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Raiden'Sun

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07.09.2017, 13:25

[Sci-Fi/StarWars/RPG] Das Dean Vermächtnis III

Kapitel I




Jedi Ritter Gregh Dean



~ Dunkelheit & Schmerz ~



Ein flüchtiger Nebel der Erinnerung überkommt sein Dasein, anfangs verschwommen doch langsam lichtet sich die Sicht.
Gleich einem Raubvogel, der Blick weit von oben herab gerichtet, begleitet von flüsternden Stimmen im Hintergrund.
Die Stimme eines jungen Menschen reißt seine Aufmerksamkeit an sich, "Ritter Gregh, Ritter Gregh!" gefolgt von einem lieblichen Lachen.
Er senkt den Blick zum Fuße des Jeditempels und erkennt eine junge Anwärterin, sie winkt ihm gerade zu, er erwidert den Gruß.
Die junge Anwärterin läuft zurück zu ihrer Gruppe, er sieht ihr eine Weile nach, während sein Blick von angenehmen Sonnenstrahlen immer mehr geblendet wird.
Folge dessen spürt er einen leichten Windhauch durch seine lange Haare hindurchgleiten und seine Nase nimmt einen lieblichen Tannen Duft wahr..


Der Jedi Ritter erinnert sich an seine Zeit als Tempelwächter auf Tython, es war durchaus eine ehrenwerte Aufgabe.
Kurz nachdem er die harte Ausbildungszeit beendet hatte und schlussendlich zum Jedi Ritter des Ordens geschlagen wurde, war dies seine erste Aufgabe.
Es kam anders als erwartet, den eigentlich wollte er in die Weite Galaxis reisen um seinen Dienst zu leisten.
Etwa zwei Wochen zuvor kam Jedi Ritter Quay'ghox, ein Freund und bekannter Tempelwächter, bei einem feigen Anschlag ums Leben.
Ein Sinnloser Tod in seinen Augen, Gregh war der festen Meinung das man es hätte verhindern können.
Seitdem hat er sich geschworen dem nach zugehen und den Schuldigen zu finden, sobald er Gelegenheit dazu hätte.
Seine Gedanken driften langsam ab, doch er konzentriert sich erneut auf das hier und jetzt und vor allem auf Details die ihm helfen herauszufinden was passiert ist.

Er weiß das es nur eine Erinnerung ist, aus seinem tiefsten Unterbewusstsein herauf beschworen, aber.. "Wo bin ich?"
Im selben Moment wacht er aus dem Koma auf und schlagartig erfüllt ein stechender Schmerz den ganzen Körper, von Kopf bis Fuß.
Reflexartig zuckt er kurz zusammen, er versucht die Augen zu öffnen doch das gelingt nicht, als ob sie verpickt wären.
Ihm wird augenblicklich klar das es kein Traum ist, er ist gefangen und etwas das sich wie eine Maske anfühlt hält sein Gesicht fest, er atmet bewusst weiter.
Trotz der starken Schmerzen tastet er suchend um sich und entdeckt plötzlich eine Runde Wand um sich herum, die anscheinend die Flüssigkeit festhält in der er sich befindet, "ein Kolto Tank.."
Er versucht sich zu erinnern was passiert ist, doch irgendwie fehlt etwas, bloß einige Erinnerungsfetzen der letzten paar Tage.
Ihm wird klar das er schwer verletzt wurde, er tastet bewusst nach allen Fingern, dann die Beine, Füße und Zechen.
Ein wenig Erleichterung erfüllt ihn, alles scheint da zu sein, außer seine Augen!
Instinktiv öffnet er sich der Macht und erweitert die Wahrnehmung, dabei spürt er andere Lebewesen in einem großen Gebäudekomplex, sie sind nicht allzu weit entfernt.
Plötzlich spürt er im linken Oberarm eine Infusion, kurz darauf entfaltet das Mittel die Wirkung und er wird müde, sehr müde und schläft schließlich wieder ein.

Nach einigen Standard-Stunden lässt die Wirkung des Mittels nach..
Er hat es akzeptiert und während sein Körper heilt und ruht, bedient sich Gregh instinktiv der Macht und tastet weiter die unmittelbare Umgebung ab, er möchte mehr erfahren.
Es dauert nicht lange bis er eine bekannte Präsenz in der Macht spürt, dieser betritt den Raum und geht direkt zu dem Kolto Tank indem sich Gregh befindet.
Jetzt spürt er es genau, es ist die Präsenz seines leiblichen Vaters, der Mann den er bisher niemals persönlich kennen gelernt hatte, aber aus seiner Ausbildungszeit kannte.. Jedi Meister Cre'sent Dean.
Seine faszinierende Aura schlägt solche Wellen in der Macht, dass Gregh es nicht leugnen kann mit ihm verwandt zu sein, doch plötzlich kehren weitere Erinnerungsfetzen zurück.
Der ältere Jedi legt eine Hand auf den Tank, so als wollte er Gregh berühren und flüstert mit rauer und tiefer Stimme ihm etwas zu, "mein Sohn es tut mir Leid, alles was ich getan habe, habe ich für euch beide getan. Du hast dich richtig entschieden, die Macht ist mit dir" noch bevor er zu ende spricht, fließen Tränen aus den Augen des Jedi Meisters, Gregh kann bedauern spüren.
Kurz darauf spürt er eine andere Präsenz in der Macht, er weis sofort das es Padawan Narva Dacrow ist, ein jungen Mann dem Gregh vor einem Tag das Leben gerettet hatte.
Das Schmerzmittel lässt weiter nach, Gregh versucht erneut die Augen zu öffnen und stellt entsetzt fest das es immer noch nicht geht.
Doch bevor er darüber nachdenken kann, schießt eine weitere Infusion in seine Ader und lässt ihn in nur wenigen Sekunden einschlafen.

IGN: RaidnSun
Der Größte unter euch soll euer Diener sein.
Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden!

Matth.23;5, 11-12

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Raiden'Sun

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07.09.2017, 13:37

Kapitel II

Einige Jahre später ..



Padawan Enira Sun





Zischende Geräusche durch das prasseln von Lichtschwert auf Lichtschwert drang in ihren Ohren, während im Hintergrund
ein entferntes Wasserfall plätschern stätig und unaufhörlich die Umgebung beherrschte.
Schweißperlen glitten über ihre Stirn und lies einige ihrer rötlichen Haare daran haften bleiben.
Sie wusste sich trotz der großen Anstrengung zu zügeln, denn obwohl ihr Herzschlag raßte, hielt sie ihr Atem gekonnt flach.
Jeder Hieb und jedes Kontern forderte ein weiteres Stück ihrer körperlichen Ausdauer, doch sie war trotz allem nicht gewillt jetzt aufzugeben.
"durchhalten" flüsterte sie sich instinktiv zu, "ich kann es schaffen" und konzentrierte sich auf die Aufgabe.
Das einzige was sie vor dem Abgrund hinter ihr trennte, war ein Stück Fels der direkt über den Abhang ragte.

"bleib Standhaft" rief ihr die vertraute Stimme zu und ließ sogleich die nächste Schlagserie von mehreren schnellen Lichtschwertschlägen
auf sie niederprasseln.
Mit allem Geschick und höchster Konzentration wehrte sie die Angriffe gekonnt ab, ehe sie sich für einen Augenblick lang selbst dabei ertappte einen weiteren Schritt nach hinten gemacht zu haben.
Ihre linke Ferse berührte die Kante des Abgrunds und sie wusste sofort dass es jetzt unvermeidlich sei,
sie wollte es dieses mal unbedingt schaffen und bediente sich instinktiv mehr der Macht.
Doch auch er spürte wie sie nach der Macht zerrte und auch seine Kräfte waren nicht unendlich, so bediente auch er sich der Macht.
Schlagartig nahm die Geschwindigkeit ihrer Schläge und Angriffe zu, immer schneller und gefährlicher.
Die Tatsache dass ihr Meister sie in Kampfübungen stets bis zum äußersten trieb und so gut wie nie Gnade zeigte
war ihr nach all den gemeinsamen Jahren durchaus bewusst, mehr noch,
sie akzeptierte das und nahm es als weiteren Grund sich zu bewähren an, es gab ihr stets ein Gefühl von wahrer Herausforderung.

Verzweiflung versuchte ihre Konzentration zu trüben, doch sie erkannte diesen gefährlichen Gedanken und legte ihn wie sie es gelernt hatte ab,
indem sie an den Kodex und dem ersten Grundsatz dachte.
Sie wusste das ein einziger Fehler oder ein falsches oder zu langsames Kontern, der sichere Abgrund bedeutet.
"vertraue der Macht" rief ihr die vertraute stimme zu und streckte die freie Hand hüfthoch nach vor,
während sie sein Überkopf Angriff konzentriert abwehrte.
Er entfesselte mithilfe der Macht eine nahezu unvorhersehbare Druckwelle mit der freien Hand, die direkt auf sie gerichtet war.
Der nächste Augenblick schien für sie wie in Zeitlupe, ihre Augen weiteten sich rasch während die Woge auf ihrem Bauch drückte und
sie damit unkontrolliert nach hinten stürzen ließ.
Im ersten Moment konnte sie es nicht fassen, wie konnte das passieren dass ihr Meister sie derart hinterrücks
mit einer einfachen Machtwogen überraschen konnte?
Entsetzen zeichnete ihr Gesicht während sie nach hinten Richtung Abgrund stürzte, völlig unfähig etwas dagegen zu tun.
Mit letzer Kraft streckte sie ihre freie Hand vor in der Hoffnung dass ihr Meister es fassen würde,
doch er sah sie bloß an ohne irgendwelche Anstalten zu machen um nach ihrer freien Hand zu greifen.
Sein Gesichtsausdruck verriet so etwas wie Bedauern, sie konnte es nicht völlig deuten.
Sie fiel schließlich über den Abgrund nach hinten und sie erkannte die Niederlage,
lies los und schloss die Augen um nur noch eines zu tun, auf die Worte ihres Meisters zu vertrauen
indem sie sich völlig der Macht hingab um ihr Schicksal von dieser bestimmen zu lassen.

IGN: RaidnSun
Der Größte unter euch soll euer Diener sein.
Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden!

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07.09.2017, 13:40

Kapitel II

(Fortsetzung)






Ihr Körper stürzte tief ins Wasser und kleine Luftblasen drangen aus ihrer Nase.
Für einen kurzen Moment war sie nicht sie selbst, sie schien völlig Abwesend zu sein, fast so als wäre sie einen Augenblick lang tot.
Doch etwas hielt ihren Überlebenswillen aufrecht, etwas was sie selbst noch nicht ganz verstanden hatte, doch es war nicht die Macht.
Schon im nächsten Augenblick riss sie ihre Augen auf und fing an zu schwimmen, immer weiter nach oben bis sie schließlich die Wasseroberfläche erreichte.
Derweil stand ihr Meister am Ufer und hielt ihr seine Hand hin, sie schwamm hinüber, packte seine Hand und fühlte sogleich das Weiche Leder seiner schwarzen Handschuhe.
Er zog sie aus dem Wasser und und sah sie unvermittelt an, denn ihr Blick zeigte ihre Frustration über das was soeben geschehen war.
Sie war völlig durchnässt "Meister, das war nicht fair!" Er drehte sich um und ging zu einem nahen Lagerfeuer, setzte sich und stellte einige Holzzweige in die kleine Glut.
Die Padawan verstand nicht warum er das getan hatte, aber sie hoffte dass er es ihr erklären würde, also drückte sie das restliche Wasser aus ihre Haare und folgte ihm nach.

Nachdem das Feuer an Kraft gewann und die kleinen Zweige verschlang, legte der Jedi Ritter noch einige Holzscheitel nach und schwang seine schwarze Jedi Robe um ihre Schulter.
Es wurde langsam dunkel und die Außentemperatur milder, während sich beide an der Wärme des Lagerfeuers angenehm aufwärmten.
Irgendwann nachdem sich die Padawan beruhigt hatte und sie sich wohler fühlte, brach sie das lange Schweigen, "Meister, warum habt ihr das getan?"
Es dauerte einen Augenblick bis er ihren fragenden Blick erwiderte, den er bereitete soeben eine Suppe über das Feuer vor.
"Padawan, deine Feind werden ebenso wenig fair zu dir sein wenn es um Leben und Tod geht" sein Blick war ernst, doch ihr Gesichtsausdruck verriet mehr.
"Iss jetzt erstmal etwas und wir reden nachher darüber" sagte er und bot ihr eine Schale warme Suppe und ein Stück Corellianisches Brot.
Sie nickte und nahm das Essen an, den sie hatte nach diesen langen und anstrengenden Tag, richtig großen Hunger.

Während sie aß, sah sie ihren Meister an und bedachte ihn stillschweigend..
Er hatte lange weiße Haare und trug seine Typische schwarze Tunika, was damals für Jedi recht untypisch war.
Sie wusste dass ihr Meister vor ihrer gemeinsamen Zeit einen schweren Unfall erlitt, dabei hätte er fast sein Augenlicht verloren.
Sein linkes Auge oder was davon übrig war, befand sich hinter einer einfachen Augenklappe aus schwarzem Bantha Leder.
Doch sein rechtes Auge war umso schärfer, früher glaubte sie dass ihr Meister um die Ecke sehen könnte, doch mittlerweile wusste sie dass er eine
überdurchschnittlich ausgeprägte Machtwahrnehmung besaß.
Sie wusste von dem Pod-Rennen, als ihr Meister sein Leben für das eines anderen Padawans und Freund riskiert hatte und dabei fast gestorben wäre.
Aber sie konnte nicht umhin sich zu fragen warum er dass getan hatte, warum er damals bereit war dieses große Opfer freiwillig hin zu nehmen.
Denn obwohl sein Körper durch Jedi Heilung größtenteils verheilte, blieben Narben übrig, Narben die niemals verschwinden würden.
Anfangs fand sie seine Handicaps, wie zum Beispiel seine Hände die er stets in weiche Lederhandschuhe hüllen musste damit sie nicht zu sehr anschwellten,
oder sein zum Teil vernarbter Oberkörper, geschweige denn seine vernarbte linke Gesichtshälfte, einfach nur abstoßend.
Doch nach dieser langen gemeinsamen Zeit verstand sie immer mehr dass es nicht auf Äußerlichkeiten ankommt,
die Inneren Werte und die eigenen Taten bestimmen wer man wirklich ist.
Irgendwie gelang es ihr nach dieser langen Zeit, ihn mit völlig anderen Augen zu betrachten, eine seltene Gabe die ihr bislang stets zugute kam.
Sie entwickelte ein immer stärkeres Gefühl für ihn und sie wusste dass es nicht nur das natürliche Band zwischen Meister und Padawan war.
Aber sie konnte dieses starke Gefühl noch nicht richtig deuten, geschweige denn mit ihm darüber reden, oder sich voreilig etwas anmerken lassen.

Nachdem sie aufgegessen hatten, legte er seine Schüssel auf die Seite und erwiderte verständnisvoll den Blick, "da oben" deutet auf die Anhöhe,
"du hast gut gekämpft Padawan, aber dennoch zwei entscheidende Fehler gemacht" Sie nickte verständig und sah ihn erwartungsvoll an.
"Zuerst hast du deine volle Konzentration auf das Lichtschwert und deine Umbegung gelegt und damit eine Lücke in deine Abwehr geschaffen,
die ich ohne viel Mühe ausnutzen konnte" Als er das sagte, bedachte sie es und tatsächlich.. er hatte Recht.
Die Tatsache das der Abgrund ihre Aufmerksamkeit so sehr einnahm, ließ sie für einen kurzen Moment ihr Machtschild vergessen.
"Und der zweite Fehler, Meister?" fragte sie hellhörig. "Als du gefallen bist, hast du dich für einen Moment lang von der Macht distanziert, ich frage mich warum?"
Sein Auge musterte sie, so als ob er irgendetwas herausfinden wollte. Sie sah ihn unvermittelt an, "distanziert? wie kann das sein?"
Er lehnte sich nach vor zu ihr, "fürchtest du den Tod Padawan?" Ihre Antwort kam wie ein Schuss, "Nein!" und sie neigte den Kopf nach unten,
so als ob sie über irgendetwas nachdenken würde. Er schwieg einen Moment lang und setzte schließlich nach, "bist du dir sicher?"
Sie hob den Kopf und sah ihn teilnahmsvoll an, während Tränen ihre Wangen herunter liefen, "Meister.. es ist nicht mein Tod den ich fürchte!"
Doch anstatt darauf näher ein zu gehen, schenkte er ihr ein warmes Lächeln, "deine seherische Gabe ist ein Geschenk der Macht, aber nichts desto trotz
muss ich mich bei dir entschuldigen" Das traf sie völlig unerwartet, "bei mir entschuldigen?" und sah ihn fragwürdig an.
"Ja, denn ich habe durch meinen Eifer und Bemühungen den Attentäter und Mörder von Ritter Quay,
deine Ausbildung vernachlässigt und damit deinen Fortschritt verhindert"
Sie wusste nicht so recht was sie darauf sagen sollte, denn sie konnte ihm nicht sagen was sie empfand, "Danke Meister, doch deswegen sind wir hier nach -
Ragoon VI gekommen, oder nicht?"
Er nickte ihr zustimmend zu, "ganz genau" und schenkte ihr erneut ein warmes Lächeln.
Sie wusste noch nicht mit Sicherheit was dieses betäubende Gefühl und diese starke Hingabe die sie zu ihm hinzog bedeutete,
aber sie wusste das es den Lehren der Jedi widersprach, also sagte sie nichts und erwiderte bloß sein Lächeln.

IGN: RaidnSun
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Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden!

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Raiden'Sun« (07.09.2017, 19:31) aus folgendem Grund: Ausführung


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07.09.2017, 14:16

Kapitel III

Einige Jahre später ..




Die junge Frau schreitet durch die unwirtliche Landschaft, alles auf diesen Planeten scheint in Gegensatz zu stehen.
Nicht einmal der Wind fühlt sich natürlich an, ständig zerzaust es ihr langes Haar.
Die junge Frau bückt sich ein Stück weit nach vor und berührt das Wasser aus dem unnatürlich fließenden Fluss.
Der Fluss fließt senkrecht an ihr vorbei, so als ob es auf dieser Welt keine natürliche Schwerkraft Gesetze geben würde.


Sie legt den Rucksack ab und holt einen leeren Trinkbeutel heraus um es mit Wasser zu füllen.
Als sie den Beutel füllt, öffnet sie sich der Macht und versucht die neuen Eindrücke zusammen zu fassen, sich ein Bild davon zu machen,
um das was passiert ist besser zu verstehen.
Reflexartig greift sie mit der freien Hand zu ihrem Bauch, wie eine erwartungsvolle Mutter es tun würde, ein Lächeln zeichnet ihr Gesicht.

Der Erinnerungsfaden reicht weit zurück in die Vergangenheit, zurück zu ihrer allerersten Vision an der Seite ihres Meisters ..
Die vertraute Stimme drang erneut in ihr Gedächtnis "Padawan, ich habe etwas für euch" Gregh hielt ihr einen kleinen Zündstein hin.
"Ja Meister" entgegnete sie ihm und hielt eine ausgestreckte Hand um den kleinen Stein an sich zu nehmen.
Er legte den Zündstein in ihre offene Handfläche und anstatt es los zu lassen griff er nach ihrer Hand und hielt sie und den Zündstein,
mit sanftem Druck fest.
Sie erlebte die erste Vision*, ein Erlebnis das sie für immer prägen sollte ..
Doch plötzlich riss sie etwas aus ihrer Erinnerung zurück und lies sie kurz aufschrecken, "Liebster!"

Sie beeilt sich, schließt den Wasserbeutel, packt ihr Rucksack und läuft schnell zurück zur Absturzstelle.
Vor ihr liegt jemand auf einer behelfsmäßigen Unterlage, sein Kopf ist auf einer schlampig zusammengelegten alten Jedi Robe angelehnt,
während seine langen Haare die hälfte seines Gesichts verdecken, "Eni..ra.." sagt er erfüllt von Schmerz, mit leiser Stimme.
Blut rinnt aus seiner linken Ohrmuschel, er scheint schwer verletzt zu sein.
"Liebster, ich bin hier!" ruft sie ihm zu während sie sich zu ihm niederkniet und den Rucksack auspackt.
Sie nimmt ein mittelgroßes Gefäß heraus und gießt Wasser hinein, aktiviert einen Knopf an der Seite.
Während das Wasser zu kochen beginnt, streicht sie Gregh sanft über das Gesicht und versucht sich ein Bild von seinen Verletzungen zu machen.
Sie nutzt ihre Wahrnehmung mithilfe der Macht, eine Grundtechnik die sie in ihrer frühen Ausbildung von ihrem Meister gelernt hatte.
Rechte Schulter ausgekugelt und geprellt, drei Rippen gebrochen, Mittelhandknochen an der linken Hand gebrochen,
dazu noch zwei Finger gebrochen, rechter Oberschenkel aufgeschürft, rechtes Knie gezerrt, rechtes Schienbein gebrochen,
Fußknöchel schwer geprellt, keine innere Blutungen, allerdings zahlreiche Schürfwunden und er scheint Fieber zu haben, sie atmet auf.
"Heilst du schon?" fragt sie ihn auffordernd. Nach einem längeren Moment ächzt er und gibt nur ein schmerzliches "ja.." von sich.
Sie weiß das sie sich um seine Schulter kümmern muss, "es tut mir Leid, ich muss deine Schulter versorgen"
während sie nach seinem rechten Arm greift.
Die junge Frau weiß das sie stark genug ist um ihm die Schulter wieder ein zu renken, die frühere Grundausbildung hat sie stark werden lassen.
Sie greift nach dem abgekochten Wasser und lässt es eine Weile abkühlen, "trink das" und gibt ihm davon vorsichtig zu trinken.
Er trinkt etwas davon, doch die Anstrengung dabei lässt es in einem unerwarteten Hustenanfall enden.
Sie legt das Trinkgefäß zur Seite und sieht sich seine ausgekugelte Schulter genauer an.
"Ich liebe dich!" sagt sie und reißt ruckartig mit beiden Händen an seinem rechten Arm, "Gregh beißt vor Schmerz die Zähne zusammen,
doch der kurzzeitige starke Schmerz lässt ihn fast bewusstlos werden.
Als der Schmerz schließlich nachlässt flüstert er ihr leise zu, "ich dich auch.." und schläft kurz darauf ein,
während sie sein zur hälfte vernarbtes Gesicht sanft streichelt.
Die junge Frau ist von den Strapazen der vergangenen zwei Tage sichtlich erschöpft, doch sie bereitet ein kleines Lagerfeuer und zündet es an.
Langsam spürt sie die Wärme der Flammen, es hilft ihr sich zu entspannen während sie die eigenen Schürfwunden versorgt.
Sie macht sich Gedanken, "was ist wenn wir hier nie wieder weg kommen?" und sieht besorgt zu dem Schiffswrack in unmittelbarer Nähe.
"Was wird aus uns und unserem ungeborenen Baby..?" fragt sie sich instinktiv und schließt einen Moment lang die Augen während sie sinniert.
Dabei erinnert sie sich an das was sie gelernt hat und flüstert sich selbst zu, "Es gibt kein Chaos, nur Harmonie"
Diese Worte beruhigen Enira, sie atmet tief durch und erinnert sich zurück an dem Moment als sie Gregh offenbart hat das sie ihn liebt..

Kurze Zeit später legt sie sich zu Gregh und flüstert ihm zu, "Liebster, du hast uns das Leben gerettet"
und streicht sich behutsam über den Bauch.
Dann greift sie nach seiner alten Robe und deckt sich zu, um kurz darauf neben ihn völlig erschöpft ein zu schlafen.


Spoiler
*Die erste Vision steht im Zusammenhang mit den Padawan Tagebücher die von einer Rollenspiel Freundin, nach gemeinsam bespieltem Plot, verfasst und schriftlich festgehalten wurde. Bei Interesse bitte mich anschreiben und ich übermittle dir die Linkadresse zum entsprechenden Padawan Tagebuch Thread.
zum Lesen den Text mit der Maus markieren

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Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden!

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07.09.2017, 19:36

Kapitel II, Teil II vervollständigt.

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