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Raiden'Sun

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1

28.04.2015, 22:10

[Story] Das Gleichgewicht der Macht

Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis ..

<Sound zum lesen> oder <Epic Musik Mix>







PROLOG



HIER HERRSCHT EWIGE DUNKELHEIT. Es gibt keine Sonne, keine Dämmerung, nur die fortwährende Finsternis der Nacht.
Das einzige Licht stammt von den gezackten Bögen der Blitze, deren Gabelungen hämische Schneisen in die aufgewühlten Wolken schlagen.
In ihren wilden Gefolge zerreißt Donner den Himmel und bringt eine Flut heftigen kalten Regens. Der Sturm kommt und es gibt kein Entrinnen.


Cre'sent riss die Augen auf. In der dritten Nacht in Folge schreckte ihn die urwüchsige Wucht seines Alptraums aus dem Schlaf.
Still und reglos lag er da und hielt innere Einkehr, um das Pochen seines Herzens zu beruhigen, während er die erste Zeile des Jedi-Mantras gedanklich rezitierte.
"Es gibt keine Gefühle, es gibt Frieden."
Ein Gefühl der Ruhe überkam ihn und wusch den irrationalen Schrecken seines Traumes fort. Er hütete sich jedoch davor, ihn einfach nur auszublenden. Der Sturm, der ihn jedesmal verfolgte, wenn er die Augen schloss, war mehr als nur ein Alptraum.
Heraufbeschworen aus den tiefsten Winkeln seines Geistes, besaß der Sturm eine Bedeutung. Doch so sehr er sich auch bemühte, Cre'sent kam nicht dahinter, was die Macht ihm durch sein Unterbewusstsein zu sagen versuchte.
War es eine Warnung? Eine Vision der Zukunft? Von jedem etwas?
Behutsam, um seine Frau nicht zu wecken, rollte er sich aus dem Bett, ging ins Bad und spritzte sich etwas kaltes Wasser ins Gesicht.
Als sein Blick das Spiegelbild streifte, hielt er inne, um es genauer zu betrachten.
Selbst jetzt, zwei Standardjahre nach seiner unverhofften Rückkehr, fiel es ihm immer noch schwer, das Gesicht im Spiegel mit dem Mann in Einklang zu bringen, der er gewesen war, bevor er wieder zurück ins Licht fand.

Cre'sent: Jedi Meister, Lehrer, Held, Entdecker, Retter. All das war er und noch mehr. Er war eine Gestalt die über die Geschichte hinausreichte.
Und doch erwiderte weiter nichts sein Blick als ein gewöhnlicher Mann, der seit drei Nächte nicht geschlafen hatte.
Die Übermüdung forderte ihren Tribut. Seine kantigen Züge sahen dünn und ausgezehrt aus. Seine blasse Haut hob die dunklen Ringe unter den Augen hervor, die aus tiefen Höhlen auf ihn zurückstarrten.
Cre'sent stützte sich mit einer Hand auf das Becken, ließ den Kopf hängen und stieß einen lang gezogenen, tiefen Seufzer aus, während sein kahler Kopf nach unten gebeugte, sein Gesicht verhüllte. Nach ein paar Sekunden richtete er sich wieder auf und strich sich mit nassen Handflächen über die nackte Kopfhaut.
Mit leisen Bewegungen schlich er aus dem Bad und durch das kleine Wohnzimmer seines Apartments hinaus auf den Balkon. Dort blieb er stehen und starrte hinaus auf die endlose Stadtlandschaft Coruscants.
Der Verkehr in der galaktischen Hauptstadt stand niemals still und das ständige Summen und Flirren vorbeifliegender Pendler wirkte beruhigend auf ihn. Er beugte sich so weit es ging über das Balkongeländer, ohne das seine Augen die Dunkelheit durchdringen und die Planetenoberfläche hunderte Stockwerke weiter unten in der Tiefe ausmachen konnten.
"Spring nicht! Ich habe keine Lust, nachher die Sauerei wegräumen zu müssen."
Beim Klang von Shjnlas Stimme hinter sich drehte er den Kopf.
Sie stand auf der Schwelle zum Balkon, das Bettlaken zum Schutz vor der kalten Nachtluft um die Schultern geschlungen. Ihr langes, helles, lockiges Haar, hing lose und schlafzerzaust herab.
Ihr Gesicht wurde nur zum Teil von der strahlenden Stadt in der Tiefe beleuchtet, aber trotzdem konnte er sehen, wie sich ihre Lippen zu einem ironischen Lächeln zusammenpressten. Ihren flapsigen Worten zum Trotz konnte er echte Besorgnis sehen, die sich in ihre Züge gegraben hatte.
"Tut mir Leid", sagte er, trat vom Geländer zurück und wandte sich ihr zu. "Ich wollte dich nicht aufwecken. Ich musste nur meinen Kopf klar kriegen."
"Vielleicht solltest du mit dem Jedi Rat reden", schlug sie vor. "Sie könnten dir möglicherweise helfen."
"Du willst, dass ich den Rat um Hilfe bitte?", wiederholte er. "Du hattest wohl zu viel von diesem corellianischen Wein zum Abendessen."
"Sie sind es dir schuldig", beharrte Shjnla "Währst du nicht gewesen, hätte Lord Aroun den Rat beseitigt und die Jedi so gut wie ausgelöscht. Sie schulden dir alles!"
Cre'sent antwortete nicht gleich. Es stimmte, was sie sagte, er hatte Lord Aroun aufgehalten und Darth Zeefias, durch List geschmiedete Intrige, mithilfe der Macht ans Licht gebracht. Aber ganz so einfach war es nicht. Aroun war einst Cre'sents Padawan.

Entgegen den Entscheidungen des Rates hatten die beiden eine gut ausgebildete Korps-Einheit von Jedi und republikanischen Soldaten gegen feindliche Angreifer, die Kolonien im Äußeren Rand bedrohten, ins Feld geführt .. und waren letztlich fast alle als Helden zurückgekehrt.
Cre'sent und sein damaliger Padawan Aroun hatten die Macht auf ihrer Seite, bis sie schließlich in einem intensiven Kampf gedrängt wurden der sie voneinander trennte.
Dieser Kampf überdauerte drei Standardtage und schien endlos zu sein, bis Aroun wieder dazu kam und der Kampf ein Ende fand.
Etwas später bei der Nachbesprechung, war jedoch nur Cre'sent dabei, wie sich dann herausstellte war Aroun zu der Zeit bereits auf Yavin 4.
Lange Zeit später kehrte der vermisste Padawan wieder zum Jedi Orden zurück, doch er schien verändert zu sein, zu all dem bestand er darauf nicht über Einzelheiten zu sprechen, was mit ihm auf Yavin 4 geschehen war.
Cre'sent bemerkte als erster die Veränderung in seinem Padawan und informierte den Jedi Orden darüber, der aber die Angelegenheit als unwichtig abtat.
Somit stellte Cre'sent Nachforschungen an die ihn langsam auf die richtige Spur führten.
Schlussendlich konnte er durch einige Nachforschungen und intensiver Meditation, die Wahrheit ans Licht bringen und Darth Zeefias bereits im Gang gesetzte tödliche Intrige, die durch ihren neuen Schüler - Lord Aroun in die Tat umgesetzt wurde, vereiteln und vernichten.
Durch die Unachtsamkeit des Jedi Ordens, verloren bei diesem Vorfall eine Handvoll Jedi Meister und Jünglinge, ihr Leben.
Auch wenn Cre'sent, den Verlust der Jedi Meister und ganz besonders seines Padawans missfiel, folgte er weiterhin Zeefias Spur die ihn bis zum äußeren Rand der Galaxis führte.


"Der Rat schuldet mir gar nichts", flüsterte Cre'sent. "All das Gute das ich getan habe, kann das Böse das dem vorausging, nicht aufwiegen."
Shjnla hob die Hand und legte sie sanft, aber bestimmt auf Cre'sents Lippen. "Sag so etwas nicht. Sie können dir nicht vorwerfen, was geschehen ist.
Nicht mehr. Du bist nicht länger derselbe der du warst. Der Cre'sent den ich kenne, ist ein Held, ein Verfechter des Lichts. Du hast mich errettet, nachdem uns unser Kind genommen wurde."
Cre'sent griff hinauf, legte seine Finger um die zarte Hand, die auf seinen Lippen ruhte, und zog sie langsam hinunter. "Was ich getan habe, war falsch. Damals glaubte ich, keine andere Wahl zu haben, aber wenn ich es noch einmal tun müsste ..."
"Nein", schnitt Shjnla ihm das Wort ab. "Ich würde nicht wollen, dass du irgendetwas anders machst. Wenn nichts von alldem geschehen wäre, hätte ich dich vielleicht niemals gefunden."
Sie drehte sich wieder zu ihm um und er konnte den Schmerz und die Verbitterung sehen, die in ihren Augen lagen.
Er zog sie an sich und legte die Arme um sie. "Du musst von deinem Zorn ablassen."
Sie wehrte sich nicht gegen seine Umarmung, auch wenn sie zunächst nur steif dastand. Dann legte sie den Kopf an seine Schulter und er spürte, wie die Anspannung aus ihrem Körper wich.
"Es gibt keine Gefühle, es gibt Frieden.", flüsterte sie und gab damit die gleichen Worte wieder, in denen Cre'sent nur ein paar Minuten zuvor Trost gesucht hatte.
Schweigend standen sie da und hielten einander fest, bis Cre'sent spürte, wie sie zitterte. "Es ist kalt hier draußen", sagte er. "Wir sollten wieder reingehen."
Zwanzig Minuten später war Shjnla tief eingeschlafen, doch Cre'sent lag mit geöffneten Augen auf dem Bett und starrte an die Decke. Er dachte darüber nach, was Shjnla über den Rat und den Raub ihres Kindes gesagt hatte. Viele Erinnerungen waren mit der Genesung seines Verstands wieder zurückgekehrt, zusammen mit einem Selbstgefühl. Doch er wusste, dass immer noch Teile fehlen und vielleicht für immer verloren waren.
Als Jedi Meister wusste er wie wichtig es war, von Verbitterung und Wut abzulassen, aber das bedeutete nicht, dass er sich nicht mehr fragen durfte, was er verloren hatte. Irgendetwas war dort draußen im Äußeren Rand mit ihm passiert. Er war losgezogen, um die Spur von Darth Zeefia zu verfolgen, aber nach seiner Bruchlandung, hatte er schwere Erinnerungslücken.
Offiziell hieß es, aufgrund eines schweren Schädel-Hirn Traumas hätte er Erinnerungen verloren, doch Cre'sent ging davon aus, dass noch mehr dahinter steckte und er wusste, dass es irgendetwas mit seinen Alpträumen zutun hatte.

Eine schreckliche Welt aus Blitz und Donner, eingehüllt in immerwährende Nacht.

Er war auf etwas gestoßen. Er konnte sich nicht mehr erinnern was es war, oder wo es sich befand, aber er fürchtete sich davor auf tief greifende, urmenschliche Weise. Irgendwie wusste er, dass was immer auch hinter dem schrecklichen Geheimnis stecken mochte eine noch viel größere Gefahr barg als Darth Zeefia oder die Sith.
Und Cre'sent war überzeugt, dass es sich noch immer dort draußen befand.

Der Sturm kommt und es gibt kein Entrinnen.





Inspiriert von



..

IGN: RaidnSun
Der Größte unter euch soll euer Diener sein.
Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden!

Matth.23;5, 11-12

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28.04.2015, 22:29

KAPITEL I


Teil I




~ Verführt von der dunklen Seite der Macht ~






Lord Jak'Grodj zog die Kapuze seines Umhangs hoch, als er aus der Fähre trat, um sich gegen den Wind und den prasselnden Regen zu schützen. Hier auf Dromund Kaas waren Gewitter ganz alltäglich, immerzu verhüllten Wolken die Sonne und nahmen Begriffen wie Tag und Nacht vollkommen ihre Bedeutung.
Die einzige natürliche Lichtquelle bestand aus den ständigen Blitzen, deren Entladungen immer wieder den Himmel durchzogen, aber das Leuchten des nahe gelegenen Raumhafens von Kaas City bot ihm genügend Licht, um zu sehen, wohin er ging.
Die heftigen Gewitterstürme waren eine physikalische Manifestation der Kraft der Dunklen Seite, die über dem gesamten Planeten lag - eine Kraft, die die Sith mehr als ein Jahrtausend zuvor, als ihr nacktes Überleben auf dem Spiel stand, hierher zurückgebracht hatte.
Nach der vernichtenden Niederlage im großen Hyperraumkrieg, um seine Anhänger in einem verzweifelten Exodus zu den entlegensten Winkeln der Galaxis zu führen. Auf der Flucht vor den Armeen der Republik und der unnachgiebigen Ahndung der Jedi, ließen sie sich schließlich wieder weit außerhalb der Grenzen des republikanisch verzeichneten Raums auf ihrem längst verloren geglaubten, angestammten Heimatplaneten nieder.
Dort, sicher vor ihren Feinden verborgen, begannen die Sith mit dem Wiederaufbau ihres Imperiums. Unter der Führung des Imperators - dem unsterblichen und allmächtigen Erlösers, der selbst nach tausend Jahren noch über sie herrschte - ließen sie die hedonistischen Lebensweise ihrer barbarischen Vorfahren hinter sich.
Stattdessen erschufen sie eine nahezu perfekte Gesellschaft, in der das Imperiale Militär praktisch jeden Aspekt des Alltagslebens lenkte und kontrollierte.
Bauern, Mechaniker, Lehrer, Köche, Hausmeister, alle waren Teil der großen Kriegsmaschinerie, jedes Individuum ein Zahnrädchen, das darauf geschult war, seinen oder ihren Dienst mit maximaler Disziplin und Effizienz zu versehen. In der Folge waren die
Sith in der Lage gewesen, in den unerforschten Regionen einen Planeten nach dem anderen zu versklaven, bis ihre Macht
und ihr Einfluss wieder jenem ihrer Ruhmreichen Vergangenheit gleichkamen, um schließlich endlich mit vereinten Kräften, zurück zu schlagen und die Republik, als geglaubten Todfeind, in die Knie zu zwingen.

Ein weiterer Blitzstrahl zerriss den Himmel und erleuchtete vorübergehend die gewaltige Zitadelle, die über Kaas City aufragte. Erbaut von
Sklaven und ergebenen Anhängern, einst vor langer Zeit, diente die Zitadelle sowohl als Palast wie auch als Festung, eine uneinnehmbare Begegnungsstätte für den Imperator und die zwölf handverlesenen Sith Lords, die seinen dunklen Rat stellten.
Als Grodj ein Jahrzehnt zuvor als junger Schüler zum ersten Mal auf Dromund Kaas eintraf, hatte er geschworen,
eines Tages einmal seinen Fuß in die erlauchten Hallen der Zitadelle zu setzen.
Dennoch war ihm dieses Privileg in all den Jahren der Ausbildung an der Sith- Akademie am Rande von Kaas City niemals zuteil geworden.
Er hatte zu den Spitzenschülern gehört und war den Oberen durch seine Stärke in der Macht und die fanatische Ergebenheit gegenüber den Lehren der Sith aufgefallen.
Akolythen war der Zugang zur Zitadelle jedoch verboten und ihre Geheimnisse blieben nur jenen im direkten Dienst des dunklen Rates vorbehalten.
Die Kraft der Dunklen Seite, die vom Inneren des gebäudes ausging, war nicht zu bestreiten. In seinen Jahren als Akolyth hatte er die rohe, knisternde Energie jeden Tag gespürt. Er hatte von ihr gezehrt, hatte verstand und Geist darauf konzentriert, ihre Kraft durch seinen Körper zu leiten, um die brutalen Trainingseinheiten auszuhalten.
Dabei erinnerte sich Grodj noch sehr genau, an die erste, tief prägende, Begebenheit mit seinem einstigen Meister ..


Fortsetzung folgt ..

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Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden!

Matth.23;5, 11-12

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28.04.2015, 22:36

Der fügsame Weisenknabe stand zitternd im wirbelnden Schnee. Rings um ihn her ragten Eisspitzen in die Höhe, geformt wie schartige Zähne, frostiger Wind heulte zwischen ihnen hindurch. Sein Meister stand ganz in der Nähe. Flocken von Schnee und Eis umkreisten ihn, ohne sich jedoch jemals auf ihn herabzusenken, da sie schmolzen, bevor sie ihn erreichten. Im Gegensatz zu seinem Meister mit seinem dünnen Schutzanzug, trug Grodj lediglich einen Mantel, eine enge Hose und eine Scheitelkappe. "Auf dieser Welt wurde ich mir meiner Machtkräfte und dunklen Regungen erstmals bewusst", sagte sein Meister mit einer Reibeisen Stimme, laut genug, um sich über den Sturm hinweg Gehör zu verschaffen.
"Verglichen mit dem gemäßigten Klima von Dromund Kaas ist Mygeto unbarmherzig und unnachgiebig, doch ich lernte, mich an seine harschen Lebensbedingungen anzupassen, und bevor ich acht Jahre alt war, konnte ich mich bereits mit weniger in den heftigsten Sturm hinauswagen, als du jetzt trägst. Doch ich habe dich nicht hierher gebracht, um dich mit meiner Vergangenheit vertraut zu machen, Grodj. Würdest du einer Spezies angehören, die an derlei Bedingungen gewöhnt ist, hätte ich dich stattdessen auf einen Wüstenplaneten gebracht.
Wärst du ein Wasserwesen, hätte ich dich auf dem Festland ausgesetzt. Die Kluft zwischen den Wegen der Macht, wie sie von den Sith und den Jedi praktiziert werden, hat weniger mit dem Unterschied zwischen Dunkelheit oder Licht zu tun als vielmehr zwischen, in deinem Fall, schierer Kälte und der Gegenwart von Wärme, zwischen Not und Bequemlichkeit, Chaos und Berechenbarkeit."
Grodj hielt Inne, um seinen Meister zu mustern. "Dein Blut ist beinahe gefroren. Wenn du zuviel Zeit hier verbringst, wirst du sterben. Das wirst du zumindest anfangs denken, wenn die Dunkle Seite deine Witterung aufgenommen und sich an dich herangepirscht hat.
Du wirst denken: Und es stimmt, du wirst sterben, jedoch bloß, um wiedergeboren zu werden. Du musst das Wissen, was es heißt, ausgelöscht zu werden, tief in dein Innerstes aufnehmen. Du musst es bis ins Mark deiner Knochen fühlen, weil es immer so sein wird." Sein Meister lachte knapp. "Vielleicht klinge ich wie einer der Philosophieprofessoren auf diesem feinen Internat das du besucht hast.
Aber dashier ist keine Lektion. Ebensowenig solltest du das Ganze als körperliche Konditionierung ansehen. Stattdessen müssen wir dich auf das vorbereiten, was dich erwartet, falls die Dunkle Seite gewillt ist, an dir Interesse zu zeigen. Die Verquickung von Furcht und Freude, davon, gedemütigt und ermächtigt zu werden, während man dich gleichzeitig wie ein Musikinstrument benutzt.
Davon, auserwählt zu sein und dennoch von allumfassender Größe subsumiert zu werden." Ein raubtierhafter Ausdruck trat in sein blasses Antlitz, als er sich seinem Meister näherte. "Nun erzähl es mir erneut, Schüler - und in allen Einzelheiten."
Einmal mehr gestattete Grodj seinen Erinnerungen, sich zu entfalten und er durchlebte das Verbrechen von Neuem. Den Vorfall, als den er das Ganze mittlerweile betrachtete. Der schlaffe blutverschmierte Leichnam seines Vaters. Die zertrümmerten Schädel der Leibwächter.
Seine Hände, um den schlanken Hals seiner Mutter geklammert, allerdings nicht wirklich, bloß in seinem Geist,
er hatte sie mit seinem Gedanken erdrosselt. Die leblosen Gestalten seiner Geschwister, hier und dort zusammengesackt ... Dadurch dass er es wieder und wieder erzählte, es immer wieder durchlebte, hatte er schließlich eine Art von Macht darüber gewonnen, die Fähigkeit, das Ereignis allein als das zu sehen, was es war, ohne Emotionen, ohne Wertung. Es war, als hätte sich das ganze vor Jahren und nicht vor Monaten zugetragen und als habe jemand anderes das Verbrechen begangen. Als jener entscheidende Moment gekommen war, hatte sich in ihm eine Kraft der Verwandlung geregt, so finster wie das All ohne Sterne, geboren aus Hass und Furcht, jedoch eine, auf die er jetzt zurückgreifen konnte, um seinen Nutzen daraus zu ziehen.
"Sehr gut" sagte sein Meister, nachdem Grodj seinen Bericht mit blauen, zitternden Lippen zu Ende gebracht hatte. "Ich kann spüren, wie du dich davon distanzierst und fühle, wie deine Kraft immer mehr zunimmt" Er taxierte Grodj weiter, während der Schnee zwischen ihnen umherwirbelte.
"Du darfst deinen Willen nicht von Gefühlen wie Reue oder Mitleid beeinflussen lassen. Du bist dazu bestimmt zu führen.

Fortsetzung folgt ..

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28.04.2015, 22:38

Deshalb darfst du in jedem Lebewesen nichts anderes sehen als ein Werkzeug, das dich weiterbringt, um dir zu dem Platz zu verhelfen, den das schicksal für dich vorgesehen hat. Dies ist unsere Galaxis Grodj, unsere Realität! An diesem gnadenlosen Ort wird deine Macht geschmiedet.
Angetrieben von Furcht oder Hass kann selbst ein Jedi die Fesseln abschütteln, die die Lehren des Ordens ihnen auferlegen und eine weit tiefergehende Macht für sich entdecken.
Doch kein Jedi, den es an diesen Ort verschlägt, der sich über seine Treuepflicht gegenüber frieden und Recht aufgeschwungen hat, der aus Zorn oder aus Leidenschaft tötet, kann wirklich Anspruch auf die Dunkle Seite der Macht erheben.
Ihre Bemühungen, sich selbst einzureden, sie wären der Dunklen Seite verfallen, oder dass die Dunkle Seite sie zu ihren Taten genötigt hat, sind nichts weiter als erbärmliche Rationalisierungen. Aus diesem Grund geben sich die Sith von Anfang an ganz dem Dunkel hin, konzentrieren sich auf das Erlangen von Macht. Wir suchen keine Ausflüchte für unser Tun. Die Taten eines Sith entspringen seiner selbst und strömen dann nach außen.
Wir stellen der Macht nach wie Jäger, anstatt uns wie Beutetiere ihren rätselhaften Launen zu ergeben"
"Ich verstehe, Meister", brachte Grodj mit stotternder Stimme hervor.
Sein Meister zeigte ihm ein bösartiges Lächeln. "Einst sagte ich genau dasselbe zu meinem Meister, obwohl ich in Wahrheit nicht das Geringste verstand. Ich wollte lediglich dem Schmerz ein Ende bereiten."
So schnell, dass die Bewegung bloß ein verschwommener Schemen war, riss er die Vorderseite von Grodjs Schutzanzug auf. "Ich bin dein Peniger, Grodj.
Bald wirst du alles tun, um mich zu beschwichtigen und mit jeder Lüge, die du erzählst, mit jedem Versuch den du unternimmst, um unsere Rollen umzukehren, wirst du für die Dunkle Seite so funkelnd wie eine Aurodium Münze.
Also, beschwichtige mich, Grodj. Erzähl mir noch einmal, wie du sie umgebracht hast."
Grodj suchte nach einem sicheren Halt auf dem Geröllhang. Die scharfkantigen Steine unter seinem blutigen Handflächen, Ellbogen und Knien zitterten, als würden sie danach lechzen, ins eiskalte Wasser des kristallblauen Sees am Fuße des nahezu senkrechten Gefälles einzutauchen.
Sein Meister saß einige Meter weiter oben im Schneidersitz auf einem abgeflachten Felsvorsprung. Er hatte Grodj den Rücken zugewandt und es schien, als sei sein Blick auf die blendend grellen Schneefelder fixiert, die den Gipfel des Berges bedeckten.
"Wenn du mich nicht jetzt schon am liebsten ermorden willst, wirst du diesen Wunsch hegen, bevor ich mit dir fertig bin" Sagte er gerade.
"Das Verlangen, jemanden zu töten, der einem überlegen ist, erklärt sich aus der Natur unseres Vorhabens. Meine unangreifbare Kraft lässt deinen Neid wachsen, meine Weisheit befeuert dein Verlangen, meine Erfolge stacheln deine Gier an. So ist es seit eintausend Jahren und so muss es sein, bis ich dich soweit angeleitet habe, dass du meiner ebenbürtig bist. Dann, Grodj, müssen wir unser Bestes tun, um die Dynamik zu durchbrechen, die Darth Bane in Gang gesetzt hat, da wir einander brauchen werden, wenn wir unsere ultimativen Ziele erreichen wollen. Letzten Endes kann es keine Geheimnisse zwischen uns geben, keine Missgunst oder Misstrauen. Wir werden die Zukunft der Sith einläuten und die Wesen der Galaxis werden davon profitieren.
Bis dahin jedoch musst du kämpfen. Du musst beweisen, dass du würdig bist, nicht bloß meiner, sondern auch der Dunklen Seite.
Du musst den Hass nehmen, den du mir entgegenbringst, und ihn in Kraft umwandeln, in die Kraft zu obsiegen, in die Kraft zu verhindern, dass dir irgendetwas im Weg steht, in die Kraft jedes Hindernis zu überwinden, das die Dunkle Seite erschafft, um dich auf die Probe zu stellen."
Grodj, der ihm kaum zuhörte, bewegte sich mit größter Vorsicht, seine Hände und Knie suchten an den Steinen festen Halt.
Wochenlang hatte der Darth, ihm Schlaf Nahrung und Wasser vorenthalten.
Wenn es ihm jetzt gelang, sein Meister zu erreichen, würde sein Durst gestillt werden, sein Hunger gesättigt, seine Prellungen geheilt.
Unzählige male hatte das breite geröllfeld nachgegeben, sodass er von der Gesteinslawine fast bis runter zum Seeufer getragen worden war, während er stürzte, auf Bauch und Rücken dahinrutschte, sich seine gerötete Haut abschürfte, sich praktisch am ganzen Körper blaue Flecken holte.
Bloß um sich anschließend erneut nach oben vorarbeiten zu müssen.
In stummer Wut vor sich hinbrodelnd gelang es ihm, einen weiteren Meter des Hangs zu erklimmen, während er die Macht einsetzte, um seine Balance zu sichern, sich gewichtslos zu machen.
"Narr!" Verspottete ihn sein Meister. "Erfolg kommt nicht daher, dass man die Hilfe der Macht in Anspruch nimmt, sondern indem man sie unter seine eigene Kontrolle bringt und die nötige Kraft aus sich selbst bezieht." Er seufzte theatralisch. "Dennoch bin ich durch deine Fortschritte durchaus ermutigt. Du bist jetzt bloß noch Zentimeter von mir entfernt, kaum mehr als eine Armlänge weit weg. Bald werde ich deinen Atem in meinem Nacken spüren und die Hitze deines Zorns wittern, dein Verlangen danach, mich zu töten, als könntest du dadurch Anspruch auf die Autorität erheben, die ich verkörpere."
Er hielt inne, rührte sich jedoch nicht, ganz zu schweigen davon, dass er einen Blick über die Schulter geworfen hätte.
"Du willst mich erwürgen, wie du es mit deiner armen, missverstandenen Mutter gemacht hast, willst mir eine Gliedmaße nach der anderen ausreißen, wie du es bei den Leibwächtern tatest. Schön und gut, doch dazu musst du dich wesentlich mehr anstrengen, Schüler."
Einer Katze gleich sprang Grodj mit einem Satz von der Schutthalde auf den Felsvorsprung, seine gekrümmten Finger nach seinem Meister ausgestreckt. Doch anstatt sich um den dürren Hals seines Meisters zu schließen, durchstießen seine Hände dünne Luft und schlugen gegeneinander, sodass er mit dem Gesicht voran auf den Vorsprung krachte.
Ein Stückchen weiter neben sich hörte er seinen Meister verächtlich lachen. Entweder hatte sich der Darth schneller bewegt, als Grodj wahrnehmen konnte, oder schlimmer noch, er war überhaupt nicht wirklich hier gewesen.
"So leicht zu überlisten", sagte sein Meister, um damit die Bestätigung für letztere Möglichkeit zu liefern.
"Du vergeudest meine Zeit. Wenn du so weitermachst, wird die Dunkle Seite niemals Interesse an dir zeigen."


Jetzt befand er sich nach fast zwei Jahren Abwesenheit wieder auf Dromund Kaas. Während er auf der Landeplattform stand, konnte er erneut die Dunkle Seite bis tief ins Mark spüren und ihre sengende Hitze wog die geringfügige Unannehmlichkeit von Wind und Regen mehr als auf. Er war jedoch nicht länger ein bloßer Schüler. Grodj war als vollwertiger Sith Lord zum Sitz der Imperialen Macht zurück gekehrt.
Er hatte gewusst, dass dieser tag letztendlich einmal kommen würde. Nach Abschluss seines Studiums an der Sith Akademie hatte er auf einen Posten auf Dromund Kaas gehofft.
Stattdessen aber hatte man ihn in die Randgebiete des Imperium geschickt, um bei der Niederschlagung minderschwerer Aufstände auf kürzlich eroberten Planeten zu helfen.
Grodj nahm an, diese Versetzung wäre eine Art Strafe. Einer seiner Ausbilder hatte wahrscheinlich aus Eifersucht über das Potential des Spitzenschülers empfohlen, ihn soweit wie möglich vom Zentrum der imperialen Macht entfernt zu stationieren, um seinen Aufstieg in die oberen Ränge der Sith Gesellschaft zu bremsen.
Leider besaß Grodj keine Beweise, der seine Theorie gestützt hätte. Dennoch hatte er es selbst im Exil in den unzivilisierten Sektoren an den entlegensten Grenzen des Imperiums geschafft, seinen Ruf weiter zu festigen. Sein Geschick im Kampf und die skrupellose Verfolgung der Rebellenköpfe weckte die Aufmerksamkeit mehrerer bedeutender Militärführer.
Nun, zwei Jahre nach seinem Abgang von der Akademie, war er als frisch gesalbter Lord der Sith nach Dromund Kaas zurückgekehrt und was noch mehr zählte, er war auf Wunsch von Darth Zeefia hier, die zu den hochrangigsten Mitgliedern im Dunklen Rat gehörte.
"Lord Grodj", rief ihm eine Gestalt über den Wind zu und rannte ihm entgegen, um ihn zu begrüßen ..



Fortsetzung folgt .. schon bald ..

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Matth.23;5, 11-12


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29.11.2015, 13:15



Kapitel I

Teil II



Cre'sent besuchte, den Jedi Tempel auf Tython nur noch selten.
Obwohl er eigentlich noch ein Mitglied des Jedi Ordens war, konnte er nicht umhin, sich als Eindringling zu fühlen,
als er die Stufen erklomm und zwischen den beiden Statuen, die den Eingang bewachten hindurchging.
Viele Jedi, insbesondere die Padawane und jüngere Jedi-Ritter, sahen in ihm eine lebende Legende.
Manche nahmen es ihm übel, hunderte Jedi im Krieg in den Tod geführt zu haben und andere konnten ihm diese Opfer nicht verzeihen.
Offiziell war er rehabilitiert und ins Licht zurück geführt worden, aber es gab solche die meinten,
er würde immer noch die unauslöschliche Verderbtheit der dunklen Seite in sich tragen.
Zugegeben Cre'sent hatte sich nicht gerade bemüht, sie vom Gegenteil zu überzeugen.
Oben an der Treppe angekommen , durchschritt er den Tempeleingang und überquerte auf seinen Weg zu den Gemächern des Ordens, den unteren Innenbereich, nach oben über die ansteigende Rotunde.
Der Rat hatte angeboten, einen passenden Meister für ihn zu suchen, um ihn erneut in den ordnungsgemäßen Gebräuchen der Jedi zu unterweisen.
Ein Angebot, dass er rundheraus abgelehnt hatte.
Cre'sent hatte zu viel über die Macht gelernt, sowohl über ihre helle als auch ihre dunkle Seite, um wie ein gewöhnlicher Padawan unterrichtet zu werden.
Vielleicht hätte man über seine Wiedersprüchlichkeit hinweg gesehen, hätte Shjnla nicht einen ähnlichen Weg eingeschlagen.
Einst war sie die glänzende junge Aufsteigerin des Ordens gewesen, doch Aroun hatte sie vorübergehend auf die dunkle Seite gezogen und
der Rat meinte, auch sie müsse neu geschult werden.
Als sie sich weigerte, erkannten manche von ihnen ein vertrautes Muster:
Cre'sent entfremdete eine vielversprechende junge Jedi von den anerkannten Lehren des Ordens.
Ihre Heirat hatte die Lage noch verschärft. Der Jedi Orden lehnte emotionale Bindungen ab,
denn man glaubte sie seinen ein Sprungbrett in den Untergang.
Nach ihren Lehren brachte Liebe Eifersucht hervor, die zur Dunklen Seite führte.
Cre'sent hatte ihre rettende Kraft jedoch am eigenen Leib erfahren. Seine Liebe war es gewesen, die Shjnla zurück ins Licht geführt hatte.
Ihre Emotionale Bindung hatte ihnen beiden die Erlösung geschenkt. Emotionen zu leugnen,
oder der Versuch sie ganz und gar zu kontrollieren, war nach Cre'sent Ansicht ein Narrenspiel.
Genau genommen war Eifersucht die Folge unvorbereiteter Jedi die von Gefühlen übermannt wurden, mit denen umzugehen sie nie gelernt hatten.
Cre'sent glaubte, einem Jedi könnte beigebracht werden, positive Emotionen wie Liebe und Glück einzusetzen,
um ihre Verbindung zur Macht zu stärken, auf die gleiche Weise wie Wut und Zorn denjenigen Kraft gab,
die der dunklen Seite folgten.
Als er aus dem Eingangsbereich trat, war Cre'sent wie immer hingerissen von der prächtigen Aussicht.
Der Jedi Tempel barg den größten Hort an Wissen, in der ganzen Galaxis, eingeschlossen in aufwendig gestalteten Räumlichkeiten.
Inmitten der ansteigenden Rotunde, schwebte ein riesiger Holocron mithilfe der Macht, die hier auf eine ganz besondere Art spürbar war.
Kleine Gruppen von Gestalten in Robe, eine Mischung aus Jedi Padawanen, Rittern und Meistern bevölkerten den ganzen Bereich.
Manche hasteten Geschäftig über die Korridore, andere lümmelten sich auf Marmorsockeln oder vor dem übergroßen Holocron,
während sie sich eine Pause von Haushaltspflichten und Trainingsstunden gönnten.
Cre'sent behielt die Kapuze seines traditionellen Jedi Mantels über gezogen, um nicht erkannt zu werden.
Er wollte so schnell wie möglich seine Angelegenheiten regeln und sich wieder auf den Weg machen.
Je schneller er den Tempel wieder verließ, desto besser.
Es war ihm nicht immer so gegangen. In den ersten paar Wochen nach seiner Rückkehr,
als er immer noch als Held geehrt und gefeiert wurde, war er mit dem Angebot an dem Rat herangetreten,
sein neues Verständnis der Macht mit anderen Mitgliedern des Ordens zu teilen.
Natürlich hatte er dabei mit einer gewissen Gegenwehr gerechnet.
Der Rat hielt an den alten Doktrinen fest. Sie verstanden nicht das die Macht lebendig war.
Sie konnten nicht akzeptieren, dass sie sich über ihre biederen Lehren hinaus weiterentwickelt hatte.
Trotzdem hatte ihn die schiere Feindseligkeit, mit der der Rat reagiert hatte, völlig überrascht.
Sie hatten sein Angebot nicht nur Abgelehnt, eine handvoll Ratsmitglieder hatte sogar gefordert, ihn aus dem Orden auszuschließen.
Zum Glück hatten sich kühlere Köpfe durchgesetzt. Die Geschichte seiner Erlösung und Rückkehr ins Licht hatte sich in der gesamten Galaxis
herumgesprochen, wobei die schmutzigen Einzelheiten darüber, wie die Jedi ihm seinen Sohn geraubt hatten, sorgsam ausgespart blieben.
Die weiseren Mitglieder des Rates begriffen, das die Legende Cre'sent viel zu wertvoll war, um sie zu verwerfen,
nur weil man für den Mann als solcher keine Verwendung mehr hatte.
Am Ende gelangte man zu einem Kompromiss. Die Jedi würden sich nicht gegen seine Heirat mit Shjnla aussprechen.
Offiziell würden beide weiterhin als vollberechtigte Jedi Meister angesehen werden, mit allen dazugehörigen Befugnissen und Privilegien.
Als Gegenleistung versprach Cre'sent, seine Ketzerischen Lehren nicht unter anderen Mitgliedern des Ordens zu verbreiten.
Shjnla wollte die Bedingungen zuerst nicht annehmen, doch Cre'sent überzeugte sie,
dass ein ideologischer Krieg mit dem Jedi Rat nicht zweckdienlich sei.
Sie hatten ihren Teil beigesteuert, nun war es für sie an der Zeit, aus der Geschichte zu schwinden und den Rest ihrer tage in Frieden zu leben,
und dass hatten sie.. bis Cre'sent anfing, diese verdammten Träume zu haben.
Das war der Grund, aus dem er nun hier war, statt untätig herum zu sitzen, hatte er beschlossen auf eigene Faust etwas nach zu forschen.
Mit weit ausholenden, raschen Schritten bahnte er sich seinen Weg zu den Archiven an der Nordwestecke des oberen Tempels.
Ein Gremium aus einigen Jedi Meistern und ihren Untergebenen, deren Fachgebiet die Geschichte und die Überlieferungen
des gesamten Ordens umfasste, zumindest das was nach der Plünderung von Coruscant, noch da war.
Außerdem fand sich hier im Tempelarchiv, die bei weitem größte Sammlung von Dokumenten, Datendisks und Holocronen in der Galaxis.
Des öfteren konnte man hören, dass eine Sache, die nicht in den Archivaufzeichnungen auftauchte, auch nicht existierte.
Trotz dieser kühnen Behauptung bezweifelte Cre'sent jedoch, auf irgendetwas zu stoßen, was in den Regalen darauf wartete,
seine Träume erklären zu können.
Eigentlich war er auf der Suche nach etwas anderem gekommen. Jemand anderem. Einem Namen aus seiner Vergangenheit.
Es fehlten immer noch weite Teile seines Gedächtnisses. Um die Lücken zu füllen, musste er mit jemandem Sprechen, der in dieser Zeit
bei ihm gewesen war. Jemand, der im Krieg an seiner Seite gedient hatte.
Im Feldzug zum äußeren Rand war Aroun seine rechte Hand gewesen. Doch Aroun war tot,
in dieser Richtung würde Cre'sent keine Antwort finden.
Aber es gab noch eine andere Person, ein herausragender Jedi Namens Rjn'Koun.
Rjn'Koun hatte zu den ersten gehört, die sich Cre'sent Sache anschlossen,
und hatte sich alsbald als brillanter Taktiker und Anführer erwiesen.
Als er sein Potential erkannte, beförderte Cre'sent ihn, in den Generalsrang und gab ihm die Kontrolle über knapp die Hälfte
der Republik- und Jedi Streitkräfte die unter seinem Kommando standen.
Koun hatte eine entscheidende Rolle in einigen Schlachten gespielt, am bekanntesten wurde er durch seinen unermüdlichen Einsatz
bei der unvergesslichen Schlacht von Alderaan, wo er nicht nur Truppen befehligte
sondern auch selbst Seite an Seite mit Großmeisterin Satele Shan, gegen die Invasion des Imperiums kämpfte.

Das Imperium begann mit der Ausrottung des Planeten, doch die Republik konnte dank der Zusammenarbeit zwischen
Republikanischer Armee und den Jedi, dem Imperium einen vernichtenden Schlag zufügen und somit die Zerstörung Alderaans abwenden.
Nach dieser Niederlage floh das Imperium von Alderaan, doch Koun hörte nicht auf sie bis ins äußere Rand, zu verfolgen.
Dabei missachtete er sämtliche Befehle und somit die Aufforderung des Jedi Rates, er verlor mehrere Republikanische Schiffe.

IGN: RaidnSun
Der Größte unter euch soll euer Diener sein.
Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden!

Matth.23;5, 11-12

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29.11.2015, 13:16

Nur kurz zögerte er vor der Tür, die in den inneren Kammern des Jedi Archivs führte und wappnete sich für das, was er vielleicht
vorfinden würde. Dann betrat er den ersten Gang und ging bis zum großen Raum hindurch.
Cre'sent hatte Lord Aroun bezwungen und damit den Jedi Orden gerettet.
Dann hatte er sich aufgemacht, Darth Zeefias Spur bis in die Unbekannten Regionen der Galaxis zu verfolgen,
während Admiral Koun zurückkehrte, um sich dem Urteil des Jedi Rates zu stellen.
Seitdem hatte er nicht mehr mit Cre'sent gesprochen. Er wusste nicht einmal wo Koun steckte.
Ein paar Einzelheiten der Geschehnisse waren ihm gekannt.
Der Jedi Rat hatte ihn bei seiner Rückkehr seines Ranges enthoben und ihn versetzt.
Danach war Koun von der Bildfläche verschwunden, angeblich wurde er für kleinere Einsätze, ins Erkundungs Korps versetzt.
Dennoch hatte Cre'sent das Gefühl, dass noch mehr hinter der Geschichte steckt.
Koun hatte im Anschluss nicht versucht Cre'sent zu kontaktieren.
Selbst wenn er den Republikanischen Raum verlassen hatte, hätte er inzwischen mit Sicherheit von Cre'sents Erlösung gehört.
Es beunruhigte ihn, keinerlei Nachricht von ihm bekommen zu haben.
Einmal hatte er versucht durch die Macht zu ihm vorzudringen.
Seite an Seite mit jemandem zu kämpfen, führte zu einer ganz speziellen Beziehung.
Selbst über die Weiten der Galaxis hinweg, hätte er in der Lage sein müssen,
ein vages Gespür seiner Präsenz wahrzunehmen, und doch hatte er nichts gefühlt.
Die einfachste Erklärung lautete, dass er eins mit der Macht geworden war, aber Cre'sent wollte nicht an seinem Tod glauben.
Nach alldem was sie zusammen erlebt hatten, erschien ein anonymer Tod im Äußeren Rand einfach ungerecht.
An der nächsten Tür angekommen, ließ den ersten Raum hinter sich und stieß die letzte Tür zum zweiten inneren Raum
der Jedi Archive auf. Erleichtert stellte er fest, dass außer ihm niemand in der nähe war.
Er wollte seine Nachforschungen alleine anstellen und ging die dicht an dicht mit Datendisks vollgepackten Regale entlang,
setzte sich an eines der alten Holo-Terminals, die nach dem Bau des neuen Jedi Tempels, aus Coruscant hierher gebracht wurden.
Er war sich nicht sicher, nach was genau er eigentlich suchte, also gab er einfach Kuon's Namen in das Verzeichnis ein.
Es erschienen mehrere Einträge, einschließlich eines offiziellen Berichts über die Schlacht auf Alderaan,
den einer der Jedi Archivare zusammengestellt hatte.
Er merkte sich das Aktenzeichen, zog die entsprechende Datendisk aus dem Regal und legte sie am Terminal ein.
Die nächsten paar Minuten verbrachte er damit, den Bericht durch zu sehen, stieß dabei aber auf nichts, was er nicht schon gewusst hätte.
Cre'sent war jedoch nicht an den Ansichten irgendeines anonymen Jedi Archivars interessiert, ihm ging es nur um die Tatsache
insbesondere darum, was nach der Schlacht von Alderaan, aus Koun geworden war. Und genau hier taten sich im Bericht
große Lücken auf. Er konnte lediglich herauslesen, dass er aus freien Stücken zurückgekehrt war, um sich dem Rat zu stellen,
der ihn kurz darauf degradierte und ihn versetzte.

"Ich hätte mir denken können, dass ihr es seid" Die Stimme voll strenger Entrüstung erklang hinter ihm.
Cre'sent erhob sich von seinem Platz und drehte sich zu der Sprecherin um.
Sie trug die traditionelle Robe einer Jedi, obwohl Cre'sent wusste das sie die frisch gesalbte Großmeisterin geworden war.
Sie war recht jung für ihren Posten, etwa in Shjnlas Alter, aber ihre Haare waren schwarz und zu zwei seitlichen Zöpfen
zusammengebunden. Sie hatte kalte blaue Augen und einen blasen Teint, der von einem Leben innerhalb des Tempels,
geschützt vor den Strahlen der Sonne kündete.
"Satele" sagte Cre'sent mit einem Nicken und einem gezwungenen Lächeln, während er innerlich fluchte.
Großmeisterin Satele Shan, die einst eine enge Freundin von Meisterin Shjnla Dean gewesen war,
hatte damals vor dem Vertrag von Coruscant, abgelehnt, Cre'sent Glauben zu schenken,
als er aufgrund einer seiner Visionen, den Jedi Orden vor einer Imperialen Invasion auf Coruscant warnte.
Nach dem Vorfall bereute sie ihren Entschluss, doch als entschiedene Traditionalistin teilte sie die Ablehnende Haltung
gegenüber Cre'sent's Sichtweise der Macht.

"Versucht ihr immer noch Eure verlorenen Erinnerungen wiederzuerlangen?", fragte sie ein bisschen zu selbstgefällig
und Cre'sent wurde klar, dass ihr Auftauchen kein Zufall war.
Satele musste den Bericht den er gelesen hatte, markiert haben, sodass es ihr gemeldet wurde, wenn ihn jemand abrief.
Gegen solche Sicherheitsmaßnahmen gab es keine Regeln oder Vorschriften, aber sie wurden nur selten angewendet.
Im Allgemeinen respektierten die Angehörigen des Rates die Privatsphäre der Jedi, die das Tempelarchiv besuchten.
Obgleich Cre'sent versucht hatte, seine Nachforschungen ungestört anzustellen, hatte er nichts falsches getan und
er brauchte immer noch Antworten.
"Dieser Bericht scheint ein paar wichtige Einzelheiten nur zu streifen" sagte er. "Schlampige Arbeit"
Fügte er einer plötzlichen Eingebung folgend hinzu.
Er konnte Sateles Empörung erkennen und wusste, dass er richtig gelegen hatte, sie hatte den Bericht nicht nur markiert,
sie hatte ihn auch verfasst.
"Vielleicht könnt ihr nur die offensichtliche Wahrheit vor Euren Augen nicht sehen", schnappte sie zurück.
Cre'sent lächelte. All den Jedi Lehren über Frieden und Gelassenheit zum Trotz, hatte er schon immer ein Händchen
dafür gehabt, die allzu scheinheiligen Mitglieder des Ordens, wie Satele damals noch eines war, in Rage zu bringen.
"Dann bedarf ich die Hilfe eurer großen Weisheit, um zu begreifen, was ich übersehe."
"Wie kommt ihr darauf das ich irgendetwas zu eurer Hilfe tun würde?"
"Ich bin immer noch ein Jedi Meister und Kouns Verurteilung ist eine aktenfällige Angelegenheit",
erinnerte er sie auf einmal wieder ernst. "Ich habe das Recht, über das was passiert ist, die Wahrheit zu erfahren. -
Die ganze Wahrheit."
"Was gibt es da noch zu erzählen? Er hat den Fehler begangen den Anordnungen des Rates zu missachten und
sich somit selbst disqualifiziert."
"Es war eine Verzweiflungstat in verzweifelten Zeiten". erwiderte Cre'sent.
"Er wusste genau was er tat, nachdem er mich auf Alderaan zurückgelassen hatte", entgegnete Satele mit kühler,
Rationaler Ruhe.
"Aber er hat seine Taten offensichtlich bedauert und er hat sich freiwillig dem Rat ergeben. -
Weshalb sollten sie ihm gegenüber keine Gnade zeigen?"
"Sie mussten ein Exempel an ihm statuieren." Satele gab sich nicht die Mühe, ihre Verbitterung aus der Stimme zu halten.
"Er wurde zu einem Symbol für all jene, die sich dem Willen des Rates widersetzen. -
Gnade stand nicht zur Wahl."
"So einfach kann es nicht sein" bohrte Cre'sent weiter. "Meine Verbrechen waren weitaus schlimmer -
und trotzdem hat der Rat mir eine zweite Chance gegeben"
"Ihr könnt für uns immer noch von Nutzen sein."
Cre'sent spürte, dass es etwas gab, was sie verschwieg. "Was soll das bedeuten? -
"Koun war ein herausragender Jedi, warum hat der Rat nicht versucht ihn zu helfen?"
Sie schüttelte ungläubig den Kopf. "Ihr wisst wirklich nicht was danach mit ihm geschehen ist, nicht wahr?"
Cre'sent sah sie schweigend, aber erwartungsvoll an.
"Ritter Koun hat sich während seiner Verfolgung im äußeren Rand, instinktiv zum Selbstschutz von der Macht getrennt.
Als die Streitkräfte des Imperiums, Kouns Flottenangriff abwehren,
kamen viele seiner Machtsensitiven Kameraden schlagartig ums Leben. -
In seinem geschwächten Zustand konnte er es nicht ertragen, es hätte ihn umgebracht.
Somit trennte er sich instinktiv von der Macht und tritt den Rückzug an."
"Das tut mir Leid", sagte Cre'sent aufrichtig. "Das wusste ich nicht."
"Dennoch könnt ihr jetzt nichts mehr für ihn tun" ergänzte sie eindringlich.

Cre'sent sah sie überrascht an, "Was versucht ihr mir damit zu sagen?"
Sie machte eine Pause, um ihren Worten Nachdruck zu verleihen, dann fuhr sie fort.
"Nach seiner Versetzung, bat er den Orden um seine Rehabilitierung. Nach längerer Zeit wurde ihm dieser Wunsch gewährt.
Nicht nur das, er nahm sogar einen Padawan an um die Jedi Lehren seiner einstigen Meisterin, Shjnla Dean, weiterzugeben.
Während sie weiter redete, überkam Cre'sent eine plötzliche Gedankenflut, er sah sie zwar an, aber war Gedanklich ganz wo anders.
"Cre'sent?", Satele sah ihn mit großen Augen an, während er scheinbar durch sie hindurch blickte.
"Alles in Ordnung?"
"Ja, alles gut. Wo kann ich Koun finden?"
Satele musterte ihn mit einem skeptischen Blick. "Er befindet sich gerade in einem Ausseneinsatz."
"Gut, dann werde ich auf ihn warten" senkte sein Blick sinnierend gen Boden und schwieg.
Satele verabschiedete sich und ging hinaus, ohne irgendwelche Anstalten zu machen.

Cre'sent wurde schlagartig klar, was dass bedeuten könnte, er musste Koun unbedingt persönlich sprechen.




Fortsetzung folgt...

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08.07.2016, 09:15

Kapitel II

Kapitel II




Teil I





Sith Lord Jak' Grodj würdigte die kleine Gestalt vor sich, bloß eines wortlosen Blickes.
Vor ihm stand ein kleinwüchsiger Mensch, männlich und mit einer leicht gebückten Haltung.
Ohne dem Sith Lord in die Augen zu sehen, verbeugte er sich tief und wirkte dabei etwas nervös.
"Willkommen mein Lord, ich hoffe ihr hattet eine angenehme Reise?" , sprach er mit milder Stimmlage, ohne sein Blick zu erwidern.
Grodj war innerlich erzürnt, als er feststellte das dieses Gewürm ihn begrüßen kommt, anstatt eine Leibwache der Darth.
"Wo ist Darth Zeefia?" raunte er dem Wicht zurück.
"Ich führe euch zu ihr mein Lord, bitte folgt mir" der kleinwüchsige drehte sich sofort um und ging eilig voran,
während er immer wieder einen Blick zurückwarf, als ob er Angst hätte den Lord zu verlieren.
Der kleinwüchsige Mensch drängte sich zwischen der großen Ansammlung an verschiedenster Individuen vor,
die vor der Taxistation auf ein freies Transportmittel warteten, während Lord Grodj ihm mit erhobenem Blick folgte.
Seine breiten Schultern und seine Körpergröße, ragte in der Menge hervor, während er durchging.
Alle wichen zur Seite, sobald sie ihn sahen doch ihre Gesichter zeigten kein Angst, es war vielmehr eine vernünftige Vorsicht.
"Weg da! Lasst den Lord duch" rief der Kleinwüchsige, um sich Gehör zu verschaffen.
Als sie durchkamen standen sie vor einem luxuriösen Transportmittel, in dem sich zwei Leibwachen befanden.
Die kleinen Triebwerke waren bereits an und Lord Grodj setzte sich Wortlos neben dem kleinen Wicht, er wirkte immernoch erzürnt.
Der Viersitzer startete und verließ die obere Plattform um Richtung Darth Zeefias Festung zu fliegen, der Flug dauerte nur einige Minuten.
Hohe und massive Steinskulpturen in der Ferne, kündigten die Festung an, doch Grodj bemerkte das sie jemand bereits nach dem Start verfolgte.
Er warf ein Blick nach hinten und erkannte 2 Gestalten in einem Zweisitzer die immer näher kamen.
Grodj sah nach vor und wollte gerade die Leibwachen warnen als ihn die Macht vor der Gefahr warnte!
Im selben Augenblick drangen mehrere Blastersalven seitlich in den Viersitzer und durchbohrten beide Leibwachen, auch Grodj wurde getroffen,
doch das schlimmste fing seine starke Oberkörperrüstung ab, der Gleiter verlor die Kontrolle und fing an zu schwanken.
Der kleine Mensch hielt beide Hände über den Kopf und schrie lautstark vor Angst, doch Grodj reagierte sofort,
er sprang auf dem Vordersitz zwischen den zwei toten Leibwachen und übernahm das Steuer um die Kontrolle wieder zu erlangen.
Kurz darauf trafen weitere Feuersalven den Heck, aber Grodj nutzte die Macht und konnte somit schwere Treffer vermeiden.
Wenige Meter vor der Landeplattform fing das Heck an zu brennen, der dadurch entstandene Rauch verwirrte die Verfolger für einen Augenblick.
Grodj nutzte die Gelegenheit und griff nach der Schulter des Wichts um mit ihm aus dem brennenden Gleiter zu springen!
Er sprang und riss den kleinwüchsigen mit sich, doch die Landung auf den harten, nassen Boden war heftig.
Grodj nutzte die Macht um das schlimmste ab zu fangen, kurz darauf sprang er noch ein paar Meter weiter um hinter einer Säule in Deckung zu gehen.
Während der brennende Viersitzen in die Seitenwand der Festung einschlug um völlig in Flammen aufzugehen,
bremsten die Verfolger minimal ab um eine schleife zu fliegen.
Der kleinwüchsige Mensch bekam von alldem nichts mit, er wurde kurz nach dem Sprung aus dem brennenden Gleiter, bewusstlos.
Lord Grodj nutzte die Gelegenheit und öffnete sich vollends der Macht, um sein Schmerz in seiner rechten Schulter zu unterdrücken.
Er warf ein Blick über die Steinbrüstung neben der Säule und erkannte das seine Verfolger zu einem neuen Angriff ansetzten.
Grodj zögerte keinen Augenblick, aktivierte sein karmesinrotes Lichtschwert und warf es auf den anfliegenden Gleiter zu,
als dieser gerade das Feuer auf seine Deckung eröffnen wollte.
Mit einem gezielten Lichtschwert Wurf, traf er die Beifahrerin und enthauptete sie vom Hals an bis zur Schulterseite.
Während der Fahrer geschockt abbremste, ergriff Grodj sein Lichtschwert zurück um kurz darauf eine tödliche Machttechnik einzusetzen.
Er schaffte es die Flugbahn des Gleiters so zu verändern, dass dieser ungebremst in die massive Festungsmauer krachte und dabei sofort explodierte.
Grodj ging sofort wieder in Deckung um der Feuerwelle zu entgehen, überall flogen brennende Gleiterteile durch die Luft.
Er sah zu dem kleinen bewusstlosen Wicht neben sich, griff nach seinem Kragen und schlug ihm mit dem Handrücken übers Gesicht.
Der kleine Mensch wachte auf und sah Grodj mit aufgerissenen Augen an "Was.. was!?"
Grodj fauchte ihn erzürnt an, während er den kleinen aufhob und ihn im Würgegriff, die Wand hochhielt,
"Sagt mir sofort was hier gespielt wird wenn euch euer Leben lieb ist!"
Der Kleine bekam fast keine Luft, er konnte nur keuchen und sein Gesicht lief rot an.
Plötzlich eilten weitere Leibwachen aus der Festung und umstellten die beiden, sichtlich genervt ließ Grodj sein Hals los.
Als der Kleinwüchsige zu Boden krachte, hustete er sich fast die Seele aus dem Leib.
Grodj kochte Innerlich vor Wut, er hätte nur ein wenig mehr Zeit gebraucht um aus diesem Gewürm und Speichellecker,
alles heraus zu bekommen was er wissen wollte.
Die Leibwachen forderten Grodj's Lichtschwert und geleiteten anschließend ihn und den Kleinwüchsigen in Darth Zeefias Festung hinein.



Fortsetzung folgt ..

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08.07.2016, 09:26

Das sechste Prinzip

Kapitel II




~ Das sechste Prinzip ~








Jedi Ritter Rjn' Koun, erhob sein Haupt und spähte über die weite große unebene Landschaft,
die dieses große Tal auf Balmorra kennzeichnete.
Kurz darauf hockte er sich wieder runter und sah zu seinem Trupp, "ungefähr noch sechs Schützengräben mit je vier bis fünf imperiale Soldaten"
er zeigte mit zwei Finger auf die ungefähre Richtung der Schützengräben.
"Ich spüre auch einige Sith, seid also wieder besonders vorsichtig" ergänzte er eindringlich und lies dabei den Blick durch den versammelten
Trupp schweifen, alle befanden sich in einer gesicherten Deckung die als kurze Verschnaufpause diente.
Die meisten Soldaten waren bereits erschöpft und am Ende ihrer Kräfte, "Kommander, wir haben nur noch Munition für einen letzten Angriff!"
Der Jedi Ritter sah ihn mit einem ernsten Blick an und erwiderte sofort "bereitet euch vor, wir werden ihnen keine weitere Verschnaufpause geben."
"Jawohl Sir!" entgegneten sie fast Zeitgleich und überprüften noch ein letztes mal die Waffen und Magazine.

Koun wusste das es für ihn und seine Männer, nur den Sieg gab, wie immer vertraute er stets der Macht und seine bisherigen Erfolge,
bestätigten diese Intuition, den seine Männer folgten ihm und wenn es sein musste sogar bis in den Tod.


Der Jedi schloss für einen Moment lang die Augen und sammelte sich Innerlich für einen letzten finalen Angriff,
dann öffnete er sie wieder und schrie laut: "Für die Freiheit! Für die Republik!" und stürmte mit dem ganzen Trupp aus der Deckung hervor!
Die Imperialen Streitkräfte eröffneten sofort das Feuer und verschossen damit fast ihre ganzen Reserven auf den Sturmtrupp.
Ein Republikanischer Soldat nach dem anderen fiel entweder schwer verwundet oder tot zu Boden, während sich die anderen
nach vorne kämpften um die feindlichen Stellungen, nacheinander zu zerstören.
Einige warfen Granaten, andere stürmten einfach an der Seite ihres Anführers nach vor und kämpften sich Seite an Seite,
durch die Feindlichen Streitkräfte und einigen Sith.
Bereits nach wenigen Minuten schien die Schlacht entschieden denn plötzlich wurde es ganz still.
Koun stand mit aktivierten Lichtschwertern da, hinter ihm die letzten vier Republikanische Soldaten, sie zielten auf den letzten maskierten Sith,
der mit seiner karmesinroter Klinge, nur einige Meter von ihnen entfernt dastand und sie mit finsterer Miene anstarrte, für den Sith gab es kein Entkommen und er wusste das.
Der Jedi erhob seine Stimme, "ergebt euch, oder sterbt!" rief er ihm auf Basic entgegen.
Der Sith schrie und stürmte sogleich mit gehobenem Lichtschwert auf sie zu! "Arrgghhh!"
Die Soldaten zögerten keine Sekunde und eröffneten das Feuer auf den Angreifer! Der Sith währte einige Salven ab und bewegte sich
sehr rasch auf sie zu, alles schien plötzlich wie in Zeitlupe.
Jetzt stand er direkt vor dem Jedi, der mit seinem linken Lichtschwert, den Stoßhieb des Sith abwehrte und ihm sogleich mit seinem
rechten Shoto, geradeaus in die Brustmitte stach.
Durch die Wucht des Aufpralls glitt sein Shoto vollends in die Brust des Sith und durchschlug damit ohne weiteres dessen Rüstung.
Dabei kam der Sith nahe an Kouns Gesicht, sodass der Jedi ihm kurz ins Ohr flüsterte, "du Narr" dann sank der Sith auf seine Knie und
fiel reglos zu Boden.
Einer der Soldaten spuckte auf den Leichnam des Sith, der Jedi bemerkte dass und warf ihm raunend zu,
"Ehre deinen Feind" und begann den Leichnam zu durchsuchen, bis er schließlich fand wonach er suchte.
Sie sahen sich nach Überlebende um, der Kommander sammelte alle Erkennungsmarken der toten und nahm diese mit.
Dann aktivierte er sein Holocommunicator und stellte eine sichere Verbindung her,
kurz darauf materialisierte sich ein bläulich schemenhaftes Bild von einem hoch dekorierten Mann in Uniform.
"Colonel Koun hier"
Eine tiefe Raucher-Stimme antwortete, "Wie ist es gelaufen?" Koun erkannte den Republikanischen Oberbefehlshaber Jace Malcolm,
"wir konnten den Widerstand niederschlagen, sie sind alle tot" er schwieg einen Moment lang und ergänzte zögerlich,
"nur die Hälfte unseres Trupps hat überlebt" er sah den Oberbefehlshaber ernst an
"damit habe ich gerechnet, der Verlust dieser Männer ist bedauerlich" er schwieg einen kurzen Moment und ergänzte, "Verstärkung ist unterwegs,
ich erwarte euren Vollständigen Bericht in vierundzwanzig Stunden, kommt nachhause Männer. Basis ende"
Koun nickte ihm zu und deaktivierte sein Holocommunicator

Zwölf Standardstunden später, betrat Ritter Koun das Senats-Gebäude auf Coruscant,
er wusste dass sich der Oberbefehlshaber gerade hier aufhält und ihn für die Nachbesprechung bereits erwartet.


Der Jedi betrat den Besprechungsraum, außer ihn und Oberbefehlshaber J. Malcolm war noch ein Jedi anwesend,
die beiden sassen gegenüber an einem Bürotisch, der Jedi drehte sich um und sah Koun direkt an.
Koun schien völlig überrascht und riss die Augen weit auf, er fragte sich warum er ihn nicht spüren konnte.
"Meister Cre'sent!?" kam ihm gerade noch grüßend über die Lippen, während er ihm direkt in die Augen sah, ohne irgend welche Anstalten zu machen.
Malcolm zog gerade an einer seiner Zigarre, die er meist nur außerdienstlich genoss, er nahm mit der linken Hand die Zigarre aus dem Mund und zeigte mit der rechten Handfläche auf Koun, "Ah, hier ist er endlich, Ritter Koun!" und warf ihm ein zufriedenes Lächeln zu.
Sah dann den Jedi Meister an, "dann sind wir uns einig Meister Cre'sent, ich danke euch." während dieser sich erhob und gerade den Raum
verlassen wollte, lies er seinen Blick auffällig auf Koun sinken und ging dann Wortlos hinaus, um auf ihn zu warten.

Koun gingen gerade viele Gedanken durch den Kopf, er schien unschlüssig, "Geht es euch gut Ritter Koun?"
warf ihm Malcolm zu. "Dementsprechend ja, danke der Nachfrage Kommander" er setzte sich Malcolm gegenüber und
strich mit beiden Händen einmal über seine frische Robe, die er nach der Schlacht auf Balmorra ausgetauscht hatte.

Koun übergab ihm seinen vollständigen Bericht, dazu die Erkennungsmarken der gefallenen Soldaten und die kleine Codierte Box,
doch innerlich konnte er es kaum erwarten, seinen alten Freund persönlich zu sprechen.


Koun sah den Oberbefehlshaber nachdenklich an, "darf ich euch fragen worüber ihr mit Meister Cre'sent gesprochen habt Kommander?"
Der Oberbefehlshaber schwieg einen Moment lang, doch er wusste dass er dem Jedi trauen konnte, "wir sprachen über das sechste Prinzip"
Kouns Lekku vibrierte kurz als Zeichen der Verwunderung "das sechste Prinzip, was ist das?"

Der Oberbefehlshaber wirkte stolz als er davon sprach, "Das sechste Prinzip ist ein geheimes Projekt und besteht aus einem Team von Jedi Kommandos die insgeheim für den SID arbeiten" er nahm noch einen kräftigen zug aus seiner Zigarre und setzte dann fort,
"Es wurde einst von Jedi Meister Cre'sent Dean in Zusammenarbeit mit dem SID ins Leben gerufen und jetzt auch mit uns."
Koun sah ihn neugierig an, "Ihr meint mit der Republikanischen Armee?" Malcolm wirkte plötzlich ernster, "Nein, ich meine damit mich und euch"
er setzte nach, "es unterliegt einer hohen Geheimhaltungsstufe, ihr wisst was das bedeutet."
Koun wusste nur zu gut das der SID Chef immer wieder mit dem Oberbefehlshaber zusammen arbeitet, doch dieses mal schien die Sache wirklich ernst, denn so hatte er den Kommander noch nie zuvor erlebt.
"Welche Rolle spiele ich dabei?" sah ihn eindringlich an, während er sich ein seiner Lekku geschmeidig um den Hals legte.
Malcolm beugte sich ein wenig zu ihm vor und zog dabei seine vertraute Stirnfalte, "Wir brauchen euch Koun, eure Fähigkeiten sind sehr nützlich, eure Führungsqualität unumstritten."
Koun wusste dass der Oberbefehlshaber sich rein auf seine militärische Laufbahn bezog und damit auf seine unzähligen Schlachten deuten wollte.
"Habe ich Bedenkzeit?" warf er zurück.
Malcolm lehnte sich zurück und schnaufte einmal kräftig aus, "Gut, ich erwarte euch Morgen Abend um die gleiche Zeit."
Koun nickte als Zeichen der Zustimmung, erhob sich und verließ den Raum.
Er eilte mit schnellen Schritt durch das Senatsgebäude Richtung Ausgang, als er draußen ankam war von Meister Cre'sent keine Spur.
Eine Hand berührte plötzlich seine rechte Schulter, er wandte sich um, "Meister Cre'sent"
Cre'sent hielt seinem Blick stand, er schien verändert "Wir müssen reden, aber nicht hier"
Koun erkannte die vertraute Stimme, nickte verständig und sie verließen gemeinsam den Senatsplatz.



Fünfzehn Standard-Minuten später befanden sie sich in eine abgelegene Cantina, die Lichtschwerter versteckt damit sie niemand als Jedi erkennen konnte.
Cre'sent hatte seine Kapuze über gestreift, lediglich sein grauer Bart wurde bei diesen gedämmten Licht leicht erkennbar.
Die beiden saßen an einem kleinen, schwach beleuchteten runden Tisch mit dem Rücken zur Wand,
gerade so dass sie den Eingang im Auge behalten konnten.
Diese Cantina hatte keinen Hinterausgang und schien auf den ersten Blick halb voll, die meisten wirkten heimisch, darunter ein paar zwielichtige Gestalten die sich um die Bar tummelten. Im Hintergrund klang eine Jukebox und die Innenluft war teilweise von abgestandenen Zigarrenrauch getrübt.



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08.07.2016, 09:27

Eine leicht gekleidete Twi'lek-Kellnerin kam zu ihnen, um die Bestellung aufzunehmen, "Tag die Herren, was darf es sein?" mit schmeichelnder Stimme.
Koun war nicht das erste mal in einer Cantina, er sah ihr direkt in die Augen "einen Huttischen Kater" und sah rüber zu Cre'sent der ebenfalls bestellte,
"einmal Corellianischer Wein, halb voll" ohne den Augenkontakt mit ihr zu suchen.
"Kommt sofort" erwiderte sie höflich und nahm wieder ihre Arbeit auf.

Koun ergriff das Wort, während er sich mit beiden Ellbogen auf den kleinen beleuchteten, runden Tisch stützte und ihn erwartungsvoll anstarrte, "Ich weis es wirkt hier nicht gerade entspannend, aber dieser Ort ist ganz gewiss abhörsicher"
Cre'sent erwiderte nichts darauf, als ob ihn das nicht kümmern würde und wechselte sogleich das Thema, "Was ist aus meinem Sohn geworden?"
Koun senkte den Blick, er wusste dass die Zeit gekommen war und Cre'sent ihn jetzt brauchte, doch bevor er antworten konnte,
kam die Twi'lek Kellnerin zurück, "Hier, eure Getränke" ihre Stimme spiegelte eine gezwungene, oberflächliche Freundlichkeit wider,
die beiden Jedi erkannten dass bereits zu beginn doch sie spielten mit.
"Vielen Dank" erwiderte Koun, während die Kellnerin die Getränke auf den Tisch stellte und Kouns Bezahlung annahm.
Nachdem sie sich entfernt hatte, lehnte sich Koun zurück und blickte Cre'sent direkt an, der seinem Blick reglos stand hielt.
"Dein Sohn weis noch nicht dass du sein Vater bist, der Rat hat mir ausdrücklich befohlen ihn ungeachtet dieser Tatsache auszubilden und ihn gut vorzubereiten. Er hat bisher alle Prüfungen gemeistert und ist erst kürzlich in den Ritterstand gehoben worden, er hat großes Potential"
Cre'sent schwieg eine Weile, bevor er etwas dazu sagte, "Weis Shjnla etwas darüber?" Kouns linkes Lekku vibrierte kurz, "ja, sie weis darüber Bescheid und Gregh weis dass sie seine leibliche Mutter ist."
Cre'sent schien förmlich erleichtert zu sein, "Gut, dass ist gut." er sah Koun sinnierend an und legte dann seine Kapuze nach hinten ab.

Koun fiel sofort Cre'sents weise Augen und seine Glatze auf, denn er kannte ihn mit lange schwarze Haare und
färbigen Augen so wie er früher ausgesehen hatte, doch am meisten missfiel ihm der Gedanke dass er seinen Abdruck in der Macht nicht erkannt hatte.


Koun brannte seit seinem Wiedersehen, diese eine Frage auf den Lippen, "Was ist da draußen mit dir geschehen, du warst verdammt lange weg und scheinst jetzt völlig verändert zu sein!?" er lehnte sich nach vor, die Ellbogen auf dem Tisch und sah Cre'sent erwartungsvoll an.
"Das ist eine lange Geschichte und ich kann mich nicht mehr an alles erinnern, es ist wie eine verschwommene Erinnerung" wich er der Frage zunächst aus und stellte eine weitere, "Habt ihr über das sechste Prinzip gesprochen?" wollte Cre'sent wissen.
Koun wusste das er damit den Oberbefehlshaber meinte, "Ja, aber ich habe mich allerdings noch nicht entschieden, was genau hat es damit auf sich?"
Cre'sent wirkte gelassen auf diese Frage, "Das sechste Prinzip ist ein eigener Zusatz zum Jedi Kodex, es gibt keine Überlegungen, nur Pflicht."
Koun sah ihn überrascht an, "demnach stellt es nichts anderes da, als dass wofür wir kämpfen.. Aber warum diese ganze Geheimnistuerei und
das SID?"
Cre'sent lehnte sich zurück, er schien sich zu sammeln, als ob er sich auf etwas vorbereiten würde. Doch dann.. "Wenn ich dir das zeige, gibt es kein zurück mehr" und sah Koun mit einem ernsten Gesichtsausdruck, direkt in die Augen.
Koun hielt seinem Blick stand und entgegnete nur "Ich bin bereit" denn er wusste dass außer ihnen, niemand sonst in dieser Cantina etwas davon mitbekommen würde.





be continued ..

IGN: RaidnSun
Der Größte unter euch soll euer Diener sein.
Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden!

Matth.23;5, 11-12


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