaum waren diese Worte ausgsprochen, kann man aus dem Zelt ein ächzendes Stöhnen vernehmen. Jess reagiert sofort, stürmt in das Zelt und sieht Seisu im Schlafsack erst noch ein paar Mal hin und her drehen bis er sich schlussendlich mit geschlossenen Augen aufsitzt. "Ah verdammt, mein Schädel brummt...", nörgelt er herum und greift sich an den Kopf. Der Jäger öffnet die Augen nur einen Spalt weit und wird durch die Umgebungshelligkeit geblendet. Noch einmal seufzt er stark, genervt von dem Blenden, bis er eine Silhouette am Vorhang erkennt. "Seisu...?" - flüstert eine zittrige Stimme. "Jess, bist du das?...", murmelt er. "Seisu!!", ruft die Jägerin erleichtert und wirft sich ihm um den Hals, wodurch er das Gleichgewicht verliert und sie gemeinsam umkippen. "Woah, immer sachte, was ist denn eigentlich passiert?", fragt Seisu geschockt. "Ich bin so froh, dass es dir gut geht...!", spricht sie in seine Schulter hinein und fängt leise an zu weinen. Der Vorhang geht erneut auf und Kima steht mit Stratos und den Anderen am Zelt-Eingang.


Völlig verwirrt und überwältigt von der Situation wird Seisu allmählich wach während sich Jessica wieder beruhigt. "Also nachdem was ihr mir da erzählt, habe ich es geschafft den Seelenfresser auf unsere Seite zu bringen?". Die Gruppe nickt. "Wo ist die Klinge dann?" - "Die hat Hanto vorerst ein Stück weg von uns und besonders von Jess und Amy verstaut." - "Ich michte sie sehen.", sagt Seisu trocken. "Bist du lebensmüde?!", wirft Jess gleich dazwischen, merklich in Sorge. "Nach euren Erzählungen ist die Klinge jetzt sowieso auf unserer Seite und auch wenn was passieren sollte, notfalls würde mein Vorfahre bestimmt wieder eingreifen. Und mal ganz ehrlich...", Seisu nimmt einen Schluck Wasser, "So gut habe ich schon lange nicht mehr geschlafen!". Jess zieht die Pepe-Wolldecke unter Neko und Amy weg und wirft sie Seisu ins Gesicht: "Blödmann!". Er zieht die Decke wieder weg und grinst sie frech an. Dann steht er auf, streckt sich noch einmal ausgiebeig und begiebt sich mit dem Rest der Gruppe nach draußen. "Na, schon wieder munter?", fragt Hanto grinsend während er ihnen entgegenläuft. "Munter ist was anderes aber fir genug um zu stehen, haha.", antwortet Seisu. "Ich vermute mal, du willst gleich zum Seelenfresser?" - "Woher...?" - "Sagen wir einfach ich habe gut geraten, haha. Aber komm mit, dann zeige ich dir wo ich ihn platziert habe.". Die Gruppe will sich gerade in Bewegung setzen, als Seisu sich kurz umdreht. "Tut mir echt leid, Leute, aber ich möchte mit Scopio alleine da hin." - "Aber...", will Jess einen Satz beginnen als Kima ihr seine Hand auf die Schulter legt. "Keine Sorge, ich möchte die Klinge nur etwas fragen.", lächelt der Jäger kurz und läuft mit Hanto ein wenig abseits vom Lager. Er zeigt auf eine kleine Einbuchtung an einer Steinwand. "Falls irgendwas passiert, ich bin in der Nähe. Vergiss das nicht.", erinnert ihn Hanto. Seisu kichert kurz. "Nicht nur du.", flüstert er zurück und deutet auf eine Steinkurve, hinter der sich offensichtlich die Anderen verstecken. "Ihr könnt rauskommen, wir haben euch schon bemerkt!", ruft Hanto nach hinten. "Ich habe doch gesagt die bemerken uns!", keift Kima Stratos an. Dieser zuckt nur kurz mit den Schultern und kommt als Erster hervor, gefolgt von den Anderen.


"Du hast doch nicht ernsthaft geglaubt, wir würden einfach so zurückbleiben und Daumchen drehen?" - "Nicht eine Sekunde, haha.". Hanto schüttelt den Kopf. "Nun ja, da wir Gerade unter uns sind... Seisu, erinnerst du dich an das Päckchen, dass du mir von Gildenmeister zur Aufbewahrung gegeben hast?" - "Oh, jetzt wo du es erwähnst. Wieso, was ist damit?" - "Nun, ich wurde ja schon vorher vom Gildenmeister unterrichtet, was es damit auf sich hat. Es ist etwas, dass euch alle 8 betrifft und bisher ist das der erste Zeitpunkt, an dem ihr wirklich unter euch seid.". Hanto kramt in seiner Seitentasche herum udn zieht das Päckchen hervor. "Wenn ihr wollt könnt ihr es jetzt aufmachen. Ich würde es euch sogar empfehlen, denn an diesem Punkt ist eure Entscheidung diesbezüglich sehr wichtig...". Die Gruppe sieht einander an und Seisu nimmt das Päckchen entgegen. Er entsiegelt es und zieht einen Brief hervor, der wiederum neben einem Päckchen liegt.


Inhalt der Briefes:
Meine lieben Schützlinge,

Ihr seid allesamt noch sehr jung, doch habt ihr bisher schnon einige Situationen gemeistert, bei denen auch Veteranen schon ins Schwitzen geraten würden. Sowie die Berichte über den mutierten Virus begonnen haben, habe auch ich begonnen Nachforschungen anzustellen und bin recht früh schon auf deinen Vorfahren gestoßen. Ich setzte mich dann mit dem Paktbund in Verbindung und ich ließ Hanto beauftragen, noch weiter zu forschen. Währenddessen ist der Vorfall mit Amy passiert, was Hanto natürlich erfuhr. Ich muss zugeben, dass auch ich mich sehr um das Wohlergehen von Jessica und Amy sorgte. Wir wissen bis heute nicht wirklich viel mehr als das, was euch bereits vermittelt wurde, weshalb es umso besser war, dass ihr ALLE Hanto auf diesem Ausflug begleitet. So könnt ihr euch auch viel leichter über das absprechen, um was ich euch nun bitte...

Öffnet nun das beigelegte Paket.


Jessy nimmt das Paket an sich und entschnürt es. Der Inhalt besteht aus 4 Abzeichen und 4 Ausweisen, die einer Gildenkarte sehr nahe kommen. Die Abzeichen sind mit den Namen der Lynian versehen, die Karten mit denen der Jäger.

Diese Abzeichen und Ausweise sind sehr speziell! Es gibt nicht viele davon und sie zeichenen euch mit einem besonderen Status aus, verliert sie also NIEMALS! Sie bemächtigen euch der Einreise in jegliche Regionen auf der Welt! Auch Schmiede, Händler und dergleichen wissen über diesen Status Bescheid und sie werden euch mit allem versorgen was ihr benötigt! Es gibt noch einige weitere Vorteile, doch all das gibt es nicht umsonst...

Sämtliche Gildenmeister haben sich mit dem Paktbund in Verbindung gesetzt und wir haben beschlossen, einen Trupp von sehr speziellen Jägern und Lynian zusammenzutragen, bei dem ihr die Chance habt, ein Teil davon zu werden. Diese Entscheidung ist jedoch endgültig, entscheidet also nicht leichtfertig!

Den Rest wird euch Hanto erklären. Alles was mir noch zu sagen bleibt ist, dass ich unheimlich stolz darauf bin, dass euer kleiner Haufen sich mich als Gildenmeister ausgesucht hat... Und falls wir uns jemals wieder sehen, will ich nur das Beste berichtet haben! Macht den Bund so stolz wie ihr mich mit Stolz erfüllt habt! Doch bis dahin...

Viel Glück und passt auf euch auf.